Luft Boden Beschiessung Hs 126

  • Hallo

    Hoffentlich alles gut in diese schwierige Zeit?

    Ich lese das Hs 126 Flugzeuge Infanterie beschiessen in Mai 1940 an der Schelde und Lys. War das mit den drehbares MG vom Beobachter ? Oder mit den synchronisiertes Maschinengewehr in die Nase, das vom Piloten bedient wurde? Konnte der Beobachter sein MG nach unter richten (wie ein Halberstadt CL II aus W.K.I) oder musste das Flugzeug auf sein Seite fliegen????

    Dank

    Gruss

    Von Harzen

  • Hallo,


    die Hs 126 hatte ein MG 15 auf Schwenklafette für den Beobachter, Schwenklafette bedeutet, es ist auf einem Zapfen gelagert und um diesen schwenkbar. Damit ist die Wirkungsmöglichkeit zur Seite und nach unten sehr beschränkt. Man wird damit allerdings nach dem Überflug des Bodenziels beim Hochziehen Schussmöglichkeiten gehabt haben.


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • N'Abend,


    die Hs 126 war ja auch tauglich für den Rückenflug. ^^:evil:

    * Ironie aus *


    Gruß und noch ein schöner Abend, Uwe K.

    "Phillipp - das ist nicht mehr die alte Gang."

  • Hallo, von Hartzen,

    dazu 2 Kommentare:

    1. Versetze Dich mal in die Lage eines damals 18 oder 19jährigen Infanteristen ohne jede Kampferfahrung, der über sich plötzlich ein feindliches Flugzeug eines unbekannten Typs sieht, von dem der junge Mann nicht weiß, ob es Bomben wirft oder schießt. Wahrscheinlich hat sein Unteroffiizier

    beim Auftauchen des Flugzeugs gebrüllt: "Volle Deckung", dann hat er nur noch knatternde Geräusche gehört, seine Kameraden ebenfalls, und dann wurde daraus: "Der Deutsche hat auf uns geschossen".

    2. Die Hs 125 hat den BMW-Motor 132, den auch die Hs 123 hatte. Einer meiner Lehrer inn den 50er Jahren hatte im Krieg die Hs123.geflogen und der erzählte, das man bei Infanterietruppen Panik auslösen konnte, wenn man im Tiefflug kurz die Zündung ausschaltete, dann knallte es fürchterlich aus den Auspuffrohren, lauter als jedes MG.

    Viellöeicht kannten die Hs 126-Piloten auch den Trick?

    Mit bsten Grüßen

    Geb hard Aders

  • Hallo. Ich habe hier ein Dokument (Mai 1940). Es sagt das HS 126 schiessen nach Belgier (Infanteristen) weil ein andere Hs 126 eine Notlandung gemacht hat. Später has eine Fie 156 die Besatzung gerettet. Immer weil die andere Hs 126s die Infanteristen unter Feuer nahmen…


    Grüße.....

  • Hallo Vonharzen,


    so etwas nennt man heute "Show of Force" wobei man einfach deutlich macht, dass man die feindlichen Kräfte entdeckt hat ohne sie wirklich zu bekämpfen, da durch das Zeigen der Waffen der Angreifer von einem verlustreichen Angriff abgehalten wird.


    Hätten die Belgier wirklich versucht die gelandete Maschine zu erreichen hätte die in der Luft befindliche Henschel wohl nicht viel ausrichten können.

    Grüße

    pvt.snafu

  • Guten Abend,


    ich habe mir gerade die Hs 126 an Hand Textartikeln und Modellbaufotos etwas genauer angesehen.


    Das Heck MG 15 könnte durchaus wie beschrieben gegen Bodenziele eingesetzt werden, indem das zu schützende Objekt umkreist wird. Aufgrund der Querneigung im Kurvenflug (ideal 20° und steiler) können Bodenziele vom Beobachter/Schützen bedingt bekämpft werden. Das Schußfeld ist trotzdem stark eingeschränkt. Allerdings bekommt man beim Kreisen schnell einen "Drehwurm". Laut Internet konnte das Heck-MG bis zu 975 Schuss in Trommeln mitführen.


    Für den Flugzeugführer hatte die Hs 126 ein über dem Motor starr eingebautes MG 17. Mit diesem MG können natürlich auch Tiefangriffe geflogen werden. Das Bug-MG hatte bis zu 500 Schuß gegurtet, das reichte für ca. 30-40 Sekunden Dauerfeuer bzw. entsprechende Feuerstöße. Durch "Pendeln" mit dem Seitenruder (Tretauto spielen) konnte bei einem Anflug auch eine bestimmte Fläche bestreut werden.Die zu schützende, notgelandete Maschine dürfte auf einer größeren, ebenen Fläche gelandet sein. Eventuelle Angreifer hätten sich beim Sturm auf die Maschine über freies Feld bewegen müssen. Der Beobachter der notgelandeten Maschine hatte ja auch noch ein MG 15, das er ausgebaut einsetzen konnte. Das gibt dann zusammen schon ordentliche Feuerkraft.


    Also ich würde mich diesem kombinierten Feuer bei einem Sturmlauf über offenen Acker nicht aussetzen wollen.


    Zumindest später im Ostfeldzug wurde die Hs 126 auch im Nachtschlacht-Einsatz geflogen und war dazu mit Bombenschlössern (Beladung 1 x 50 kg oder 5 x 10 kg) ausgerüstet.

    Ob die Nahaufklärer bereits im Westfeldzug Bomben mitführten, vermag ich nicht zu sagen. Dazu müsste man Einsatzberichte (Tagebücher, Erinnerungen) studieren. Ich bezweifle, dass noch einer der im Westfeldzug eingesetzten Nahaufklärer am Leben ist. Die wären heute durchweg über 100 Jahre alt.


    V. Grüße, Uwe K.

    "Phillipp - das ist nicht mehr die alte Gang."