• Hallo Dieter, hallo Thilo,


    Wollte man den Personenkreis nicht wehrlos lassen ?


    ab Sommer 1944 den Befehl das eine scharfe Waffe zu tragen war.

    das sieht fast so aus, als befürchtete man eventuelle Übergriffe gegen Offiziere und Beamte der Wehrmacht. Möglicherweise aufgrund der Kriegslage ab Sommer 1944 und der damit befürchteten Unzufriedenheit verschiedener Personengruppen oder befürchteter Attentate auf Funktionsträger der Wehrmacht. Interessant ist auf jeden Fall der Hinweis auf die Gefahr der Diebstähle mit Angabe der besonders gefährlichen Orte hierzu.


    Viele Grüße und einen guten Start 2020

    Nicco

  • Hallo Nicco,


    das sieht fast so aus, als befürchtete man eventuelle Übergriffe gegen Offiziere und Beamte der Wehrmacht. Möglicherweise aufgrund der Kriegslage ab Sommer 1944 und der damit befürchteten Unzufriedenheit verschiedener Personengruppen oder befürchteter Attentate auf Funktionsträger der Wehrmacht.

    Das sehe ich auch so. Hinzu kommt, dass man durch die vielen tausend Fremdarbeiter, Ausbrüche oder evtl. sogar Aufstände in den Gefangenenlagern eine mögliche Gefahr sah. Das galt ja besonders in der Rüstung ( Siehe Befehl).

    Auf jeden Fall wollte man damit im sog. Heimat ( -kriegs-) gebiet deutlich zeigen, dass man gewillt war, die staatliche Gewalt aufrecht zu erhalten.

    Außerdem dachte man vielleicht auch an Sabotageakte, die es zu verhindern galt. Je näher die Front kam, desto größer die Gefahr.

    Sicher hat auch das Attentat vom 20. Juli 1944 auf Hitler dabei eine Rolle gespielt.


    Gruß Karl

  • Hallo,

    Ich bedanke mich sehr für die Informationen! War es also jedem Soldat erlaubt eine Pistole zu erwerben und auch im Feld zu tragen?


    Grüße

    Max

  • Hallo,


    Quote


    War es also jedem Soldat erlaubt eine Pistole zu erwerben und auch im Feld zu tragen?

    nein, dazu benötigte er eine Erlaubnis,


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo zusammen,


    das Problem Waffe(Pistole) gab es bereits im Herbst 1938 beim RAD

    Es war wohl lt.Verfügung des RAD-Hauptmeldeamt XIII 10-20 vom 05.10.1938 so

    das Leitungspersonal des RAD Schusswaffen führten sollte.

    Was wohl nicht klar war wer die Waffen zu bezahlen/beschaffen hatte. (Anlage)

  • Hallo Freunde,

    an der Front war das mit den Pisolen nicht so streng. Mein Nachrichtenkamerad ein Leutnant, gab mir seine Walter PP als er zu einer anderen Einheit 1945 versetzt wurde. Die habe ich dann im März 45 auf der Nehrung gegen eine Dose

    Tomatenmark einem Soldaten von einer Art.Einheit verscherbelt Ende März 45 war Hunger unser ständiger Begleiter, denn dort waren die Rationen wegen Mangel an Nahrungsmitteln äußerst karg. Seit den Kämpfen bei Narwa - Mittelabschnitt - Heiligenbeil - Pillau hatte ich laufend andere Waffen, u.a. auch russ. MP., da die eigene Waffe sehr oft zurückgelassen wrden musste.

    Herzliche Grüß

    Ferdi

    Das ist sehr interessant! Gab es denn für die Beutewaffen genug Magazine/Magazintaschen? Oder wurde die Beutewaffe einfach zurückgelassen wenn sie leer war?


    Grüße

    Max

  • Hallo Max,

    Als Funker bei der Infanterie, gebrauchte man seine Waffen in der Regel kaum, denn man lag im Loch, Unterstand oder Keller und war mit Funken beschäftigt, Die Waffe wurde nur zur Notwehr gebraucht. Wenn die Stellung gehalten wurde, gebrauchte die Funker selten eine Waffe. Nur bei wechselnden Stellungen und Rücklzugskämpfen kam manchmal je nach Situation die eigene Waffe zum Einsatz. Zum Beispiel bei den Kämpfen im Brückenkopf von Heiligenbeil im Frühjahr 1945 waren die Funker oft die Letzten, wenn es ans "Laufen" ging. Da blieb oft Waffe und Funkgerät zurück. Ich war dort in der Regel nur allein am Funkgerät und mein Funkkamerad (ein Funktrupp bestand aus 2 Mann, denn es war das Funkgerät und der Batteriekasten zu schleppen) , der in den letzten Monaten kaum noch richtig funken konnte (Ersatzleute) musste das "Geschehen" um uns beobachten. Ich schärfte ihm immer ein "ich funke und Du beobachte, und wenn Du die erste Hacke (gemeint türmende Kameraden) siehst, muss unsere Hacke die Zweite sein, sonst kommen wir nicht mehr heraus". Ich habe in Ostpreussen mindesten 10 Funkkameraden verloren, die entweder gefallen oder vermisst sind. Sie waren einfach verschwunden und tauchten bei uns nicht mehr auf.Es ist kaum möglich, das "Geschehen" in Worte zu fassen und zu vermitteln.

    Herzlichen Gruß Ferdi

    Ferdi

  • Moin Moin,


    mein Vater hat sich bei der Entwaffnung der Italiener zwei Beretta 34 in Kaliber 9mm kurz

    „ für sich behalten“ die eine davon hat er statt der 08 getragen. Sie war wesentlich leichter.

    Die zweite hat er mit nach Hause genommen. Sie ist heute in meinem Besitz.


    Grüße aus dem Norden

    Jens

  • Hallo,


    der Besitz von Beute u.a. auch Waffen war zumindest in 1942, ich habe es in einem KTB (72. oder 24. ID )auf der Krim gelesen, verboten und unter Strafe gestellt. Offensichtlich war es später lockerer.


    Gruß


    Dieter

  • Hallo Dieter,



    der Besitz von Beute u.a. auch Waffen war zumindest in 1942, ich habe es in einem KTB (72. oder 24. ID )auf der Krim gelesen, verboten und unter Strafe gestellt.

    Das kann ich bestätigen, trotzdem war es so, dass sogar ganze Einheiten zusätzlich Beutewaffen und/oder sog. überzählige Waffen, mitführten.

    Besonders beliebt waren dabei Maschinengewehre.


    Gruß Karl

  • Hallo,


    btw:

    AOK 18 IIb vom 08.08.1943


    Der Soldat hat bei Fronturlaub seine StanWaffe mitzuführen - wenn es keine MP ist - dann bekommt er für diesen Zeitraum ein Gewehr oder eine Pistole.


    Gruß

    Dieter


    NARA T-312 R-924

    Edited once, last by dibo53: Rechtschreibung! ().

  • Hallo Dieter,

    AOK 18 IIb vom 08.08.1943


    Der Soldat hatte bei Fronturlaub seine StanWaffe mitzuführen, wenn es keine MP ist, dann bekam er für diese Zeit ein Gewehr oder Pistole.

    Hintergrund warne evtl. Partisanenüberfälle. Allerdings war in den meisten Fällen die Munition für den K 98k auf 5 Patronen begrenzt, da man vermeiden wollte, dass zuviel Munition wieder zurück von der Front befördert wird.


    Gruß Karl

  • Hallo Heinz, (Kranberg),

    sehr interessant finde ich, dass der käufliche Erwerb einer Armbanduhr im Soldbuch dokumentiert wurde.

    Was wohl der Hintergrund dieser Aktion war?

    Gruß

    Andreas

    Beste Grüße, Andreas


    "Die Würde des Menschen ist unantastbar". (Art.1GG)

  • Hallo,


    Quote

    sehr interessant finde ich, dass der käufliche Erwerb einer Armbanduhr im Soldbuch dokumentiert wurde.

    Was wohl der Hintergrund dieser Aktion war?

    eine Uhr war für manche Funktionen erforderlich, stand sie im Soldbuch, konnte man auf Ersatz hoffen falls sie verlustig geriet oder beschädigt wurde.


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo zusammen,

    Hallo Holzkopf,

    ich habe das Hochzeitsfoto meines Vaters von Nov.44. Dort ist eine Pistole erkennbar.Zu diesem Zeitpunkt war er Obergefreiter 15./Fallschirm-Jäger Rgt.5, 3.FSD

    Auf Pistolentyp kann man nicht rückschließen.


    nur mal so am Rande bemerkt.

    MfG

    P.Lück

    lucki

  • Hallo,


    Quote

    Auf Pistolentyp kann man nicht rückschließen.

    der Typ ist bei großen Pistolen wie P08, P38, FN HP usw. am Holster zu erkennen, die kleineren verwendeten meist Standardholster für mehrere Typen.


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo Thilo,

    Danke für die schnelle Reaktion,aber die Pistolentasche ist teilweise verdeckt.So das auf die Größe keine Rückschlüsse möglich sind.Ich weiß nur noch das mein Vater mal erzählte,das er seine Pistole entsorgte als er sich zu Kriegsende selbst aus dem Lazarett (Bad Oyenhausen)entließ.


    Grüße

    Lucki

    lucki