Kriegskinder : l'amour ne connait pas les frontières

  • Hallo zusammen,


    Ich habe Justus versprochen das ich noch heute dieses schwierige Thema öffne.

    Ich habe angefangen davon zu schreiben im Thema "ich lese gerade" und zwar das Buch das beiliegend ist.


    Zuerst möchte ich alle bitten viel Verständnis in diesem Thema zu zeigen: Niemand ist schuldig, nur die Liebe...


    Die Kinder von denen wir hier sprechen möchten sind entweder Deutsch: Im Krieg waren ca. 2 Millionen Franzosen in Gefangenschaft in D, die waren manchmal ganz nähe der Bevölkerung

    oder Franzose :Die D Besatzungstruppe in F bestand aus ca. 60 000 Soldaten (wenn meine Zahlen richtig sind, bin nicht sicher..;) uns später zwischen 1944 und 1948 kamen ungefähr ein Million Deutsche in F in Gefangenschaft.

    Das war der grösste Austausch von Männer zwischen D und F von der Geschichte.


    Die Zahlen der Kinder sind nicht ganz klar.

    In F sprach man bis zu 200 000 Kinder, aber diese Zahl scheint überschätzt zu sein: Die Historiker glauben mehr an eine Zahl von 100 000.

    In D weiss ich gar nichts. Ich glaube dieses Thema, das in F vor 15 Jahre "aufs Tisch" kam, ist in D noch gut verborgen, aber ich kann mich täuschen.


    Und jetzt möchte ich die Antwort von Wolf (ost42) im Thema "ich lese gerade) kopieren:


    Hallo JM,


    das scheint ein sehr interessantes Buch zu sein; mein Französisch taugt allerdings nicht zum lesen.


    Diese Kriegskinder sind eigentlich europaweit vergessen und totgeschwiegen worden. In einer Radiosendung vor einigen Jahren hörte ich zum ersten Mal von deutsch-polnischen Kindern, die von deutschen Müttern geboren wurden - ihre Väter waren polnische Kriegsgefangene, die auf den Bauernhöfen aushalfen. Die Frauen mussten die schwere Arbeit fast ganz alleine bewerkstelligen. Und manche polnische Aushelfer waren eben sehr nett und hilfsbereit, wie das eben überall auf der Welt geschieht.


    Diese Kinder wurden ebenfalls in Deutschland beschimpft und ausgegrenzt. Die meisten kennen bis heute nicht ihre Väter, weil alle vor Scham geschwiegen haben. Das ist furchtbar, nicht zu wissen, von wem man abstammt. Viele suchen heute verstärkt nach ihren Vätern.


    Du siehst, es war nicht nur in Frankreich sehr schlimm für diese Kinder, die gar nichts dafür können. Es ist ein europaweites Problem, das sehr laut nach Aufarbeitung ruft.


    Dieses Buch wird hoffentlich diese öffentliche Aufarbeitung schneller vorankommen lassen.

    Wolf


    Wiki ist auch zum lesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Besatzungskind


    Schreibe Morgen etwas weiter.

  • Hallo Cosette


    Ich muss dir in einem Punkt wiedersprechen, es gibt Schuldige, nämlich die bornierten Vollidioten ( entschuldigt den Ausdruck mit fällt kein bessere ein) die die Menschen in verschieden wertvolle Rassen einteilten!


    Ich selbst kenne zwei Menschen die jeweiligs einer solchen Liebe entsprungen sind!

    Wie es ihnen nach dem Krieg ergangen ist weiß ich, Jahrgang 66, nicht.

    Was ist weiß ist dass es feine Menschen geworden sind.


    Gruß Arnd

  • Tag allerseits,


    menschlich gesehen, waren die normalen Deutschen und die normalen Franzosen nie so feindschaftlich gegeneinander gesinnt, wie es das Gebahren der jeweils Regierenden beider Länder wohl anstrebte.

    Die Kriegskinder des 2. Weltkriegs waren eigentlich nichts umwerfend Neues. Schon bis 1918 gab es in Deutschland französische Kriegsgefangene, die außerhalb von Lagern im Arbeitseinsatz waren.

    Dem Charme junger Franzosen konnte damals manche deutsche Maid nicht widerstehen. Es begann eine Liebelei und später gebar die deutsche Maid ein uneheliches Kind. Damals in deutschen Landen

    ein großes Problem. Und das Ganze wiederholte sich dann während des 2. Weltkriegs, da bekamen junge franz. Frauen Kinder von deutschen Wehrmachtsangehörigen. Und später in der franz. Besatzungszone

    Deutschlands ging es mit "vertauschten Rollen" weiter. Salopp gesagt: Diese menschlichen Beziehungen in beiden Kriegen waren vielleicht in gewisser Weise schon der Anfang der Aussöhnung beider Völker.




    Gruß

    Bert

  • Ein Gutes Neues Jahr an alle,


    nachdem ich nun die ganzen Zahlen dieser Kriegskinder europaweit verinnerlicht habe, bin ich mir jetzt fast sicher, dass ganz Europa heute sozusagen eine riesige Familie ist - jeder kann mit jedem in irgendeiner Weise verwandt sein; nur wie wissen wir nicht. Was auch wieder eine interessante Forschungsarbeit bis in die Anfänge der Wiege der Menschheit wäre...;)


    Krieg gegen eigene Verwandte führen? Nein, besser nicht - siehe die fassungslose Geschichte der brüderlichen Scharfschützen Duell zwischen Brüdern


    Grüße

    Wolf

  • Tag allerseits,


    ich möchte noch ganz kurz auf die Situation deutscher Frauen eingehen, die um 1918 ein uneheliches Kind zur Welt brachten, das z.B. aus einer Verbindung mit einem franz. Kriegsgefangenen stammte.

    Diese Frauen hatten es damals alles andere als "leicht", mit dem Leben, das sie nun erwartete, fertig zu werden.


    Die Katholische Kirche hatte in Süddeutschland um 1918 noch die sogenannte Hurenbank vereinzelt in ihren Kirchen, in denen die schwangeren "gefallenen Mädchen" Platz zu nehmen hatten.

    Mir sind da Verhältnisse aus dem Württembergischen bekannt, die sich so noch 1918 ereigneten. Das waren in der Tat fast mittelalterliche Verhältnisse.


    Grüße

    Bert

  • Hallo zusammen,


    die Frage der unehelichen Besatzungskinder war nicht nur ein Problem für die Frauen,

    sondern auch für die Kinder. Zahlenangaben "kranken" u.a. daran, dass man nicht weiß,

    wieviele dieser Kinder unerkannt in den Familien aufwuchsen.

    Bei farbigen Kindern, die es sowohl in der französischen als auch amerikanischen

    Besatzungszone gab, war das nicht ganz so einfach. In meinem Alter (*1951) gab

    es in Hammelburg mindestens drei farbige Besatzungskinder, die wohl unmittelbar

    nach der Geburt vor dem städtischen Waisenhaus abgelegt worden waren und dort

    aufwuchsen. Und der Umgang der katholischen Nonnen mit diesen Kindern ("der Sünde")

    war auch nicht immer nur von Liebe geprägt.

    Diese Kinder waren von Anfang an stigmatisiert.


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

  • Hallo zusammen!


    Kinder ihrer Herkunft wegen auszugrenzen oder zu beschimpfen, ist wohl das niederträchtigste Verhalten überhaupt;

    wie tief kann ein Mensch sinken?

    Und auf der "Hurenbank" der Katholischen Kirche sollten heute (wie damals) wohl andere aus dieser Institution Platz nehmen...

    Viel Schlimmes ist durch die Hetzerei mancher Kirchen-"Väter" entstanden, z. T. auch der Antisemitismus; viel Unfrieden wurde gestiftet.

    Jesus hätte sie zum T... gejagt!


    Gruß Cristiane

    "Feigheit ist die Mutter der Grausamkeit" Montaigne


    Suche Einsatzorte 3./schwere Artillerie Abt. 848 ab Juni 1943


  • Guten Abend zusammen,


    als dieser Thread eröffnet wurde war mir sofort kar,

    dass das hier wieder nicht still und leise, vernünftig, ohne Emotionen, zu diskutieren sein wird.


    Politik und Kirche, ja bitte schön, sowas k a n n nicht gut gehen, jeder Stammtisch weiß das,

    alle bisher Beteiligten sind schon länger dabei, sollten es wissen.


    Sowas k ö n n t e gutgehen, wenn man sich emotionslos, rational dem Thema nähert,

    versucht etwas dazu beizutragen, zu belegen, oder zu widerlegen, am besten mit Quellenangabe zur Überprüfung,

    und nicht gleich meint "jetzt muss ich aber auch meinen Senf dazu geben".


    So weitergeführt landet der Thread morgen in die Tonne.


    Christiane,

    ui, ui, ui, so aufgebracht kenne ich dich ja gar nicht,

    zeigt es mir aber, mit wem ich es zu tun habe, und das ist positiv gemeint.


    Quote

    wie tief kann ein Mensch sinken?

    diese Frage ist leicht mit einem Hinweis auf den Holocaust zu beantworten, genau so tief.


    Grüße Thomas

    Alle sagten immer das geht nicht, dann kam jemand, der das nicht wusste, und hat es einfach gemacht!

  • Hallo alle,


    Bin mit dem Beitrag einverstanden:

    versucht etwas dazu beizutragen, zu belegen, oder zu widerlegen, am besten mit Quellenangabe zur Überprüfung

    Ja so muss es weiter gehen, nur Fakten, Aussage..

    Möchte auch gern das dieses Thema nur von den Kindern von F-D und D-F bearbeitet: Wir können nicht von den Problemen von ganz Europa sprechen.


    Niemand hat gesagt, ob es Bücher gibt in D mit diesem Thema?


    Kennt man ungefähr die Zahlen der Kinder in D?


    Usw, usw...


    Möchte nicht das ein zweites von meinen Thema gelöscht wird....

    Grüße aus Frankreich

    Jean-Marie


    Wer ein Krieg überlebte, kann vielleicht auch einer Pandemie überleben! :)

  • Hallo,

    das mit Besatzungs-, Kriegsgefangenenkindern dürfte bereits während und nach WK I passiert sein. Ich kenne im Viertel eine Frau, deren Grossvater nach WK I als deutscher Kriegsgefangener hier im Ort am Wiederaufbau beteiligt gewesen war.Das ist alles was bekannt ist.

    Gruss

    Rainer

    Suum cuique

  • Guten Abend Cosette, Johann-Marie, JM....


    Quote

    Bin mit dem Beitrag einverstanden:

    das freut mich sehr, hoffentlich sehen es andere Mitglieder des Forums auch so.


    Du gibst das Thema, dessen Eingrenzung, vor, mal schauen wer es schafft sich daran zu halten.

    Es wird immer Abschweifungen geben, sowas kann nicht ausbleiben,

    aber Kern dieses Threads ist das hier:

    Quote

    Möchte auch gern das dieses Thema nur von den Kindern von F-D und D-F bearbeitet:

    Sollte jeder verstehen....


    Grüße Thomas

    Alle sagten immer das geht nicht, dann kam jemand, der das nicht wusste, und hat es einfach gemacht!

  • Zahlenangaben "kranken" u.a. daran, dass man nicht weiß,

    wieviele dieser Kinder unerkannt in den Familien aufwuchsen.


    Kennt man ungefähr die Zahlen der Kinder in D?


    Hallo JM, hallo zusammen,


    das, was ich gestern geschrieben habe, gilt (natürlich) unabhängig von der Nationalität

    des möglichen Kindsvaters (also auch für französische).


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

  • Hallo,


    für französische Kriegsgefangene galt ein strafbewehrtes Kontaktverbot zu deutschen Frauen.


    "Auch Verstöße gegen das Kontaktverbot mit deutschen Frauen kamen vor das Kriegsgericht und gehörten zu den dort am häufigsten verhandelten Straftatbeständen, für die theoretisch auch die Todesstrafe verhängt werden konnte."

    http://www.deuframat.de/konfli…0-45/kriegsgefangene.html


    Auf dem kleinen Bauernhof meiner Großeltern arbeiteten eine polnische Zwangsarbeiterin und ein französischer Kriegsgefangener, ein Bauer aus der Bretagne.

    Er besuchte uns mit seiner Familie in den 1950iger Jahren.


    Gruß


    Paul


    G-W-G'

  • Hallo zusammen,


    Rudolf, : Du meinst, die D. Gesellschaft kennt die Zahlen nicht, so war es auch in F vor 2000.

    In F gab es plötzlich ein Film am Fernsehen, (nach 2000) der von dieser Problematik sprach.Die Problematik war fast von alle bekannt, aber im Stille.

    Und das hat alles ausgelöst: Bücher, Gespräche am Fernsehen, Artikels in Zeitungen usw.

    Und gleich! wurden die Zahlen bekannt : 100 000! Ich selbst habe ein Schock bekommen...

    Die Historiker vom Zweiten Weltkrieg hatten schon lang daran gearbeitet, aber nie davon gesprochen.


    Und ich glaube das es auch so ist in D.


    Es scheint ziemlich leicht zu sein, für Historiker in den Archiven der Waisenhäuser die Aussetzen von 1941bis 1947 mit den Aussetzen vor dem Krieg und nach 1948 zu vergleichen, und das gibt ein Minima , viele Kinder wurden nicht verlassen.


    Ich habe gerade auf Wiki gelesen, das in D zwei Filme im Fernsehen gesendet wurden:


    Feindeskind. Mein Vater war ein deutscher Soldat (titre traduit: Enfant d'ennemi. Mon père était soldat allemand). Film documentaire de Susanne Freitag et Claudia Döbber. Production du studio ZDF (ZDF-Studios Paris), 2007. Diffusé par la chaine allemande: Phoenix le 2 janvier 2010, 14:00-14:45 heures.


    Besatzungskinder (titre traduit: Concernant. Enfants de la guerre). Diffusé par la chaine allemande régionale : SWR/SR du 2 décembre 2009, 20:15-21:00 heures. Produit par John Dickbertel, SWR 2009.


    Paul, Danke für deinen Beitrag;

    Grüße aus Frankreich

    Jean-Marie


    Wer ein Krieg überlebte, kann vielleicht auch einer Pandemie überleben! :)

  • Hallo und erst einmal ein gesundes neues Jahr.

    Schaut Euch mal die Webseiten der Born of War international network an. Dort haben sich die Kriegskinder zusammen getan und ein Netzwerk gebildet. Sie treffen sich einmal im Jahr in Deutschland.


    Gruss

    Wattwurm

  • Guten Tag Christiane,

    treffender kann man es nicht ausdrücken, kurz und knapp " leider " der Realität entsprechend … Danke

    Gruß Bernd

  • Hallo zusammen,


    Wattwurm, die Webseite die Du genannt hast ist hochinteressant, und besonders für Deutschland.

    Da kann viel links finden besonders zu den Verbände oder Vervaltungen.

    Aber es wird fast nur von Kinder von US, oder Russen Soldaten gesprochen. Thema mit Frankreich wird fast nicht angesprochen.


    Da kann man auch einige Bücher auf Deutsch finden...


    http://www.bowin.eu/index.php/aboutus

    Grüße aus Frankreich

    Jean-Marie


    Wer ein Krieg überlebte, kann vielleicht auch einer Pandemie überleben! :)

  • Tag allerseits,


    in gewisser Weise verhielt sich der französische Staat nach 1945 i. S. "Besatzungskinder" aus der franz. Besatzungszone ganz anders als die übrigen Alliierten.


    Die Franzosen haben die Babys für die Grande Nation reklamiert. Nach ihrem juristischen und politischen Verständnis war jedes Kind eines französischen Vaters automatisch Bürger der Republik - auch die Nachkommen aus dem Land des Erbfeindes! Rechercheoffiziere kamen an die Betten der Wöchnerinnen und befragten sie peinlich. Die Mütter konnten jederzeit eine kurze Erklärung unterschreiben und die Kinder dem französischen Staat als "Enfants d'État" in Obhut geben. Sie kamen dann in ein spezielles Säuglingsheim und wurden nach einem harten Ausleseverfahren von dort nach Paris verbracht - zur Adoption. Noch heute kann man in Paris mehr als 17.000 Personaldossiers über diese Kinder einsehen.


    Dazu


    https://www.sueddeutsche.de/po…der-des-feindes-1.2342768


    Grüße

    Bert

  • Hallo alle,


    Bert , danke. Ja Frankreich war ganz vorn und ist vielleicht Heute noch vorn...


    Ich habe ein Ausschnitt von einem Artikel du FIGARO von 9/2009 übersetzt,

    Das zeigt das Frankreich in diesem Thema Pionier war.

    Das ganze Artikel ist hier zu lesen ( auf Fr..)


    https://www.lefigaro.fr/actual…raient-nes-en-france-.php


    Diese Kinder wollen wissen, wie sie ein formelles Auskunftsersuchen an das Militärarchiv in Berlin (WASt) richten können, das fast 18 Millionen Einzeldateien enthält. Dieser Ansatz, der bereits von vielen französischen Antragstellern eingeleitet wurde, könnte es ermöglichen, die formale Identität dieses abwesenden Vaters festzustellen, vorausgesetzt, sie haben einen vollständigen Namen und nachweisbare Beweise. Durch das Ausmaß des Phänomens und die Mobilisierung der Antragsteller ist Frankreich in Europa ein Pionier. Das sehr spezielle Verhältnis zu Deutschland, die Bemühungen der politischen Klasse in beiden Ländern, erleichterten die Schritte von Personen, die es gewohnt waren, angesichts der kaum verständlichen Verwaltungen wiederholt Enttäuschungen zu erleiden.

    Die Bewegung hat in Frankreich an Dynamik gewonnen, seit 2003 ein Dokumentarfilm ausgestrahlt wurde, der sich diesem Teil der Geschichte widmet, der bisher von der breiten Öffentlichkeit ignoriert wurde. Am 25. April 2008 plädiert der französische Außenminister Bernard Kouchner in Berlin für die Anerkennung des Leidens dieser aus heimlicher Liebe geborenen Kinder, was den Bundestag veranlasst, im Februar dieses Jahres ein entsprechendes Gesetz zu verabschieden. Der erste, Daniel Rouxel, ein Rentner, erhielt im Juli ( 2009...)die deutsche Staatsangehörigkeit. "Insgesamt wurden 10 Einbürgerungen vorgenommen und 45 Anträge werden in ganz Frankreich bearbeitet", ( Das Artikel ist von 2009...)sagte Thomas Floth von der Deutschen Botschaft in Paris. "Das ist sehr wichtig für uns", erklärt Jean-Jacques Delorme, Gründer des deutsch-französischen Vereins Cœurs sans frontières, der in Mainz seine andere Familie jenseits des Rheins gefunden hat. Wir möchten sagen können: Ich bin ein Deutsch-Französischer, mit einem französischen Pass in der einen Tasche und einem deutschen Pass in der anderen. “


    Die Frage ist jetzt: Wie viel Franzosen, Französin habe heute ( 11 Jahre nach dm Artikel vom FIGARO dieser Gang gemacht, um die doppelte Nationalität zu bekommen?

    Grüße aus Frankreich

    Jean-Marie


    Wer ein Krieg überlebte, kann vielleicht auch einer Pandemie überleben! :)

  • Hallo,

    Diese menschlichen Beziehungen in beiden Kriegen waren vielleicht in gewisser Weise schon der Anfang der Aussöhnung beider Völker.

    Das kann man so sehen. Ich kenne Fälle, wo belgische Soldaten trotz Fraternisierungsverbot deutsche Frauen heirateten. Dieses Verbot wurde aber relativ schnell aufgehoben.

    In meinem Alter (*1951) gab

    es in Hammelburg mindestens drei farbige Besatzungskinder

    Ich bin Jahrgang 48 und habe fünf Jahre in Volksschule und Gymnasium neben einem farbigen Besatzungskind gesessen. Wir waren befreundet. In der Kleinstadt gab es insgesamt drei farbige Besatzungskinder. Die nächste amerikanische Garnison war etwas über 20 Km entfernt.

    Gruss

    Rainer

    Suum cuique