Kriegsgefangenenlager PWE 404 Marseille

  • Wer kann Angaben zu dem o.a. Kriegsgefangenlager machen?


    Mein Vater kam 1945 von Worms aus in dieses Lager der Amerikaner und von dort nach Würzburg.


    Das soll Lager soll der 7. US-Army unterstellt gewesen sein und als Verteilerort für viele Arbeitslager gewesen sein.


    Hat jemand ein Foto dieses Lagers?


    Danke für jeden Tipp.


    Joki

  • Hallo Joki,


    zum Lager kann ich dir direkt keine Angaben geben, aber es gibt einen guten Literaturtipp für dieses Lager


    "Marseille 404. Tagebuch aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft" Paul F. Wagner.


    Evtl. kannst du dir das Buch über die Fernleihe deiner Bibliothek ausleihen.


    Gruß Alex

  • Hallo,
    im Buch Die Gefangenen (Dt. Soldaten hinter Stacheldraht) v. Paul Carell und Günter Böddeker könntest Du evtl. auf Seite 160 ff fündig werden. (mit Fotos)


    Weiter liegt mir hierzu noch ein Entlassungsschein vor.


    Frage:
    Lebt der Großvater noch? Ich habe auch noch Zeitzeugen aus diesem unmenschlichen Lager


    Bei Bedarf bitte melden.
    Claudia

  • Guten Tag

    Ich bin ein Mitglied des deutsch-französischen Vereins "Cœurs Sans Frontières" - "Herzen ohne Grenzen", und ich helfe ein französisches Vereinsmitglied ein Soldat der Wehrmacht zu finden.

    Den Name-Vorname ist Pauen Hans, aber ist es vielleicht eine Phonetische Ähnlichkeit, weil der nie geschrieben gelesen wurde.

    Er war in Marseille in 1945 Kriegsgefangenen (KG) geworden. Er behauptete Österreicher zu sein.

    Von 1945 bis 1946 war er Arbeiter in die „Fonderie Meridionale, Boulevard Plombiere“ (eine Gießerei) Ganze in Zentrum von Marseille.

    Frage:

    ·        Gab es Regimente, mit nur Österreichische?

    ·        Ich vermute, dass eine Liste des KG existiert, aber vielleicht habt ihr eine Ahnung?

    ·        Welchem Lager? 404?

    Grüß aus Frankreich

    Georges

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    • hans-pauen.jpg

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  • Bonjour Georges,


    es gibt viele Menschen mit dem Namen "Pauen" in Deutschland in Nordrhein-Westfalen:

    https://geogen.stoepel.net/

    Im Süden gibt es fast keine.


    Leider habe ich keine Karte für Österreich gefunden.


    Könnte es sein, dass der Name "Hans Bauer" war?


    Es gab Regimenter, die in Österreich aufgestellt wurden und deshalb anfangs vorallem aus Österreichern bestanden. Im Laufe des Krieges dürfte es da aber eine Vermischung gegeben haben.


    Viele Grüße

    Bernhard

  • Guten Tag liebe Freunde,

    ich war von April 1945 bis Juli 1945 nach Worms auch in 404

    Meine Jugend lies es mich ertragen.Kam dann ins Lager 426 Rognac

    Amerikanisches Verpflegungslager.Da wäre ich geblieben.

    Leider hatte ich im Dezember 1945 beieiner Spritztour mit einem Jeep

    einen Unfall.

    Wurde ins Lager 404 überstellt und im Februar 1946 entlassen.-Bin 91 u nd es geht nich so gut mit dem PC.

    Viele Grüße Sterner

  • Vielen Danke Bernhard.

    Ich habe schon gedacht, dass es eine Phonetische Ähnlichkeit wäre. Seit Heute Morgen habe ich eine Spur gefunden, die will ich erforschen. Mal Sehen.

    Grüß

    Georges

    Hans PAUEN


    • Né le 25 juin 1916

    Union(s)

  • Lieber Sterner,


    ich schreibe heute zum ersten Mal in dieses Forum.


    Mein Vater war auch im Lager 404 stationiert, vom Juli - September 45.

    Er hieß Hans Kaltenbach und ist leider im Oktober verstorben. Er hat wenig über den Krieg und die Gefangenschaft

    gesprochen, wir haben jedoch einen kleinen Lebenslauf. Insgesamt war er von 29.04.45 - 11.05.48 in Gefangenschaft.


    Hier die einzelnen Stationen: festgenommen in Füssen, über Kempten, Bretzingen oder Bockenheim?, Heilbronn, Kehl nach Frankreich.


    Dort kam er über das Lager in Aubagne nach Marseille 404 , blieb dort ca. 2 Monate und wurde nach Embrun ins Arbeitslager verlegt. Danach kam er zum Col du Lautaret zu Tunnelarbeiten im Winter, mit löchrigen Schuhen und ohne Strümpfe, wurde allerdings krank und kam zurück ins Arbeitslager nach Embrun.


    Von dort wurde er nach L´Argentiere la Bessèe ins Aluminiumwerk geschickt von Jan.-Juni 46.

    Ab Juli war er Knecht auf dem Bauernhof von Michel und Edith Husson in La Haute Beaume,

    dort waren einfache Verhältnisse, aber er wurde freundlich behandelt. Zur Familie haben wir noch

    heute Kontakt. Im Mai 1948 wurde er endlich entlassen.


    Lieber Kerner,

    es hat mich sehr berührt, dass Sie im gleichen Lager wie mein Vater waren. Das Buch "Marseille 404"

    habe ich gekauft und gelesen.

    Grüße

    Sabeth

  • Hallo liebe Leute,


    Ich bin hier neu und bedanke mich für die Aufnahme.


    Ich suche Fotos vom Kriegsgefangenenlager Aubagne 152. Das ist die Anschrift auf dem Brief meines Vaters. Er saß hier 3 Jahre fest. Die Entlassung war im April 1948. Wo werde ich fündig? Danke im Voraus.


    vg

    Andreas 123

  • Guten Tag

    Ich bin auch auf der Suche einem Kriegsgefangenenlager. Der Lager war in der Nähe von Marseille, Aubagne 152 in Marseille? Aber ich habe die Adresse wo er gearbeitet hast und seinen Namen.

    Salut

  • Hallo Andreas,


    das Dépôt 152 Aubagne befand sich ostwärts von Marseille (s. Kartenausschnitt unten*). Wie fast alle Lager, so dürfte auch dieses von Delegierten des ICRC besucht worden sein. Anlässlich dieser Besuche wurden mindestens Besuchsberichte, nicht selten auch Fotos angefertigt. Besuchsberichte und Fotos sind über das ICRC in Genf zu bekommen, wobei die Besuchsberichte in der Vergangenheit immer kostenlos zugesandt wurden und Fotos gegen Gebühr bestellt werden konnten.


    Ich empfehle daher eine Anfrage beim -> Archiv des ICRC in Genf.


    Gruß + viel Erfolg


    Stefan


    * Quelle: Böhme, Kurt W.: „Die deutschen Kriegsgefangenen in französischer Hand“, München 1971, Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld

    (Band XIII der Reihe „Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des Zweiten Weltkrieges“, herausgegeben von Prof. Dr. Erich Maschke, Leiter der Wissenschaftlichen Kommission für deutsche Kriegsgefangenengeschichte)

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    "Es gibt nichts, was ein deutscher Offizier nicht kann!" (Oberst Manfred v. Holstein)

  • Hallo zusammen,

    mein Vater, geb. 1912, war auch im Lager 404 bei Marseille. Er ist 1976 verstorben. Oft hat er von den überaus harten Zuständen (Hunger) in diesem Lager erzählt. Es existieren drei Briefe aus dem Lager 404 v. 12., 19. und 26. Januar 1946 mit den Stempeln CC.PWE 404, APO 772, 21 der U.S. ARMY und seiner Nr. Obergefreiter G. Stock 31G-4112547H. Im Brief v. 12. Jan. 1946 schreibt er: "Es geht mir gut!"

    Die Verpflegung und die Zustände in diesem Lager waren offenbar eine Katastrophe. Einmal waren sie einen Tag zur Arbeit in den Weinbergen abkommandiert und danach so geschwächt, dass keine weiteren Einsätze erfolgen konnten.

    Ich erinnere mich auch daran, dass er auf einem See in der Nähe Flugzeuge hat starten und landen sehen.

    Ob er direkt vom Sammellager Bad Kreuznach oder von Worms nach Frankreich transportiert wurde, vermag ich nicht mehr zu sagen.


    Habe bisher nicht herausfinden können, wann er aus der Kriegsgefangenschaft nach Hause entlassen wurde.


    Herzliche Grüße


    Alois

  • hallo! Meine Funde für photos:

    https://s3.amazonaws.com/gs-ge…84e-816a-1064d3434678.jpg


    Von diese Webseite in Frz. Sprache.


    übersetzung:


    https://www.google.com/url?sa=…kh8OfzvMCFQAAAAAdAAAAABAZ


    pdf datei, enthählt fotos mit Frz. sprache von dem CICR also IKRK also roten Kreuz berichte über den Camps, aber nicht nur das 404. ebenso Rimini also italien und über weitere Camps berichten.

    Grüße Gerard