Italienischer Alpenwall

  • Moin Arnd,


    der Link funzt leider nicht, sollte es sich um den sobez. "Gebirgskrieg" der Jahre 1915 bis 1918 handeln,

    dann siehe doch einmal hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Gebirgskrieg_1915%E2%80%931918


    Ich habe in den letzten Jahrzehnten einige Bücher zu diesem Thema angeschafft, zuletzt vor zwei Jahren

    das Buch "Der einsame Krieg", Autor Heinz von Lichem, Athesia Verlag, 2002, Erstauflage erschien im Jahr 1974, im Hornung Verlag, in München.


    Ist ein schweres, und komplexes Thema, aufmerksam wurde ich durch einige Dokus im TV, und z.B. auch die vielleicht

    fragwürdigen "Erinnerungen" des Luis Trenker.

    Mit der damaligen TV Serie "Luis Trenker erzählt..." bin ich in den 1960er Jahren aufgewachsen, damals eine

    sehr bekannte TV Serie, alle Folgen finden sich Online.


    Gruß


    Micha

  • Tag allerseits,


    es geht hier weder um den Gebirgskrieg des 1. Weltkriegs noch um den "Erzähler" Luis Trenker, sondern um den Alpenwall, den der Duce trotz seiner "Freundschaft" mit Deutschland und dem "Führer"

    bauen ließ. Erst 1943 waren die Bauaktivitäten zu Ende und viele dieser Befestigungen noch in einem halbfertigen Zustand. Manche Bunkersysteme wurden in der Nachkriegszeit vom ital. Militär weiter

    benutzt.


    Dazu

    https://de.wikipedia.org/wiki/Alpenwall_in_S%C3%BCdtirol


    Der Link des SPIEGELS zu diesem Thema funktioniert jedenfalls problemlos auf meinem PC.


    https://www.spiegel.de/geschic…hitler-a-1297565-amp.html


    Grüße

    Bert

  • Hallo,


    nicht nur der Alpenwall, sondern das gesamt Verhältnis zwischen dem Deutschen Reich und Italien war trotz dem "Stahlpakt" nie spannungslos, wie sich in den Tagebüchern des ital. Außenministers, Graf Ciano und im KTB hinsichtlich der strategischen und taktischen Planungen und der " Verwirklichung" nachlesen lässst.

    1943 wolle Ciano den Alliierten einen Separatfrieden anbieten, wurde aber von Mussolini als Botschafter beim Vatikan entsandt.


    Gruß Karl

  • Lieber Karl,


    Deiner Darstellung kann man nur zustimmen! Die Italiener waren auf diesen Krieg nicht vorbereitet und noch dazu miserabel ausgerüstet. Sie fühlten sich letztendlich von Hitler in das Kriegsgeschehen

    hineingezogen.


    Ganz bewusst setzte ich in meinem Beitrag das Wort Freundschaft in Anführungszeichen.


    Grüße

    Bert

  • Hallo Bert,


    Die Italiener waren auf diesen Krieg nicht vorbereitet und noch dazu miserabel ausgerüstet. Sie fühlten sich letztendlich von Hitler in das Kriegsgeschehen

    hineingezogen.

    sollte man diesbezüglich nicht auch bedenken,dass Italien das Deutsche Reich in den Krieg auf dem Balkan und in Afrika hineingezogen hat?

    Das man von deutscher Seite aus ebenfalls eine militärische Unterstützung der Italiener gemäss den Regelungen des Dreimächtepaktes erwartet hat,sollte dazu wohl durchaus verständlich sein.


    Gruss Chris

  • Tag allerseits,


    Chris hat natürlich Recht, der Duce wollte auch als "großer Feldherr" in die Geschichte eingehen und so begann "seinen Krieg" 1940 auf dem Balkan. Letzendlich waren die italienischen Truppen den Griechen nicht

    gewachsen. Das führte zum deutschen Balkanfeldzug 1941. Der Balkanfeldzug verzögerte den Beginn des Krieges gegen die Sowjetunion um sechs Wochen und erschwerte den Plan der Wehrmacht, in einem Blitzkrieg noch vor dem Wintereinbruch die Hauptstadt Moskau einzunehmen.


    Grüße

    Bert

  • Guten Morgen,

    um die italienischen Pläne hinsichtlich des Balkan besser nachvollziehen zu können, empfehle ich eine Betrachtung der schwierigen ethnischen und politischen Verhältnisse, die sich nach dem Zusammenbruch des osmanischen Reichs aus dem folgenden Machtvakuum ergaben.

    Diese - übrigens sehr schön nachzulesen bei Clark oder Kershaw - sind weder nach dem ersten Weltkrieg erfolgreich geordnet worden noch kann man bis heute von einer befriedeten Lösung sprechen.


    Mussolini als größenwahnsinnig zu sehen, mag nicht grundsätzlich verkehrt sein, greift aber m.M. nach zu kurz.

    LG Justus



    Quellen:

    Christopher Clark „Die Schlafwandler“

    Ian Kershaw „Höllensturz“

  • Tag allerseits,


    wie es unter "Freunden" manchmal so ist: Man misstraut sich auch. Der Alpenwall des Duce richtete sich gegen das Deutsche Reich. Die "Freundschaft " zwischen beiden Ländern und zwischen dem Duce und

    Hitler war nach außen zumindest ab Ende 1938 als gefestigt zu bewerten. Dennoch ließ der Duce sogar noch während des Krieges an dieser Festungskette weiterbauen. Erst 1943 war dann Schluss.

    Wie wohl der "Führer" diese Festungsbauten seines "Freundes" damals bewertete? Wir werden es nie erfahren.


    Die Politiker und Militärs hatten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine wahre Bunkermentalität. Auch in der CSR gab es einen Wall, der wohl besser ausgebaut war als der Wall der Italiener.


    Gruß

    Bert

  • Hallo,

    lieber Bert,


    man darf in diesem Zusammenhang auch nicht die zunächst umstrittene "Südtirolfrage" außer acht lassen.


    Gruß Karl