Heinrich Henke

  • Liebe Leute,

    ich betreibe Familienforschung und bin in diesem Forum ein absoluter Neuling. Seit kurzem liegen mir endlich Informationen über den Bruder meines Großvaters vor. Vom Bundesarchiv erhielt ich eine Karteikarte des DRK-Ost, die auch die Feldpostnummer enthielt. In der DRK-Liste konnte ich dann sogar ein Bild von ihm finden (Anhang). Beim Volksbund gibt es einen Eintrag zu ihm (Anhang). Den Antrag beim Bundesarchiv/frühere WASt habe ich gerade gestellt. Jetzt ist aber meine Hoffnung, dass ich bei Euch Experten noch weitere Informationen zu ihm oder seiner Einheit bekommen kann. Meine Infos sind:

    Er hieß Heinrich Wilhelm Robert HENKE, geb. 09.10.1900 in Schivelbein/Pommern, Landwirt, zuletzt wohnhaft in Wartenstein/Pommern. Er wurde 1961 zum 01.01.1945 für tot erklärt. Obergefreiter, 10. Grenadier-Regiment 1145, Feldpostnummer 18179 C, vermisst bei Lomscha/Lomza, Ostpreußen, dort 1945 eingezogen zur Bahnüberwachung.

    Herzlichen Dank im Voraus!

  • Grüß Gott Jule,


    herzlich willkommen hier im Forum der Wehrmacht !


    falls noch nicht bekannt , hier der Eintrag im Lexikon zum Gren Rgt 1145,

    http://www.lexikon-der-wehrmac…adieregimenter/GR1145.htm

    die Division dazu,

    http://www.lexikon-der-wehrmac…adierdivisionen/562GD.htm

    und später,

    http://www.lexikon-der-wehrmac…dierdivisionen/562VGD.htm

    Durch das C ,hinter der FPN 18179, gehörte er zur 10.Kompanie des GrenRgt 1145


    Servus Eumex

    Vivat Bavaria

  • ... In der DRK-Liste konnte ich dann sogar ein Bild von ihm finden (Anhang) ...


    Hallo,


    hast Du nur online in den Vermisstenbildlisten gesucht oder auch aktuell persönlichen Kontakt zum Suchdienst des DRK gehabt und einen bestehenden Suchantrag erneuert? Es könnte vielleicht sein, dass dort zu Heinrich Henke eine Kriegsgefangenen-Akte vorliegt, die bisher nicht wahrgenommen wurde, weil diese Akten in den russischen Archiven für eine Auswertung durch das DRK erst seit einigen Jahren zugängig sind. Weitere Informationen zu seinem Schicksal könnten auch aus einem durch den Suchdienst erstellten Gutachten zum Schicksal und Verbleib hervorgehen.


    Zu seiner Todeserklärung könnte auch weiteres im Standesamt 1 in Berlin zu finden sein: https://www.berlin.de/labo/bue…hp/dienstleistung/326129/


    Wenn Deine Vorfahren gebürtig aus Pommern stammen und nach Kriegsende in den Westen geflüchtet sind oder umgesiedelt wurden, könnte zu Deiner Familie auch noch etwas im Bundesarchiv/Lastenausgleichsarchiv in Bayreuth zu finden sein. Dort sind u.a. die Unterlagen zur Flüchtlingsregistrierung und z.B. auch über finanzielle Entschädigungen für Flüchtlinge archiviert:

    http://www.bundesarchiv.de/DE/…te/Bayreuth/bayreuth.html


    Gruß, J.H.

    Nett kann ich auch - bringt nur nix!

  • Klasse, das sind tolle Tipps! Mit dem Bundesarchiv hatte ich Kontakt, dort ist leider nichts vorhanden. In Berlin werde ich es sofort versuchen. Beim DRK habe ich bisher nur online gesucht. Wegen eines anderen Verwandten hatte ich bereits einmal Kontakt mit dem DRK, ich musste daraufhin mein Interesse an der Suche begründen und mir wurde mitgeteilt, dass Familienforschung kein ausreichendes Interesse ist. Hast Du da einen Tipp für mich? Vielen Dank!

  • ... ich musste daraufhin mein Interesse an der Suche begründen und mir wurde mitgeteilt, dass Familienforschung kein ausreichendes Interesse ist ...

    Hallo,


    da Du nicht in direkter Linie mit Deinem Großonkel Heinrich Henke verwandt bist, wird es für Dich wohl schwer, die gewünschten Auskünfte zu erhalten. Entweder suchst Du Dir direkte Nachkommen (seine Kinder oder Enkel) und lässt Dir von diesen entsprechende Vollmachten ausstellen - oder Du versuchst es mal mit sehr freundlichen und höflichen Anfragen und dem Argument "Klärung seines Schicksals und Verbleibes" bei den Institutionen und hoffst dabei auf etwas "Goodwill" der beteiligten Mitarbeiter. Das hat bei meiner Familienforschung bisher fast immer geklappt - einige Institutionen sind wohl auch froh, wenn sie heute noch ein paar offene "Altfälle" aufklären und endlich abschließen können ;)


    Wenn Dir bekannt ist, bei welchem Gericht im Jahr 1961 der Beschluss zur Todeserklärung ergangen ist, könntest Du dort oder in einem entsprechenden zuständigen Archiv noch fragen, ob zu diesem Vorgang noch eine Akte vorhanden ist. Darin könnten sich evtl. Aussagen von damaligen Kriegskameraden oder Augenzeugen befinden, die im Verfahren zum Schicksal von Heinrich Henke befragt wurden.


    Gruß, J.H.

    Nett kann ich auch - bringt nur nix!