Einsatz Gasmaske im 2. Weltkrieg

  • Hallo zusammen,

    wie ich hier in einem Unterforum schon mal gezeigt habe, bin ich leidenschaftlicher Modellbauer mit Fokus auf die Wehrmacht.

    Bei jedem Manschkerl was mir durch die Finger geht oder auch das ein oder andere Fahrzeug, ist sie mit dabei. Die Gasmaske

    Doch wurde sie im 2. Weltkrieg im Ernstfall überhaupt mal benutzt?


    War der 1. Weltkrieg fast einem Gaskrieg gleich zu setzen, ist mir kein Einsatz von Gas oder ein Einsatz der Gasmaske im Kampfbereich der Wehrmacht im 2. Weltkrieg bekannt. Weder in schriftlicher noch bildlicher Form.

    Vielleicht lag es an der eigenen Erfahrunge vom "böhmischen Gefreiten", der einen Einsatz von Gas ablehnte (wenn es wirklich keinen gab).


    Kennt von Euch jemand was dazu? Gab es Gaseinsätze im 2. Weltkrieg in Europa oder Nordafrika (KZ's ausgenommen)?


    Besten Dank und Gruss

    Obergefreiter

  • Tag allerseits,


    Hitler, Stalin und auch die Staatsmänner der anderen kriegführenden Länder sahen von Gaseinsätzen im 2. Weltkrieg ab.

    Trotzdem versorgte man auch die Zivilbevölkerung in den deutschen Großstädten und deren Rändern im Laufe des Krieges mit Gasmasken. Auch kleine Kinder wurden 1943/44 mit Gasmasken versorgt, sofern

    sie in den bombengefährdeten Gebieten wohnten. Auch Hitler war sich in letzter Konsequenz nicht sicher, ob seine Gegner nicht doch einen Gaskrieg beginnen könnten.


    Dazu

    https://www.zeit.de/1982/09/giftgas-tod-ohne-sieg/seite-3


    Gruß

    Bert

  • Hallo zusammen,


    ich verweise mal auf diesen Thread, in dem es um einzelne Einsätze von B und C Kampfstoffen während des Krieges geht.


    Unter anderem ist der einzelne, vermutlich eigenverantwortliche Einsatz von Lostminen (Gelbkreuz) durch eine polnische Einheit erwähnt. Mit diesen wurde im September '39 eine der Brücken über die Jajola vermint bzw. zur Sprengung vorbereitet. Im Zuge der Räumarbeiten durch Pioniere detonierte wohl mindestens eine dieser Minen. Ebendiese Pioniere werden die Sinnhaftigkeit ihrer Gasmasken in der folgenden Zeit wohl eher weniger hinterfragt haben.


    Solche Vorfälle zeigen, auch wenn sich der Giftgaseinsatz im 2. Weltkrieg auf wenige, lokal begrenzte Einzelfälle bzw. Unfälle beschränkte, hatte die Gasmaske als Ausrüstungsgegenstand durchaus ihre Berechtigung. Gemäß dem Stichwort "Haben ist besser als brauchen" dürfte sie auch ein wenig dazu beigetragen haben, bei den Soldaten für soetwas wie ein Sicherheitsgefühl genenüber der Eventualität des Giftgaseinsatzes gesorgt zu haben - gemäß der Überlegung: " WENN es durch wen auch immer zu dem Einsatz vom solchen Kampfstoffen kommt, DANN ist meine persönliche Gasmaske nicht weit.".


    Gruß

    Yannik

    Suche sämtliche Bilder und Schriftstücke zum Infanterie-/Grenadier-Regiment 6

  • Hallo zusammen und schon mal besten Dank für die Antworten.


    @Yannik

    Es war nicht meine Absicht die Sinnhaftigkeit der Gasmaske in Frage zu stellen. Diese hatte natürlich ihre Daseinsberechtigung. So wie heute bei unseren Soldaten auch noch!


    Jedoch liegt der Gedanke nicht fern, diese Frage zu stellen, da "ein paar Jahre" zuvor ein Gaskrieg tobte und zum anderen auch ein Vernichtungskrieg geführt wurde. Daher für mich nicht abwägig.


    Gruss

    OG

  • Hallo OG,


    bei den ersten Einsätzen des „Panzerschrecks“ war ebenfalls eine Gasmaske notwendig, um den Schützen vor den Abgasen der Rakete zu schützen. Siehe Artikel bei Wiki.


    Grüße

    Alex

  • Hallo,

    die Benutzung der Gasmaske beim Panzerschreck erfolgte ohne Filter ,sie diente dem Bediener nur zum Schutz vom "feuerstrahl" der abgeschossenen Rakete .

    Die Maske wurde hinfällig mit dem aufkommen des Schutzschildes .

    Gruß

    Markus

  • Hallo,


    original Veteran ( Bezogen auf die Gasmsake mit Behälter): " Auf jeden Fall haben wir dieses lästige Scheißding den ganzen Krieg rumgeschleift!"

    Es ist auch Tatsache, dass bei jeder passenden Gelegenheit die Gasmaske mit Behälter ablgelegt wurde. Teilweise waren in dem Maskenbehälter auch Zigaretten etc. Der Behälter war ja bis zu einem gewissen Grad wasserdicht. Dazu hat man auch noch die Entgiftungstabletten mitgetragen.

    Man kann auch sagen, vielleicht hat dies präventiv und somit zusätzlich gegen einen möglichen Gaskrieg - neben der gegenseitigen Angst - glücklicherweise geholfen.


    Gruß Karl

  • Hallo zusammen,


    OG, keine Sorge, mir ist schon klar, dass deine frage nicht in die Richtung abzielte, den Sinn der Maske anzuzweifeln. Vor allem ging es mir um das konkrete Beispiel des Gaseinsatzes (in dieser Form in Minen), nach dem ja gefragt wurde.


    Ein Ausrüstungsgegenstand, an dem man das Trageverhalten der Soldaten, auf das Karl ja bereits eingegangen ist, ebenfalls sehr schön beobachten kann, ist die Gasplane. Diese wurde entweder vor der Brust getragen oder direkt an der Gasmaskenbüchse befestigt. Im Falle eines Kampfstoffeinsatzes sollten die Soldaten, natürlich ebenfalls mit der Gasmaske auf, unter ihr Schutz finden. Die Gasplane, die samt ihrer entweder aus Segeltuch oder aus einer Art Gummi bestehenden Tasche etwa ein halbes Kilogramm wog, wurde mit zunehmender Kriegsdauer ebenfalls immer seltener getragen und ist auf zeitgenössischen Fotografien noch seltener zu sehen als die Gasmaskenbüchse.


    Interessanterweise wurde noch im Dezember 1942 Änderungren bezüglich der Trageweise der Gasplanentasche (nunmehr an der Gasmaskenbüchse) befohlen.


    Gruß

    Kneip

    Suche sämtliche Bilder und Schriftstücke zum Infanterie-/Grenadier-Regiment 6

  • Hallo zusammen,


    anbei noch ein möglicher Einsatz von Gasmasken im 2. Weltkrieg. Nach Aussagen von deutschen Gefangenen während der Ardennenoffensive wurde das Tragen von Gasmasken in Feldstellungen befohlen, wenn die amerikanischen Truppen Phosphorgranaten gegen diese einsetzten. Es kann wohl vorgekommen sein, dass Soldaten nach Einatmen der Dämpfe mehrere Tage bewusstlos waren.


    Quelle: Anhang Nr. 1 zum G-2 Report Nummer 130, 4th Armored Division, 06.01.1945


    Grüße

    Alex

  • Hallo,


    nach meiner Erinnerung gab es einen Tread zu einem Ereignis mit chemischen Kampfstoffen in einem süd-italienischen Hafen.


    Nach einem deutschen Bombenangriff, flog ein alliiertes Schiff mit chemischen Kampstoffen in die Luft, es ist davon auszugehen, dass auch die West-Alliierten chemische Kampfstoffe "bereithielten".


    Gruß


    Dieter

  • Tag allerseits,


    und das Ergebnis ist eben: Es gab keinen Gaskrieg im eigentlichen Sinne, während des 2. Weltkriegs. Selbst die großen Diktatoren dieser Zeit wollten keinen Gaskrieg beginnen.

    Das schlimmste Kampfmittel setzte dann eine Demokratie ein: die Atombombe.....


    Grüße

    Bert

  • Hallo Dieter,


    du dürftest die Explosion des amerik. Liberty-Frachters " John Harvey" als Folge einer Bombardierung durch die Luftwaffe im Hafen von Bari am 2. Dezember 1943 meinen. Dieses Schiff hatte Gelbkreuz-Munition geladen. Siehe auch hier (leider auf Englisch).


    Gruß in die Runde

    Yannik

    Suche sämtliche Bilder und Schriftstücke zum Infanterie-/Grenadier-Regiment 6

  • Hallo Yannik,


    vielen Dank, genau dies meinte ich, offensichtlich waren chemische Kampstoffe auf dem europäischen Kriegsschauplatz vorhanden.

    Aus Erzählungen meines Vaters weiß ich, das 1942 vor Sewastopol - nach dem Einsatz von Nebelwerfern - die Russen mit Gaseinsatz gedroht haben, wozu es allerdings nicht kam.


    Gruß


    Dieter

  • Hallo,


    zum Einsatz ( Verwendung) der Gasmaske:

    Beute - Gasmasken wurden vereinzelt verwendet um die Scheinwerfer der dt. Lkw abzudecken.


    Gruß Karl

  • Hallo Dmitry,


    Quote

    Was ist das ? Welche Zeit, das Land ? Warum haben die Frauen die Hände gehoben ?

    sie sehen aus wie Luftschutzhelferinnen, die sich für eine Übung "warmturnen", Das Schuhwerk ist wenig einsatztauglich, wahrscheinlich waren aber andere Schuhe nicht vorhanden.


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Guten Morgen,



    mich lässt der Eindruck nicht los, daß es sich um einen besonderen Griff/Technik handelt.

    Nicht das bequemere Übereinanderlegen der Hände über dem Kopf, sondern sich jeweils an den Handgelenken fassend.....

    Sieht aus wie eine Luftschutzunterweisung einer Firmenbelegschaft in Arbeitskleidung, am rechten Bildrand eine Vorgesetzte/Betrieb

    mit Hemd und Binder, sowie eine Büroangestellte.


    Grüße

    george