Informationen über Peter Johannes Kerp

  • Mein Vater Peter Johannes Kerp, geb. 01.07.1913 in Krefeld, war im Zivilberuf Handelsagent. Er ist 1939 einberufen worden und hat den Polen-Feldzug mitgemacht. Ausgebildet wurde er als Funker. Nach dem Polenfeldzug war er kurz in Paris stationiert und danach in Trouville, an der Atlantikküste. Gedient hat er unter Hauptmann Oster. Soweit erinnerlich, war er Feldwebel/Unteroffizier und leitete einen Funkzug, der an sich, nach seiner Aussage, normalerweise von einem Offizier geleitet wurde. Er kam in amerik. Kriegsgefangenschaft und wurde in ein Gefangnencamp nach Bayern verlegt, von wo er ca. Ende Juli / Anfang Aug. 1945 entlassen wurde.

    Weitere Infos habe ich nicht. Da ich in Thailand lebe, habe ich auch keine Moeglichkeit, auf deutschen Ämtern zu forschen. Meine beiden Eltenteile sind seid Jahren tot und deren Geschwister ebenso.

    Vielleicht kann jemand mit den Namen etwas anfangen und einen Kommentar geben.

    Vorab vielen Dank + MfG, Ingo

  • Guten Tag ans Forum und an den Anfragenden,


    hier kann man sich wegen einer Personenauskunft über den Vater informieren: https://www.dd-wast.de/de/startseite.html

    Es ist die Deutsche Dienststelle, die nun zum Bundesarchiv gehört und auch von Thailand aus kontaktiert werden kann.

    Eine Anfrage an diese Dienststelle ist praktisch eine Pflichtmaßnahme für Sie, um Einzelheiten über den militärischen Lebenslauf des Vaters zu erfahren.

    Auch im Standort Trouville im Département Calvados gab es verschiedene deutsche Wehrmachtseinheiten.

    War der Vater Angehöriger des Heeres? Wann war er in Trouville? Ingo, bis zur Gefangenennahme in Bayern klingt Ihr Text so, als wäre

    Ihr Vater mit seiner Einheit nach der Schlacht um die Normandie von 1944 bis 1945 auf dem Rückzug gewesen. Was wissen Sie darüber?

    Falls Sie noch über Zusatzinformationen verfügen, so wäre es für Vorabauskünfte hier im Forum sehr hilfreich mehr zu wissen.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    (PH)

  • Hallo Peter,

    vielen Dank für Deine Rückantwort. Natürlich werde ich mich an die von Dir angegebene www.-Adresse wenden um da auch nachzufragen.

    Mein Vater war Angehoeriger des Heeres und leitete, nach seiner Angabe, 1 Funkzug, von dem es, auch lt. seiner Angabe, lediglich 5 Stück gab. Ich nehme an, in seinem Gebiet an der Atlantikküste.

    Nach dem Polenfeldzug war er kurze Zeit in Paris und muß dann wohl ab spätestens Anfang 1940 bis zum D-Day dort in Trouville stationiert gewesen sein.

    Wo er 1945 in Gefangenschäft geriet und in das US Gefangenenlager nach Bayern kam, weiß ich nicht.

    Mit freundlichen Grüßen aus Thailand,

    Ingo

  • Hallo Ingo,


    1. laut dem Lexikon der Wehrmacht lagen in Trouville folgende Einheiten:


    Standort Trouville

    Trouville-sur-Mer ist ein französisches Seebad im Département Calvados, Normandie. Es liegt etwa 200 km nordwestlich von Paris entfernt an der Küste des Ärmelkanals.


    Fronttruppenteile


    Ersatztruppenteile


    Kommandobehörden / Dienststellen

    Marinebefehlshaber Kanalküste

    Befehlshaber der Sicherung West (B.S.W.)

    Führer der Minensuchverbände West (F.d.M.West)

    Führer der Vorpostenverbände West (F.d.V.West)

    Hafenkommandantur Trouville


    Einrichtungen

    Marineversorgungsstelle Trouville


    2. Die einzige Heeresdienststelle wäre meiner Einschätzung nach

    Befehlshaber der Sicherung West (B.S.W.)


    3. Wenn es nach Angaben Deines Vaters nur 5 solcher Funkzüge gab, könnte es sich auch um einen Funkzug handeln, der z. B. die Funkverbindung höherer Heeres-Kommandobehörden mit dem Marinebefehlshaber Kanalküste sicherstellte.


    Viele Grüße

    Bernhard

  • Hallo Bernhard,


    vielen Dank für Deine Mitteilung.


    Definitiv weiß ich mich zu erinnern, das Vater immer von Trouville und von den 5 Funkzügen gesprochen hat. Sein Vorgesetzter war ein Hauptmann Oster.

    Da mein Vater beim Heer war, scheint mir die Zuordnung zur Dienststelle Befehlshaber der Sicherung West sehr schlüssig. Eine weitere Erinnerung ist, das er, nach seiner Angabe, die erhaltenen Informationen an das OKW weiterleiten mußte, so das Deine Angabe der Funkverbindung Marinebefehlshaber an OKW durchaus richtig sind.


    Herzlichen Dank für Deine Information.


    Viele Grüße aus Thailand,

    Ingo

  • Hallo Ingo,


    hat dein Vater explizit geäußert, dass es nur fünf Funkzüge in der Region gegeben hat? Eventuell sprach er auch lediglich von seiner Einheit.


    So verfügte die Funkkompanie (mot.) der Nachrichtenabteilung einer Infanterie-Division der 1. Welle beispielsweile über vier Funkzüge. Die Infanterie-Division habe ich jetzt hier nur als einfaches Beispiel herangezogen, die Einheit kann beliebig ausgetauscht werden.


    Gruß!


    Yannik

  • Hallo Yanik,


    die Frage kann ich so nicht beantworten. Er hat weder mitgeteilt ob es die 5 Funkzüge in seiner Einheit gab, noch ob es die in der Region waren. Was er immer mit Nachdruck und Stolz mitgeteilt hat war, das er als einziger Unteroffizier einen Funkzug geleitet hat, was im Normalfall immer einem Offizier unterstand.


    Sein Vorgesetzter, ein Hauptmann Oster, wurde von ihm nie in irgendeiner Funktion erwähnt. Auch nicht insofern, ob dieser einen Funkzug geleitet hat.


    Meine Informationen sind, das ist mir bekannt, sehr dürftig. Meine Eltern sind seit über 20 Jahren tot, ich selbst bin 74 Jahre alt und es gibt keinen mehr, den ich noch nach meinem Vater fragen koennte.


    Vielen Dank für Deine mir gegebenen Information,

    Ingo