Laden der Waffe

  • Hallo Leute,


    also jetzt mal was ganz anderes.....Die 3 zusammengesteckten Magazine sind beim Zielen nicht gerade dienlich, wei sehr schwer, beinahe wie die gute alte Thompson MP mit gefülltem Trommelmagazin.
    Dann möchte ich den Schützen sehen, der es sich leisten kann mal auf die Schnelle 3 Magazine "hinauszublasen", wenn er nicht direkt auf einer Munitionskiste sitzt.
    Es wir immer Möglichkeiten zum Nachladen geben.
    Selbst die Amerikaner hatten in Vietnam Infanteriemunitionsprobleme beim Nachschub. Der Verbrauch sei viel zu hoch, hieß es.


    Beispiel Originalvideo vom Hamburger Hill: Soldaten schossen über Deckungen ohne zu Zielen oder sich auch nur mit einem Winkelspiegel zu vergewissern ( Hatte man nicht - altes Zeug aus dem II. WK !!!!)
    Es waren übrigens zwischen 19 und 21 Mann für einen Soldaten in der Versorgung tätig; allerdings weiter Weg von USA und Europa aus.
    Quelle momentan nicht verfügbar, wir auf Wunsch gesucht.


    Übrigens hatte im II. WK die deutsche MP 40 II bereits ein Doppelmagazin im Schacht. Damit waren die Öffnungen verdeckt.


    Grüße Karl

  • Hallo Karl,


    das M16 wurde ja aus selben Grund mit dem Burst Modus ausgestattet, anstatt mit Vollautomatik. Die Amerikaner waren von je her immer schon verschwenderisch mit dem Umgang von Munition. Eine ihrer Doktrinen ist ja, möglichst viel Feuer an den Gegner zu führen, weil Blei billiger als Blut ist.


    Mit den Magazinen dagegen ist das schon nicht so dumm. Wir, bin Jäger bei der Bundeswehr, führen auch immer zwei Magazine am G36 mit. Es geht bei weitem schneller im Gefecht zu wechseln. In den Feuerpausen wird dann jedoch ein Magazin aus der Koppel herausgeholt. Das rausholen und auch das Verpacken der Magazine braucht mit dem Lochkoppel System viel zu lang und die Magazine bei der IdZ Weste wegzupacken auch, das rausholen dabei geht jedoch schnell. Bei der IdZ Weste wird die Masse an Magazintaschen als Doppelmagazintaschen mitgeliefert.


    Drei Magazine ist dagegen der Sache nicht mehr dienlich.


    Gruß Patrick

    Pedites Pugnas Decernent

  • Quote

    Original von Beresina
    Jedoch für den Grenni, der mit der Nase im Dreck liegt...ein Magazin das nach unten offen ist, wird entsprechend verschmutzt. Als Folge dann die Ladehemmung. Das dauert dann länger, als ein Magazin aus der Tasche zu holen.
    Gruß


    Hallo Beresina,
    das Magazin war nach unten nicht offen, die beiden Magazine wurden so zusammengetapet, das bei beiden die Magazinenden mit den Patronen nach oben zeigten. Um sie problemlos einführen zu können, wurde zwischen die Magazine ein Holzstück gepackt und ein Spalt hergestellt.Das ging ratzfatz. Man hat nie mehr als zwei Magazine genommen, die Gefahr des Verkantens war zu groß.
    Gruß Oliver (Ex-Grenni)

    Tradition zu wahren, zu pflegen ist nicht die Anbetung der Asche. Es ist die Weitergabe des Feuers.
    *Erst wenn der letzte Soldat bestattet ist, dann ist der Krieg zu Ende* http://www.verdun14-18.de

  • Hallo Oliver,
    ich habe gesehen, daß an Stelle des Holzstückes auch drei Magazine genommen wurden. Das Dritte dann umgekehrt angesteckt, also unten offen.


    Grüße Karl

  • Naja, wie gesagt, über die Zweckmäßigkeit läßt sich ja streiten. Garantiert auf jeden Fall ein schönes Unterarmtraining beim Anschlag stehend freihändig...

    Tradition zu wahren, zu pflegen ist nicht die Anbetung der Asche. Es ist die Weitergabe des Feuers.
    *Erst wenn der letzte Soldat bestattet ist, dann ist der Krieg zu Ende* http://www.verdun14-18.de

  • Ich habe da noch ne Frage:


    Gibt es das beim Zünden nur das S-Pulver abfakelt und kann das Schaden anrichten??

  • Hallo,
    wie äusserte sich denn die Ladehemmung?
    Ich hatte bis jetzt beim Schiessen mit Handwaffen der BW einmal eine ladehemmung als beim Schulschiessen mit MG 3 ein Geschoss im Rohr stecken blieb. Die Patrone stammte aus einer berüchtigten Lieferung(öfter probleme damit) aus dem Ausland. Anscheinend war das eine Unterladung.
    Als ich noch eine private Waffe hatte, gab es einmal anscheinend eine Überladung beim Schiessen mit einem KK-Gewehr. Als der Verschluss nach Abgabe des Schusses zurücklief, schlug eine Flamme nach oben. Leicht erschrocken und das war es.
    Gruss
    Rainer

    Suum cuique

  • Quote

    Original von Drake
    Hatte heute die Premiere meiner ersten Ladehemmung, bin Stolz auf mich!


    Hallo Jens,


    wie äußert sich denn jetzt nun eine Ladehemmung? Die Artikel bei Wikipedia und co. kenne ich schon, würde es aber gerne aus "erster Hand" wissen, da ich noch nie eine hatte.


    Gruß
    Kay


    Edit: Mit was für einer Waffe hast Du den geschossen? Kannst es mirauch gerne über PN mitteilen ;)

    Edited 2 times, last by Kay ().

  • Servus allerseits,


    man muß aber schon unterscheiden: Ladehemmung - Feuerhemmung


    Bei der Ladehemmung wird die Patrone aus verschiedenen Gründen nicht korrekt in das Patronenlager eingeführt. z.B. weil die vorherige Hülse nicht oder nur unvollständig ausgeworfen wurde (Hülsenklemmer), weil das Patronenlager stark verschmutzt ist, das Magazin schadhaft ist oder nicht korrekt eingerastet ist.


    Feuerhemmung: die abzufeuernde Patrone wird nicht oder nur unvollständig gezündet. Gründe: zb. Schlagbolzen gebrochen, Zündhütchen, bzw. Treibladung durch chemische Veränderung oder Feuchtigkeit nicht mehr verwendungsfähig (überaltete Munition, bzw. unsachgemäße Lagerung).


    Bei Feuerhemmung ist größte Vorsicht geboten, da u.U. der Schuß sich doch noch, mit Verzögerung, lösen kann. Daher einige Minuten warten, und erst dann die schadhafte Patrone entfernen.


    lg aus Wien


    Vormeister

  • "Feuerhemmung" kenn ich nicht, ist bestimmt österreichisch.


    Wir nennen das "Versager" oder "Zündversager".

  • @ all


    Gestern hatte ich die Gelegenheit mit meinem Schwager über das Thema " Magazin klopfen " zu sprechen.
    Er hat von beruflicher Seite damit zu tun. ( Früher Ari-Schule/ Idar-Oberstein , heute Oberstl. im Heeresführungkdo./ Koblenz ).


    Eine ZDV/TDV gibt es dazu nicht, auch ist in keiner Anderer etwas dazu
    erwähnt.
    Es wurde jedoch bei den Metallmagazinen des G3 praktiziert,
    wenn diese sehr alt und und auch angestoßen bzw. leicht verbeult waren.
    Hintergrund war das es bei solchen Magazinen vorkommen konnte das
    die Feder im Magazin die Partonen nicht richtig nachführten bzw.die Feder hängen blieb.


    Bei Bedarf kann ich gerne noch einmal nachfragen.


    Grüße vom Rhein
    Markus

  • HI, habe meinen Opa gefragt, der dabei war... er hat sowas nicht gesehen... vielleicht wars nur im film

    Signatur gelöscht...Huba

  • wenn wir (Sportschützen) beim Schiessen mit dem M 16 (zivi-Ausführung von OA im Originalkal. .223 Rem ) das Magazin gefüllt haben wird es auch auf eine feste Unterlage (Stahlhelm haben wir nicht auf) in Richtung Patronenboden geklopft, da sich damit evt. Zuführungsstörungen vermeiden lassen.


    Beim M14 in .308 mache ich es ebenso, sicher ist sicher ...


    sehe ich öfter beim BdMP ....


    Gruß Klaus

  • Hallo zusammen,


    weil hier das Thema "Wie wird die Waffe geladen?" angeschnitten wurde, habe ich mal eine Frage zum laden des K98.


    Im Grunde genommen werden ja die 5 Patronen über den Ladestreifen von oben in den Karabiner hineingedrückt und der Ladestreifen danach entfernt. Ist ja sicherlich den meisten bekannt.


    Nun habe ich aber ein Video gesehen, in dem ein Soldat der Wehrmacht jede Patrone einzeln von oben reindrückt.


    War das vor Kriegszeiten gang und gebe, war das nur zu "Dokumentationszwecken" oder ist das Video nachgestellt?


    Habe ich auf YouTube gesehen. Hier der Link dazu:


    http://www.youtube.com/watch?v=N4JkXUsXOPc


    Danke für die Mühen im Voraus


    KleinInge

  • Hallo KleinInge,
    der Ladestreifen ist nicht zum Laden des Karabiners nötig. Die Patronen können auch einzeln in den Magazinschacht gedrückt werden. Dort werden sie durch Federdruck festgehalten. In der Regel wurden die Patronen auf Ladestreifen ausgegeben und in den dreiteiligen Patronentaschen verwahrt. Das Laden mit dem Ladestreifen geht schneller als den Karabiner einzeln zu laden. Ich kann mir nur vorstellen, dass der Landser einzelne Patronen nicht extra auf einen Ladestreifen geschoben hat. Je nach Kriegslage wurde alle vorhandene Munition verwendet, also auch die restlichen Patronen vom MG-Gurt oder das was vom Nachbar noch übriggeblieben ist.
    Im Deutschen Waffenjournal wurde mal in einem Artikel erwähnt, dass sogar Schlachtfeldmunition wieder eingesammelt und nach Überprüfung (Sabotagemunition) wieder an die Truppe ausgegeben wurde.
    Gruß Andreas

  • Halllo,


    Quote

    Habe ich auf YouTube gesehen. Hier der Link dazu: http://www.youtube.com/watch?v=N4JkXUsXOPc


    der "Landser" in diesem Filmausschnitt ist ein Amerikaner in deutscher Uniform, daher ist das gezeigte nicht unbedingt representativ.


    Es ist ein Lehrfilm für US-Soldaten über den Umgang mit deutschen Waffen.


    Hier der komplette Film:


    http://youtube.com/watch?v=sLhe34AmvVw


    Der Ladestreifen ist beim Mausersystem 98 nur eine Ladehilfe. Er ist nicht für die Funktion der Waffe erforderlich, im Gegensatz zu den Laderahmen beim Mannlicher-System und dessen Verwandten wie z.B. beim Gewehr 88, dem Carcano oder dem M1 Garand, bei denen der Laderahmen in der Waffe verbleibt bis die letzte Patrone verschossen ist und der leere Rahmen dann nach unten (M1 nach oben) aus der Waffe fällt. Deshalb können diese Waffen auch nicht nachgeladen werden, solange sich noch eine Patrone im Rahmen befindet.


    EDIT: Ergänzungen


    Grüße


    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

    Edited once, last by Thilo ().

  • Quote

    Original von B_aus_MV
    "Feuerhemmung" kenn ich nicht, ist bestimmt österreichisch.


    Wir nennen das "Versager" oder "Zündversager".


    Ja, "Feuehemmung" war seinerzeit beim unserem Militär der Ausdruck dafür. Als Gegenstück zur "Ladehemmung".


    Es muß ja nicht die Patrone versagt haben, es kann z.b. auch der Zundstift abgenudelt oder gebrochen sein o.Ä.