Die Tragödie der Birmania - 3. Mai 1941

  • Hallo werte Forengemeinde,


    in einem Werk über die Führungs-Nachrichten-Regimenter 40 und 601, welches ich momentan studiere, bin ich über folgenden Vorfall gestolpert:


    "Anfang Mai bereits war ein Schiffstransport nach Afrika im Hafen von Tripolis eingetroffen, bei dem sich auch das 10.000 BRT große Handelsschiff "Birmania" befand. Dieser italienische Frachter hatte Munition und Fliegerbomben geladen. Unter diesen Bomben befand sich auch eine Ladung von Splitterbomben. Diese 10-kg-Fliegerbomben besaßen an ihrem Kopfende einen Berührungsstab, der nach dem Ausklinken einer Zehnergruppe dieser Bomben, die durch ein Blech zusammengehalten wurden, scharf wurde. Dies geschah folgendermaßen:


    Auf dem Blech befand sich eine Sprengpatrone, die nach drei Sekunden Fallzeit scharf wurde, explodierte und das Blech wegriß, wodurch jede Bombe einzeln auf ihr Ziel fiel und der Berührungszünder frei wurde, so daß er bei der geringsten Berührung die Bombe zur Detonation brachte.


    Diese Bomben, die eine verteufelte Sprengkraft entwickelten und von großer Zerstörungskraft waren, sollten in Afrika das erstemal eingesetzt werden.


    Major Graf Klinckowstroem [Seetransportführer Major Graf Klinckowstroem, Leiter des Sonderstabes Neapel, Verantwortlich für die Transporte von Neapel nach Tripolis] ließ durch die Funktstelle Dammert [Wachtmeister Herbert Dammert, Funkleiter Funkstelle OKH, Neapel] einen Funkspruch an den Entladestab in Tripolis absetzen und den Seetransportchef Tripolis, Korvettenkapitän Meixner, warnen. In diesem Funkspruch wurde Meixner gebeten, nur erfahrenes Fachpersonal, am besten Pioniere, mit dem Entladen dieses Schiffes zu betreuen [sic].


    Diese Warnung kam nicht von ungefähr. Bereits beim Beladen in Neapel war es zu einem Unglücksfall gekommen, der nur deshalb nicht zur Katastrophe wurde, weil nur ein Zehnerblech detonierte.

    Dammert mußte durchtasten, daß die "Birmania" nur an einem besonderen Liegeplatz gelöscht werden sollte und daß sie nur von Feuerwerkern betreten werden dürfte, die die Ladung auf ihre Unversehrtheit untersuchen müßten.


    An diesem Tage schien die Funkerei wieder einmal zu einem Teufelsspiel zu werden. Die Gegenstelle Tripolis gab nach vielen Wiederholungen zu verstehen, daß die Funkstelle Neapel fast nicht hörbar sei.

    Kurz entschlossen gab Dammert diesen wichtigen Text chiffriert nach Rom durch. Von dort wurde er 30 Minuten später mit dem dortigen starken Sender nach Tripolis durchgetastet. Dieser Funkspruch wurde zum Vergleich von der Funkstelle Neapel mitgehört und auch mit der Quittung von Tripolis in das Betriebsbuch eingetragen.


    Am nächsten Nachmittag erst kam dieser Geleitzug mit der "Birmania" in Tripolis an, und wieder einen Tag später traf aus Tripolis die Meldung ein, das das in dem Funkspruch besonders genannte Schiff, die "Birmania", am 4. Mai beim Entladen in die Luft geflogen sei und daß es etwa 200 Tote gegeben habe.


    Was war in Tripolis geschehen? Die in Transportkisten verpackten Bomben waren in diesen Kisten nicht fest genug fixiert worden, und da die Kisten beim Beladen der Schiffe auch geworfen wurden, rutschten die jeweils zu zehn Stück in ihren Blechen hängenden Bomben in den Kisten hin und her. Auf diese Weise waren die Züner, die nur mit einem schwachen Stift gesichert waren, scharf geworden. Nun würde eine kleine Berührung der Berührungsstifte genügen, um die Explosion herbeizuführen. Diese war an Bord eines bis unter die Halskrause voll mit Munition, darunter auch größeren Fliegerbomben, beladenen Schiffe [sic] eine Katastrophe.


    Und diese Katastrophe trat auch ein. Beim Absetzen einer Kiste war eine der scharf gewordenen Bomben detoniert und hatte durch Selbstzündung aller anderen das Schicksal des Schiffes und von 200 Soldaten und Stauern besiegelt.


    Da noch zwei weitere Schiffe mit solch tödlicher Ladung unterwegs waren, ließ Reichsmarschall Göring ein Fernschreiben absetzen, in dem er befahl, diese Schiffe auf hohe See zurückzubringen, die Besatzung von Bord zu nehmen und dann die Schiffe in die Luft zu sprengen.


    Korvettenkapitän Meixner wußte nur zu genau, wie wichtig diese Bombenladung für die deutsche Luftwaffe in der Wüste war. Andererseits wußte der gelernte Jurist aber auch, was es für ihn bedeuten würde, wenn noch ein Schiff im Hafen von Tripolis in die Luft flog und Personenverluste verursachte.


    Er ließ das Schiff auf der Reede von Tripolis ankern, wobei der Anker von Hand niedergelassen wurde, um jede Erschütterung zu vermeiden. Unter der Führung von Kapitän Reinen, dessen Schiff, die "Menes", in Tripolis wegen eines auf dem Hinmarsch erhaltenen Torpedotreffers festlag, und des Oberleutnants Krüger, Adjutant des Seetransportchefs Tripolis, gingen jeweils zehn Freiwillige an die Arbeit. Es war nur ein Feuerwerker darunter, der bereits bei der vierten Kiste eine scharf gewordene Bombe fand. Während Kapitän Reinen die Bombe festhielt, löste der Feuerwerker vorsichtig das Blech und nahm die Bombe heraus. Dann zeigte er dem Kapitän, wie der Zünder abgeschraubt wurde. Danach mußten Kapitän Reinen und Oberleutnant Krüger die Sache allein machen.


    Insgesamt fünf Tage brauchten sie, bis sie alle Kisten untersucht hatten. Insgesamt 22 mal galt es, den Tod zu überlisten und von den scharf gewordenen Bomben die Zünder abzuschrauben. Dann war es geschafft. Kapitän Reinen erhielt als erster Zivilist das EK I.


    Daß dieses Vorkommnis ein gewaltiges Nachspiel haben würde, war allen Beteiligten klar, und so wunderte es die Männer der Funkstelle Neapel nicht, als die von Reichsmarschall Göring eingesetzte Sonderkommission bei ihnen eintraf, um sich zu orientieren und den gesamten Fall zu untersuchen.


    Major Graf Klinckowstroem wies auf die Funksprüche seiner Funkstelle hin. Die Kommission sah die Betriebsbücher ein und stellte die Richtigkeit des Gesagten fest. Sie erhielt aus Rom die Bestätigung und konnte schließlich auch in Tripolis in den Funkbetriebsbüchern die Bestätigung des Funkspruchs aus Rom ebenso finden wie die mitgehörte Bestätigung aus dem Betriebsbuch der Funkstelle Neapel erfahren.


    Wie sich herausstellte, hatte man in Tripolis ebenfalls alles getan. Das Schiff hatte seinen besonderen Liegeplatz erhalten, aber beim Entladen konnte kein Feuerwerker dabeisein [sic].
    So konnte das Unheil seinen Lauf nehmen."


    ______________


    Soweit die mir vorliegenden Ausführungen. Die eingeklammerten Personenbeschreibungen habe ich für den Kontext ergänzt.


    Ich bin etwas verwundert darüber, dass mir diese Tragödie im Zuge meiner Beschäftigung mit dem Kriegsschauplatz Nordafrika nie untergekommen ist, und würde den Informationsrahmen gerne - so weit wie möglich - vervollständigen.


    Auf Anhieb tun sich mir folgende Fragen auf:


    1.: Wie sah das Nachspiel dieses Vorfalls aus? Zu welchem Ergebnis kam die eingesetzte Sonderkommission? Gab es Folgen für die weiteren Munitionstransporte über das Mittelmeer?


    2.: Um welche beiden anderen Schiffe handelte es sich?


    3.: Um welches Modell von Streubomben handelte es sich? Waren es deutsche / italienische? Wurden diese aufgrund dieses Vorfalls modifiziert, eventuell sogar die Produktion ausgesetzt?


    4.: Gibt es weitere Dokumente bezüglich dieses Vorfalls? Ich denke etwa an Berichte der Sonderkommission, Einträge in den einschlägigen KTBs (etwas die KTBs der Seetransportstellen Tripolis und Neapel), Verlustmeldungen ,...


    5.: Liegen genaure Aufzeichnungen bezüglich der Menschen- und Materialverluste durch die Explosion im Hafen von Tripolis vor? Kann der Verlauf der Lösch- und Bergungsarbeiten nachvollzogen werden? Wurden andere Schiffe beschädigt?


    6.: Kann es verifiziert werden, dass Kapitän Reinen tatsächlich als erster Zivilist das Eiserne Kreuz I. Klasse erhielt?


    Weitere Fragestellungen sind natürlich gerne willkommen.


    Nun hoffe ich auf rege Beteiligung und verbleibe mit freundlichem Gruß


    Yannik

    Suche sämtliche Bilder und Schriftstücke zum Infanterie-/Grenadier-Regiment 6

    Edited once, last by Kneip ().

  • Hallo Yannik,


    ich kann folgende Informationen geben:


    "Am 3. Mai 1941 führten RAF-Bomber, die von Malta aus gestartet waren, einen erfolgreichen Angriff auf den Hafen von Tripolis durch und versenkten dabei das Torpedoboot "Canopo", den Dampfer "Birmania" (5305 BRT), desen Explosion den Untergang des Hilfskreuzer "Città di Bari" (3399 BRT) verursachte, während der Küstendampfer "Giuseppe Orlando" (838 BRT) wegen einer Mine vor Tripolis verloren ging."


    Quelle: Militär- und Seeoperationen im Mittelmeer 1939 - 1945.


    Es wird hier von zwei Schiffen gesprochen, die durch Explosion gesunken sind. Es handelt sich hier um eine Sekundärquelle und ich habe hier schon einige Fehler gefunden :) Zumindestens die Namen der Schiffe stimmen.


    Gruß

    Lothar

    Edited once, last by Albert64 ().

  • Hallo!

    Antwort auf 2. https://www.lavocedelmarinaio.…crociatore-citta-di-bari/


    Also hier wird Angegeben, Als Datum 3. Oktober 1941. + Foto von dem Angeblichen shiff. Weiterhin, bei einiegen weitere Quelle, berichten von 38 Deutsche Verletzte + 28 Toten. Sowie bei den Italiener 50 Verletzte und 42 Toten + 150 Araber Verletzte und toten (keine Genaue Zahl).


    Also wenn dieses letztes Bild der "Citta di Bari" war, auf dem hinteren, ist ein Weiteres schiff zu bemerken. Ob dies zweite dann die "Birmania" war???? War nicht mittgeteilt.


    und hier meine weitere Quelle, mit den Schiffswracks.

    https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_shipwrecks_in_May_1941


    Also wenn du mehr info suchst, suche dann eher über der "Citta di Bari" hier findest sicher mehr informationen.


    hier Ein Bericht über ein Opfer.


    Also hier wurde nur Gesprochen von den Explosionen, kein bericht über Flieger angriff.

    Quelle in Italiniesche sprache.

    https://www.guardiacostiera.go…biografie/mariograbar.pdf

    Also der Datum ist 3-Mai 1941.


    Sicher zwischen Mai und Oktober 1941, wurde das schiff "Citta di Bari" Verlegt. Desswegen wird bei meine erste quelle der Datum von Oktober 1941 Angegeben.


    Und hier die Geschichte über "Canopo"

    quelle in Italienische Sprache.

    http://www.trentoincina.it/mostrapost.php?id=362

    Hier jetzt ja, hier wird von Luftangriff Gesprochen.

    Grüße Gerard

    Edited 3 times, last by leclerc ().

  • Hallo zusammen,


    vielen Dank für die bisherigen Antworten!


    Ich trage mal die bisher neuen Informationen zusammen:


    - Lothars Sekundärquelle "Militär- und Seeoperationen im Mittelmeer 1939 - 1945" schreibt die Explosion der Birmania einem Luftangriff der RAF durch von Malta gestartete Bomber
    zu.


    - In der von Gerard verlinkten Wikipedia-Liste heißt es aus dem Englischen übersetzt:


    "Das Frachtschiff explodierte und sank in Tripolis, Libyen, aufgrund der Detonation von Streubomben, die nicht ordnungsgemäß für den Versand verpackt waren. Die Explosion im vorderen Laderaum warf das Heck des Schiffes auf den Kai. Der bewaffnete Handelskreuzer Città di Bari (Regia Marina) wurde durch die Explosion ebenfalls zerstört. Verluste: 28 getötete und 38 verwundete Deutsche, 42 getötete und 50 verwundete Italiener sowie 150 getötete und viele verwundete Araber."


    - Die dritte von Gerard verlinkte und zitierte Quelle ist ein Verleihungsbericht bzgl. eines Matrosen, der wegen seines Einsatzes bei den Rettungsarbeiten mit der "Medaglia D'Argento al
    Valor Militare" (Silbermedaille für militärischen Tapferkeit) ausgezeichnet wurde - das ganze datiert auf den dritten Mai. Auch hier ist von keinem Luftangriff die Rede.


    - Das durch Lothar verlinkte "Marine Archiv" liefert noch folgende Informationen, allerdings ohne nennung der Quelle:


    "Birmania" kein Bombentreffer am 3.05.41 um 10.12 Uhr sondern beim Entladen von scharfgewordenen Streubomben explodiert.

    "Citta di Bari" ,gerade beladen mit Benzin und Bomben für Bengasi, schon 800 t an Bord, explodiert dadurch auch.

    200 Tote, eine SS-Fähre , mehrere Leichter, 25 LKW beschädigt.


    "Reichenfels" wird schwer im Vorschiff beschädigt, Kapitän tot ,2 Seemänner tot, 4 Schwerverletzte.

    Bis 19.00 Uhr noch Explosionen an Bord (Flakmunition). Feuer konnte gelöscht werden.

    Vordere Ladegeschiere ausgefallen, dadurch bei Rückgeleit am 5.05.41 noch an Bord:

    50 t Stückgut, 30 Benzinfässer und 200 Körbe 8,8 cm Munition.

    Auf 24. Seetransportstaffel hatten die "Sebastiano Venier" und "Marco Foscarini"die gleichen

    scharfgewordene Streubomben an Bord ,es gab sogar einen Befehl sie auf See zu versenken.

    Bomben wurden auf Reede von Hand entladen, um die Schiffe zu retten.



    Meine Annahmen soweit: Alle Quellen, außer dem von mir eingangs zitierten Werk, nennen den 3. Mai als Tag des Unglücks. Insbesondere der auf den 3. Mai datierte Verleihungsbericht beweist wohl, dass sich das Unglück in der Tat an diesem Tag um 10:12 Uhr ereignete. Des Weiteren decken sich die Quellen darin, dass der bewaffnete Handelskreuzer "Città di Bari" - beladen mit 800t Bomben und Betriebsstoff - als Folge der Explosion in Brand geriet und zerstört wurde. Das deutsche Frachtschiff "Reichenfels" wurde schwer beschädigt, das italienische Wasserflugzeug "Pace" brannte aus. Es bleibt die Frage, warum einige der Quellen einen Luftangriff, und nicht die Streubomben als Ursache angeben.


    Auch die anderen Eingangs gestellten Fragen stehen natürlich noch im Raum.


    Bei den anderen beiden Schiffen, die ebenfalls Streubomben geladen hatten und nach dem Unglück in Tripolis durch das Kommando unter Kapitän Reinen und Oberleutnant Krüger entladen wurden, handelte es sich um die italienischen Frachter "Sebastiano Venier" und "Marco Foscarini".


    Vielen Dank für alle bisherigen Antworten, wir sind ja schon ein ganzes Stück weiter.



    Mit freundlichen Grüßen

    Yannik

    Suche sämtliche Bilder und Schriftstücke zum Infanterie-/Grenadier-Regiment 6

    Edited once, last by Kneip ().

  • Hallo Yannik!

    hier weiter in Italienische sprache.

    http://trentoincina.it/mostrapost.php?id=373


    Die zwei plätze in der Bucht von Tripolis wo sich die Beide schiffe befanden Bei der Explosion.

    Also sowie es eine weitere webseite ist von Trentocina, denke ich verbergt sich weitere Angaben oder berichte über Tripolis den 3 Mai 1941. Aber nur wo sind diese seiten?

    hier habe ich einigen schon nachgeprüft, und bemerkt, dass sie nur über der Regia Marina sprechen....

    Grüße Gerard

  • Hallo Yannik,

    - Das durch Lothar verlinkte "Marine Archiv" liefert noch folgende Informationen, allerdings ohne nennung der Quelle:

    ...dieses Problem ist ein lösbares. Eine Anmeldung im FMA und eine entsprechende Nachfrage dort sollten die gesuchten Informationen ans Licht bringen.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

  • Hallo,


    bei den Bomben könnte es sich um das Modell AR-4 ("Thermoskannen-Bombe") gehandelt haben, auch wenn die Gewichtsangaben abweichen.


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo leute, Sowie Kneip, Ansagte, es gebe kein beweiß über RAF Luftangriff an diesem Tag. So habe ich meine recherche über die RAF air raid missionen Beschäftigt. Für die Erste Quelle Ansagt keinen Luftangriff auf die Bucht auf Tripoli den 3 MAi 1941.

    https://books.google.fr/books?…0bay%20may%201941&f=false


    Aber wenn man weiter Forscht, findet man dies:

    https://books.google.fr/books?…0canopo%20tripoli&f=false


    Und Ebenso bei der WLB Stuttgart, für den 3 Mai 1941, Ansagen auch nur dass es ein RAF Flug angriff gab, aber nur dass der CANOPO durch der Angriff Getroffen und Gesenkt wurde. Und Ebenso, dass der Munition transporter "Birmania" Durch Explosion und "Citta di Bardi" Verlohren Gingen.

    https://www.wlb-stuttgart.de/seekrieg/41-05.htm


    Also RAF Angriff ja, aber nur der CANOPO Gesunken.


    Und wiki, Ansagt noch weiter dies in Deutsche Sprache:

    Quote

    Zweiter Weltkrieg: Das Frachtschiff explodierte und sank in Tripolis , Libyen aufgrund der Detonation von Streubomben nicht ordnungsgemäß für den Versand in Kisten verpackt.

    Also hier muss mann nachforschen über die Ladung stelle von der "Birmania", der warum dass diese bomben nicht in kisten verpackt wurden.

    https://de.qwe.wiki/wiki/List_of_shipwrecks_in_May_1941


    Denn der "Citta di Bari" hatte eine ladung Benzin. Also Warum auch diese Beide durch Hoch Gefahr nach Explosion, wurden sie Neben einander an die Kai Verbunden?


    Und wass für Meterologische Bedienungen Gab es den am 3 Mai in Tripolis?

    War dass meer spiegelglatt oder hatten sie wind mit wellen?


    und hier in Englische sprache, wird auch gesprochen, und in dem Bericht über den 3 Mai 1941, wird angesagt, dass es um Deutsche Luftwaffe bomben Gehandelt hat.

    https://www.ibiblio.org/hyperw…UK-Med-II/UK-Med-2-6.html


    Und diese weitere Englische quelle, berichtet dass es eine Möglischkeit kann geben, dass von einem Swordfish eine Fackel bei der Entladung Stelle aufgeprallt ist.

    https://www.naval-history.net/xDKWD-Malta1941.htm

    Obwohl es nur am 5 Mai 1941 berichtet wird, aber hier wissen wir genau, dass es am 3 Mai wo die Explosion Geschah.


    Und hier weiter als Wetterbedienung in dem Raum von Malta, keine Angabe für den moment für Tripolis.

    Quote

    1st May TRUANT arrived from patrol having sighted various coastal traffic off Tripolitania and sank a caique full of explosives. Owing to danger from night minelaying, she was sailed for Gibraltar at 2000. GLOUCESTER and destroyers sailed to attack convoy, but weather was unfavourable and no contact was obtained.


    Also 2 tage fehlen und Malta ist noch weiter ein paar seemeilen entfernt von Tripoli.


    Und bei den Italiener quelle. Bei der überfahrt von dem "Birmania" befand sich in einem Begleitzug:

    Quote

    Reichenfels, Marburg und Kybfels ("23. Seetransportstaffel").

    So mit diesen weitere Drei Deutsche Schiffen, hatte sie die überfahrt nach Tripoli Gemacht, und wo bei der Begleitung am Messina kap, weiter von dem Schiff "Rialto" Wo sich angeschlossen hatte.

    Die weitere schiffe wo sich in diesem Begleitzug befanden, war der Truppentransport "Marco Polo".

    Dies war dann am 30 April 1941, und am 5 Mai 1941, ging es wieder rückfahrt nach Italien, wo die Deutsche Schiffe und der "Marco polo" ihren Rückfahrt leisten ab tripoli Aussfahrt.

    Also der Bericht in Italienische sprache:

    http://conlapelleappesaaunchio…t.com/2015/12/rialto.html


    Sowie dass schiff "Citta di Bardi" nicht bei diese liste Einbegriffen war, denke ich, das dieses schon am Kai befand an diesem Datum.

    Grüße Gerard

    Edited 11 times, last by leclerc ().

  • Hallo zusammen,


    danke für die erneuten Wortmeldungen.


    wieder versuche ich, die neuen Informationen kompakt zusammenzufassen:


    - Die von Gerard verlinkte italienische Internetseite liefert uns die Positionen der Liegeplätze der "Birmania" und der "Città di Bari" samt einem Bild der beiden zerstörten Schiffe.

    Tatsächlich lagen sich die beiden Handelsschiffe am selben Anleger unmittelbar gegenüber.
    Verglichen mit diesen beiden Ausschnitten des Eingangstextes:


    "Dammert mußte durchtasten, daß die "Birmania" nur an einem besonderen Liegeplatz gelöscht werden sollte und daß sie nur von Feuerwerkern betreten werden dürfte, die die Ladung auf ihre Unversehrtheit untersuchen müßten."
      

    "Wie sich herausstellte, hatte man in Tripolis ebenfalls alles getan. Das Schiff hatte seinen besonderen Liegeplatz erhalten, aber beim Entladen konnte kein Feuerwerker dabeisein [sic]."


    zeigt sich, dass tatsächlich weder die vom Sonderstab Neapel geforderte Positionierung an einem gesonderten Anleger, noch die Entladung durch einen qualifizierten Feuerwerker tatsächlich bewerkstelligt wurde. Insbesondere durch die Positionierung unmittelbar gegenüber der "Città di Bari" wurde das Unglück so noch verheerender, als es hätte sein müssen.


    _____


    - Die nächsten drei von Gerard verlinkten Quellen liefern Hinweise zur Luftangriffshypothese. In der Mehrzahl wird geäußert, dass lediglich das italienische Torpedoboot "Canopo" am

    Abend des 3. Mai durch einen Fliegerangriff versenkt wurde.


    - Auch die erwähnte italienische Website, auf der die Positionen der beiden Schiffe zueinander beschrieben werden, verneint einen Luftangriff als Angrifssursache mit der Erklärung,

    dass der Umstand, dass der Hafen von Tripolis zur besagten Zeit häufig ein Ziel britischer Luftangriffe war, zu dieser Fehlannahme geführt haben könnte.


    - Die von Gerard verlinkte britische Quelle (Kriegstagebuch des Malta Command) erwähnt übersetzt folgendes:


    " 5. Mai: Informationen gingen ein, dass in Tripolis ein Handelsschiff in die Luft geflogen und ein Handelsschiff ausgebrannt war, während das Geschwader 830 Minen legte. Es ist

    möglich, dass eine Leuchtfackel eines Swordfish Torpedobombers auf dem Schiff landete welches gerade Benzin und Munition entlud, da keine Bomben abgeworfen wurden."


    Hier also ein tatsächlich greifbarer Beleg dafür, dass die Birmania nicht durch einen Luftangriff der RAF explodierte. Da die Britischen Stellen von dem Unfall bei der Entladung der Streubomben natürlich nichts wissen konnte, suchten sie andere Erklärungen (-> Swordfish).


    ______


    - Die übrigen Quellen liefern noch die Information, dass die Birmania als Teil der 23. Seetransportstaffel im Geleit das Mittelmeer überquerte. Weitere Schiffe dieses Geleits waren die

    ebenfalls durch das Unglück schwer beschädigte "Reichenfels", sowie die "Marburg", "Kybfels", "Rialto" und "Marco Polo".


    ______


    - Ich sebst habe im Kriegstagebuch der Seekriegsleitung gesucht und den entsprechenden Eintrag zum 3. Mai 1941 gefunden.: Hier wird bereits als wahrscheinliche Ursache die

    Explosion von geladener Bombenmunition genannt. Ein Fliegerangriff findet erwartungsgemäß nicht Erwähnung.

    Interessanterweise ist in diesem Eintrag die Reihenfolge der Ereignisse noch verfälscht, so wird beschrieben, dass eine Explosion auf der "Città di Bari" zur Vernichtung dieses Schiffes

    und der "Birmania" geführt habe. Auch die Beschädigung der "Reichenfels" wird erwähnt.


    ______


    Thilo verweist auf die Italienische Streubombe AR-4. Über diese konnte ich bis jetzt leider nicht sehr viel finden, allerdings berichtet die englische Enzyklopädie folgendes:


    "Sie [die Bombe] konnte mit einem sehr empfindlichen, bewegungsempfindlichen Zünder ausgestattet werden, der explodierte, wenn versucht wurde, ihn zu bewegen, und im Freien bis zu einer Entfernung von etwa 35 Metern tödlich sein. Aus diesem Grund wurden nicht explodierte Thermosbomben normalerweise dort zerstört, wo sie lagen, indem entweder ein langes Stück Schnur daran befestigt und dann daran gezogen oder eine kleine Sprengladung neben ihnen gezündet wurde."


    Diese Beschreibung der Gefährlichkeit deckt sich auf jeden Fall mit den Ausführungen des Eingangstextes.


    ______


    Schlussfolgerungen aus diesen Quellen:


    Die These eines Luftangriffes als Auslöser des Unglücks kann nun wohl endgültig ausgeschlossen werden.


    Das durch die Explosion von nachlässig verladenen Streubomben (eventuell des italienischen Typs AR-4) verursachte Desaster verursachte wohl mindestens folgende Verluste:



    - 28 Deutsche tot, 38 verwundet

    - 42 Italiener tot, 50 verwundet

    - 150 Araber tot, wohl noch eine größere Anzahl verwundet

    - Handelsschiff "Birmania" zerstört

    - Handelsschiff "Città di Bari" zerstört - lag direkt gegenüber der "Birmania" am gleichen Anleger

    - Handelsschiff "Reichenfels" schwer am Vorschiff beschädigt

    - Mindestens 800t Wehrmachtsgut an Bord der "Città di Bari" vernichtet

    - Eine SS-Fähre beschädigt

    - Wasserflugzeug "Pace" ausgebrannt

    - Mehrere Leichter beschädigt

    - Mindestens 25 LKW beschädigt



    Wieder ein gutes Stück weiter.


    P.S.: Wäre einer der Blausterne so freundlich, in der Themenüberschrift den 4. auf den 3. Mai zu korrigieren, um den bisherigen Erkenntnissen Rechnung zu tragen?


    Danke an alle

    Yannik

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  • Huba

    Changed the title of the thread from “Die Tragödie der Birmania - 4. Mai 1941” to “Die Tragödie der Birmania - 3. Mai 1941”.
  • Guten Abend Yannik,

    Quote

    Wäre einer der Blausterne so freundlich,

    jo, einer war so freundlich.

    An dieser Stelle mal meinen Dank für deine Mitarbeit,

    hebt sich wohltuend von den Einzeilern ab, du nimmst dir die nötige Zeit für Antworten,

    besten Dank dafür.;)


    Grüße Thomas

    Alle sagten immer das geht nicht, dann kam jemand, der das nicht wusste, und hat es einfach gemacht!

  • Hallo Leute.

    So hier eine Erste Antwort auf die Bomben typ Ar-4.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Thermos_bomb

    Entweder English oder Italienische sprache.

    Hier handelt es sich um eine Italienische Bombe.


    Also ja natürlich in dem DAK, befanden sich auch die Italiener. Also war es eine Deutsche oder Italienische waffe?

    Quote

    Die italienische AR-4-Thermosbombe (auch Antipersonenbombe (AP) Manzolini genannt) war eines der ersten streubaren Minenlegesysteme im Kampf. Von Flugzeugen verstreut, wurde es von 1940 bis 1942 in Nordafrika ziemlich häufig eingesetzt. Eine weitere frühe streubare Mine war der deutsche SD-2B Schmetterling (Schmetterling). Es wurde im September 1939 effektiv gegen die Polen eingesetzt. Beide Typen verwendeten Antidisturbance und zeitverzögertes Fuzing. Die Deutschen entwickelten auch eine Streubombenversion des SD-2 mit Luftstoß oder Aufprallzündung. Ein von einem Flugzeug abgeworfener Bombencontainer könnte 24 Thermosbomben als Submunition tragen. Der Schmetterling konnte als Submunition in folgenden Streubombenbehältern transportiert werden: AB 23 (23 SD-2), AB 250-3 (108 SD-2), Mk 500 (6 SD-2) und AB 24t (24 SD-2s). Neben Polen wurde der Schmetterling in Frankreich, Nordafrika, Italien, England und Russland eingesetzt. Es könnte von einer von 15 Luftwaffengruppen abgeworfen werden, die mit speziell modifizierten Flugzeugen ausgestattet sind (Ju-88, Do-17, Me-109 oder Ju-87).


    Also hier mal Durchlesen bitte in English Sprache.

    https://fas.org/man/dod-101/sys/land/docs/981100-schneck.htm

    und hier ein weiteren forum wo darüber gesprochen wurde, altes Thema aus dem jahr 2008.

    http://ww2f.com/threads/german-cluster-bomb-units.12704/


    Also irgendwo stimmt es schon, wenn ein Aufprallzünder schon auf den bomben scharf war, so benötigte es nur ein kleinen anstoß geben, dass alles in die luft fliegt.


    Aber normaleweise wurde eine Bombe erst vor dem ziel scharf gemacht, oder auf dem Boden bevor dem Abflug bei basis flugzeuge (kein Schwerr bomber). So denke ich es mal, denn es wäre ein richtiger wahnsinn gewesen, Zünder scharf auf ein Frachtschiff Legen. Bevor der Transport weg Gemacht ist.


    Es kann ja auch ein Unglück bei der transportfahrt geschehen, so kann es Möglichkeit geben, dass eine Sicherheit von einem Zünder kaput gegangen ist, und bei der Abladung, Geshah es!

    Der Zünder kann nur leicht gegen etwass aufgeprallt sein, und der rest von der Geschichte kennt ihr ja.


    In Amerika gab es ja auch ein Schiff mit munition ladung, wie selbst explodierte. Hier weiss ich nicht mehr der Datum, ob es in dem Jahr 1943 Gewesen war oder 1944.

    Also nach den Ersten Ergebnisse lag die Schuld an einem zu hohe Rate oder kadenz um dass schiff zu laden.

    So warum nicht das selbe, wo hektig bei der Entladung Verlangt wurde? in Tripolis, also nicht genug Leute usw.

    Grüße Gerard

    Edited 4 times, last by leclerc ().

  • Hallo zusammen


    Hallo Yannik der Bericht auf "Marine-Archiv" ist aus dem KTB Tripolis.

    Zu Hilfskreuzer "Citta di Bari er kam laut KTB Bengasi am 25.04.41 um 9.35 Uhr aus Italien an, mit 1150 to Nachschub für Deutsche LW.

    Am 28.04.41 ab Bengasi mit 28 to Rückgüter nach Tripolis.

    Am 30.04.41 ab Tripolis nach Italien,wurde auf See zurück beordert,

    da sie für das DAK als Küstenfrachter zur Verfügung gestellt wurde.

    Bis zum Unglück wurden 800 to Munition und Benzin beladen.


    Gruß Markus

  • Hallo zusammen,


    Thomas, danke für die Editierung und auch für deine netten Worte. Ich sehe das recht einfach - wenn ich das Thema schon starte, Andere zur Mitarbeit auffordere, dann ist es für mich selbstverständlich, dass ich die sich ergebende Diskussion auch etwas "moderiere", damit auch alle die gemachten Fortschritte verfolgen können.

    _______


    Gerard, danke für deine Ausführungen bezüglich der Streubomben.


    Aus dem von dir verlinkten Wikipedia-Artikel stammt auch die in meinem letzten Beitrag enthaltene Übersetzung. Momentan ist die italienische AR-4 die Bombe, welche m.E. der Beschreibung aus dem Eingangstext am nächsten kommt - insbesondere bei den Punkten Streubombe, extreme Empfindlichkeit des Zünders und Zerstörungswirkung. Allerdings weicht das Gewicht, wie Thilo ja bereits erwähnt hat, ab. Des Weiteren passt die AR-4 nicht zu der Beschreibung, dass sich mehrere Bomben an jeweils einem, diese zusammenhaltenden, Blech befunden haben sollen.


    Die deutsche SD 2, abgeworfen in einem Abwurfbehälter (AB), halte ich ebenfalls für eine plausible Möglichkeit. Eine SD 2 hatte zwar nur ein Gewicht von 2kg, aber folgende Ausführung des Einganstextes...


    "Auf dem Blech befand sich eine Sprengpatrone, die nach drei Sekunden Fallzeit scharf wurde, explodierte und das Blech wegriß, wodurch jede Bombe einzeln auf ihr Ziel fiel und der Berührungszünder frei wurde, so daß er bei der geringsten Berührung die Bombe zur Detonation brachte."


    ... deckt sich mit dem Funktionsprinzip der deutschen Abwurfbehälter, welche nach einer gewissen Fallzeit ebenfalls durch eine kleine Sprengladung geöffnet wurden
    und so die einzelnen Bomben freigaben. Allerdings passen auch hier die Gewichtsangaben nicht. Auch die Angabe "sollten in Afrika das erstemal eingesetzt werden." passt nicht zur

    bereits 1940 eingesetzten SD 2. Allerdings war auch bei der SD 2 der Aufschlagzünder höchst empfindlich, wie dieser Ausschnitt des Enzyklopädie-Artikels belegt:


    "Wie auch bei moderneren Streubomben wurde es nicht als praktikabel angesehen, Schmetterlingsbomben zu entschärfen, die vollständig scharf geworden, aber nicht explodiert waren. Dies lag daran, dass SD 2 Zünder absichtlich so konstruiert wurden, dass sie extrem schwierig und gefährlich zu entschärfen sind, sobald der Zünder einmal scharf ist."

    In Nordafrika eingesetzt wurden sowohl die AR-4 als auch die SD 2. Bei beiden handelt es sich um Streubomben. Beide konnten mit einem extrem berührungsempfindlichen Aufschlagzünder ausgerüstet werden. Beide wurden in metallenen Abwurfbehältern abgeworfen (kann das für die AR-4 jemand bestätigen? Bei einer Streubombe kann ja vom Abwurf in einer Art Behältnis ausgegangen werden).


    Zu deiner Aussage :


    "Aber normaleweise wurde eine Bombe erst vor dem ziel scharf gemacht, oder auf dem Boden bevor dem Abflug bei basis flugzeuge (kein Schwerr bomber). So denke ich es mal, denn es wäre ein richtiger wahnsinn gewesen, Zünder scharf auf ein Frachtschiff Legen. Bevor der Transport weg Gemacht ist."


    Die Bomben wurden nicht scharf auf die "Birmania" geladen. Vielmehr sorgte anscheinend eine Kombination aus mangelnder Sicherung der Zünder, schlechter Fixierung der Bomben in den Transportkisten und nachlässigem Umgang während der Verladung dafür, dass einige der hochempfindlichen Aufschlagzünder unbeabsichtigt scharf wurden. Beim Löschen der Ladung geschah dann die Katastrophe. Als verstärkende Faktoren kamen dann die Positionierung unmittelbar gegenüber der "Città di Bari" und das Fehlen eines Feuerwerkers (beides trotz Warnung und anders lautender Anweisung!) dazu.


    Vergleiche mit folgender Stelle aus dem Eingangstext:

    "Was war in Tripolis geschehen? Die in Transportkisten verpackten Bomben waren in diesen Kisten nicht fest genug fixiert worden, und da die Kisten beim Beladen der Schiffe auch geworfen wurden, rutschten die jeweils zu zehn Stück in ihren Blechen hängenden Bomben in den Kisten hin und her. Auf diese Weise waren die Züner, die nur mit einem schwachen Stift gesichert waren, scharf geworden. Nun würde eine kleine Berührung der Berührungsstifte genügen, um die Explosion herbeizuführen."

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    Markus, danke für deine Quellenergänzungen.


    verfügst du eventuell über das KTB der Seetransportstelle Tripolis? Falls ja, wäre es dir möglich, die entsprechenden Seiten zum "Birmania"-Unglück hier als Ergänzung einzustellen?


    Die "Città di Bari" fuhr also in der tat nicht im Geleit als Teil der 23. Seetransport-Staffel über das Mittelmeer, sondern legte folgenden Weg zurück:


    - 24.4.1941, 9:35 Ankunft in Bengasi aus Italien - geladen 1150t Luftwaffennachschub


    - 28.04.1941 Abfahrt nach Tripolis mit 28t Ladung


    - Ankunft in Tripolis dann entweder ebenfalls am 28.4 oder am 29.4


    - Am 30.4.1941 dann zunächst Abfahrt nach Italien, aber Umkehr auf See und Rückfahrt nach Tripolis, um als Küstenfrachter eingesetzt zu werden.


    - Bis zur Explosion der "Birmania" dann noch Verladung von 800t Wehrmachtsgut


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    Noch eine Anmerkung:


    Aspekte, die wir bis jetzt nur wenig oder gar nicht berührt haben, sind:


    - Die durch den Oberbefehlshaber der Luftwaffe eingetzte Sonderkommission (eventuelle Unterlagen?)


    - Die Entladung der italienischen Frachter "Sebastiano Venier" und "Marco Foscarini" in Tripolis durch das Kommando unter Kapitän Reinen und Oberleutnant Krüger


    - Die Person des Korvettenkapitän von Meixner. Gab es für ihn als Seetransportchef Tripolis eventuell Konsequenzen, etwa aufgrund der nicht umgesetzten Sicherheitsmaßnahmen?


    Hier schon einmal der Enzyklopädie Eintrag zu Korvettenkapitän Meixner: Klick

    So wie sich sein Werdegang dort liest, hat der Vorfall seine militärische "Karriere" wohl nicht beeinflusst.


    Interessant wäre in diesem Kontext, wie der Abschlussbericht der Kommission ausfiel bzw. ob überhaupt jemand für das Unglück verantwortlich gemacht wurde.


    Gruß

    Yannik

    Suche sämtliche Bilder und Schriftstücke zum Infanterie-/Grenadier-Regiment 6

  • Morgen zusammen,


    hier habe ich einige Opfer der Explosion der "Birmania" vom 03.05.1941:


    Einheit: Marine-Bord-Flak-Kompanie Süd Neapel

    Obergefreiter d.R. Theodor Robert Kemper, geb. 02.07.1916 in Troisdorf


    Nachschub-Kompanie 33 (mot)


    Gefreiter Clemens Welsch, geb. 05.03.1919 in Oppertshausen

    Obersoldat Edmund Heck, geb. 23.12.1918 in Bierfeld

    Obergefreiter Alfons Klein, geb. 19.03.1915 in Humes/Saar

    Gefreiter August Dauer, geb. 23.08.1918 in Endlichhofen

    Soldat Josef Scharf, geb. 14.08.1920 in Pachten/Saar

    Gefreiter Richard Vollmer, geb. 22.06.1914 in Wiesoppenheim

    Gefreiter Franz Hinterschitt, geb. 03.12.1910 in Bobenheim

    Soldat Emil Fleinert, geb. 12.05.1907 in Wiesbaden

    Gefreiter Adolf Bantel, geb. 02.03.1907 in Köngen


    Stab, Kommando der Flughafenbereich Afrika


    Flieger Jakob Salentyn, geb. 21.12.1899 in Mönchengladbach


    Luftwaffen-Nachschub I/4, Kommando-Flughafenbereich Afrika


    Unteroffizier Heinz-Richard Kreter, geb. 11.10.1915 in Leipzig

    Gefreiter Eduard-Edmund Gundlach, geb. 09.01.1907 in Mühlheim/Rhein


    Nachschubstab z.b.V. 681


    Unteroffizier Alfred-Franz Proszak, geb. 28.07.1910 in Leipzig


    Feldgendarmerie-Trupp b (mot) 33


    Gefreiter Gustav Herda, geb. 22.02.1911 in Mendhausen/Thüringen


    Brücken-Bau-Battaillon 85


    Ober-Pionier Willi Frank, geb. 04.05.1908 in Rosenfelde


    Admiral der Marinedienststelle Hamburg, Seetransportstelle Neapel


    Supercargo (Lademeister) Hugo Hoppe, geb. 22.10.1899 in Liebenwalde


    Admiral der Marinedienststelle Hamburg


    Kapitän Wilhelm Harrie, geb. 17.02.1897 in Üterlande
    Er war der Kapitän des Dampfers "Reichenfels"


    Es sind die Opfer vom 03.05.1941. Die an den Spätfolgen der Verwundung verstorben sind, habe ich noch nicht gesucht, bin aber dran.


    Quelle:

    Deutsches Bundesarchiv; Berlin, Deutschland; Kartei der Verlust- und Grabmeldungen gefallener deutscher Soldaten 1939-1945


    Gruß

    Lothar

    Edited once, last by Albert64: Vorname bei Welsch eingefügt. ().

  • Hallo zusammen,


    Lothar, vielen Dank für diese Auflistung der deutschen Opfer!


    Bestätigt sind für den unmittelbaren Tag des Unglücks also mindestens 18 deutsche Tote. Interessant wären in der Tat noch die an den Spätfolgen im Lazarett verstorbenen.

    Entsprechende Verlustmeldungen muss es ja auch beim italienischen Verbündeten gegeben haben. Ist jemand auf diesem Gebiet bewandert?


    Ich arbeite mich momentan durch die verfügbaren NARA-Rollen des Seetransportchefs Italien, des Deutschen Marinekommandos Italien, der Seetransportstellen im Mittelmeer usw. Bisher allerdings ohne Erfolg, die meisten Akten datieren leider auf Herbst 1941 oder später.


    Gruß

    Yannik

    Suche sämtliche Bilder und Schriftstücke zum Infanterie-/Grenadier-Regiment 6

  • Hallo Yannik,


    die an den Spätfolgen im Lazarett verstorbenen kann ich nicht viel finden. Definitiv gehört noch


    Oberschütze Arnold Becker, geb. 20.05.1919 in Gusenburg von der Nachschub-Kompanie 33 (mot) dazu. Er ist am 07.05.1941 im Lazarett verstorben


    dazu. Weitere habe ich nicht gesucht. Alles was danach kommt ist Spekulation.


    Ab die italienischen Verbündeten auch Gräberkarteikarten führten ist mir nicht bekannt. Währe aber interessant zu erfahren.


    Gruß

    Lothar