Volkssturm-Bataillon 31/131 ​// ​Volkssturm-Bataillon Leoben

  • Hallo!

    Anbei die bekannten Daten eines weiteren Vst.-Btl.:


    Bezeichnung:

    Volkssturm-Bataillon 31/131 // Volkssturm-Bataillon Leoben


    Aufstellungsort:

    Leoben, Niklasdorf und umliegende Ortschaften, Kreis Leoben / Reichsgau Steiermark


    Aufstellungszeitpunkt:

    Mitte März 1945


    Einheitsführer:

    Btl.Fhr. Josef Wallner


    Einsatz:

    Ab 30. April 1945 in der Reichsschutzstellung ; Festungsabschnitt Steiermark; Unterabschnitt Nord; Kampfabschnitt Rechnitz. Abschnittskommandant Hauptmann Osterroth 1


    „ ...Josef Wallner, Bataillonskommandant des Niklasdorfer Volkssturms, der nach dem Krieg beschuldigt wurde, sein Befehl, Nichtmarschfähige zu erschießen, habe bei Foirach, Niklasdorf, Waltenbach, Proleb und Judendorf zahlreichen Menschen das Leben gekostet, beschrieb in dem gegen ihn geführten Verfahren diese Befehle wie folgt: „Wolfbauer erklärte damals bei dieser Sitzung, dass Juden welche sich widerspenstig

    benehmen oder gewaltsam vom Transport ausbrechen wollen, mit der Waffe niederzuhalten sind. Grundlose Erschießungen hat Wolfbauer nicht angeordnet. Wolfbauer bekam seine Anweisungen von der Gauleitung in Graz. [...] Ein Hungernder, der bei Bauern bettelte oder aus einem Brunnen Wasser trinken wollte, benahm sich „widerspenstig“ und „brach aus dem Transport aus“, auch für ihn galt der Schießbefehl. In der Regel instruierten die Volkssturmkommandanten die Wachmannschaften in klarerer Sprache und befahlen, Nachzügler zu erschießen. Auf wiederholtes Befragen der Ermittler hatte Wallner zugegeben, befohlen zu haben, dass kein Transportteilnehmer zurückbleiben dürfe. Mehrere Niklasdorfer Volkssturmmänner bezeugten, nie einen Mordbefehl von Wallner erhalten zu haben. ..." 2


    Besonderheiten / Vermerk:

    keine


    Verbleib:

    unbekannt


    Quelle:

    • Manfried Rauchensteiner: Der Krieg in Österreich 1945; Wien 1984; Anhang Seite 499 (Original wahrscheinlich BA-MA Freiburg) 1
    • Buch "Der Todesmarsch ungarischer Juden von Ungarn nach Mauthausen im zeitgeschichtlichen Kontext" von Eleonore Lappin 2

    Beste Grüße

    Ingo


    Edit: Änderungen eingefügt / Bezeichnung geändert / eingefügt (Sven30)

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  • Hallo Ingo,


    Kampfabschnitt Rechnitz. Abschnittskommandant Hauptmann Osterroth

    hierbei könnte es sich sehr wahrscheinlich um Fritz Osterroth, geb. am 02.01.1896 in Berlin Tempelhof, handeln.


    Archivsignatur: PERS 6/4081
    Osterroth, Fritz
    Bestandsbezeichnung: Personalunterlagen von Angehörigen der Reichswehr und Wehrmacht
    Geburtsdatum: 2.1.1896
    Amtsbezeichnung/Dienstgrad: Major
    Dienststelle: Luftwaffe
    Unterlagenart: Personalakte
    Alte Signatur: 24129
    Benutzungsort: Freiburg

  • Sven30

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  • Hallo!


    Anbei weitere Infos zu dem o.g. Vst.-Btl.:


    Aufstellungsort:

    Leoben, Niklasdorf und umliegende Ortschaften, Kreis Leoben / Reichsgau Steiermark


    Einheitsführer:

    Btl.Fhr. Josef Wallner


    Einsatz:

    „ ...Josef Wallner, Bataillonskommandant des Niklasdorfer Volkssturms, der nach dem Krieg beschuldigt wurde, sein Befehl, Nichtmarschfähige zu erschießen, habe bei Foirach, Niklasdorf, Waltenbach, Proleb und Judendorf zahlreichen Menschen das Leben gekostet, beschrieb in dem gegen ihn geführten Verfahren diese Befehle wie folgt: „Wolfbauer erklärte damals bei dieser Sitzung, dass Juden welche sich widerspenstig

    benehmen oder gewaltsam vom Transport ausbrechen wollen, mit der Waffe niederzuhalten sind. Grundlose Erschießungen hat Wolfbauer nicht angeordnet. Wolfbauer bekam seine Anweisungen von der Gauleitung in Graz. [...] Ein Hungernder, der bei Bauern bettelte oder aus einem Brunnen Wasser trinken wollte, benahm sich „widerspenstig“ und „brach aus dem Transport aus“, auch für ihn galt der Schießbefehl. In der Regel instruierten die Volkssturmkommandanten die Wachmannschaften in klarerer Sprache und befahlen, Nachzügler zu erschießen. Auf wiederholtes Befragen der Ermittler hatte Wallner zugegeben, befohlen zu haben, dass kein Transportteilnehmer zurückbleiben dürfe. Mehrere Niklasdorfer Volkssturmmänner bezeugten, nie einen Mordbefehl von Wallner erhalten zu haben. ..."


    Quelle:

    • Buch "Der Todesmarsch ungarischer Juden von Ungarn nach Mauthausen im zeitgeschichtlichen Kontext" von Eleonore Lappin


    Grüße

    Sven