Panther in Bonn

  • Hallo Thomas,

    daß die Rheinbrücke nicht tragfähig war schließe ich aus. Als sie stand war sie benutzbar und nach der Sprengung lag sie im Rhein und war auch zu fuß nicht mehr passierbar.

    Die Sprengung des Panzers muß nicht zwingend zu äußerlichen Zerstörung geführt haben. In der Situation wird die Besatzung vielleicht eine Handgranate durch die Luke geworfen haben. Das hätte eine innerliche aber von außen nicht sichtbare Zerstörung zur Folge ... besonders wenn die Panzermunition zumindest sehr knapp oder gar nicht mehr vorhanden war (was m.E. sehr warscheinlich ist). Die Aufgabe des Panzers schließt in der Regel die Unbrauchbarmachung ein, um die Nutzung des Gerätes durch den Feind gegen eigene Truppen zu verhindern.

    Bei der Bundeswehr gibt es sogar Gerätespezifische Zerstöranleitungen und eigene Werkzeugsets zu diesem Zweck. Das Werkzeugset nennt sich "Zerstörsatz". Eine Handgranate tut es auch.

    Gruß Christian


    Dankbar für Informationen über: PiBtl 51, PzPiErsBtl. 19, PiBtl 675 (116 PD), PiBtl 203 (203 ID)

  • Hallo,

    der Panther ist bis runter - inclusive der Gummibandagen der Laufrollen - abgebrannt.

    Die Wanne hat sich abgesenkt, die Gleiskette hängt durch, weil die Drehstäbe durch die Hitze die Vorspannung verloren haben.

    Das kann man bei vielen ausgebrannten Panthern beobachten.
    Wie Christian schreibt, ist die Bereitschaftsmunition nicht explodiert, sonst wären auch strukturelle Schäden sichtbar.

    Grüße

    Jürgen

    ich wünsche einen schönen Tag

    Jürgen

  • Hallo Gemeinde,

    auf dem Bildausschnitt aus #32 ist mir eine Unregelmäßigkeit in der besagten Mauer, bzw. eine Regelmäßigkeit in der Struktur aufgefallen.


    Unbenannt.jpg


    Das Bild von mir ist stark vergrößert. Windows Bildanzeige mit max. Zoom und zusätzlich 300% Bildschirmlupe.


    Könnte es sich um eine Tür handeln? Höhe und Proportionen passen.

    Gruß Christian


    Dankbar für Informationen über: PiBtl 51, PzPiErsBtl. 19, PiBtl 675 (116 PD), PiBtl 203 (203 ID)

  • Hallo zusammen,


    Quote

    Wie Christian schreibt, ist die Bereitschaftsmunition nicht explodiert, sonst wären auch strukturelle Schäden sichtbar.

    eine weiteres Foto zeigt das eine Fahrer/Funker Luke raus gerissen wurden, das dürfte ein struktureller Schaden sein.


    Der Zaun/Mauer des Ursprungs Foto könnte könnte tatsächlich den "Alten Friedhof" in Bonn zeigen. Das schematische Kreuz

    auf der Vergrößerung könnte eines der Grabkreuze des Friedhofes zeigen.


    Bonn waren die Durchmarsch-Straßen mit Buchstaben ausgeschildert. Das könnte auf dem Schild an der Laterne stehen

  • Hallo Dieter, Christian und andere Miträtsler,

    ich habe mal einen Auszug aus einer alten Bonner Stadtkarte aus den 30er Jahren angesehen und komme zu folgenden Übertlegungen

    • Wenn der Panther in Blickrichtung zur Einfriedung des Alten Friedhofs steht, dann könnte er nur in der Noeggerath Str. stehen....aber
    • Was sind das für Wohngebäude im Hintergrund ? Auf dem Friedhof haben diese Gebäude mit Sicherheit nicht gestanden....
    • Ein anderer Standort des Panzers könnte die Weiherstr. Blickrichtung Bornheimerstr. sein, auch von hier sieht man die Einfriedung des Friedhofs....

    Ich glaube, ich werde mir die Gegend am Wochenende mal ansehen, vielleicht stoße ich auf einen Hinweis, der uns weiter bringt. Obwohl die Gegend ja in den letzten 75 Jahren umgebaut wurde......Ich werde berichten


    Beste Grüße

    Manni

  • Guten Tag,

    vor fast 30 Jahren habe ich mal etliche US-Berichte über dieEinnahgme Bonns 1945 ausgewertet und für einen Beitrag in den "Bonner Geschichtsblättern" aufbereitet. Erschienen ist der Aufsatz in Band 42 im Jahr 1992.

    In dem Bericht des 16. US. Infantry Regiment heißt es da: "Ein deutscher Panzer rollt zur Ostseites des Rosentals, konnte aber nicht zum Schuss kommen, geriet dafür selber unter Beschuss, nach einer Weile zog er sich zurück".

    Das muss der Panther an der Beethovenhalle gewesen sein, der später an der Brückauffahrt stehengeblieben ist.

    Beste Grüße

    Gebhard Aders

  • Hallo zusammen,

    den alten Friedhof schließe ich aus. Zwar ist der Hinweis auf ein Grabkreuz, das sich hinter einer Tür/ Tor befindet sehr gut, aber es muß eine andere Örtlichkeit sein.

    • Nördlich des Friedhofes (mit blickrichtung Süden) paßt die Hintergrundbebauung gar nicht. Man würde das Collegium Leunium sehen und auch erkennen(!).
    • Südlich des Friethofes (Blickrichtung Nord oder Nordwest) paßt die Ausrichtung Hausecke nicht. Besagtes Collegium steht falsch.
    • Ein Stück weiter westlich (Blickrichtung Ost bis Nordost) wäre der Verlauf der Mauer falsch herum
    • Von Westen (Blickrichtung Osten) ist die Hintergrundbebauung viel zu weit weg.
    • Ich dachte kurz an die Hausecke beim Bonner Box Club. Das Haus paßt, das Haus im Hintergrund auch aber die Ausrichtung des Hauses ist falsch.


    Alle Ideen beziehen sich darauf, daß die Bilder aus #1 der selbe Panzer ist.

    Gruß Christian


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  • Hallo,


    Quote


    zur Panzerbrigade 106 „Feldherrnhalle“ gehört eigentlich dieses Truppenkennzeichen/Wappen

    das stellt eine Wolfsangel dar.



    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941