Wehrmachtsstiefel

  • Hallo,

    zuerst einmal Danke für die Aufnahme in dieses Forum.

    Diese Wehrmachtsstiefel habe ich kürzlich günstig bei Ebay gekauft.Ich gehe davon aus,das es sich bei diesen Stiefeln um ein sehr gut erhaltenes Original handelt

    siehe der Schriftzug Salamander im Stiefel.Bitte um Mithilfe.

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  • Hallo, Ullrich, die Bilder erinnern mich aus zwei Gründen an die Offiziersstiefel meines Vaters in den Jahren 1943 bis 1945:

    1. Mit den Zugschlaufen zog Vater kräftig den Stiefel-Schaft über die Wade - mit Hosen - Kreuzschnürung - seiner Reithose.

    2. Auch die Hufeisen an den Absätzen kommen mir bekannt vor.

    Wollte ich auch an meinen Stiefeln haben wegen des markigen Klapper- Geräusches...

    Noch etwas:

    3. Bin kein Schuster, aber der linke Stiefel sieht mir nach Zweit-Besohlung aus.

    Gruss jostdieter.

  • Hallo jostdieter,

    bei Ebay gibt es immer wieder Angebote von Stiefeln,meine habe ich zum Sofortkaufpreis von 45 € bekommen.

    Ein echtes Schnäppchen.

    Gruß

    Ulrich

  • Hallo,

    es gibt ja unzählige Bücher über die Wehrmacht und den 2.Weltkrieg.Mich würde z.b.ein Buch über Stiefel der Wehrmacht interessieren.Ist sowas

    überhaupt auf dem Markt ? ich habe trotz intensiver Recherchen nichts gefunden.

    Gruß

    Ulrich

  • Hallo Ulrich,


    Salander hat nach eigenen Aussagen ca. 7-12% aller Wehrmachstiefel hergestellt. Ein unrühmliches Kapitel ist dabei die Schuhprüfstrecke im KZ Sachsenhausen.


    Beides wußte ich nicht, man lernt nie aus.


    Gruß Tilo

    Ehre die Toten

  • Hallo Tilo,

    das mit der Schuhprüfstrecke ist mir bekannt.Dort mussten KZ Häftlinge unter brutalen Bedingungen die Stiefel einlaufen,ich habe erst

    vor kurzem einen Artikel darüber gelesen.

    Gruß

    Ulrich

  • Tag allerseits,


    das waren wohl Offiziersstiefel. Die meines Vaters sahen ähnlich aus.

    Die dürftige und dünne Sohle war alles andere als wintertauglich in den damaligen Weiten der Sowjetunion. Kein Wunder also, dass manche Offiziere der Wehrmacht Erfrierungen an den Zehen erleiden mussten.

    So erging es auch meinem Vater.


    Grüße

    Bert

  • Hallo,

    ich besitze auch ein Paar der Offizierstiefel, aber bei denen sind die Sohlen genagelt wie bei den Knobelbechern.

    Gruss

    Rainer

    Suum cuique

  • Guten Tag zusammen,


    ich bin erstaunt,

    jetzt sind wir schon ein Forum, dass Stiefel auf Echtheit überprüft,

    reichlich Expertisen abgegeben werden,

    und das für einen Kauf bei Ebay.


    Ich werde eine Kooperation mit Ebay anstreben,

    jedes Angebot, mit Bezug 2. Weltkrieg,

    wird dann hier behandelt....so in Ordnung?


    Immer wieder das Gleiche, es wird gekauft, und dann erst gefragt was es ist,

    normalerweise läuft es andersrum, oder nicht?


    Mitglieder, die nur auf solche Anfragen warten gibt es ja augenscheinlich genug.


    Grüße Thomas

    Alle sagten immer das geht nicht, dann kam jemand, der das nicht wusste, und hat es einfach gemacht!

  • ... jetzt sind wir schon ein Forum, dass Stiefel auf Echtheit überprüft ... ... reichlich Expertisen abgegeben werden ...


    Hallo Thomas,


    vielleicht könnte man dies zum Anlass nehmen, die ständig wiederkehrenden Anfragen nach "Echtheitsbestimmungen" endlich durch eine Ergänzung der Forumsregel #5 endgültig zu beenden? Es wurde ja in zahlreichen Beiträgen von verschiedenen Usern darauf hingewiesen, dass Echtheitsbestimmungen hier im Forum nicht getätigt werden - alleine die entsprechende Regelung dazu fehlt bisher...

    ... Die dürftige und dünne Sohle war alles andere als wintertauglich in den damaligen Weiten der Sowjetunion. Kein Wunder also, dass manche Offiziere der Wehrmacht Erfrierungen an den Zehen erleiden mussten ...

    Das größte Problem der Stiefel waren wohl die genagelten Sohlen und Metallabsätze - dass Metall ein sehr guter Kälteleiter ist, hätte sicher auch den Verantwortlichen und Herstellern bekannt sein müssen...


    Gruß, J.H.

    Nett kann ich auch - bringt nur nix!

  • Tag allerseits,


    natürlich waren Metallabsätze ein guter Kälteleiter. Und das galt auch für genagelte Sohlen. Genagelte Sohlen waren bei Offiziersstiefeln aber nicht allgemein üblich.

    Diese Stiefel waren alles andere als wasserdicht. Das bezieht sich vor allem auf die dünne Ledersohle. Um nassen Füßen vorzubeugen, wurden damals die Ledersohlen immer wieder mit Firnis behandelt.

    Die Offiziersstiefel, mit denen die Truppe in den Krieg zog, waren also bessere "Salontreter", aber keine Kampfstiefel.


    Grüße

    Bert

  • Hallo Johann Heinrich, auch die Bennenung des Verkäufers der Offiziersstiefel durch "Ulrich 1959" war sicher von ihm gut gemeint,

    ist aber nach meiner Meinung im Zeitalter eines allwissenden Inter-Net voller Lieferanten-Adressen überflüssig.

    Ich finde es gut, dass man sich im Forum auch mal mit einem so wichtigen Ausrüstungsdetail wie "Militär-Schuhe" beschäftigt.

    Bert, Jahrgang 39, hat auf die mangelnde Eignung der Offiziersstiefel für die Verwendung bei tiefen Temperaturen hingewiesen.

    Die Schuhproduzenten konstruieren Militärstiefel gemäss Verwendungs-Zweck(Pflichtenheft).

    Infanterie-Stiefel, die berühmten "Knobelbecher", mussten Fussmärsche von täglich 4o km mit Ausrüstung aushalten,

    wie einmal der Feldwebel eines badischen Infanterieregimentes vom rasanten Frankreichfeldzug erzählte.

    Die Fliegerstiefel der Luftwaffen-Alarmrotte - "Ihr müsst in 5 Minuten in der Luft sein"- hatten mittig einen Reissverschluss ( und aussen zwei Schnürstreifen zum Festzurren) damit man von der Liege im Bereitschaftsraum schnell in die Stiefel kam.

    Die Offiziersstiefel meines Vaters dienten auch als Reitstiefel.

    Es gab dazu ein Paar Sporen mit Rädchen und Lederriemen zum Umschnallen über den Spann.

    Gruss jostdieter

  • Hallo,


    solche Stiefel wurden auch zu Parteiuniformen und als zivile Reitstiefel getragen. Von daher würde ich mich nicht auf Offiziersstiefel festlegen.


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Tag allerseits,


    damalige "Herren", die auch während des Krieges als "Goldfasane" in ihren Parteiuniformen durch die Gegend liefen, trugen natürlich keine Knobelbecher. Sie trugen ähnliche Stiefel oder Stiefel, die auch als Offiziersstiefel verwendet wurden. Bei der Knappheit aller Materialen während des Krieges ist es eigentlich nicht vorstellbar, dass nach 1939 für NS-Parteiorganisationen ein eigener Stiefeltyp produziert wurde.

    Als in den letzten Monaten des Krieges auch an Offiziere Schnürstiefel ausgegeben wurden, waren sie damit "besser bedient", als mit ihren Schaftstiefeln. So argumentierte jedenfalls mein Vater.


    Durch die im Laufe des Krieges anhaltende Mangelwirtschaft wurden insbesondere ab 1944 in immer stärkerem Maße Schnürschuhe ausgegeben, zu denen Gamaschen gehörten. Ursprünglich hatten nur noch die Gebirgsjäger der Wehrmacht kurze Wickelgamaschen zu ihren Bergschuhen getragen, nun hielten sie auch bei der Infanterie verstärkten Einzug. Daneben kamen kurze Stoffgamaschen aus wasserdichtem Segeltuch zum Einsatz, die mit zwei ledernen Zungen und zwei Dornschnallen befestigt werden konnten. Offizieren der Wehrmacht war es zudem gestattet, statt der Stiefel Schnürschuhe mit schwarzen Ledergamaschen zu tragen.


    Quelle:


    https://de.wikipedia.org/wiki/Kampfstiefel_(Deutschland)


    Grüße

    Bert