Wehrpass Zweitschrift mit Prägebuchstaben

  • Hallo zusammen,

    auf dem Wehrpaß meines Vaters , Zweitschrift, sind vornen rechts und links des Hackenkreuzes die Buchstaben A..A, in Metal, angebracht

    Da ich noch nie einen Wehrpass mit Prägebuchstaben gesehen habe wüsste ich gerne was diese Bedeuten ( Aufklärungs Abtlg.?) und ob sie generell auf den Zweitschriften befestigt waren.Ausgestellt wurde die Zweitschrift 02.10.1944 Berlin N 65

  • Hansjoerg

    Changed the title of the thread from “Wehrpass Zweitschrift mit Prägebuchstabeb” to “Wehrpass Zweitschrift mit Prägebuchstaben”.
  • Guten Abend ans Forum und an den Anfragenden,


    die im Wehrpass vorhandenen gotische "A" als Metallabzeichen, gehören auf die Schulterstücke einer Heeresuniform.

    Das "A" könnte für "Aufklärung..."oder "Ausbildung..."gestanden haben.

    Möglicherweise hat sich der Vater die Abzeichen als Erinnerungsstücke nach dem Krieg selbst in seinem Wehrpass befestigt.

    Etwas Amtliches war das nicht.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    (PH)

    Edited once, last by Danuser ().

  • Hallo Peter,

    Aufklärungs Abteilung würde passen. Unter Zugehörigkeit zu Dienststellen finden sich, u. A., folgende Einträge:

    01.08.43-24.02.44, Panzer Aufklärungs u. Ausbildungsabtlg.214 oder 114

    26.03.44-07.04.44,Pz. Aufkl. Abtlg. 23

    08.04.44-06.08.44, Pz Aufkl. Ers. Abtlg. 9

    09.01.45 Pz Aukl. Abtlg. 9

    Dazwischen Fhr. Res. Heeresgruppe A

    oder Führerreserve OKH/Süd

    Einen schönen Tag!

    Hansjörg

  • Guten Tag ans Forum und an Hansjörg,


    mit den konkreten Angaben zu den Einheiten des Vaters,dürfte die Frage zu den Metallabzeichen mit dem gotischen "A" und der Bedeutung als "Aufklärung..." geklärt sein.

    Der Hinweis auf die "Führereserve" müsste auch gleichzeitig der Hinweis darauf sein, dass der Vater Offizier war. Die goldmetallfarbenen "A" sprechen ebenfalls für den Offizier.

    Denn als Mannschafts- oder Unteroffiziersdienstgrad hätte der Vater silbermetallfarbene Buchstaben gehabt.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    (PH)

  • Guten Abend ins Forum und guten Abend Peter,

    ja, mein Vater war Offizier, der letzte Eintrag unter Beförderungen:

    1.10.42 Leutnand, R. D. A 1.10.42

    Warum danach keine Beförderungen mehr erfolgten, trotz Schulungen und Lehrgängen, hat, glaubt man der Geschichte die meine Mutter erzählte, eher politische Gründe, Deshalb vermtl. auch immer wieder die Führerreserve.

    Interessant in dem Wehrpass ist, für mich,auch die Frage, warum die Zugehörigkeit zu Dienststellen bis 9.1.45 weitergeführt wurde, das Verzeichnis über "Mitgemachte Gefechte bzw. Verwendung im Kriege, aber mit dem Eitrag:

    28.9.-23.10.43 Abwehrkämpfe nördlich Kiev , endet. Wohlgemerkt hat mein Vater noch eine Verwundung bei einer Schlacht am Balaton erlitten, nach 43, und kam im Frühjahr 45 im Gesäuse beim Übergang über die Enns, in amerikanische Gefangenschaft. Mein Vater hat auf diese Frage immer geantwortet: "Da hatten wir andere Sorgen als Papiere auszufüllen!"


    Grüße....

    Edited once, last by Hansjoerg ().

  • Hallo Hansjoerg,

    Beförderungen???? Die Dienstzeit zwischen Leutnant und Oberleutnant betrug normalerweise 30 Monate. Er hätte also normalerweise im April 45 zur Beförderung zum

    Oberleutnant angestanden. Offiziere in der Führerreserve wurden hier schon ausgiebig behandelt.

    Gruß Peter

    34.ID

  • Guten Abend ans Forum,


    bei den Beförderungsrichtlinien für Heeres-Offiziere gab es solche für planmäßige und solche für vorzugsweise Beförderungen.

    Ohne hier zu diesem Thema weiter in eine andere Diskussion einzusteigen: vorzugsweise konnte ein Leutnant nach 6 Monaten bzw. 12 Monaten zum Oberleutnant befördert werden.

    Der Krieg machte es möglich.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    (PH)