Gefangennahme in Cherbourg und Gefangenenzeit... 9.Kp.Grenadier-Regiment 1049

  • Hallo Zusammen, 🤗


    Haben heute endlich die langersehnte Post vom Wast bekommen :)

    Der Opa meines Mannes war laut Erzählungen 2 Jahre in Belgien im Bergwerk. Das müsste dann demnach das Lager CHV in Fleurus gewesen sein. Soweit sogut... allerdings hatte er nie ein Wort über die gefangenschaft in USA verloren🤔 Laut Auskunft der Wast wurde er in Cherbourg gefangen genommen und kam dann in ein Lazarett in England( Aukland???) nach 2 Monaten dann in die USA ins Atterbury Prisoner Camp. Danach wieder nach Frankreich und schliesslich Belgien. (Zeiträume und Lager Siehe Kopie). Das Lager CHV in Belgien habe ich schon gefunden und auch ein bisschen was über das Camp in USA.


    Meine Frage an euch: Gibt es sowas wie ein Kriegstagebuch des GR 1049 ( hab nur ein Thema zum GR 1050 gefunden, wo das 1049 mal erwähnt wird) Und war das häufiger, dass Gefangene der Alliierten nach Amerika verschifft wurden, um sie nach nicht mal 1 Jahr wieder nach Europa zu schicken? Bitte beachtet die Beiden Anlagen vom Wast. Vielen Dank schonmal für eure Antwort 🙏 Bin über jeden Hinweis über die Lager bzw. das Reginent dankbar.


    PS: das ist mein 3. Thema im Forum.. Ich wusste nicht, wozu das Thema passt. Vielleicht kann ja jemand von euch ein gutes Platzal für meine Frage finden😃 Danke 🙏

  • Hallo!

    Meine Frage an euch: Gibt es sowas wie ein Kriegstagebuch des GR 1049 ( hab nur ein Thema zum GR 1050 gefunden, wo das 1049 mal erwähnt wird)

    Ja, das gibt es. Zum Einen liegt es fast vollständig mir vor, zum Anderen möchte ich darauf verweisen, dass die Geschichte des Gren.Rgt.1049 vom 9..6. (Ankunft in der Normandie) bis zum 17.7.1944 (Herauslösen des Stabes der 77.ID und Unterstellung der restlichen Teile unter 91.LLD) unweigerlich auch zugleich die Geschichte der 91.Luftlande-Division darstellt.


    Grüße

    Sven

  • Danke für die schnelle Antwort 😃


    Kann man das Tagebuch irgedwo online einsehen? Das mit der Luftlandedivision 91 wusste ich nicht. Da muss ich mal schauen.


    Liebe Grüsse Mat

  • Hallo!

    Kann man das Tagebuch irgedwo online einsehen?

    Leider nein ... kann gerne mal die Signaturen nach einem Namen durchforsten, wenn du möchtest.


    Alles weitere per PN ... die Ergebnisse können hier aber auch gerne für weitere Suchende mitgeteilt werden!


    ZUSATZ: Falls dein entfernter Verwandter (wenn auch angeheiratet) sich bereits im Dezember 1943 bei dem Gren.Rgt.1049 befand, dann kam er höchstwahrscheinlich Ende 1943 mit dem Gren.Rgt.1021 in der Normandie an und kam erst Mitte Januar 1944 zum Gren.Rgt.1049, bzw. wurde seine alte Einheit da in seine neue umbenannt. Den weiteren Verlauf kann ich dir gerne auch mitteilen ...


    Grüße

    Sven

  • Grüß Gott Mat,


    die Alliierten tauschten mehrfach Gefangene unter sich aus...


    Ein inzwischen verst. Kriegsteilnehmer wurde in Südfrankreich an der Riviera gefangengenommen, nach Afrika verschiftft,dann nach Alabama /USA, nach Kriegsende nach Cherbourg verschifft und dort an die Franzosen ausgeliefert.

    Er mußte anfangs im Elsass Minen freilegen , später kam er dann zu einen franz.Bauern.

    1948 entlassen, die Freundschaft mit dem Bauern bestand bis zum Tod.


    Servus Euimex

    Vivat Bavaria

    P.S. Ich glaube wir kennen uns.....

  • Hallo Eumex :) freile kennen wir uns:) Hab heute mit meinen Schwiegervater geredet... Er meinte das mit Amerika stimmt nicht weil sein Vater da nie was erwähnt hat... Er hat schon vom Krieg erzählt , vor allen von Belgien, aber nie , dass er in Amerika war. Er meint das ist ein Fehler in den Unterlagen des Wast🤔

  • Grüß Gott Mat,


    die Angaben dürften aber vom Vater des Schwiegervaters selber sein, wenn ich mir die Ausschnitte der Wast-Angaben so anschau.


    Der oben erwähnte Kriegsteilnehmer hat zu Hause ,oder in Gesellschaft nie fanzösisch geredet, war selber erstaunt als ich Ihn reden hörte und er mir einen Zeitungsausschnitt in französisch übersetzte.


    Mein Vater hat auch nur von Russ.Gefangenschaft , südlich Moskau gesprochen, laut seinen Angaben für die Kriegsgefangenenentschädigung waren es sieben versch. Lager, und nicht nur südlich Moskau,stimmte auch alles dann mit der Gefangenenakte aus Russland überein.

    Also ,die Angaben dürften stimmen.. die Amerikaner waren in Cherbourg


    Servus Eumex

    Vivat Bavaria

  • Augustdieter

    Changed the title of the thread from “Gefangennahme in Cherbourg und Gefangenenzeit... III/ GR 1049 9. kompanie” to “Gefangennahme in Cherbourg und Gefangenenzeit... 9.Kp.Grenadier-Regiment 1049”.
  • ... Laut Auskunft der Wast wurde er in Cherbourg gefangen genommen und kam dann in ein Lazarett in England( Aukland???) nach 2 Monaten dann in die USA ins Atterbury Prisoner Camp ..


    Hallo,


    einer meiner Onkel geriet als Angehöriger des Zollgrenzschutzes bei der Kapitulation der Festung Cherbourg am 26.Juni 1944 in britische Gefangenschaft und wurde am 10.Dezember 1946 von den Briten aus dieser entlassen. Da gab es wohl zig Möglichkeiten für den einzelnen Kriegsgefangenen...


    Gruß, J.H.

    Nett kann ich auch - bringt nur nix!

  • Guten Tag ans Forum,


    nachdem die Amerikaner die Halbinsel Cotentin am 18.06.1944 durchtrennen konnten und Cherbourg somit abgeschnitten war, brach Oberst Bacherer, Kommandeur des Grenadier-Regiments (GR) 1049, mit den Seinen am 19.06.1944 aus dem abgeschnittenen Halbinsel-Teil nach Süden hin aus. Vom GR 1049 sollen nur wenige Angehörige (ca.70?) nicht aus dem Kessel gekommen sein, so dass auch diese am 26.06.1944 in/bei Cherbourg in amerikanische Gefangenschaft gerieten. Da der stark zerstörte Hafen den Alliierten bis August 1944 für Seetransporte noch nicht zur Verfügung gestanden habe, seien Kriegsgefangene offensichtlich vom Landungsstrand "Utah" aus nach Großbritannien verschifft worden.

    Das vielleicht als kurze historische Ergänzung zum Thema "Gefangennahme in Cherbourg".


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    (PH)

  • Wow danke für eure Antwort .. sehr intressant alles. Finde es nur sehr verwunderlich dass keiner seiner Söhne etwas über die Zeit in Amerika erfahren hat. Entweder hat er das bewusst mit ins Grab genommen oder die Infos vom Wast sind falsch ... Aber wenn ich mir die Dokumente näher anschaue sieht es wirklich so aus als hätte er den Antrag selber ausgefüllt 🤔


    Lg Mat

  • ... einer meiner Onkel geriet als Angehöriger des Zollgrenzschutzes bei der Kapitulation der Festung Cherbourg am 26.Juni 1944 in britische Gefangenschaft ...

    Du meinst er kam in amerikanische Gefangenschaft, zumal die Briten nur 70 km östlich standen ... ;)

    ... Vom GR 1049 sollen nur wenige Angehörige (ca.70?) nicht aus dem Kessel gekommen sein, so dass auch diese am 26.06.1944 in/bei Cherbourg in amerikanische Gefangenschaft gerieten. ...

    Nein, das ist falsch und die Quelle (vermutlich franz. Buch über die 77.ID) recht irreführend.


    Von der 77.Inf.Div. erreichten zwischen 1400 und 1700 Soldaten die deutschen Linien, nachdem Oberst Bacher die Führung übernommen hatte. Alleine das II./Gren.Rgt.1049 (Hptm. Lausberg) wurde am 18.6. als mittlers bis starkes Btl. (300-500 Soldaten) in den KTB's (KG Eitner) genannt, später trafen noch mehr Teile bzw. Versprengte von der Division ein.


    Sobald ich Zuhause bin, gibt es mehr ...


    Quelle: Die 91.Luftlande-Division


    Grüße

    Sven

  • Hallo,


    Der Opa meines Mannes kam wohl schon in britische Gefangenschaft, weil er nach Auckland/England gebracht wurde. 🤔


    Grüße


    Bitte die Forumsregeln einhalten, Thilo

  • Hallo!

    ... Der Opa meines Mannes kam wohl schon in britische Gefangenschaft, weil er nach Auckland/England gebracht wurde. ...

    ... das bestreitet auch niemand, Tatsache ist nur, das es auf der Halbinsel Cotentin keine Briten gab. Sprich die Amerikaner haben ihn gefangen genommen und in England übergeben.


    Grüße

    Sven

  • Entschuldige Thilo.


    Im Eifer des Gefechts hab ich das vergessen 🙈 Ok das leuchtet mir ein. Schade dass ihr nichts über ihn finden könnt. Wie gesagt ist mein Schwiegervater der Meinung dass er nie in Amerika war, weil er das sicher erwähnt hätte. Sven ich hab leider nur die Dokumente der Wast. Mein schwiegervater hat geneint dass sich sein Vater wohl 1943 noch freiwillig gemeldet hat, da er unehelich war und nie wirklich dort zuhause war. Unmittelbar nach der Ausbildung ist er wohl nahtlos ins grenadier regiment 1049 gekommen. So stehts in den Unterlagen. Ich werde nächste Woche zu seinem Schwager fahren. Der ist mittlerweile 95 und kann mir evtl noch was berichten. Der war selber in Gefangenschaft in Russland und hat eine schwere Kriegsverletzung. Ich hoffe er ist noch fit. Zeitzeugen findet man kaum noch 😥

    Lg Mat

  • Hallo!

    ...Wie gesagt ist mein Schwiegervater der Meinung dass er nie in Amerika war, weil er das sicher erwähnt hätte. ...

    Das kann durchaus der Wahrheit entsprechen, zumal der Gesuchte auch nicht online in den Namenslisten des Camp Atterbury auftaucht.


    Grüße

    Sven

  • Hallo


    Gibt es da einen Link zu den Namenslisten? Der Antrag sieht so aus als hätten ihn der Ludwig 1952 selber ausgefüllt🤔 Was meinst du?


    Lg Mat

  • Hallo Mat,


    kam dann in ein Lazarett in England( Aukland???)

    dann kam er ins Bishop Emergency Hospital in Oakland, England. In diesem Krankenhaus befanden sich deutsche Verletzte Kriegsgefangene von 1944 bis 1947.

    1948 wurde dieses Krankenhaus zum Bishop Auckland General Hospital genannt.


    Grüße

    Fredy

    Suche alles auf die Grenadier-Brigade-Cottbus (aus den Ersatztruppen "Großdeutschland")

  • ... Du meinst er kam in amerikanische Gefangenschaft, zumal die Briten nur 70 km östlich standen ...

    Hallo,


    in der WASt-Auskunft ist nur von britischer Kriegsgefangenschaft die Rede, beginnend am 26.06. in der Festung - wie bereits beschrieben. Wie das nun zustande kam, ist mir leider nicht bekannt.


    Gruß, J.H.

    Nett kann ich auch - bringt nur nix!

  • N´Abend!

    Sobald ich Zuhause bin, gibt es mehr ...

    ... wie gesagt, so getan:

    Quote

    ...Vergebl. Durchschlagen nach Süden von 2 Btln. der 77.ID, deren Kommandeur General Stegmann schwer verwundet wird. [...] Im Süden wird die Front nur durch eigene schwache Kräfte gehalten (AA 17 und 2 Kp.). Es können nachts noch herankommen 1 Btl. 77.ID und ein Ost-Btl. ...

    ... sowie

    Quote

    ... Die Nordfront in der Linie Prairies Maracageuse – Portbail wurde durch Zuführung von 1 Btl. 77.ID aus St. Malo und durch Zuführung der Reste von 2 Btln. der 77.ID, die sich von Norden nach Süden durchgeschlagen hatten, verstärkt. ...

    ... und

    Quote

    ... Die nächsten Tage brachten dem Korps einige Verstärkungen aus dem nördlichen Kampfraum wie z.B. Stab 77.ID unter einem Rgt.Kdr., Oberst Bacherer, mit einer Kampfgruppe von etwa 1500 Mann. ...

    ... habe noch Einiges mehr, wird aber zu viel. Aber für die o.g. Missverständnisse sollte es aber reichen.


    Grüße

    Sven