Goldenes Parteiabzeichen an der Uniform von Oberwachtmeister Baganz in Deblin 1941

  • Moin,

    in einem Konvolut zum 1. WK war auch dieses Foto von Oberwachtmeister Baganz in Deblin 1941. Es zeigt ihn mit dem Goldenen Parteiabzeichen an der Uniform. So weit ich weiß, war das das im Gegensatz zum Tragen des einfachen Parteiabzeichens an der Uniform regelkonform. Habe es aber bei Unteroffitziers-Dienstgraden bisher noch nicht gesehen.

    Gibt es eine Liste der Träger des Goldenen Parteiabzeichens, in der man nach diesem Oberwachtmeister suchen könnte, oder müßte man da an die ehemaligen Akten des BDC? Kann man anhand der Kragenfarbe auf die Waffengattung inerhalb der Möglichkeiten schließen, die der Dienstgrad Oberwachtmeister nahe legt (also ob eher Kavallerie oder Artillerie)?

    Danke und Gruß,

    JR

    xBaganzOberwachtmeisterGoldenesParteiabzeichen16031941_Deblin_kl.jpg

    Edited once, last by IR75 ().

  • Moin JR,


    es gibt viele Fotos, auf denen das "Goldene Parteiabzeichen" auch in den Formationen der Wehrmacht getragen wurde.


    Z.B. Eduard Dietl, ebenso z.B. Josef Dietrich, der als General der Waffen-SS ebenfalls dem Oberkommando der Wehrmacht unterstellt war.


    Ich vermute einmal ganz frech, die Träger des damaligen "Goldenen Parteiabzeichen" https://de.wikipedia.org/wiki/…Parteiabzeichen_der_NSDAP

    hatten eine gewisse "Freiheit", auch die Auszeichnungen der NSDAP zu tragen?


    Im sog. "Wehrmachtsgefolge" war das Tragen des Goldenen Parteiabzeichens zur Uniform die Regel, sieht man auf sehr vielen damaligen Fotos.


    Bin gespannt auf weitere Antworten, die englischsprachigen Foren sind übervoll zu diesem Thema...


    Gruß


    Micha

  • Hallo Micha,

    danke Dir für Deine Kommentare. Hatte die Fotos von Dietl etc auch schon gesehen, wie oben geschrieben aber noch nie bei einem Unteroffiziers-Dienstgrad. Habe mir sagen lassen, daß das Tragen des Goldenen Parteiabzeichens explizit erlaubt war zur Uniform. Da brauchte es keine Freiheiten. Die wären allerdings beim normalen Parteiabzeichen am Platze, da das wohl nicht vorgesehen war. Freue mich auf weitere Hinweise/Kommentare!

    Gruß,

    JR

  • JR,


    es ist uns doch klar, daß niemand den damaligen "Oberwachtmeister" auf das Tragen dieser NSDAP Auszeichnung auch nur angesprochen hätte.


    Was auch immer die Vorgeschichte des Soldaten war, der Mann trug eine sehr hohe Auszeichnung der NSDAP.

    Das allein zeichnete den Mann aus, er war soz. "nicht antastbar".


    Ich habe einen einfachen Bezug zu ehemals hoch dekorierten, und lange verstorbenen ehemaligen Soldaten,

    ich halte die Schnauze, vieles gehört einfach nicht in z.B. ein Internetforum


    Micha

  • Hallo Micha,

    tut mir leid, daß Du Dich anscheinend auf den Schlips getreten fühlst. Es geht und ging mir alleine darum, ob es offizielle Regelungen zu dieser Frage gibt und wie die aussehen. Klar dürfte doch auch sein, daß die Offiziere sich unabhängig von den Bestimmungen besonders wenn es um das goldenen Parteiabzeichen ging, wohl größere Freiheiten in der Gestaltung ihrer Uniformen herausnehmen hätten können (Dietl) als ein Oberwachtmeister. Wie darauf dann im Einzelfall reagiert worden wäre, bleibt Spekulation. Daher ist das für mich weniger interessant, als zum Beispiel ein Erlaß oder eine Dienstvorschrift, in der diese Frage geregelt ist (auch wenn diese nicht imer der Weisheit letzter Schluß sind).
    Daher

    @ ZAG :

    Besten Dank für den link! Da ist die Frage erschöpfend geklärt.

    Nichts für unngut und schöne Grüße,

    JR

  • Moin JR, hast du auch einen Vornamen?


    Fühle mich in keinster Weise auf den Schlips getreten.


    Ich wollte nur anmerken, das Trägern hoher Auszeichnungen vor, und auch nach 1945 eine gewisse Beachtung zuteil wurde.


    Wie auch immer man das heute werten würde, wurde einem Träger eines Ritterkreuzes, oder einem Träger

    eines Goldenen Parteiabzeichens eine gewisse "Aufmerksamkeit" zuteil, ich beschreibe das bewußt sehr vorsichtig.


    Gut, daß du alle Antworten in dem obigen Thema hier im FdW gefunden hast.


    Gruß


    Micha

  • Hallo Micha,

    freu mich über deine Antwort.

    In diesem Forum bin und bleibe ich vornamen- aber nie grußlos. ;-)

    Schöne Pfingsten!

    JR

  • Moien!

    Da die Waffenfarbe dunkel ist, wohl Artillerie. Bei der Kavallerie wäre es ein goldgelb. Ich persönlich besitze Fotos von FF der Luftwaffe im

    Rang Feld- bis Stabsfeldwebel, welche das goldene "Ei" an der Uniform trugen. War so selten wohl nicht. Gewisse Orden und Ehrenzeichen

    llassen schon immer besondere Privilegien zu bzw. werden einfach gemacht.

    Ein Einflieger bei Messerschmitt (Me 262 in Regenburg) trug das Teil verdeckt hinter dem Kragenaufschlag. Es gab wohl eine Konfrontation mit einer dortigen Parteigröße hinsichtlich des Nichtfliegens mit der 262. Unter Hinweis auf die taktische Situation vor Ort und auf das goldene Parteiabzeichen wurde der Kreisleiter(?) wohl vor die Tür gesetzt .

    h.

  • Hallo AviaB.33

    Dank Dir für die Einschätzung. Würde ich teilen. Danke auch für die Me262 Geschichte.

    Schönen Sonntagsgruß!

    JR

  • Guten Tag,


    die Bezeichnung "Goldenes Ei" für das Goldene Parteiabzeichen der NSDAP ist mir neu?


    Ist diese vermutlich umgangssprachliche damalige Bezeichnung historisch belegbar, das würde mich interessieren,

    wer kann mehr darüber schreiben?


    Gruß


    Micha

  • Moien,

    die Bezeichnung "Goldenes Ei" kenne ich aus den Erzählungen meines Vates und anderen Lw Veteranen. Als Kind habe ich mich immer gewundert, wie man ein goldenes Ei an der Uniform befestigen kann, grins!!

    h.

  • Hallo zus.

    also mir ist der Begriff "Goldenes Ei" für das goldene Parteiabzeichen nicht unterkommen.

    Und ich kannte wahrlich auch viele Veteranen.

    Spiegelei für das Deutsche Kreuz in Gold ist gängig.

    Grüße, ZAG

    Mainfränkische Einheiten, 454.Sich.Div.