5 cm Pak auf Selbstfahrlafette

  • Guten Morgen,


    auch auf die Gefahr hin ein altes Thema wieder aufzuwärmen stelle ich diese Frage.:saint:

    Ich suche Informationen über die 5 cm Pak auf Selbstfahrlafette.

    Laut Jentz gab es von Reinmetall:

    Pz.Sfl.1a - 5 cm Pak Sf. auf Mun.Schlepper

    Pz.Sfl. 1c - 5 cm Pak 38 auf Pz.Kwpfw. II Sd.Fgst.901

    In Errrinerung geblieben ist mir das es noch eine Behelfslösung mit der 5cm Pak irgendwo gab.

    Warum wude dieses Projekt nicht weiterferfolgt?


    Grüße

    Ralf

  • Hallo Ralf,


    die Leistungen der 5cm PaK 38 waren gegenüber Kampfpanzern wie dem T-34 zu schwach, daher entschied man sich, Fahrgestelle mit russischen Beute-7,62-cm-Pak 36 oder 7,5-cm-PaK 40/1 L46 auszustatten.


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo Thilo,


    ich habe gedacht das dies auf die Nachproduktion der 4,7 cm Pak (t) zugetroffen hat.

    Da wurde z.B. von der 4,7 cm Pak (t) auf Panzerkampfwagen 35R (f) von Mai bis Oktober 1941 174 Stück Produziert die Anschließende Produktion mit der 5 cm Pak 38 ist dann wegen mangelnder Leistung unterblieben.

    Trotzdem hat der man noch am 30. Juli 41 die Weiterproduktion, nach Auslaufen der 4,7 cm Pak, geplant.


    Die beiden oben genannten Projekte wurde ja schon vor dem Russlandfeldzug geplant.

    So denke ich das es vielleicht einen anderen Grund hatte warum die beiden Projekte nicht weiter verfolgt wurden.


    Außerdem gibt es Informationen zu diesen beiden Projekten?


    Grüße

    Ralf

  • Hallo Ralf,


    die 5cm Pak auf Sd. Kfz. 10 hast du noch nicht genannt. Oder zählt die Variante nicht dazu?


    Gruß


    Ulf

  • Hallo Ralf,


    Quote

    Die beiden oben genannten Projekte wurde ja schon vor dem Russlandfeldzug geplant.

    So denke ich das es vielleicht einen anderen Grund hatte warum die beiden Projekte nicht weiter verfolgt wurden.

    die Leistungen der 5cm PaK wurden vor dem Rußlandfeldzug als ausreichend gegenüber dem Gros der sow. Panzer angesehen, die wenigen schwer gepanzerten Großpanzer waren nicht das Problem. Mit der rapiden Zunahme der T-34 hatte man vor und zu Beginn des Feldzuges in der Form noch nicht gerechnet.


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Guten Morgen,


    genau darum geht's, die Leistung war ausreichend und da waren einige Projekte im Laufen und die würden mich interessieren.

    Von einer 5cm Pak auf Sd.Kfz. 10 ist mir nichts bekannt, nur her mit den Informationen.

    Ich habe vor diese Informationen mit der 4,7 cm Pak zu vereinen und dann hier einzustellen vielleicht übernimmt ja dann Andreas (LdW) etwas.


    Grüße

    Ralf

  • Guten Abend


    Der Osterhase war so freundlich und hat mir von Jentz Panzer Tracts No. 7-1 „Panzerjäger“ gebracht.


    Dort steht bei Pz.Sfl.Ia 5cm Pak 38 auf gp.Mun.Schlepper das nach dem Sieg im Westen, am 5 Juli 1940 die In 6 hat Wa Prüf beauftragt hat einen leichten Panzerjäger zu entwickeln. Dieser sollte für die Luftlandetruppen und die nicht motorisierten Infanteriedivisionen gedacht sein. So hat die WaPrüf die Firma Rheinmetall-Borsig mit der Entwicklung beauftragt die 5 cm Pak 38 L/60 auf das Fahrgestell des Munitionsschlepper von Borgward zu setzen. Um Gewicht zu sparen wurde eine Schottenpanzer mit je zwei 4 mm dicken Panzerplatten Frontal und für das Geschütz sowie zwei 3 cm Panzerplatten seitlich und hinten gefordert. Diese Stärke reicht aus das sie 7,92mm SMK sicher waren.

    Das Fahrgestell war ein geänderter VK 3.02 Munitionsschlepper, angetrieben von einem 2,3 Liter Borgward 50 PS Motor das ermöglichte dem 4,5 Tonnen schweren Fahrzeug eine Geschwindigkeit von 30 km/h. Die Besatzung bestand aus 3 Mann (Kommandant/Richtschütze, Fahrer und Ladeschützen. Im Panzerprogramm 41 vom 30 May 1941 ist der Bedarf dieses Fahrzeuges mit 3144 Stück angegeben. Geplant war der Produktionsbeginn 1943 mit einer ausstoßzahl von 100 Stück ab 1. April 44 und von 200 Stück ab 1. April 45.

    Zwei Versuchsgeräte wurden bis 1. Juli 42 hergestellt und zur Truppenerprobung gesannt. Am 8 August 1942 berichtete die 19. Panzerdivision über die Fahrzeuge jedoch ist der Bericht verschollen.


    Das Zweite Fahrzeug das Pz.Sfl.Ic 5 cm Pak 38 auf Pz.Kw.II Sonderfahrgestell wurde auch nach dem Westfeldzug am 5.Juli 40 von In 6 in Auftrag gegeben. Diesmal war es ein leichter Panzerjäger für Panzerdivisionen und Infanteriedivisionen (mot) und der Auftrag wurde wieder Rheinmetall-Borsig vergeben. Auftrag diesmal eine Fahrzeug mit der 5 cm Pak 38 auf dem Fahrgestell des Pz.Kpfw.II n.A. VK 9.01 von MAN.

    Das Fahrgestell der VK 9.01 hatte ein 150 PS starken HL 45 Motor von Maybach welche eine Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h erlaubte. Später kam ein Stärkerer Motor, der HL 66 mit 188 PS zum einsatz da das gewicht gestiegen war. Die Panzerung war 30mm Frontal und 20mm Seitlich das ergab ein Gewicht von 10,5 Tonnen. Das Geschütz war ein 5cm Pak 38. Die Besatzung bestand aus 4 Mann. Das Panzerprogramm 41 vom 30 Mai 41 sah 1200 Stück vor und weiter 828 für die Schützen und Aufklärungsabteilung. Im Juli 41 wurden zwei Versuchstücke hergestellt. Am 10 März 42 ordnete das OKH an die zwei 5 cm Pak in den 3.Zug/Panzerjägerkompanie 601 einzugliedern um die 8,8 cm Sfl zu ersetzten die sie 1941 verloren. In der Gliederungsübersicht vom 20 August 1942 (auch in der mir Vorliegenden 15.Oktober 42) werden sie bei der Panzerjäger-Abteilung 559 (dort wurde die Panzerjägerkompanie 601 vormals 1./Panzerjägerabteilung 8 eingegliedert) unter dem A.O.K 2 geführt.


    Wie ersichtlich als die Produktion beginnen sollte war die Kanone überholt.


    Grüße

    Ralf