Artillerie-Einheit in Erfurt

  • Hallo an die Experten,


    vielleicht kann mir jemand sagen welche Artillerie-Einheit dies war.

    Die Bilder sind mit Erfurt 1935-36 beschriftet, aber da es laut Lexikon mehrere Art.Abteilungen dort gab

    ist es nicht eindeutig zuordenbar.


    Vielleicht über die Kasernenbauten?

    Die Mannschaftshäuser sind modern, mit durchgehenden Dacherker.


    Die Hallen für die Fahrzeuge scheinen schon älter zu sein, diese Giebel sind auf den Bildern immer wieder zu sehen.


    Diese Einheit hat auch auf dem großen Domplatz bei den Paraden des PR.1 mitgemacht.


    Vielleicht fällt jemand was dazu ein.


    Vielen Dank


    Grüße, ZAG

    Files

    Mainfränkische Einheiten, 454.Sich.Div.

  • Hallo ZAG,


    Es dürfte sich um das Artillerie-Regiment 29 handeln -------> siehe hier


    Dies Regiment war in der zwischen 1936 - 1938 errichteten Henne-Kaserne in Erfurt untergebracht.


    Gruss

    Gerhard

  • Hallo Gerhard,


    danke für Deine Einschätzung, und ich wäre froh wenn Du recht hättest,

    aber im Lexikon steht dazu, dass das AR.29 (mot) erst 1937 von Kassel nach Erfurt verlegt wurde.

    Die Bilder tragen aber sauber notiert 1935 Erfurt und 1936 Erfurt


    Und die meisten Bilder zeigen diese alten Fahrzeughallen (vielleicht sogar vormals Ställe) mit diesen Giebeln, also das schaut nicht nach neu gebaut aus.

    Eine Henne-Kaserne wird im Lexikon unter Standort Erfurt auch nicht aufgeführt.


    Grüße, ZAG

    Mainfränkische Einheiten, 454.Sich.Div.

  • Hallo zusammen,


    interessant erscheint mir die Zugmaschine.

    Wenn ich es richtig deute, handelt es sich um den seltenen "leichter geländegängiger Zugkraftwagen (Vskfz. 616), Typ BN l 4".

    Erkennbar an den 3 Laufrollen. Ab 1936 als le. gl. Zgkw. (Sd. Kfz. 6).

    Lediglich 8 Serienfahrzeuge wurden wohl bei Büssing-NAG gebaut.


    Vielleicht kann man die Einheit darüber eingrenzen.


    Gruß Frank


    Quelle: http://www.kfzderwehrmacht.de/…4/m__zgkw__5t_km_l_4.html

    Suche Informationen/Fotos zur 56. Minensuchflottille

  • Hallo zusammen,


    Erfurt, Artillerie, 1935/36 - ich denke mal, dass es sich hierbei um die II. Abt. des A.R. 73 handelt!

    bis dann
    gruss Det


    Bitte Alles zur Vorbereitung und Durchführung des Sudeteneinsatzes 1938…...........

  • Hallo ZAG,


    das rechte Foto würde ich auf den Petersberg verorten, die alte Defensionskaserne.


    Gruß Tilo

    Ehre die Toten

  • Hallo Gerhard,


    bestimmt nach 1936!

    bis dann
    gruss Det


    Bitte Alles zur Vorbereitung und Durchführung des Sudeteneinsatzes 1938…...........

  • Hallo ZAG


    anbei die Belegung per Stichdatum


    mein Tip ist also die I./74

    die 29. ID war 1935/36 noch nicht mot.


    Uwe

  • Hallo zusammen,


    vielen Dank für Euere Einschätzungen !


    also falls die gesuchte Einheit das AR.29 (mot) wäre, müsste das im Lexikon berichtigt werden (Jahreszahlen und mot)


    Auch müsste im Lexikon nach Eueren Angaben beim Standort Erfurt diese Henne-Kaserne nachgetragen werden,

    ebenso die auf dem Petersberg gelegene Defensionskaserne, oder hatte die noch einen anderen Namen der im Lexikon gelistet ist?


    Die II.AR.73 könnte laut Werdegang passen, falls die Gebäude dazu passen, auch hier fehlt im Lexikon das mot.


    Die I.AR.74 könte zeitlich und von der Bewaffnung her auch passen, auch hier fehlt im Lexikon das mot.


    Nur auf einen Bild sieht man einen Kübelwagen-Kotflügel mit "II" (= röm. 2), bedeutet das die II. Abteilung?

    Dann könnte es wieder die II.AR.29 oder II.AR.73 sein......

    Die Bilder hören Sommer/Sept.1936 auf.


    Mals sehen, vielleicht kommts ja noch heraus.


    Danke und Grüße

    ZAG

    Mainfränkische Einheiten, 454.Sich.Div.

  • Hallo,


    ich halte das Haus auf dem ersten Bild für ein normales Mehrfamilienhaus. Größe, Fensterläden, ungleichmäßige Beflaggung usw.


    Das Geschütz dürfte eine 10,5-cm leichte Feldhaubitze 16 sein.


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo,


    was hier für mich interessant ist, ist diese Verlastung der le FH 16 auf einen Anhänger.


    Habe schon öfter Fotos von dieser Transportart gesehen, aber eigentlich noch keine Dokumente oder sonstige Erläuterungen in der Literatur darüber gefunden.


    Ist logisch für mich, dass man Geschütze für Pferdezug auf diese Art provisorisch für den mot-Transport passend macht.


    Würde mich freuen, wenn es dazu auch Belege in der Literatur gebe.


    Gruss

    Franz

    Sammle alles über Artillerie!

  • Hallo zusammen,


    Quote

    aber eigentlich noch keine Dokumente oder sonstige Erläuterungen in der Literatur darüber gefunden

    dann gibt die es jetzt hier. Es handelt sich um eine Sonder-Anhänger 3 (Sd. Ah. 3)

    Der Sd. Ah. 3 und sein "großer Bruder" der Sd. Ah. 4 dienten den dazu bespannte

    Geschütze möglichst schnell und kostengünstig von hott. auf mot. umzustellen.

    Besonders hilfreich beim schnellen Aufwuchs der Wehrmacht 1933-1938


    Zusammen mit dem "leichten geländegängigen Zugkraftwagen (Vskfz. 616), Typ BN l 4"

    würden das das in Richtung Truppenversuch geht ggf. war das die Ausbildung zur

    Umstellung auf mot.

  • Hallo zus.


    Thilo könnte mit seiner Einschätzung des linken Gebäudes recht haben, dass es kein Kasernengebäude ist.

    Gibts hier keinen Erfurter der sich auch mit seiner Stadtgeschichte und Bauten etwas auskennt?

    Vielleicht ist das Gebäude auf dem Weg von oder zu dieser Petersbergkaserne und steht noch.


    Dass die Zugmaschine und der Anhänger recht selten sind ist interessant.

    Es sind sind 6 Zugmaschinen mit angehängten Feldgeschütz zu sehen.

    Also Einundeinhalb Batterien?


    Erstaunt macht mich, dass es scheinbar einfacher war einen komplett neuen Anhänger für die alten Kanonen

    zu bauen, anstatt die bestehenden Geschütze mit gefederter Gummibereifung und neuer Anhängekupplung zu versehen.


    Grüße, ZAG

    Mainfränkische Einheiten, 454.Sich.Div.

  • Hallo,


    das seltene Zugfahrzeug könnte der Schlüssel zur Lösung sein. Man wird die wenigen Fahrzeuge bestimmt nicht im Gießkannenprinzip über Einheiten verteilt, sondern zusammen erprobt haben, ansonsten hätte man keine Erkenntnisse zur gesteigerten Mobilität der Einheit bekommen.


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941