Suche Infos zu Kraftwagen-Werkstatt-Zug der Luftwaffe (o) 113/XII. sowie die Lage Ende April 1945 in Paris

  • Hallo liebe User,


    ich suche Infos zum Kraftwagen-Werkstatt-Zug der Luftwaffe (o) 113/XII. sowie Auskunft darüber, wie Ende April 1945 die Lage westlich von Paris war.


    Welche deutschen Einheiten waren kurz vor Kriegsende dort stationiert?


    Insbesondere bin auf der Suche nach Namen der Soldaten des Zugs.


    Details:


    Über die Suche nach meinen Urgroßvater bin ich nun auf dessen Vater gestoßen. Er war im 1. WK zuerst im Reserve-Infanterie-Regiment (RIR) 25 Wehrmann und später dann Unteroffizier . Im 2. WK musste er nochmals dienen.


    Er diente im Mai 1942 im oben genannten Zug und konnte über die FPN L 06812 sowie persönlichen Briefen zu diesem Zeitpunkt dem Standort Brüssel zugeordnet werden.


    Laut Recherche über den Volksbund ist er wohl am 02.03.1889 geboren und am 27.04.1945 gefallen und ruht jetzt auf der Kriegsgräberstätte in Champigny-St. Andre (westlich von Paris).


    Hier heißt er zwar Cornelius Kremer statt Cornelius Cremer, jedoch erscheinen alle anderen Daten aufällig plausibel (z.Z. liegen mir aber noch keine Geburtsdaten aus Stammbüchern / Kirchenbüchern o.ä. vor).


    Um diese Daten nicht dem Zufall zu überlassen und um meinen Ururgroßvater nicht zu verwechseln, frage ich euch :)



    Vielen lieben Dank im Voraus für mögliche Hinweise und eure Hilfe :)



    Glück auf


    Daniel



    PS.: http://genwiki.genealogy.net/RIR_25


    Das ist das Foto des RIR 25. Bekommt man das Gebäude heraus vor dem es geschossen wurde und noch viel viel wichtiger: Bekommt man die Namen der zu sehenden Soldaten heraus? :/

  • Hallo Daniel,


    das wird eine spannende Suche. Die Tatsache, dass der vom Volksbund erfasste Cornelius Kremer nun auf der Kriegsgräberstätte in Champigny-St. Andre (westlich von Paris) bestattet ist, muss nicht heißen, dass er dort in unmittelbarer Nähe starb.

    Die überall verstreut bestatteten deutschen Kriegstoten wurden oft über erhebliche Strecken auf zentrale Kriegsgräberstätten umgebettet. Man könnte beim Volksbund erfragen, wo Cornelius Kremer ursprünglich begraben lag. Eine Möglichkeit wäre ja auch, dass er nicht an der Front, sondern erst später in einem Lazarett starb.


    Denn zum Todeszeitpunkt 27.04.1945 des beim Volksbund erfassten Cornelius Kremer waren Paris und Brüssel schon lange befreit. Die Front war bereits auf Reichsgebiet.

    Die Westfrontlage im April 1945 sieht man auf dieser Karte:

    https://de.wikipedia.org/wiki/…irclement_of_the_Ruhr.jpg


    Das Bild vom 1. Weltkrieg http://genwiki.genealogy.net/RIR_25 zeigt nur eine (zum Aufnahmezeitpunkt 27.07.1915 die 6.) Korporalschaft (Gruppe unter der Führung eines Korporals).

    Das ganze Reserve-Infanterie-Regiment 25 hatte ja mehrere tausend Mann. Die Wahrscheinlichkeit, dass Cornelius Cremer hier abgebildet ist, ist leider sehr gering.

    Im Internet gibt es einige Bilder von der Kaserne in Diez an der Lahn.


    Viele Grüße

    Bernhard

  • Hallo Bernhard,


    danke dir für deine ausführlichen Informationen. Der Volksbund ist informiert. Hast du eine Ahnung wie lange ich auf eine Rückmeldung warten muss ?


    So wie es sich lies locker mal einige Monate...


    VG


    Daniel

  • ... Laut Recherche über den Volksbund ist er wohl am 02.03.1889 geboren und am 27.04.1945 gefallen und ruht jetzt auf der Kriegsgräberstätte in Champigny-St. Andre (westlich von Paris).


    Hallo,


    wenn man sich den hier im Thread schon genannten Eintrag in der Gräberdatenbank des Volksbundes mal anschaut, dann steht dort lediglich als Todesort "Le Coudray":


    Nachname: Kremer

    Vorname: Cornelius Franz-Michael

    Dienstgrad: Unteroffizier

    Geburtsdatum: 02.03.1889

    Geburtsort: Düsseldorf

    Todes-/Vermisstendatum: 27.04.1945

    Todes-/Vermisstenort: Le Coudray


    Den Ortsnamen Le Coudray findet man in Frankreich öfter, aber aufgrund des Todesdatums Ende April 1945 besteht vielleicht auch die Möglichkeit, dass Cornelius Kremer im gleichnamigen Kriegsgefangenenlager Depôt 501/Le Coudray bei Chartres gestorben ist: https://www.openagenda.com/jep-2016-centre-val-de-loire/events/camp-de-prisonniers-de-guerre-de-l-axe-1944-1948?lang=en


    Auf einem Teilgelände dieses Kriegsgefangenenlagers befand sich das sogenannte "Stacheldrahtseminar" des Abbé Franz Stock: https://www.franz-stock.org/index.php/de/franz-stock/lebensdaten/stacheldrahtseminar


    Gruß, J.H.


    Edit: In den Datenbanken des ICRC ist das Depôt 501 als Lager für Kriegsgefangene österreichischer Herkunft zu finden: https://www.avarchives.icrc.org/Picture/20922

    Nett kann ich auch - bringt nur nix!

    Edited 2 times, last by Johann Heinrich ().

  • Hallo J.H.,


    vielen Dank für deine Antwort.


    Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass zum Zeitpunkt meiner Anfrage weder die

    Vornamen Franz-Michael, noch der

    Geburtsort Düsseldorf und der

    Todes-/Vermisstenort Le Coudray


    in den Suchergebnissen des Volksbunds eingetragen war. Diese Daten sind definitv neu!


    Vielleicht wurde der Datensatz aufgrund meiner Anfrage aktualisiert?!


    Ich fürchte hier werden nur die Kirchenbücher für Klarheit schaffen, zumindest was Geburtsdatum /ort angeht, um ihn zweifelsfrei als Ahnen zu identifizieren.


    Beste Grüße aus Köln


    Daniel

  • ... Vielleicht wurde der Datensatz aufgrund meiner Anfrage aktualisiert?! ... ... Ich fürchte hier werden nur die Kirchenbücher für Klarheit schaffen, zumindest was Geburtsdatum /ort angeht, um ihn zweifelsfrei als Ahnen zu identifizieren ...


    Hallo,


    Erfahrungsgemäß übernimmt der Volksbund nur Daten in seine Datenbank, die durch amtliche Unterlagen (z.B. Sterbefallanzeige der WASt) bestätigt sind. Vermutlich stammen die dort gemachten Angaben aus den Unterlagen der WASt, daher solltest Du dort eine Auskunft zum militärischen Werdegang Deines Großvaters beantragen - falls noch nicht erfolgt. Weiterhin bleibt ja auch noch abzuwarten, ob beim Volksbund eine Umbettungsmitteilung in die heutige Endgrablage in Champigny vorliegt.


    Den Umweg über Kirchenbücher brauchst Du doch gar nicht, hast Du schon mal versucht, im zuständigen Standesamt des beim Volksbund genannten Geburtsortes Düsseldorf Abschriften der Geburts- und ggf. auch der Sterbeurkunde anzufordern? Eigentlich sollten darin alle Angaben vorhanden sein - in der Geburtsurkunde mindestens auch der Name der Mutter. Als direkter Verwandter solltest Du dort problemlos Auskunft erhalten!


    Gruß, J.H.

    Nett kann ich auch - bringt nur nix!

  • Hallo J.H.,


    ich werde später noch zwei Bilder machen aus denen hervorgeht, dass die Angaben innerhalb der letzten Woche einmal aktualisiert wurden. Und zwar die beiden PFD, die ich mir nach Anfrage über die Gräbersuche runter geladen habe. Nicht zum Beweis, einfach zur Darstellung.


    Jedenfalls ist mir der Geburtsort neu erschienen.


    Ich habe heute eine Anfrage an das Standesamt Düsseldorf gestellt. Beim WASt ist dies schon vor einigen Wochen erfolgt. Ich hoffe dieses Jahr noch eine Antowrt zu erhalten.


    Den Umweg über die Kirchenbücher gehe ich allerdings gerne, erstens um daraus zu lernen und zweitens, weil ich mir nach Aktualisierung der Daten eben nicht mehr so sicher bin, ob es sich um meinen Ahnen handelt.


    Wir werden sehen.


    Danke für deine Tipps.


    Gruß, Daniel

  • Moin moin,


    anbei die angesprochenen Dateien. Habe einfach beide PDF der Online Gräbersuche des Volksbundes an verschiedenen Tagen herunter geladen und jetzt auf einem Bildschirm nebeneinander gelegt. Die Daten wurden aktualisiert.


    Gruß, Daniel

    Files

    • Unbenannt.PNG

      (235.74 kB, downloaded 37 times, last: )
  • Hallo,


    das Standesamt Düsseldorf hat sich bezüglich der Ahnenforschung zurück gemeldet. Mir wurde eine Preisliste mitgeteilt die mit 25 EUR / Stunde für Recherchearbeiten beginnt.


    Ich werde also erst mal selbst anhand von Kirchenbüchern forschen.


    Gruß, Daniel

  • Hallo liebes Forum,


    ich suche aktuell meinen Ururgroßvater. Über das Stammbuch ist mir leider nur der Vor- und Nachname Cornelius Cremer bekannt.


    Fakten:


    Er lebte in Heppendorf (Rheinland).


    Er war im 1. WK Wehrmann und später Unteroffizier im Reserve-Infanterie-Regiment 25.


    Er war im 2. WK Unteroffizier im Kraftwagen-Werkstatt-Zug der Luftwaffe (o) 113/XII.


    Vermutungen:


    Eine Online Gräbersuche beim Volksbund ermittelte einen plausiblen Treffer: Cornelius Franz-Michael Kremer.


    - Würden weitere Vornamen im Stammbuch aus praktischen Gründen fehlen können? Falls ja, wäre dies eine erste heiße Spur!


    Die Schreibweise Cremer und Kremer kann durchaus im 2. WK vertauscht worden sein.


    Die Geburtsdaten zu nennen wäre nicht relevant, jedoch möchte ich erwähnen, dass die Daten plausibel sind. Er war alt genug um meinem Urgroßvater zu zeugen, sowie noch am leben, als er Briefe im 2. WK schrieb.


    Kann mir jemand Tipps geben wie ich weiter suchen kann?


    Zuletzt noch die Bitte, dass mir jemand beim "Übersetzen" helfen kann. Ich bin durch Recherchen auf diese beiden Schriftstücke gestoßen:


    Taufbucheintrag Cremer (Pfarramt Heppendorf).pdf


    Snipping Tool.PNG



    Vielen Lieben Dank für Tipps und Lesehilfen!



    Freundliche Grüße


    Searchgrandpa

  • Hallo,


    auf dem Kriegerdenkmal in Heppendorf ist er nicht verzeichnet. der einzige Cremer dort ist ein Wilhelm gefallen 1917.


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo,


    wer freut sich nicht über doppelte Arbeit?


    Habe es trotzdem zusammengefügt.


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo Daniel,


    hast Du dem Standesamt Düsseldorf kein Rechercheauftrag erteilt?

    Beste Grüße!
    Dirk

  • Hallo,


    ich würde mich über eine Übersetzungshilfe freuen. Aber danke der Nachfrage :)


    Bisher fehlt mir noch das gewisse etwas Gewissheit, um sagen zu können, dass es plausibel ist Düsseldorf einzuschalten. Das Pfarramt Heppendorf ist dran. Wenn ich da finale Rückmeldung erhalte, würde ich Düsseldorf als nächstes konsultieren.


    Liebe Grüsse und schönes Wochenende


    Daniel

  • Hallo Daniel,


    ich versuche mal -ohne Gewähr- eine Übersetzung:


    21. Mehl Margaretha, gesetzliche Tochter von Christoph Mehl und Margarethe Situf(?),

    verheiratet (?) in Moedrath, geboren am 6. August

    renata (?) (wiedergeboren, evtl. gemeint "getauft") am 9. desselben Monats. (Die Patenschaft) auf sich genommen (haben) Sebasti
    an Holz und Margaretha Mehl.


    Klein ergänzt:

    Verheiratet (?) mit

    Peter Cremer in Heppen-

    dorf 21.04.1930


    Viele Grüße

    Bernhard

  • Hallo Zusammen,


    kurzes Update füe euch: Düsseldorf war über den Volksbund ermittelt die falsche Richtung.


    Über das Stadtarchiv habe ich nun Einwohnermeldeamtkarteien erhalten, die relevanten Daten enthalten. Damit kann nun eine bodenständige Recherche beim Standesamt und beim Pfarramt in AUftrag gegeben werden.


    Meine Familie wohnt seit über 134 Jahren in Kerpen / Elsdorf. Zumindest väterlicherseits.


    Vielen Dank für die zahlreichen Tipps, die zur Recherche meine Ahnen beigetragen haben.


    Gerne würde ich in Zukunft nochmals Dokumente, die ich nicht lesen kann hier einstellen.


    Freundliche Grüße


    Daniel alias Searchgrandpa -> Foundgrandpa

  • Guten Abend,


    Ich bitte nochmal um eure Mithilfe.


    Mit freundlichen Grüßen


    Daniel

  • Hallo, Daniel,


    warum ist denn das Dokument so zerschnippelt? Das erschwert nur das Lesen und Wiedergeben. Bitte das nächste Mal das Dokument im ganzen einstellen.


    1. Bild:


    gegen gewesen sei.

    Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben

    Frau Giesen


    2. Bild:


    um sechs Uhr ein Kind weiblichen

    Geschlechts geboren worden sei, welches den Vornamen

    Emma erhalten habe.

    Die Frau Giesen erklärte, daß sie bei der

    Niederkunft der Ehefrau Wanitzke zu-


    3. Bild:


    bekannt,

    die Hebamme Ehefrau Christian Giesen,

    geborene Schugt,

    wohnhaft zu Brauweiler


    4. Bild:


    die Löschung des Wortes

    "Religion" genehmigen

    Frau Giesen

    der Standesbeamte


    und zeigt an, daß von der

    Anna Wanitzke geborene Guiser, ka-

    tholischer Religion, Ehefrau des Aufsehers Hein-

    rich Wanitzke, evangelischer Religion,

    wohnhaft bei ihrem Ehemann zu Brauweiler


    5. Bild:

    zu Brauweiler in der Wohnung ihres Ehemanns

    am fünfundzwanzigsten Dezember des Jahres

    tausend acht hundert achtzig und sieben Nachmittags

    um sechs Uhr ein Kind weiblichen

    Geschlechts geboren worden sei, welches den Vornamen

    Emma erhalten habe.

    Die Frau Giesen erklärte, daß sie bei der


    Jetzt liegt es an Dir, alles wieder zusammenzupuzzeln.


    Grüße

    Diana


    Die Frau ist die einzige Beute, die ihrem Jäger auflauert (Ingelore Ebberfeld)