Werkzeugmaschine oder........

  • Hallo,

    meine aber dass die Fa. Barbet&Fils in der chemischen Branche tätig war

    da hast du Recht, sie hatte auch mindestens ein Patent, aber sie scheint nicht mehr zu existieren.

    Und wir reden hier nicht von der Aufschrift auf den Säcken, sondern von einer unbekannten Maschine. Ist bekannt wann und wo diese Aufnahme entstand? Im Augenblick wird nur ins blaue gerätselt, von Flakscheinwerfer bis Teigrührgerät. Die Aufschrift auf der Maschine könnte Auskunft geben, aber die hat noch niemand enträtselt, höchstens teilweise.

    Gruss

    Rainer

    Suum cuique

  • Hallo zusammen,


    erst mal Danke für die rege Beteiligung. Die Firma scheint mir der erfolgversprechendster Ansatz zu sein.


    Die Firma Barbet&Fils scheint in der chemischen Industrie tätig gewesen zu sein und auch bei der Herstellung von nitrirter Zellullose

    was umgangssprachlich auch Schießbaumwolle genannt wird . Das wäre´n Vorstufen zur Munitionsherstellung


    Quote

    Ist bekannt wann und wo diese Aufnahme entstand?

    Wahrscheinlich Frankreich 1940

    Gruss Dieter

  • Guten Morgen !!


    Wenn ich mich auch beteiligen dürfte:

    Meine Meinung, es hat geregnet, die Schatten auf dem runden Teil stammen von den Bäumen/ Sträuchern im Hintergrund

    das was ich mit den gelben Rechtecken gekennzeichnet habe, könnten Hydraulikzylinder sein um die "Werkzeugaufnahme" entweder in die Mitte zu schieben oder zwischen Rand und Mitte verschiebbar sein zu können. Was sich mir nicht erschließt ist die Tatsache warum der runde Teil aus Glas sein soll/ muss (obwohl der Bildteil heller ist als der Rand).

    Ebenso ist das komplette runde Teil mit der Maschine massiv verbunden.

    Meine Vermutungen gehen in Richtung Bäckerei, Metzgerei oder (besonders weit hergeholt) Reifeninstandsetzung/ Vulkanisierung/ Lecksuche.



    Gruß Gregor

    Files

    • 111.jpg

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  • Hallo,


    also gebene ich auch meinen Senf dazu.


    Für mich ist das eine mobile Oberfräse einer Instandsetzungseinheit, die halt gerade an einem Kornfeld steht.

    Damit konnte man (auch) große Zahnkränze nachbearbeiten, die auf dem Teller gespannt wurden.


    Grüße, ZAG

    Mainfränkische Einheiten, 454.Sich.Div.

  • Hallo ZAG.


    Die Idee ist gar nicht schlecht.


    Du meinst bestimmt eine mobile Karusselldrehbank.

    Es gibt ja jede Menge Firmen die sich auf Mobile Zerspanung ,wie zb. Ausspindeln , Aufbuchsen an Baumaschinen oder in Industrieanlagen spezialisiert haben. Habe sowas schon live erleben können.


    Warum sollte es damals sowas nicht gegeben haben ?


    Grüße vom linken Niederrhein

  • Hallo,


    mal eine kleine, logisch abgeleitete Überlegung.


    Die Zuordnung der Trommel oder des Kessels zu irgendeinem Metallgewerk oder ähnlichen Verarbeitungsmaterial, bei denen Öl, Schmiermittel verwendet und im weitesten Sinne der Bearbeiter schwarze Finger bekommt, passt in keiner Weise zu der hellen/weißen Innenauskleidung / Beschichtung des Kessels. Weissfarbige Beschichtungen werden gewöhnlich entweder in der Lebensmittelverarbeitung oder im Medizinwesen eingesetzt.


    Im Internet finden sich Hinweise auf die Verwendung von Teigknetmaschinen bei der Wehrmacht in jeder Bäckereikompanie.

    Gregors Hinweis auf den Einsatz von Hydraulik sollte beachtet werden.


    Gruß


    Paul


    G-W-G'

  • Hallo zusammen.


    Ich weiß nicht, bei der Menge an Stellmöglichkeiten die sich durch die Vielzahl von Handräder gegeben ist, und da das Oberteil in , meiner Meinung nach, einer Schwalbenschwanzführung läuft, bezweifle ich, das das bei einer Teigknetmaschine von Nöten ist.


    Grüße Uwe

  • Moin,


    noch zur Teigknetemaschine: ich bin jetzt nicht so innig mit dem Bäckereihandwerk vor 80 Jahren, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Bäckereikompanie (oder ein niedergelassener Bäcker) für das Kneten von Brotteig routinemäßig Maschinen eingesetzt hat, wenn es doch einfacher, sparsamer und wahrscheinlich völlig ausreichend war, den Teig von Meisterhand zu kneten.


    Ich bin allerdings völlig bei Paul, dass diese Maschine etwas mit Lebensmittel zu tun hat, wahrscheinlich eben mit Getreide. Was für einen Sinn sollte ein Sack vor dem rechten Rad haben, wenn es sich um eine Fräsmaschine handeln würde? Und wer würde mitten im Feld fräsen? DIe Maschine ist ja offenbar abgekuppelt (auch das sollte man berücksichtigen). Ich würde die Diskussion auch einmal auf die hinteren Aufbauten lenken wollen. Offenbar gibt es achtern einen weiteren Einsatz, der im Moment der Aufnahme nicht in Betrieb ist.


    LG Justus

  • Hallo,


    ein paar Gedanken:


    -Mit dem großen Handrad läßt sich der Apparat vor- und zurückfahren, in vordere Position wäre der Arm in der Mitte des Kessels/Platte. die drei kleinen Handräder fahren verschiedene Anschläge hoch und runter, die rechts oberhalb der Handräder erkennbar sind. auf der anderen Seite sind sie versetzt, es gibt also 6 Positionen. Das große Handrad an der Stirnseite bewegt den Apparat wahrscheinlich nach links und rechts. Der Kopf kann so jede Stelle der runden Flächer erreichen.


    -Dem Kessel / der Platte fehlt ein Deckel, denn eine so reflektierende Fläche leistet sich keine Armee, sie macht jede Tarnung zunichte.


    -Das Gestänge läßt sich wohl hochklappen und trägt ein Verdeck.


    -Das Ganze hat keinen eigenen Antrieb, funktioniert wohl elektrisch.


    -Unten auf dem Sack steht "Seine ...", das Department aus dem er kommt?


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo zusammen.


    Ich bin berufsbedingt, komme aus dem Rohrleitungs-Behälter- Metall- und Anlagenbau, sehr viel rumgekommen, Auch in der Lebensmittelmittelindustrie wie Molkereien, Bäckerein etc, aber eine dergleichen Maschine, obwohl da teilweise auch museumsreife , noch voll funktionstüchtige liefen , hab ich dort nicht gesehen.

    Die Knetmaschine des Bäckers , man möge mich Lügenstrafen, ob industriell oder beim Bäcker neben an, mischt eigentlich nur die Zutaten und knetet sie durch.

    Mit der Hilfe eines Knethakens, wobei die Schüssel oder der Behälter meistens nur unter den Knethaken geschoben wird. hat auch jeder an seinem Küchenmixer, Das später Auskneten, Dehnen und Wirken des Teiges erfolg entweder manuell oder in der Industrie mit Maschinen.


    Zur angesprochenen Hydraulik Vielleicht ist ja auch das Öl ausgelaufen, und im dem Sack waren Spelzen aus einer Kornmühle die zum Binden des Öl genommen wurde.

    Es eignet sich ja auch Sägemehl und Späne bestens für diesen Zweck-


    Nur so ein Gedanke, bin gespannt was am Ende dabei raus kommt.


    Grüße Uwe


    Nachtrag :


    Hallo Justus, und genau das meinte ich mit Firmen die sich auf mobile Zerspanung spezialisiert haben. Die kommen zb in Steinbrüche und spindeln in Bagger-oder Brecheranlagen neue Buchsen ein. Das spart zumindest die Transporte der Großmaschinen oder ein komplettes zerlegen.


    Ich habe das Bild gerade zu einer Maschinen und Vorrichtungsbau Firma geschickt, der Seniorchef und Konstrukteur ist 77 Jahre alt, mal sehen was er dazu zu sagen hat.

  • Hallo,


    erstaunlich was damals schon gefilmt wurde und was heute davon noch im Netz zu finden ist.


    https://youtu.be/nE2UGUFRMJI


    Hier wird die Knetmaschine als fester Ausrüstungsbestandteil einer jeden Bäckereikompanie genannt.


    und auch im allseits beliebten FdW gibt es einen Hinweis auf die Teigknetmaschine, s. ebd. den letzten Beitrag. Der Teig wurde elektrisch geknetet!


    Stromversorgung der kämpfenden Truppe


    Leider kein Foto.


    Gruss


    Paul


    G-W-G'

    Edited once, last by Paul Spohn ().

  • Guten Abend,

    noch zur Teigknetemaschine: ich bin jetzt nicht so innig mit dem Bäckereihandwerk vor 80 Jahren, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Bäckereikompanie (oder ein niedergelassener Bäcker) für das Kneten von Brotteig routinemäßig Maschinen eingesetzt hat, wenn es doch einfacher, sparsamer und wahrscheinlich völlig ausreichend war, den Teig von Meisterhand zu kneten.

    Eine Feldbäckereikompanie sollte etwa 20.000 Brotportionen täglich liefern, da wäre man mit Kneten per Hand nicht weitgekommen. Es gab daher in jeder mobil einsetzbaren Feldbäckerei-Kompanie Teigknetmaschinen, meistens mit Benzinmotoren als Antrieb.

    Eingeführt waren:

    - Verwaltungsfahrzeug 2 (V.w.f. 2) Teigknetwagen, stammte noch aus Reichswehrzeiten und war vor allem bei rein pferdebespannten Kompanien bei Kriegsbeginn im Einsatz.

    - Sonderanhänger 35, fahrbare Knetmaschine, gummibereift für Mot.Zug.


    Siehe das beigefügte Bild – oben SdAh. 35, unten rechts Vwf 2. Teigknetmaschine 001.jpg


    Beide Fahrzeuge gebaut von Werner & Pfleiderer, Stuttgart.

    Quelle: Müller, Hermann: Die Feldbäckereien. Geschichte und Geschichten über das Kommissbrot, Wörthsee 2003, S. 164 – 169.


    Grüße

    Jörg

  • Hallo Zusammen,


    mir schwebt immer noch ein chemischer Prozess vor.

    Vielleicht wird mit dem Apparat etwas ausgepresst; die Frage wäre nur, was?

    Gruß
    Gerd (der aus Bielefeld)

  • Hallo,


    m. E. sind an der Stirnseite der Apparatur die Verschlüsse einer großen Tür/Klappe zu erkennen (grün). Es ist anzunehmen, dass dieser in Richtung des Pfeils (rot) mit etwas bestückt wird. Der Apparat selber kann sich auf dem Schlitten nicht bewegen, er ist schmaler und auf dem Wagen fest verschraubt.


    Gruß


    Ulf

    Unbekannte Werkzeugmaschiene.jpg

  • Hallo Leute,

    wann kommt denn endlich die Auflösung?

    Ich bin immer noch fest der Meinung das es eine Glasschneidemaschine für Linsen

    eines Flakscheinwerfers ist. (unter der Fräsmaschine ein Kühlmitteltank)

    Die Kleie Säcke vermutlich nur um die Linse beschädigungsfrei herunter zu lassen.

    Wenn es eine franz. Beute ist, dann passt nur ein franz. Beutescheinwerfer darauf.

    Vielleicht sollte man einmal in diese Richtung recherchieren.?

    Gruß Ralph

    Namen, die keiner mehr nennt, Marion Gräfin Dönhoff.

  • Hallo zusammen!


    Will auch mit raten...

    Ist "Generale" nicht eher italienisch als französisch?

    Auf jeden Fall hat der Hänger Stützen zum Abstellen und Ausrichten, am hinteren Ende hat er Bolzen die gesichert sind mit Ketten - also kann man etwas ausfahren. Ich denke das Gerät ist momentan im Transportzustand, es spricht auch der helle Gurt dafür. das glänzende "ölige" kann sehr wohl auch Nässe sein.

    Für eine Mühle braucht man Einfülltrichter, verschiedenen Siebe usw., nur weil Säcke herumliegen? Ich pers. glaube nicht an so etwas.

    Mein erster Eindruck war auch Scheinwerfer, aber nur wegen der glänzenden Scheibe - passt aber überhaupt nicht, schon nicht wegen der Größe und der Tiefe des Gerätes. Vergleicht einfach mal unsere Flakscheinwerfer.

    Mir kommt die Scheibe eher wie ein Reflektor vor, vielleicht zu einer Signalgebung?


    Gruß Stephan

    Suche alles zur Waffenschule des AOK 1

  • Hallo,


    könnte es eine Nähmaschine für große Stoffe wie Zelte oder Beobachtungsballons sein?


    Am Ende wurde das Ding nur gebaut, um den Gegner zu verwirren oder es ist die berühmte Maschine mit dem "Bing!"


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo in die Runde,


    völlig unmännlicher Vorschlag meinerseits,

    Ich erkenne einen Waschtrog und eine Wäschemangel. ;)


    Gruß, MPH

  • Hallo Raterunde,


    Könnte es etwas mit Olivenöl Herstellung zu tun haben? Oder andere Produkte wie Nüsse, Sonnenblumenkerne oder Raps?


    Herzliche Grüße


    Heidy

  • Hallo Leute,

    wir müssen weitermachen.

    Ich habe mir das Ding noch einmal Detailweise angeschaut. mein Tipp (Maschine eines Werkstattzuges)

    1.Punkt: Der Antrieb : kein Diesel, kein Dampf, keine Transmission, also elektrisch?

    2.Punkt: Generale (Ital.) : Bedeutung auf deutsch "Oben, Haupt, Allgemein" welches Wort wird im Maschinenbau verwendet?

    und was bedeutet das andere Wort senkrecht links daneben?

    3.Punkt: Ventile an der "Arbeitsspindel", zur Kühlung oder doch um etwas Abzufüllen?

    Bitte weiterraten.

    Gruß Ralph