Inhalt von KU-Meldungen

  • Hallo zusammen,


    in den obigen KU-Meldungen finden sich die Erfassungsbögen der deutschen Luftwaffen Dienststellen über die Gefangennahme oder das Auffinden von alliierten Piloten. Bislang habe ich aber nur die entsprechenden Meldebögen für amerikanische Besatzungsmitglieder in den entsprechenden Verzeichnissen des National Archives in Washington gefunden. Kann mir vielleicht jemand freundlicherweise mitteilen, wo sich die Meldebögen für die englischen, kanadischen usw. Besatzungsmitglieder befinden. Vielleicht im NA in Kew/London?


    Für Eure Mühen wie immer vielen Dank im Voraus.


    Freundliche Grüße


    Jan-Bernd

    Suche alles zum Thema Fliegerhorst Vechta + Ahlhorn!

  • Hallo Jan-Bernd und alle,


    Vorschlag für die Forenregeln:


    Abkürzungen in den Threadüberschriften bitte generell ausschreiben


    für was steht "KU" und auf was bezieht sich "in den obigen KU-Meldungen" (muss man jetzt irgendwo einen anderen Thread suchen oder was heißt das?) ...

    ein KU gibt es in der Abkürzungsliste übrigens nicht ...


    Uwe

  • Hallo,


    Quote


    Bislang habe ich aber nur die entsprechenden Meldebögen für amerikanische Besatzungsmitglieder in den entsprechenden Verzeichnissen des National Archives in Washington gefunden.

    weil KU-Meldungen nur Amerikaner beinhalten, die für Briten heißen KE-Meldungen. Daher nehme ich an, das KU für Kriegsgefangene USA steht.


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo,


    mittlerweile sind auch einige der KU-Berichte (für die Absturzberichte der US-Bomber) online beim NARA eingestellt. Unter https://catalog.archives.gov/ bei RG 242 (Record Group) kann man recherchieren.


    Die Berichte für die englischen Flieger befinden sich m. W. im National Archives in Kew.


    Aber frag doch einmal den User DR40eghs er ist Luftwaffenspezialist hier im Forum und kann es dir sicherlich genauer sagen.


    Gruß Alex

  • Hallo zusammen,


    bislang bin ich davon ausgegangen, dass KU für Kampfflugzeug USA steht, laut der -> NARA-Website soll die Abkürzung aber für Kampfflugzeug Unterlagen stehen! Auf jeden Fall dürfte das K für Kampfflugzeug stehen, da mir u. a. auch eine Absturzmeldung für eine P-47 Thunderbolt vorliegt, die mit J (interessanterrweise nicht JU, wie man denken könnte) bezeichnet ist, wobei J wohl für Jagdflugzeug steht.


    Gruß, Stefan

    "Es gibt nichts, was ein deutscher Offizier nicht kann!" (Oberst Manfred v. Holstein)

  • Hallo zusammen,


    vielen Dank für die Info´s und Hinweise.


    Die Online-Recherche in den NA in Washington war mir bekannt. Eine wahre Fundgrube für den Lokal Historiker. Neben den KU (Kampflugzeug Unterlagen)-Meldungen existieren noch ME-, J- und AV-Files. Soweit so gut. Das betrifft die amerikanischen Flugzeuge und deren Besatzungsmitglieder. Die Frage nach den Unterlagen über die Besatzungen und Flugzeuge des britischen Commonwealth steht aber nach wie vor im Raume.


    Wenn Uwe nicht auf diesen Beitrag antwortet werde ich ihm eine PM zukommen lassen.


    Bleibt gesund.


    Jan-Bernd

    Suche alles zum Thema Fliegerhorst Vechta + Ahlhorn!

  • Hallo Jan-Bernd,


    wenn Du herausfindest, wo die entsprechenden deutschen Unterlagen zu britischen Abstürzen zu finden sind, wäre ich Dir sehr dankbar, wenn Du die Quelle hier nennen könntest.


    Gruß, Stefan

    "Es gibt nichts, was ein deutscher Offizier nicht kann!" (Oberst Manfred v. Holstein)

  • Hallo Jan-Bernd, gelesen - ok, danke - unbekannte Abkürzungen bitte in die Abkürzungsliste einpflegen - danke uwe

  • Hallo schwarzermai,


    ok verstanden! Wo finde ich diese Liste?


    stefan_reuter: Na klar, sobald ich eine Fundstelle besitze, stelle ich sie hier ein!


    Freundliche Grüße


    Jan-Bernd

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  • Hallo,

    alles was RAF-Flugzeuge und Besatzungen betrifft, wurde nach dem Sortieren in den USA den Briten übergeben und befindet sich bei der RAF bzw. in Kew im britischen NA.

    Die Unterlagen der RAF sind nach wie vor unveröffentlicht, soweit es die Fundberichte zu britischen Besatzungen betrifft.

    Bei der Suche nach britischen Besatzungen/Fundorten gehe ich den Weg über die CWGC (Commonwealth War Graves Commission).

    Gruß, Uwe K.

    "Was sprechen die Diesel, Johann? - Die Diesel sind zufrieden, Herr Kaleu."

  • N'Abend Uwe,


    besten Dank für's Update ... da hat sich hier in den letzten 25 Jahren offensichtlich noch nichts geändert, schade :(


    Gruß, Stefan

    "Es gibt nichts, was ein deutscher Offizier nicht kann!" (Oberst Manfred v. Holstein)

  • Guten Abend,


    tatsächlich liegen im britischen Nationalarchiv in Kew unveröffentlichte Akten. Aber das Material ist nicht mehr "under Lock and Key" und man kann eine Vielzahl der Akten vor Ort einsehen und darf sie sogar abfotografieren. Der Besuch dort ist grdsl. kostenlos. Alternativ kämpft man sich durch das Online Findbuch und bestellt auf gut Glück (es fallen Gebühren an) oder man bedient sich der Freischaffenden (gegen Geld) vor Ort.


    Eine vielleicht durchaus interessante Aktenserie könnten die sog. "Escape-Reports" darstellen, z.B. WO 208 3326. Darin schildern britische Soldaten ihre Fluchtgeschichten, überwiegend Angehörige der RAF. Teilweise furchtbar öde, teilweise echte Abenteuergeschichten. So verschlug es den kanadischen P/O Officer H. Brooks, 419 Sqn., der am 9. April 1942 als Navigator einer Wellington bei Oldenburg notlanden musste und irgendwo bei Leer geschnappt wurde, nach drei Fluchtversuchen mit Hilfe polnischer Partisanen und der Roten Armee bis nach Odessa. Dort schiffte er sich am 7. März 1945 an Bord der S.S. Moreton Bay ein und betrat am 19. März 1945 wieder Großbritannien.


    Diese Akten sich nicht veröffentlicht, d.h. in Buchform erschienen. Aber sie sind einsehbar, nutzbar und warten auf Auswertung und Veröffentlichung. Vielleicht wurden sie das auch bereits in englischsprachigen Publikationen? Da fehlt mir dann der Überblick.


    Viele Grüße

    Andre