Barch / WaSt Laufzeit für Anfragen, warum so lange eigentlich?

  • Hallo zusammen,


    kleiner Erfahrungsbericht:


    Im Oktober 2017 hatte ich bei der WASt eine Anfrage bezüglich eines Großonkels gestellt (da es keine direkten Nachkommen gibt, geht das wohl). Genau zwei Jahre später kam dann eine Email, dass ich einen BArch-Benutzerantrag stellen soll. Nach dem Abschicken hat es dann noch ein paar Wochen gedauert und es kam eine Email, welche ein Anschreiben enthielt, wie ich es bereits von einer früheren Anfrage (2007) kannte und erst einmal mit einer Entschuldigung begann, da ja viele Anfragen eingingen.


    Dabei waren außerdem Scans aus der zentralen Personenkartei der WASt, aus des Unterlagen des Krankenbuchlagers und die Kriegssterebefallanzeige. Das ist natürlich eine feine Sache!


    Was Informationen über die Erkennungsmarkenverzeichnisse und Veränderungsmeldungen der Wehrmacht angeht, so wurden nur die erste und die letzte Einheit genannt. Für genauere Informationen muss man eine "erweiterte Auskunft" beantragen. Einerseits schade, denn bei meiner früheren Anfrage gab es diese Infos (dafür aber keine Scans), andererseits verständlich, da man ja viel zu tun hat.


    Es ist eben wie immer: Ein Puzzlespiel, das nie zu Ende ist ...


    Achso, Kostenpunkt: 2x die angefangene halbe Stunde plus Scans = etwas über € 30.

    Gruß

    Edited once, last by Erich Johann: "halbe" vor "Stunde" hat gefehlt ().

  • Kostenpunkt: 2x die angefangene Stunde plus Scans = etwas über € 30.

    Hallo Erich,


    ich würde meinen, das ist ja fast geschenkt! Üblich sind Rechercheaufwand von ca. 30,-€ je angefangene 0,5 Std... zzgl. Kopienkosten und Benutzungsgebühr. Und das ist in etwa soviel, wie ein einfacher Haarschnitt bei meinem Friseur um die Ecke! Kostendeckung beträgt bei diesen Zahlen ca. 3-5%...

    Gruß Viktor

  • Hallo Viktor,


    angefangene halbe Stunde kostet € 15,34 oder so. Die Scans/Kopien sind echt günstig (im Vergleich zu anderen Archiven).

    Gruß

  • Schönen Nachmittag aus Österreich,


    ich kann zum Thema Lautzeit WASt positives vermelden! Heute hab ich Nachricht vom Bundesarchiv auf meine Anfrage vom Juni 2019. Es würde im Zusammehang für die Recherchen um die zwei verunglückten jungen Piloten 1944 weitere Unterlage gefunden und mir diese Informationen sauber aufgeschlüsselt übermittelt. Für beide Piloten waren in der ZK zumindest Karteikarten zu finden mit wenigern aber immer einigen Einträgen. Somit sind weitere Unklarheiten ausgeräumt und ich kann in dieser Sache weiterarbeiten. Truppenteile und andere Informationen stammten aus verschiedenen Archivakten. Hier wurde mir ebenso sauber aufgelistet sogar auf welcher Seite (!) und welche Signatur.


    Zum ursprünglichen Diskussion von mir gestartet kann ich also ein wenig "Luft rausnehmen". Es hatte als ein gutes halbes Jahr gedauert und Kosten von 31,- verursacht. Die Rechechere im Krankenbuchlager ausgenommen. Die müsste ich gesondert beantragen gegen weiterer Gebühren. Ich denke aber diese wird vermutlich kaum Relevanz haben, es sei denn hier wären Passfotos beinhaltet normalerweise. Den einer der Piloten hat in unseren Recherchen leider noch immer kein Gesicht. Das muss ich noch etwas vertiefen um zu wissen ob ich diese Kosten riskieren möchte.


    Also, ich hatte kein Probleme an die Informationen zu kommen, die Laufzeit war akzeptale und die Qualität der Information sehr gut.


    DANKE an das BA Abtlg. PA


    Schönen Abend wünsche ich, Markus

    Grüße aus Österreich,

    Markus


    Themen: Zerstörergeschwader 76 Ende 1943 bis Anfang 1944 , Grenadier Regiment 486 (bis zur Auflösung 1943), sowie 262.ID

  • Hallo, Markus!


    Was für Kosten erwartest Du denn? Kann das denn so teuer sein?


    Ich würde bei einem Piloten IMMER die Krankenbuchlager-Akten überprüfen lassen.


    Wenn Du dich dafür entscheidest: Frage ausdrücklich nur nach den "Einzelunterlagen" .... Die Krankenbücher brauchst Du nicht.


    Gruß Dinah

  • Servus Dinah,

    Ja ich denke das mach ich. Es wird bestimmt auch in etwa ähnliches kosten.

    Grüße Markus

    Grüße aus Österreich,

    Markus


    Themen: Zerstörergeschwader 76 Ende 1943 bis Anfang 1944 , Grenadier Regiment 486 (bis zur Auflösung 1943), sowie 262.ID

  • Guten Abend,

    Auf Dinah´s Vorschlag habe ich an das Bundesarchiv auf die erste Auskunft geantwortet und ersucht das Krankenbuch zu durchsuchen.

    Speziell auch wegen des noch immer fehlenden Bildes von Ltn. Paul Claasen.

    Nach nur wenigen Tagen (!!) kam prompt Antwort mit dem Krankenbucheintrag als Scan und endlich einem sehr guten Passfoto.

    Endlich kann ich nun meine recherchierten Geschichte zwei Gesichter geben.

    Im Zuge derselben zweiten Anfrage habe ich ein Bild eines Scans der namentlichen Verlustmeldung angehängt, welches kaum lesbar war. mit der Bitte um Druchsicht des Archives ob das Original noch vorhanden ist. Auch dieses Dokument habe ich in hochwertigem Farbscan bekommen.

    Somit herrscht mehr Klarheit über die Werknummer des Flugzeugs. (war ja lange ein Thema bei mir und in benacharten Foren)


    Also, das Bundesarchiv benötigt Zeit - ja korrekt, aber es ist im übeschaubaren Zeitraum UND vor allem. Das Bundesarchiv arbeitet sehr gut und bietet hochwertige Informationen.


    PS: in diesem Thread ist es auch um den Zugriff auf diese Daten gegangen. War keinerlei Problem Lediglich einen eine Kopie des Erkennungsmarkenverzeichnisses hatte ich bekommen da Zitat:

    Die Erkennungsmarkenverzeichnisse sind
    aus datenschutzrechtlichen und archivarischen Gründen
    (Erhaltungszustand) nicht kopierbar.


    Grüße

    Markus

    Grüße aus Österreich,

    Markus


    Themen: Zerstörergeschwader 76 Ende 1943 bis Anfang 1944 , Grenadier Regiment 486 (bis zur Auflösung 1943), sowie 262.ID

  • Moin Markus und alle Mitleser,


    kleiner Tipp: wer es noch nicht mitbekommen haben sollte, dass unser Mitglied Dinah in Sachen WAST/BA ein echtes As ist, der möge sich einfach diesen Thread nochmals genau durchlesen.

    Gratulation zur erfolgreichen Recherche!


    Liebe Grüße,

    Justus

  • Moin Markus und alle Mitleser,


    kleiner Tipp: wer es noch nicht mitbekommen haben sollte, dass unser Mitglied Dinah in Sachen WAST/BA ein echtes As ist, der möge sich einfach diesen Thread nochmals genau durchlesen.

    Gratulation zur erfolgreichen Recherche!


    Liebe Grüße,

    Justus

    Guten Morgen,


    Danke für den Hinweis, War schnell klar, dass Dinah sehr gut informiert ist.

    Ich will ja nicht unendlich schwärmen, sonst bekomme ich eure Händer nicht mehr runter ;) Aber wie ich schon oft hier angemerkt habe,

    dieses Forum ist das BESTE dass ich kenne.:thumbup:


    Gruß

    Makus

    Grüße aus Österreich,

    Markus


    Themen: Zerstörergeschwader 76 Ende 1943 bis Anfang 1944 , Grenadier Regiment 486 (bis zur Auflösung 1943), sowie 262.ID

  • Hallo und guten Morgen,


    ich wollte eigentlich ein Thema eröffnen, habe dann das hier gefunden und ergänze den Beitrag jetzt einfach.


    Ich habe sehr gute Erfahrungen mit der Wast gemacht. Alle meine Anfragen wurden in weniger als einem Jahr beantwortet. Mit dem Bundesarchiv hatte ich bisher nur telefonischen Kontakt. Dabei zeigten sich die Mitarbeiter immer ausgesprochen freundlich und hilfsbereit. Insofern kann ich mich wirklich nicht beklagen.


    Die Umstellung scheint allerdings mit einer erheblichen Arbeitsbelastung verbunden zu sein.

    Als ich daovn hörte, wiederholte ich meine früheren Anfragen (nennt man das "erweiterte Anfrage"?) und fragte zb konkret nach den Krankenakten. Natürlich schickte ich vorsichtshalber die Kopien der vorherigen Auskünfte mit, weil ich hoffte, dass es die Arbeit erleichtern würde.


    Das war im August 2019. Seither warte ich so geduldig, wie es mir eben möglich ist. Vor ein paar Tagen habe ich mich getraut, nochmal per E-Mail nachzuhaken. Eigentlich mach ich sowas nicht, ich will ja nicht drängeln. Die E-Mail wurde gelesen und nicht beantwortet.


    Ich führe das auf die Arbeitsbelastung zurück und gedulde mich eben weiter.


    Trotzdem müsste das Archiv besser unterstützt werden. In anderen Archiven geht das ja auch. Immerhin geht es bei manchen Anfragen ja auch um Zeit. Die Kinder der Kriegsteilnehmer kommen jetzt in ein Alter, wo 1-2 Jahre Wartezeit einen Unterschied machen können.


    Danke fürs Lesen. :)


    Gruß

    Jörg

    Ich suche Informationen zu: Landesschützen-Bataillon 681 - Infanterie-Regiment 538 - Grenadier-Regiment 537 - Füsilier-Bataillon 258 -
    le Flak-Abteilung 81 - Transportgruppe Todt - Transport-Korps Speer

  • Hallo Jörg und Mitleser,


    ich habe zur WASt, jetzt Bundesarchiv PA, seit 2008 Kontakt und habe auch Termine für meine Besuche dort immer zeitgerecht erhalten.

    Die Sachbearbeiter waren immer hilfsbereit und unterstützten im Rahmen ihrer Dienstanweisungen.


    Durch die Übernahme der WASt hat das PA jetzt auch "gelernte" Archivare. Durch Umbesetzungen kann es dadurch zu unbeabsichtigten

    Zeitverzögerungen kommen.


    Ein Lichtblick: Die Erkennungsmarkenverzeichnisse und Verlustmeldungen sollen jetzt digitalisiert (Dauer bis zu 2 Jahren) und anschließend

    online gestellt werden.


    Damit wird es nicht nur für Historiker usw. einfacher, auch die unmittelbar Betroffenen können erste Recherchen von zu Hause aus unternehmen.


    Gruß

    Dieter

  • Hallo Dieter,


    Das ist wirklich ein Lichtblick, das EM-Verzeichnis kann wertvolle Hinweise für die Forschung geben. Darüber freue ich mich sehr!


    Vg

    THWler

    Auf der Suche nach Infos und Relikten der Technischen Nothilfe (TN), den Technischen Truppen (Technische Abteilungen und Bataillone) und dem Sicherheits- und Hilfsdienst (SHD)-/Luftschutzdienst (LS)-Abteilungen/Luftschutzpolizei, zum Erhalt der Vorgeschichte des Technischen Hilfswerk (THW) und der systematischen Aufarbeitung der Historie mit dem langfristigen Ziel öffentlich zugänglicher Publikationen unter wissenschaftlichen Maßstäben.

  • Servus Forumsgemeinde,

    meine folgende Erfahrung passt wohl nicht direkt zu der Dauer einer Anfrage hängt aber damit zusammen.


    Solange die WAST bestand, bekam man nach relativ kurzer Zeit eine Mitteilung, dass die Anfrage eingegangen ist mit dem Hinweis auf eine längere Dauer der Bearbeitung. Nachdem ich im Januar 2020 wieder eine Anfrage jetzt an die PA Abteilung des Bundesarchivs stellte und ich mir keine Notiz über das Absenden bei mir machte und ich nichts hörte, war ich unsicher, ob die Anfrage überhaupt ankam. Nach Rückfrage stellte sich heraus, dass im BA keine Mitteilung mehr gemacht würde vor der eigentlichen Auskunft.


    Gruß

    Hans

  • Hallo Hans,


    ging mir ähnlich. Darum meine Nachfrage. Man muss sich nur mal vorstellen, dass die Anfrage aus irgend einem Grund nicht übermittelt wird und nach 1 1/2 Jahren erfährt man, dass man den Antrag nochmal stellen muss. :)


    Gruß

    Jörg

    Ich suche Informationen zu: Landesschützen-Bataillon 681 - Infanterie-Regiment 538 - Grenadier-Regiment 537 - Füsilier-Bataillon 258 -
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  • Hallo an Alle,


    selbstverständlich werden automatische Eingangsbestätigungen erteilt, wenn eine Anfrage per Mail eingeht.


    Da durch den neuen Aufbau einer zentralen Registratur vorab schon Zeit vergeht, bevor ein Sachbearbeiter die Anfrage auf den Tisch bekommt, vergeht einige Zeit.

    Derzeit werden die Arbeitsabläufe umgestellt, so dass möglichst auch Kopien der Unterlagen mit versandt werden.

    Leider wurde bei der Übernahme das Personal nicht aufgestockt. Daher kann es weiterhin zu erheblichen Verzögerungen kommen.

    Aber eine Eingangsbestätigung muss erteilt werden. Die gehörte Aussage ist nicht richtig.

    Gruss

    Wattwurm

  • Hallo Wattwurm,


    ich habe mein Postfach geprüft und - soviel Haltung muss sein - muss mich tatsächlich berichtigen.

    Eingangsbestätigung vom 25. August 2019 ist vorhanden.


    Dann kann ich ja beruhigt weiter warten. :)


    Gruß und Dank

    Jörg

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  • Servus Wattwurm,


    ich will mich nochmal melden wegen der Eingangsbestätigung bei Anfragen an das BA, Abt. PA.

    Du schreibst, dass Du eine automatische Eingangsbestätigung erhältst, wenn die Anfrage per mail gestellt wurde. Das scheint bei Übermittlung der Anfrage per Post anders zu sein. Das war jedenfalls die Auskunft des BA nach 8-monatiger Wartezeit in meinem Fall.

    Wie ist Dein Kenntnisstand bei Postversand?


    Schönen Abend!


    Gruß

    Hans

  • Hallo Hans,


    wenn die Anfrage per Post kommt, wird der Eingang zunächst elektronisch in die Registratur aufgenommen. Danach geht der Vorgang über die Referatsleitung zum Sachbearbeiter. Dieser hat dann eine Eingangsbestätigung per Post zu versenden, sobald festgestellt werden kann, dass nicht innerhalb von 14 Tagen Auskunft gegeben werden kann.
    Ich vermute eher, dass bei den riesigen Mengen (etwa 3500 Eingänge pro Monat) die schriftliche Eingangsbestätigung unter gegangen sein könnte.


    Gruss

    Wattwurm

  • Hallo Forum,


    für die jetzige PA möchte ich eine Lanze brechen. Ein persönlich abgegebener Antrag an der Pforte "verschwand" auf dem Weg zur Poststelle/ zum Sachbe-

    arbeiter.


    Da ich nach ca. vier Wochen noch keine Antwort bekommen hatte, recherchierte ich vor Ort nach meinem Antrag (mit Auslandsbezug) und konnte mit Unter-

    stützung der zuständigen Sachbearbeiter noch rechtzeitig einen Lesesaaltermin vor meiner Abreise erhalten.


    Ich gehe davon aus, daß nach Umstellung aller Teile von PA ein reibungsloser Umgang mit den Anfragen, je nach Anzahl und Corvid-19, erfolgt. Für die Mit-

    arbeiter ist diese Zeit auch eine schwierige, also bitte ich, etwas Verständnis und Geduld aufzubringen.


    Diejenigen, die noch etwas jünger sind, werden die Vorzüge eines (Bundes)Archivs noch mit Freude erleben.


    Gruß

    Dieter