Gebrüder Kurt- und Walter Hupfer

  • Guten Tag liebe Forumsgemeinde


    Um die eine oder andere Frage zu stellen muss ich zuerst ein wenig ausholen.


    Die beiden Brüder Walter- und Kurt Hupfer sind als Auslandsdeutsche in Riehen / Schweiz ( Gemeinde im Kanton Baselstadt direkt an der Grenze zu Deutschland ) aufgewachsen, zur Schule gegangen und später dann eingezogen worden. Beide sind im Krieg gefallen.


    Zurückgeblieben sind viele Feldpostbriefe die sich im Besitz Ihrer Schwester befanden. Kurze Zeit vor Ihrem Tod hat Sie diese Briefe an einen Kollegen von mir übergeben, der sie nun zu einem Buch verarbeitet. Der Fokus liegt gerade vor allem auf den Briefen des älteren Bruders Walter.


    Die WASt hat hier erfreulicherweise Auskunft erteilt da es sich um eine historische Arbeit handelt. Die Infos zu Einheiten aus den Briefen und von der WASt sind relativ zahlreich und dennoch sind noch einige Fragen offen. Hierzu schreibe ich einfach mal ein paar Eckdaten mit den Fragen dazu, vielleicht kann der Eine oder andere helfen :)


    -Ab 23.9.41 war Walter nach seiner Ausbildung als Angehöriger des Kradschützenbataillons 160 an der Ostfront eingesetzt und war somit der 60 ID unterstellt. Bereits am 07.10.41 meldet er sich verletzt aus dem Reservelazarett in Zakopane / Polen. Ich gehe davon aus dass er möglicherweise bei den Kämpfen um den Dnjepr Brückenkopf verwundet wurde? Dazu die Frage: Wie entschied sich in welches Lazarett man kam? Spielte hier vor allem schlichtweg das Platzangebot für die jeweilige Verletzung eine Rolle?


    -Ab 1 April 42 wird er der Aufklärungsabteilung 160 zugeteilt, da diese wohl verschmolz mit den Kradschützen.


    - Am 12.2.43 meldet er sich aus einem Lazerett in Tilsit / Riga ohne auf Verwundungsgründe einzugehen. Da die 60 ID im Kessel von Stalingrad vernichtet wurde gehe ich davon aus dass er wohl knapp noch ausgeflogen wurde, der letzte Flugplatz im Kessel bestand ja bis zum 21.1.43. Hat jemand vielleicht nähere Angaben zu den Tätigkeiten der Aufkl Abt 160 in dem Zeitraum des Schlacht von Stalingrad?


    -Am 20.04.43 schickt Walter einen Brief aus Gross Born ( heute Polen / Borne Sulinowo ) und berichtet von einem Lazarett "Alexandria" ( war jedoch nicht selbst verwundet ). Ist es denkbar dass es sich hier um einen Truppeninternen Übernamen handelt da dort das Afrika Korps aufgestellt wurde?


    - Im gleich Brief beschreibt er das "weiterrollen" nach Frankreich. Aus seinen Angaben ist abzuleiten da er wohl dort war weil aus den Resten der 60 ID die Panzergrenadier Divison "Feldherrnhalle" gebildet wurde.


    -Am 20.12.43 schreibt er, er befinde sich zwischen dem Nord- und Mittelabschnitt an der Ostfront. Gemäss Aufzeichnungen verlegte ja die "Feldherrnhalle" im Dez 43 zurück in den Osten.


    -Am 17.7.44 schreibt er, er befinde sich wieder auf deutschem Boden. Daraus leite ich ab dass er nach der Vernichtung seiner Divison im Osten im Rahmen von Bagration Ende Juli 44 der neugebildeten Panzerbrigade 106 "Feldherrnhalle" zugeteilt.wurde.


    - Walter Hupfer fällt am 10.9.44, gemäss WASt als Angehöriger der 4. Kompanie, Panzerausbildungsabteilung Feldherrnalle. Dazu folgende Frage: Hat jemand genauere Infos übef die Gefechte der besagten Einheit im Zeitraum vom 07.09.44 - 10.09.44? Mir ist hierzu bisher lediglich bekannt dass es nach dem 07.09.44 ein grösseres Gefecht mit einem amerikanischen Panzerbataillon gab und anschliessend bis zum 11.09.44 im Raum Neudorf-Sandweiler gesichert wurde ( http://www.lexikon-der-wehrmac…/PanzerBrig/PzBrig106.htm )



    Ich schreibe hier eine ganze Menge, hoffe es ist nicht zu unübersichtlich. :)


    Beste Grüsse

  • Grüss dich Eumex


    Klasse, solche Sachen sind ungemein wertvoll, Danke dafür :thumbsup:


    Hat vielleicht noch jemand Ideen, Anregungen, Wissen bezüglich der anderen Fragen?


    Schönen Abend, beste Grüsse