SS-Panzer-Grenadier-Regiment 4 "Der Führer" - war mein Vater an Kriegsverbrechen beteiligt?

  • Ich bitte um Hilfe bei meiner Recherche.

    Mein Vater hat mir hinterlegt, in welchem SS-Regiment er war.

    Damit weiß ich nun, an welchen Gräueltaten und Kriegsverbrechen dieses Regiment beteiligt war.

    Gerade habe ich mir auch das Buch "Kameraden bis zum Ende" bestellt.


    Kann mich jemand darüber aufklären, wie groß dieses Regiment 1944 bei seinem Einsatz in Südfrankreich war?

    Wie kann ich herausfinden, ob er als Funker dieses Regiments bei dem Massakern in Tulle oder Oradour-sur-Glane dabei war?

    Danke für eure Hilfe!

    Daughter

  • Guten Abend Daughter,


    Ist es möglich, dass du mehr Angaben über deinen Vater bekannt gibst? Mein Vater gehörte auch einer Waffen SS Abteilung an. Es waren nicht alle Mitglieder an Kriegsverbrechen beteiligt. Es waren viele junge Männer dabei, die ihr Leben für Volk und Vaterland eingesetzt haben. Ich hoffe für dich, dass du schnell mehr erfährst. Es gibt hier sehr gute Sachverständige.


    Herzliche Grüße


    Heidy

  • Guten Abend Daughter,


    herzlich willkommen hier im Forum der Wehrmacht !


    Solange seine Schuld nicht bewiesen ist, gilt die Unschuldsvermutung...


    Bedenke, ein Regiment hatte 15- 16 Kompanien, in Oradour war es eine Kompanie, die 3.des Regiments.

    Also nicht jeder Soldat der Waffen-SS /Wehrmacht , war ein Kriegsverbrecher.....


    Servus Eumex

    Vivat Bavaria

  • Hallo,

    Also nicht jeder Soldat der Waffen-SS /Wehrmacht , war ein Kriegsverbrecher....

    dem muss man ohne wenn und aber voll zustimmen.

    Man muss aber auch bedenken, dass die Division ein Blutspur bei ihrem Marsch in die Normandie hinter sich herzog. Die FFI versuchten den Marsch zu verlangsamen und dabei kam es bei Divisionsangehörigen zu Übergriffen gegenüber der Zivilbevölkerung. So wurden Bauern auf ihren Feldern beschossen.

    Solange seine Schuld nicht bewiesen ist, gilt die Unschuldsvermutung...

    Gerade als Funker dürfte er andere Probleme als FFI zu bekämpfen gehabt haben.

    Gruss

    Rainer

    Suum cuique

  • Hallo Daughter,


    die Lektüre des Otto Weidinger Buches wird Dir kaum brauchbare Erkenntnisse zu möglichen Kriegsverbrechen des Regiments "Der Führer" bringen.

    Dazu ist diese Art von "Veteranen-Literatur" viel zu apologetisch!!

    Wesentlich zur Beantwortung Deiner Ausgangsfrage scheint mir eine möglichst genaue Darstellung des militärischen Werdegangs Deines Vaters zu sein.

    Erst dann könnte man zu einem Abgleich mit Kriegsverbrechen des Regiments übergehen.


    Beste Grüsse

    Ingo

  • Danke für eure Einschätzung. Mir liegt eine Darstellung meines Vaters zu seinem militärischen Werdegang vor, wenn auch aus meiner Sicht nicht sehr aufschlussreich. Könntet ihr etwas damit anfangen, wenn ich seine 2-seitige Aufzeichnung anhänge?


    Ich frage euch noch mal anders: Auch wenn er nicht direkt beteiligt war - war es einem Funker des Führer-Regiments möglich, NICHT von den Verbrechen der Kompanien seines Regiments zu wissen?

    Beunruhigte Grüße von Daughter

  • Grüß Gott Daughter,


    sowas dürfte sich im Regiment/Division rumgesprochen haben, aber dein Vater kann z.B. mehrere Km vom Verbrechen entfernt gewesen sein......

    Auch war damals eine andere Zeit, die kann man nicht, mit heute vergleichen.....


    Servus Eumex

    Vivat Bavaria

    P.S. Ist der militärische Werdegang,von der Wast/DD,oder nach seinen Angaben..??

  • Hallo Heidy,


    ich darf Dich zitieren und Deine Ausführungen zum Anlass nehmen, einige Gedanken zu (Führer) Volk und Vaterland mitzuteilen.

    Es waren viele junge Männer dabei, die ihr Leben für Volk und Vaterland eingesetzt haben.

    Ich verfolge hier im Forum gerne die Totenzettelsammlung.

    hier: Totenzettelsammlung


    Dort heißt es sogar sehr häufig: sie starben für Führer, Volk und Vaterland. Es war in der Tat so, dass damals sehr viele Menschen dies glaubten oder glauben wollten.


    In Wirklichkeit aber wurden sie Opfer der nationalsozialistischen Propaganda, die beständig trommelte, dass Deutschland, das deutsche Vaterland, das deutsche Volk identisch sind mit Hitlers Nationalsozialismus. Oder mit umgekehrter Logik suggerierte, wer sich nicht zum Nationalsozialismus bekennt, der ist kein Deutscher. Mit diesem in Eins setzen hatten sehr viele Menschen in Deutschland zu kämpfen. Es dauerte sehr lange bis die Erkenntnis, zumindest bei einigen Leuten, heran wuchs, dass Nationalsozialismus und Vaterland nicht identisch sind und in tätigen Widerstand gegen Hitler mündete.

    Im übrigen erlaubte dieses Denkmodell auch die Ausgrenzung bis hin zur Liquidierung großer Bevölkerungsteile.


    Aus diesen Überlegungen heraus fällt es mir schwer, heute unreflektiert die Floskel "für Volk und Vaterland" zu akzeptieren. Denn die Soldaten auf deutscher Seite starben mit Sicherheit für den Führer, aber nicht für Volk und Vaterland. Das war Propaganda. Sie starben für die nationalsozialistische / faschistische Ideologie, die sich im rassistischen Wahn zur Weltherrschaft berufen fühlte. Dafür die Welt in einen Krieg stürzte, wie sie ihn bis dahin noch nicht erlebt hatte und auch seither nicht.


    Bitte sehe es nicht als kleinliches Geklingel an, wenn ich in dieser Weise Stellung nehme, aber, und soviel Bezug zur Gegenwart sollte erlaubt sein, erfreut sich die Gleichsetzung

    einer Parteiideologie mit Volk und Vaterland in bestimmten Kreisen Deutschlands, aber auch einigen anderen Ländern Europas (Polen, Ungarn etc.) momentan wieder großer Beliebtheit.


    Beste Grüße


    Paul


    G-W-G'

  • Guten Tag Paul,


    Nun habe ich mich sehr erschrocken. Du hast natürlich völlig recht. Da hätte ich besser aufpassen müssen wie ich mich ausdrücke. Es tut mir leid und es ist richtig von dir, mich darauf

    hinzuweisen. Vielen Dank! Das passiert mir nicht wieder. Hoffentlich glaubst du mir aber, dass es nicht in dem Sinn gemeint ist.


    Ich habe einen Veteranen der Waffen SS gesprochen und mir hier im Forum viele Beiträge vom früheren Veteranen Stammtisch durchgelesen. Es tut mir so leid, dass vielen dieser

    Männer oft Dinge in die Schuhe geschoben wurden, wofür sie nicht verantwortlich waren. Sie waren so tapfer und haben so viel mitgemacht, dass es weh tut zu sehen wie die Nachwelt

    damit umgeht. So kann es auch beim oben gemeinten Vater sein.


    Zerknirschte Grüße


    Heidy

  • Grüß Gott daughter,


    du kannst beim Bundesarchiv, einen kompletten militärischen Werdegang deines Vaters beantragen,

    https://www.bundesarchiv.de/DE…terlagen-persbezogen.html

    Leider dauert diese eine gewisse Zeit und ist mit Kosten verbunden,nicht die Welt....


    Aber dann weißt du Wann,Wo, seine genaue Einheit bzw.Kompanie dein Vater eingesetzt war, seine Stationen, Verwendungen, etwaige Verwundungen nebst Lazarettaufenthalten , Kriegsgefangenschaft usw.


    War dein Vater in amerikanischer Gefangenschaft oder in russischer Gefangenschaft..???


    Servus Eumex

    Vivat Bavaria

  • Guten Abend, Eumex,

    das ist sehr hilfreich, vielen Dank! Ich werde den Suchantrag gleich ausfüllen. Dann muss ich nicht weiter im Trüben fischen.

    Servus aus Berlin nach Bayern,

    Daughter

  • Guten Abend Daughter,


    wo war denn jetzt dein Vater in Gefangenschaft, russich oder amerikanisch...??


    Bei der russischen Gefangenschaft, kannst du beim Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes , seine Gefangenenakte anfordern,

    https://www.drk-suchdienst.de/…ormular-zweiter-weltkrieg


    Schreib bei Grund der Suche,, Benötige die Gefangenenakte zu meinem Vater XY..."


    Diese Auskunft ist für Familienangehörige kostenlos und dauert ca3-6 Monate,ersetzt aber nicht die Auskunft des Bundesarchivs !!!!


    Die Akte kommt als Kopie in russisch,wird also nicht übersetzt, aber es wird sich jemand finden der das kann....


    Servus Eumex

    Vivat Bavaria

  • Hallo Daughter,


    Es ist bereits ausgeschlossen, dass das Regiment "Der Führer" am 09.06.1944 an der Hinrichtung von 99 Franzosen als Strafe für die Erschiessung von 64 Angehörigen des Sicherungsregiments 95 durch französische Widerstandskämpfer in Tulle teilgenommen hatte, denn die SS-Panzeraufklärungsabteilung 2 bekam nach Erhalt der Anfrage vom Feldkommandant Brive den Auftrag das von Partisanen in Tulle eingeschlossene Bataillon des Sicherungsregiments 95 freizukämpfen. Es erreichte Tulle am 08.06.1944 um 21.00 Uhr. Am gleichen Abend richtete ebenfalls die 2.SS Panzerdivision ihren Divisionsgefechtsstand zusammen mit der Divisions-Nachrichtenabteilung in Tulle ein.

    Dagegen war das Regiment "Der Führer" an den Repressalien für die Entführung des Kommandeurs des III. Bataillons des Regiments "Der Führer", Sturmbannführer Kämpfe, aktiv beteiligt :

    - Repressalien durch das III. Bataillon des Regiments "Der Führer" am des 09.06.1944 in dem Ort La Bussière, in dem Sturmbannführer Kämpfe von französischen Widerstandskämpfer entführt wurde.

    - Die Zerstörung der Stadt und die Hinrichtung der Bevölkerung von Oradour-sur-Glane am 10.06.1944 durch die 3.Kompanie, verstärkt durch einen Zug der 4. Kompanie, des I. Bataillons des Regiments "Der Führer". In diesem Fall ging man seitens des Regiments davon aus, dass sich sowohl Sturmbannführer Kämpfe als auch ein Stab des französischen Widerstands in Oradour-sur-Glane aufhielten. Ebenfalls wurde davon ausgegangen, dass sie Bevölkerung der Stadt eng mit den Partisanen zusammenarbeitete. Der Kommandeur des I. Bataillons, Sturmbannführer Diekmann, erhielt die Erlaubnis des Regiments mit einer Kompanie nach Oradour-sur-Glane zu marschieren, um den dort vermuteten Sturmbannführer Kämpfe zu befreien oder falls der Gefangene dort nicht gefunden würde hörere Führer des Widerstandes gefangen zu nehmen um sie dann gegen den Gefangenen austauschen zu können. Nachdem Sturmbannführer Diekmann den Gefangenen in Oradour-sur-Glane nicht fand, liess er eigenmächtig ohne Befehl des Regiments oder der Division die Stadt niederbrennen und die Bevölkerung erschiessen.

    Sturmbannführer Kämpfe, der von der französischen Widerstandsbewegung in Cheyssous gefangen gehalten wurde, wurde nach dem Massaker von Oradour-sur-Glane aus Rache hingerichtet.

    Sturmbannführer Diekmann wurde wegen seines eigenmächtigen Handelns mit einem kriegsgerichtlichen Verfahren gedroht.

    Daher würde es mich wundern, wenn dein Vater als Funker bei dem Regiment von alldem nichts gewusst haben soll.

    Gruss


    Wolfgang

  • Hallo Eumax,

    die Kompanie meines Vaters ergab sich vor Prag den Amerikanern. Dort sollten sie ja unerfreulicherweise noch den Prager Aufstand niederschlagen....

    1946 wurden sie von den Amerikanern an Frankreich ausgeliefert. Dort war er bis 1948 in Haft und wurde aufgrund von Krankheit früher entlassen.

    Gibt es da auch eine Stelle, an die ich mich wenden kann?

    Servus, Daughter

  • Hallo Daughter,



    ich hoffe für Dich und Deinen Vater, dass er nicht an Greueltaten beteiligt war.



    Ein Zeitzeuge (* 1927) hat mir erzählt, wie in der Volksschule Heimboldshausen 1944 für die SS geworben wurde.
    Dieser Zeitzeuge entzog sich, indem er sich freiwillig zur Marina meldete. Am 1. Jan. 1945 wurde er eingezogen.


    Mein Onkel Georg Fischer wollte zur SS, aber mein Großvater Wilhelm Fischer (1903-1966) verbot es ihm. Anscheinend war die SS dann machtlos.


    Mindestens zwei aus diesem Jahrgang aber gingen zur SS.



    Mit besten Grüßen

    Wolfgang

  • Grüß Gott Daughter,


    Prag eher nicht, aus Prag sind sie noch rausgekommen ,Pilsen/Rokyzany käme da schon eher in Betracht...

    Deutsche Soldaten in Tschechien 1945 -der Film


    Hier ist ein Teil des Films, ab ca 2min. sind SS Soldate zu sehen..

    https://www.youtube.com/watch?v=NgOgBaj7UEY

    und

    https://www.youtube.com/watch?v=yukrXCEjzTo

    und

    https://www.youtube.com/watch?v=l9EBjq03mrs


    Servus Eumex

    Vivat Bavaria

    P.S. Leider funktioniert der erste Link im Beitrag(zum Film) nicht mehr........

    Edited once, last by Eumex ().

  • Hallo Daughter, Hallo Eumex,


    Das verstärkte Regiment "Der Führer" wurde am 06.05.1945 nach Prag beordert mit dem Auftrag :

    - Den Weg nach Prag freizukämpfen;

    - Bei der Niederwerfung des Aufstands der Tschechen mitzuwirken;

    - Verbindung mit dem Wehrmachtsbefehlshaber von Prag, General Toussaint, aufzunehmen und weitere Befehle von ihm entgegenzunehmen.

    Ein Befehl von GFM Schörner, Befehlshaber der Heeresgruppe Mitte, erreichte ebenfalls an diesem Tag das Regiment, in dem das Regiment aufgefordert wurde bis zum 07.05.1945 die Innenstadt von Prag zu erreichen.

    Ab dem 06.05.1945 abends griff das Regiment in die Kämpfe in Prag ein. Am 08.05.1945 um 19.00 Uhr meldet das Regiment an die Division und GFM Schörner, dass es von Prag in Richtung Pilsen marschieren wird, um sich dort in amerikanische Gefangenschaft zu begeben. Der Abmarsch in Prag erfolgte am 08.05.1945 um 21.00 Uhr; das Regiment hatte den Auftrag auf dem Marsch nach Pilsen so viele Frauen und Kinder als irgendwie möglich mitzunehmen. An der Stadtgrenze wurde das Regiment aufgefordert aufgrund der Waffenstillstandsbedingungen alle Waffen abzugeben. Am 09.05.1945 um 10.00 Uhr erreichten die Spitzen des Regiments bei Rokiczany die 2.US Infanterie-Division. Im Anschluss ging dort das gesamte Regiment im Laufe des Vormittags in amerikanische Gefangenschaft. Eine Ausnahme bildeten die 3. und 4. Kompanie, die aus Mangel an Fahrzeugen im Raum Dresden zurückgeblieben waren; beide Kompanien sollten zwar im Fussmarsch dem Regiment nachgeführt werden, aber sie erreichten erst am 12.05.1945 Teplitz-Schönau; die beiden Kompanien lösten sich dort auf und bildeten kleine Gruppen, die versuchten sich westwärts "nach Hause" durchzuschlagen.

    Das Regiment hat sich während seines Einsatzes in Prag keinem Kriegsverbrechen zu Schulden kommen lassen.

    Gruss


    Wolfgang

  • Hallo Heidy!


    Warum lässt Du Dich so verunsichern? Natürlich haben die meisten Soldaten damals daran geglaubt, für Volk und Vaterland in den Krieg zu ziehen. Die bittere Erkenntnis des Missbrauchs durch das NS-System kam erst viel später (wenn überhaupt), als alles zusammengebrochen und die Wehrmacht geschlagen war. Den Soldaten war es außerdem verboten, jegliche politische Meinung zu äußern, falls sie denn eine andere als die propagierte hatten. Soldaten hatten zu gehorchen und Befehle auszuführen. Bei all den Entbehrungen und Strapazen an den Fronten blieb wohl wenig Raum, um die Dinge zu hinterfragen.


    Heute glauben wir alles besser zu wissen bzw. beurteilen zu können. Fällt leicht, in einer saturierten Gesellschaft, welche weder die Naziherrschaft noch den verheerenden Krieg mit all seinen Verlusten und Folgen erleben musste, aus der heutigen Sicht zu urteilen.


    Ein Soldat, der den gesamten Krieg an verschiedenen Fronten gekämpft hat, erzählte mir, dass er bei der Nachricht vom Tod des "Führers" bitterlich geweint habe; Jahrzehnte später hat er immer wieder betont, die Deutschen könnten froh sein, den Krieg verloren zu haben.


    Vieles können Menschen erst im Nachhinein bewerten oder beurteilen, so war es, so ist es, und so wird es immer sein.


    Gruß Cristiane

    "Feigheit ist die Mutter der Grausamkeit" Montaigne


    Suche Einsatzorte 3./schwere Artillerie Abt. 848 ab Juni 1943


  • Guten Tag Christiane,


    Herzlichen Dank für deine Worte. Es ist nun mal so, dass ich mich erst seit kurzer Zeit mit dem Thema mein Vater im 2.Weltkrieg und dem

    2.Weltkrieg überhaupt, befasse. Ich bin ständig am Nachholen. Das Wissen hier erfüllt mich mit Respekt. Es bestürzt mich, wenn ich jemandem auf die Füße trete. Meine Unsicherheit wird sich im Laufe der Zeit hier ändern, wenn ich so weit bin.


    Grüße Heidy