4. Kompanie Infanterie-Bataillon 540 z.b.V

  • Hallo zusammen,


    mein Großvater war lt. WASt in diesem Bataillon.

    Da kein Kriegsgerichtsurteil vorliegt, bin ich auf der Suche nach Möglichkeiten, um den Grund der Verurteilung herauszubekommen.

    In Freiburg gab es leider auch nichts zu erfahren.


    Lt. Unterlagen ist er am 29.01.1943 bei den Kämpfen rund um Ssinjawino gefallen.

    Angeblich ein Artillerie-Volltreffer.

    Sollte jemand ebenfalls Angehörige in dieser Bataillon gehabt haben oder weiterer Informationen hierzu haben, würde ich mich über einen Austausch sehr freuen.


    Beste Grüße,

    Markus

  • Hallo Markus,


    viel helfen kann ich Dir leider nicht. Aber ich habe mal in dem Buch "Die Bewährungstruppe 500" von Klausch nachgeschlagen. Hier ist zum Btl. 540 z.b.V. am 29.1.1943 folgendes vermerkt:


    "...Am 29.1.1943 griffen sowjetische Schützenverbände mit Panzer- und Schlachtfliegerunterstützung nach starkem Artilleriefeuer erneut die deutschen Stellungen vor den Ssinjawino-Höhen an. Hauptziel war das ausgedehnte Wald- und Moorgelände ostwärts von Gorodok, das vom Inf.Btl.540 z.b.V verteidigt wurde.

    Am 29.1.1943 meldete die "Gruppe Hilpert" um 15.35 Uhr: "Alle Angriffe gegen Ssinjawino-Höhe abgewiesen (...) Auch die Angriffe gegen Gr.Rgt.45 unt Btl. 540 z.b.V. abgewiesen (...) Zusammenfassendes Urteil: Schwere Kämpfe nach stärkster Artillerievorbereitung, großer Einsatz von Panzern und Infanterie. Es gelang, alle Angriffe im zusammengefassten Feuer aller Waffen zu zerschlagen. Bedenklich ist der große eigene Kräfteverbrauch durch das feindliche Artilleriefeuer. ..."


    Ich finde das passt ganz gut mit den Angaben der WASt zusammen, oder?


    Gruß

    Danny

  • Hallo Danny,


    danke für deine Mühe.

    Man kann nur erahnen welche Hölle das dort gewesen sein muss :(

    Mein Vater wurde einen Monat später geboren, er hatte keine Chance seinen Vater kennenzulernen.

    Mein Bruder und ich versuchen schon länger irgendwelche Informationen über die Gründe für die Inhaftierung bzw. das Kriegsgerichtsurteil zu bekommen, bis dato leider ohne Erfolg.


    Viele Grüße

    Markus

  • N´Abend!


    Ist dies dein Großvater:


    Nachname: Krüger

    Vorname: Otto

    Dienstgrad: Schütze

    Geburtsdatum: 11.04.1917

    Geburtsort: Sandow

    Todes-/Vermisstendatum: 29.01.1943

    Todes-/Vermisstenort: Ssinjawino


    Otto Krüger wurde noch nicht auf einen vom Volksbund errichteten Soldatenfriedhof überführt.

    Nach den uns vorliegenden Informationen befindet sich sein Grab derzeit noch an folgendem Ort: Mustolowo Ssinjawino - Russland.


    Schon einmal Kontakt mit dem Volksbund aufgenommen?


    Grüße

    Sven

  • Hallo Markus,


    falls noch nicht bekannt, in Freiburg liegt ein Erlebnisbericht von Herbert Tietzmann.


    Archivsignatur: MSG 2/3076

    Titel: Einsatz des Infanterie-Bataillons z. b. V. 540 am Brückenkopf "Grusino"

    Laufzeit: 1943-1944.-

    Erlebnisbericht von Herbert Tietzmann

    Unterlagenart: Sachakte

    Benutzungsort: Freiburg

    Grüße

    Dirk

  • Guten Morgen!


    Habe zufällig die Karteikarte vom Kdr. der Einheit gefunden:


    Major d. Res. Karl Förster

    05.10.1943 - 25.05.1944: Fhr. Inf.Btl.540 z.b.V.

    25.05.1944 - ???: Kdr. Inf.Btl.540 z.b.V.


    ... vielleicht hilft es?!


    Grüße

    Sven

  • Mein Bruder und ich versuchen schon länger irgendwelche Informationen über die Gründe für die Inhaftierung bzw. das Kriegsgerichtsurteil zu bekommen, bis dato leider ohne Erfolg.


    Viele Grüße

    Markus

    Hallo Markus, wer sagt denn, das er ein Bewährungsoldat war?


    Eventuell gehörte er zum Stamm des Bataillons, wenn ich mir die Zahlen so ansehe, dann waren ca. 25% des Bataillons keine Bewährungsoldaten.

    Offiziere als auch einfache Soldaten.


    Uwe

  • Hallo Dirk,


    vielen Dank für die Info. Werde hierzu mal mit Freiburg Kontakt aufnehmen.


    Gruß,


    Markus

  • Hi Sven,


    Danke für die Information.


    VG

    Markus

  • Auch hierfür vielen Dank!

    Mit dem Volksbund stehen wir bzgl. Grablage etc. in Kontakt ja.

    Wir warten noch auf eine abschließende Antwort.


    Gruß,

    Markus

  • Hallo Uwe,

    auch an dich besten Dank.

    In den Informationen welche wir vom WASt vorliegen haben, war mein Großvater wohl unter anderem als Gefangener im Wehrmacht Gefängnis Glatz geführt. (1940)

    Es liegen auch keine Informationen über das genaue Diensteintrittsdatum vor.

    Hier noch die Angaben der Erkennungsmarke lt. WASt: - 121 - 12./GR.I.Rgt. 121

    (12. Kompanie Grenz-Infanterie-Regiment 121)


    VG


    Markus