Fw 190 W.-Nr.1468

  • Hallo Forum,


    bei dem angehängten Typenschild stellt sich mir die Frage, ob die dort angegebene Werk-Nr.1468 auch die des Flugzeuges war. Weiter interessiert mich, zu welchem Teil des Flugzeuges das Typenschild

    gehört hat.

    Sollte die angegebene Werknummer mit der "Baunummer" einer Fw 190 übereinstimmen, wäre mir der "Lebenslauf" der Maschine wichtig.


    Bereits jetzt vielen Dank für die (vielen) Antworten.


    Gruß

    DieterFw190-1468.JPG

  • bei dem angehängten Typenschild stellt sich mir die Frage, ob die dort angegebene Werk-Nr.1468 auch die des Flugzeuges war.

    Hallo Dieter,


    Laut der ausgezeichneten Website http://www.stammkennzeichen.de/ gab es ein Focke-Wulf Fw 190 A-5 mit der Werknummer 1468. Ich bin kein Experte für Luftwaffenflugzeugkomponenten, daher weiß ich nicht, ob die Nummer auf deinem Foto ist das gleiche wie die Werknummer des Flugzeugs.


    viele Grüße,


    Dan

  • Hallo zusammen


    Die Werknummer kann sich meiner Meinung nach nur auf das Baumuster beziehen, da ja keine andere Typenbezeichnung angegeben ist, der die WNr. zugeordnet werden kann.


    Fw 190 A-5 / WNr.1468

    möglicherweise handelt es sich um ein Schlachtflugzeug, da sich in diesem Werknummernbereich mehrere Fw 190 A-5/U2 und Fw 190 A-5/U8 finden.

    Produktionsort: Focke Wulf Marienburg, 1943


    Viele Grüße

    JoMe

  • Hallo

    Anbei ein Bild, auf dem das Schild zu sehen ist. Die Erklärung von JoMe zur WNr. klingt zwar schlüssig, doch für mich ergibt sich kein Sinn, da bei einem Triebwerkwechsel der Tragring am Motor verbleibt und somit die Nummer verloren geht. Oder man hat am neuen Triebwerk die WNr. neu eingeschlagen, aber wozu?

    Gruss, Rene

    Files

    • BMW801.jpg

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  • Hallo zusammen,


    Quote

    WNr. klingt zwar schlüssig, doch für mich ergibt sich kein Sinn,

    stimmt, aber was für eine Werk-Nr.? Ist das die vom Öltank ? Wo war der Tank eigentlich verbaut ?


    Das Foto zeigt den Motor von der Rückseite ?


    at Rene


    warst du gerade in der Garage um das Foto zu machen ;)

    Gruss Dieter

  • Hallo Dieter

    Es ist die Rückseite des Triebwerks. Wie ich oben schon schrieb, der Motortragring hat ebenfalls die Funktion eines Ölbehälters. Ob die WNr. sich auf das Flugzeug oder den Tragring bezieht, keine Ahnung. Die Wartungshinweise, der fehlende Hersteller usw. , alles für mich verwirrend.

    Gruss, Rene

  • Hallo,


    von der Werk-Nr. auf dem gezeigten Typenschild, kann man nicht auf die Werknummer des Flugzeugs schließen - z.B. kann eine einzelne Tragfläche auch ein Typenschild mit anderer Werknummer haben. weswegen ein Flugzeug mit Teilen von versch. Herstellern ( was immer der Fall ist, Zulieferer usw), auch versch. Werknummern hat.


    Hast du das Stück gefunden - bzw. hat der letzte Besitzer Informationen? Das sind die einzigen Möglichkeiten für weitere Recherche - außer du schaust persönlich bei einem erhaltenen Flieger nach, ob dessen Werk-Nr. idntisch sind.


    Grüße SJ

    Suche alles zu 6. ROB Lehrgang f. Inf. VII Lenggries - 553. VGD - ab Herbst 44

  • Hallo,


    vielen Dank für die vielen Hinweise und Erklärungen. Sollte der Tragring (Ölkühler) beim Motorwechsel immer am Motor verblieben sein, ist eine Zuordnung zu einem bestimmten Flugzeug

    natürlich nicht möglich.

    Es wäre nur dann der Fall, wenn dieser Tragring als tragendes Teil der Zelle verbaut worden wäre. Nach Aussage von Rene ist es eigentlich auszuschließen. Zur Prüfung bleibt also nur das

    Lesen eines technisches Handbuches oder die Besichtigung und Kontrolle an einer Maschine übrig.


    Bekommen habe ich das Stück von einen entfernten Bekannten. Dieser deutete an, das es von einer abgestürzten Maschine aus dem Frühjahr 45 sei. Ob dieser Hinweis stimmt, kann ich

    nicht sagen.

    Nach vielen Jahren ist es mir beim Aufräumen wieder zwischen die Finger geraten und hat mein Interesse dahingehend geweckt, ob über dieses Typenschild die zugehörige Machine aus-

    fing gemacht werden könnte.


    Gruß

    Dieter


    Ps. Die abgestürzte Maschine und der Pilot sollen damals von der Luftwaffe geborgen worden sein.

  • Hallo,

    jetzt wäre Interessant ob die abgestürzte Maschine und der Pilot, einen Einsatzverband oder Schulverband angehörte. In einen Einsatzverband findet man im Frühjahr 45 keine FW 190 A5 mehr. Oder anders herum, ist die FW 190 von einen Einsatzverband, ist die Wnr. 1468 die Bauteiilwerknummer und nicht die Werknummer der Maschine. Eine Ausbildungseinheit könnte eventuell noch FW 190 A5 im Bestand gehabt haben.

    Gruß Uwe

  • Moin, ich vermute bei der Werknummer handelt es sich um die exakte Kennzeichnung des individuellen Bauteils. In Verbindung mit einer Materialnummer ergibt sich somit eine eindeutige nummerische Zuordnung. Die Materialnummer kennzeichnet in diesem Fall das Bauteil allgemein (z.B. im Ersatzteilkatalog) und die WN befindet sich auf jedem individuellen Bauteil. Somit haben gewisse Teile, die nach diesem System gekennzeichnet wurden, eine eigene "Identität". Diese Art der Teilekennzeichnung wird beispielsweise auch heute noch bei fliegenden Waffensystemen der Luftwaffe genutzt. Ob es damals eine dokumentarische Zuordnung aller Einbauteile zu der WN des Flugzeuges gab (Lebenslaufakte, Bordbuch o.Ä.) ist leider nicht überliefert. Vielleicht hat jemand zu dieser Thematik noch weitere Informationen. Bei genauerer Betrachtung erscheint die Kennzeichnung von austauschbaren Teilen mit der LFZ-WN nicht wirklich sinnvoll. Viele Grüße, Lars