Wehrmachtsgefolge

  • Moin, moin,

    wir müssen wohl damit leben, dass Sachverhalte selten eindeutig sind und und in verschiedenen Akten durchaus unterschiedliche Darstellungen auftauchen:


    So notierte z.B. die Wi Nord in ihr KTB: "
    Eine besondere Belastung der Abteilung bedeuteten in den Wochen des Einsatzes die zahllosen vorgebrachten Forderungen und Wünsche der Selbsteinkleider,
    nicht nur aller Wehrmachtteile, sondern auch des Wehrmachtgefolges wie O.T., NSK, RAD, Polizei und Bahn.
    "
    T77-R1096


    Hier werden z.B. OT und RAD im Spätsommer 1941 ganz selbstverständlich dazugezählt. Bahn meint natürlich die "Blauen Reichsbahner".


    Grüße

    Sinclair


    Mehr sein als scheinen. (Helmuth Graf v. Moltke 1800-1891)

  • Hallo Sinclair,


    wir müssen wohl damit leben, dass Sachverhalte selten eindeutig sind und und in verschiedenen Akten durchaus unterschiedliche Darstellungen auftauchen:

    das kann ich so nicht stehen lassen, auch wenn ich selbst keine Klarheit in den Sachverhalt bringen kann.


    Man bedenke:

    Wer als Waffenträger aufgetreten und von alliierter Seite nicht anerkannt war, weil z. B. nicht in Liste aufgenommen und nicht als Kombatant gemeldet, galt als Partisan/Werwolf, folglich Kopf ab!

    Klar ist, dass unmittelbar nach Kriegsende viele Zivilpersonen der Wehrmacht aus Unwissenheit in Gefangenenlager kamen, aber bald wieder entlassen wurden; zumindest in westlicher Gefangenschaft.

    Es muss eine eindeutige Aufstellung geben. Letztlich ging es dann nach dem Krieg auch um Dienstzeiten/Renten usw.


    Gruß Karl

  • Hallo Karl,


    da bin ich ganz deiner Meinung. Meine Tante war bei der Reichsbahn und war als Luftwaffenhelferin dienstverpflichtet. Sie hatte später bei der Rentenantragstellung keine Probleme mit den Beitrags- bzw. Ersatz- oder Anrechnungszeiten.


    Viele Grüße

    Nicco

  • Moin,moin,


    jetzt reden wir plötzlich über Rentenfragen aus der Nachkriegszeit? Sorry, da bin ich raus. Ich wollte nur darauf hinweisen dass während des Krieges häufig alles unübersichtlicher ist, als wir das gerne wahrhaben wollen. Lese zum Beispiel gerade, das "Die Zivilmonteure beim Bergungstrupp XII (...) in ihre Heimat wieder in Marsch gesetzt [werden], da ein weiterer Einsatz nicht möglich ist." (Mai 1943, Wi Kdo 307). Was waren die den jetzt?


    Grüße

    Sinclair

    Mehr sein als scheinen. (Helmuth Graf v. Moltke 1800-1891)

  • Hallo Sinclair,


    ich denke du bist raus, oder willst du über Zivilmonteure reden?


    Viele Grüße

    Nicco

  • Hallo zusammen,


    der Tross einer Fechtenden Armee wir in der Regel als Gefolge (Wehrmacht-Gefolge) bezeichnen. Diese Bezeichnung gibt es weil

    die Genfer Konventionen  (auch Genfer Abkommen genannt, sind zwischenstaatliche Abkommen und eine essentielle

    Komponente des humanitären Völkerrechts.) justiziabel Begriffe geschaffen hat um kriegerischen Handlungen Regel zu geben.

    Das alleine ist die Quadratur des Kreises, wie wir Wissen gilt es die Tendenz sich jeder nach Gusto die Genfer Konventionen

    passenden gemacht hat.


    Um bei dem letzten Beispiel zu bleiben, die Firmen Monteure waren waren dann Kombattanten (=Wehrmacht-Gefolge)

    wenn sie eindeutig als solche erkennbaren waren, in die der Regel durch eine Armbinde Uniform o.ä.

    Diesen Art der Kennzeichnung war den kämpfenden Parteien in geeigneter Form anzuzeigen.


    Hier raus ergeben sich alle weiteren Punkte ob eine Person/Gruppe ein Kombattant war und um zum Wehrarmachtgefolge gehörte.

    Gruss Dieter