Aufgaben eines Instruktionsführer Infanterie

  • Hallo zusammen,


    nach langer beruflich bedingter Inakivität habe ich heute mal wieder ein bisschen recherchiert und in einer Beurteilung eines Hauptsturmführers der 15. Waffen-Grenadier Division der SS den Begriff Instruktionsführer Infanterie entdeckt.

    Kurz zu seiner Vorgeschichte: Während des Krieges Zug-, Kompanie und stellv. Btl-Fhr in einem Polizei-Bataillon, danach Adjutant beim Höheren SS- und Polizeiführer Nordwest und schließlich 1943 auf eigenen Antrag als Hauptsturmführer in die Waffen-SS übernommen und dort bei der 15. Waffen-Grenadier- Division als Instruktionsführer Infanterie bei den dortigen Infanterie-Regimentern verwendet.


    Leider kann ich mit dieser Verwendung nichts anfangen. Was muss ich mir unter einem Instruktionsführer Infanterie vorstellen? Wie sahen seine Aufgaben aus?


    Über Aufklärung wäre ich sehr dankbar :thumbsup:

    Beste Grüße,

    Niklas

  • Guten Tag ans Forum und an den Anfragenden,


    frei übersetzt bezeichne ich einen "Instruktionsführer" mal als "Chef der Ausbildung".

    Auch bei der Infanterie gab es viel nach Vorschrift (Instruktion) zu lernen.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    (PH)

  • Hallo zusammen,


    der "Instrukteur" bzw. "Instruktionsführer" ist eher kein Begriff der im "dt. Teil" der Wehrmacht Verwendung fand.

    In Österreich scheint er geläufiger zu sein, gibt es da Verbindungen ?


    Ich glaube aber eher das der Begriff eigentlich "Inspektion- " heisen soll.

    Inspektionen gibt es sowohl bei er Pol. als auch in Schulen hier ist die Schnittmenge größer

    Gruss Dieter

  • Moin,


    danke für die Nachrichten.

    Peter, den Punkt mit der Ausbildung würde ich auch am naheliegendsten finden.

    Zu Österreich sehe ich derzeit keine Verbindung ist aber interessant zu wissen.

    Hab in den Anhang mal die Beurteilung gepackt.


    Beste Grüße,

    Niklas

    IMG_5904.JPG

  • Hallo,


    der Begriff Instruktionsführer bezeichnete früher in der Schweizer Armee den verantwortlichen Ausbildungsoffizier einer Kompanie.

    Die Ausbilder selbst hießen Instruktoren.


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo,

    die Beurteilung ist ja der Hammer im negativen Sinn. Der weiteren Karriere war diese Beurteilung bestimmt nicht dienlich.

    Grüße von Kai

  • Tag allerseits,


    man nimmt immer noch an, für SS-Angehörige, die ja mitunter auch PG waren, gab es im NS-Staat meist nur Gefälligkeitsbeurteilungen. Die Beurteilung beweist das Gegenteil. Damals waren eben VIELE

    in NS-Organisationen und VIELE bei der NSDAP. Wen sollte man da noch bevorzugen? Damit wurde im NS-Staat vielfach "leistungsbezogen" beurteilt. Die Beispiele ließen sich beliebig weiterführen. Wer damals

    bei Bewerbungen auf seine lange Mitgliedschaft bei der NSDAP verwies, musste damit rechnen, dass z.B. ein Personalreferent einer Stadt (selbst PG) auf der Bewerbung vermerkte:"....ausschlaggebend

    sind die Fähigkeiten des Bewerbers, nicht seine Mitgliedschaft in der NSDAP...."


    Heute sind im öffentlichen Dienst relativ Wenige Parteimitglied. Ich überlassen jedem kritischen Zeitgenossen die Überlegung, wie es in der Jetztzeit mit der "leistungsbezogenen Bewertung" von Bediensteten aussieht.


    Grüße

    Bert