Flak Schutz der Hydrierwerke 44/45

  • Guten Abend zusammen,


    etwas OT von mir:


    Heinrichotto / Andreas,


    Quote

    Kaum scheint irgendetwas nicht dem Mainstream zu entsprechen, tauchen sofort die " Blockwarte " auf , um einen umgehend wieder " einzunorden ".

    Nicht dem "Mainstream" zu entsprechen, du scheinst damit Probleme zu haben, ist "Mainstream" grundsätzlich negativ behaftet, was ist daran falsch gedacht?

    Revisionisten denken das, muss man dich in dieser Gruppe von "Geschichtskennern" verorten?


    Was mich aber noch mehr stört ist der Begriff "Blockwart", hier können keine Blockwarte auftauchen, weil es keine gibt.

    Hier gibt es nur Leute mit gesundem Menschenverstand.

    Für den Begriff "Blockwart" gegenüber einem Mitglied habe ich, so meine ich mich zu erinnern, gar schon verwarnt, wenn nicht gesperrt.

    Egal, du wirst dir das so nicht nochmal erlauben können....


    Hier kann alles besprochen werden, allerdings sachlich, fern jeder Polemik.

    Sollte das von deiner Seite aus nicht möglich sein, dann bitte Finger weg von der Tastatur.


    Danke.

    Grüße Thomas

    Alle sagten immer das geht nicht, dann kam jemand, der das nicht wusste, und hat es einfach gemacht!

  • Hallo Frank,

    für Laien:

    Feuer unterm Arsch machen damit die da oben Angst bekommen und Gas geben.

    Und den Scheiß ein paar hundert Meter weiter hinten abladen.

    Aber du hast es natürlich Tausend mal besser ausgedrückt.


    So jetzt wieder zum eigentlichen Thema: Schutz der Hydrierwerke.

    Meine Wiki Tabelle die ich hin und wieder erweitere.


    1. Leuna Bitterfeld -Braunkohle (IG Farben)

    2. (14) Ruhland / Schwarzheide (BRABAG) - Braunkohle

    3. Böhlen (BRABAG) - Braunkohle

    4. Magdeburg, Rothensee (BRABAG) - Braunkohle

    5. Gelsenkirchen Scholven - (Hibernia AG) - Steinkohle

    6. Bottrop-Welheim - Pech, Kokerei-Teer

    7. Gelsenburg (berg?) - Steinkohle

    8. Zeitz (BRABAG) -Braunkohle

    9. Lützkendorf Kassel - Teer

    10. Stettin Pölitz ( IG Farben) - Steinkohle/ Schutz: 2.schwere Flakabteilung 616 mit 10.5 Geschützen,

    7.616 mit 8,8 Geschützen rechte Oderseite.Es gab sogar eine 12,8 Flakbatterie.

    11. Wesseling (Union Rheinische Braunkohlen Kraftstoff AG) - Braunkohle

    12. Brüx (HG Werke) - Braunkohle

    13. Blechhammer - Steinkohle / Schutz: 3.Bt Fl.-Abt.625 aus Bielefeld

    14. Auschwitz - Monowitz


    Die wird noch besser.

    Gruß Ralph

    Namen, die keiner mehr nennt, Marion Gräfin Dönhoff.

  • Hallo Ralph,


    den Flakschutz im Raum Heydebreck (Oberschlesien West) übernahm das Flak-Regiment 106.

    Dort waren: 48 schwere Batterien; 3 mittlere/ leichte Batterien; 2 Luftsperr-Batterien; 2 Nebelkompanien.

    (schw. Flak-Abtl. 521; 633; 658; 659; Heimat Flak-Abtl. 53/VIII, schw. Eisb.Flak-Abtl. 525(E) (Stand 01.09.44)



    Quelle: Hummel, Karl-Heinz: die deutsche Flakartillerie 1935-1945; VDM Verlag 2010

    Gruß
    Gerd (der aus Bielefeld)

  • Lieber Gerd,


    eine Frage zu der Quelle von Hummel:


    Sind das reine reine Aufzählungen wie im "Tessin" ( Wenn Du den kennst) oder sind dort auch die Divisions-, Regimentsgeschichten erläutert ?


    Gruß Karl

  • Hallo Karl,


    "Hummel" enthält auch die Geschichte der einzelnen Brigaden, Regimenter und Divisionen von 1935 bis 1945.

    Also die Zeit von der Aufstellung bis zum Ende 1945

    Gruß
    Gerd (der aus Bielefeld)

  • Hallo Ralph,

    zu Deinem # 38 noch ein paar Anmerkungen von mir. Es war nie die Rede davon, dass bei der 8,8 cm Flak ,,durchs Rohr" visiert wurde sondern bei fehlendem oder schadhaften Visier im direkten Richten ,,über das Rohr". Gerade Dir als ehem. Artilleristen ist doch klar, durch das Rohr zu visieren, wie soll das gehen? Verschluss auf, durch das leere Rohr Ziel anvisieren, dann Granate rein und Feuer? Das mag unter Umständen noch bei einem festen Ziel irgendwie gehen aber bspw. nicht bei angreifenden Panzern. Zu Deiner anderen Bemerkung betreffs Visiere. Wie Du selbst im Zusammenhang mit den Kämpfen des Afrika-Korps festgestellt hast, war die ausreichende Bestückung jeder 8,8 cm Batterie mit den entsprechenden Visieren für den Erdkampf wohl nicht vorhanden, darum wundert mich Deine diesbezügliche Frage schon etwas. Genauso kann ich mir den Sinn eines sogenannten Hinterherschießens bei Luftzielen nicht so recht erklären, aber vielleicht ist Dir darüber mehr bekannt und läßt uns daran teilhaben. Was mir bisher über die Flak allgemein bekannt ist und hier auch schon erwähnt wurde, ging es primär bei der Luftzielbekämpfung darum, durch die Explosion der entsprechenden Munition einen größtmöglichen Splitterregen zu erzeugen, um so eine große Trefferdichte zu erzeugen. Direkte Treffer, die zu Flugzeugabstürzen führten waren wesentlich geringer, als solche. die durch umherfliegende Splitter erzeugt wurden.

    MfG Wirbelwind

  • Guten Abend,


    Gruß
    Gerd (der aus Bielefeld)

  • Hallo Wirbelwind,

    wer so einen Namen trägt sollte doch ein Flak Profi sein.

    Das gehört jetzt alles nicht zu diesem Thema aber ich will schlauer werden.

    Ich habe keine Ahnung von Flak. (das ist klar)

    Ich habe hier in diesem Thema zum ersten mal vom Rohrvisieren gehört.

    Da dachte ich, irgend etwas ist an mir vorbeigegangen.

    Wir (Ari) hatten eine riesige Richtoptik für direkt. (das RPG ging wohl nicht?)

    Hatten die Batterie Geschütze "früher" Kimme und Korn für den Notfall? keine Ahnung.

    Zum 2.Problem

    Was macht die schwere Flak bei massiven Tieffliegerangriffen?

    Da sich die Fahrzeuge Wehrmacht bei Kriegsende tagsüber in den Wäldern versteckten,

    hatten die russischen Schlachtflieger Zeit (außer an Großkampftagen)

    Artilleriestellungen und ähnliches zu stören.

    Was machte die schwere Flakbesatzung da?

    Blieb sie im Bunker oder Erdloch?

    Oder Schoß sie Steilfeuer?

    Ich brauche Hilfe.

    Gruß Ralph

    Namen, die keiner mehr nennt, Marion Gräfin Dönhoff.

  • Hallo Ralph,

    Du unterliegst einem Irrtum, wenn Du der Auffassung bist, ein Nickname bedeutet im jeden Falle, dass der ,,Betroffene" alles zu dem Thema wissen muss,das durch den Namen tangiert wird. Ganz nebenbei, der Flakpanzer ,,Wirbelwind" war nicht Pate bei der Auswahl meines Nicknamens. Nichtsdesto trotz bin ich immer wieder auf das Thema 8,8 cm Flak gestossen. Schon allein deshalb, weil mein Vater Richtkanonier an einer 8,8 cm war. Allerdings bei den Panzerjägern. Leider hat er von selbst nicht allzuviel erzählt und ich habe es versäumt, bestimmte Dinge zu hinterfragen. Er sprach auch mal davon, wie seine Geschützbesatzung im direkten Richten mit beschädigter Optik Panzer an der Ostfront bekämpft hat. Als Kind habe ich mir dabei nichts gedacht, den Sachverhalt weitestgehen vergessen. Später, als ich mehr in das Thema 2.WK vertiefte, konnte ich ihn dazu nicht mehr befragen. Gehe aber davon aus, dass Dir andere User dazu mehr mitteilen können, wenn Du wirklich an der Problematik interessiert bist. Mich beschleichen da mittlerweile Zweifel. Einiges in Deinen Fragen beantwortet sich bei genauen Überlegen fast von selbst. Natürlich konnte mit der schweren Flak und dazu gehörte die 8,8 cm, keine Tiefflieger bekämpft werden. Wie sollte das gehen? Dafür gab es die leichte bis mittlere Flak. Ein prominenter Vertreter war der 2 cm Flakvierling 38, welcher zunehmend zur Tieffliegerbekämpfung auch in Flakstellungen zum Einsatz kam.Natürlich gegen angreifende Infantrie eingesetzt, eine tödliche Waffe. Benutzte übrigens das Afrika-Korps auch. Die Notwendigkeit, den Flakpanzer ,,Wirbelwind" zu entwickeln ergab sich daraus, die Kolonnen der Wehrmacht besser gegen Tiefflieger zu schützen Über einen ,,richtigen" Flakpanzer mit geschlossenen Turm(,,Kugelblitz") hat die Wehrmacht im Truppeneinsatz gegen Kriegsende nur in sehr geringem Umfange verfügt. Was Du mit RPG im Zusammenhang mit der Flakartellerie meinst, erschließt sich mir nicht. Kenne diesen Begriff nur unter einem russ. Typ als reaktive Raketenbüchse (RPG 7). Das führt aber vom Thema weg und wurde schon im Forum an anderer Stelle behandelt.

    MfG Wirbelwind

  • Hallo Wirbelwind,

    ich freue mich, das du mir zur Seite stehst.

    Da Gerd jetzt für die 11.Fla.Div. gefunden hat:

    Am 17. Januar 1945 wurde befohlen, alle nur irgendwie beweglich zu machenden Geschütze in Panzerabwehrstellungen einzusetzen.

    Sollte man davon ausgehen, das jedes Geschütz richten konnte, wie auch immer.


    So jetzt zum RPG (Richtpeilgerät), (vielleicht hieß es auch anders), das ist so ein Dingens, das konnte man auf die Kanone schrauben um damit einen Schornstein oder Kirchturm anzuvisieren.

    Wenn die B-Stelle ca.15 km vorne (Gefechtsfeld) ein Ziel erkannte meldete sie das an den Batteriestab.

    Dieser berechnete die Ladung der Kartusche und den Winkel für jede Kanone.

    Dann lief der Melder (K3) vom Stab zum Geschütz und der (K1) drehte am RPG? (nicht rückstoßfreies Panzergeschoß)

    die erhaltenen Koordinaten +/- ein. Dann begann das einschießen.

    Wenn nach dem ersten Schuß "Kanone 3" die B-Stelle noch lebte hatten wir uns nicht verrechnet.

    Nach dem ersten Feuerschlag gab es keine B-Stelle mehr.

    Gruß Ralph

    Namen, die keiner mehr nennt, Marion Gräfin Dönhoff.

  • Hallo,

    bisher haben wir uns im Thread über den Schutz bestehender Hydrierwerke ausgetauscht und es existiert im Forum dazu eine Liste der im 2. WK Treibstoff produzierenden dt. Einrichtungen. Interessant wäre es für mich auch, zu erfahren, was es diesbezüglich für Objekte gab, die in der Planung bzw. im Bau waren, als 1944 die Offensive der allierten Bomberverbände gegen die Treibstoffindustrie des Dt. Reiches begann.

    In dem Zusammenhang die Frage nach dem Geheimobjekt ,,Jakob", wo es wohl auch um Hydrierwerke ging. Wo befand sich der Standort und wieweit war die Ausführung bei Kriegsende gediehen?

    MfG Wirbelwind

  • Hallo Wirbelwind,

    Geheimobjekt Jakob: bei Wiki ein Bunkerbau bei Berbersdorf (Sa). nicht ausgeführt.

    Da gab es früher auf der A4 die "Behelfsausfahrt Berbersdorf", sicher noch aus der Bauphase (der A4).

    Aber ich denke dort ist nicht viel passiert.

    Wenn doch, dann trage ich sie in die Liste ein.

    Mal abwarten was noch kommt.

    Frohe Ostern

    Gruß Ralph

    Namen, die keiner mehr nennt, Marion Gräfin Dönhoff.

  • Hallo .


    Zu der Thematik " unterirdische Geheimprojekte " gibt es ein hervorragendes Buch :


    Markus Gleichmann / Ronny Dörfer " Geheimnisvolles Thüringen. Militärobjekte des Dritten Reiches " . Heinrich Jung Verlagsgesellschaft mbH, Zella-Mehlis/ Meiningen. Mitgearbeitet hat daran der Geschichts- und Forschungsverein Walpersberg e. V. Großeutersdorf/ Thüringen.


    Hier werden auf 320 Seiten auf Glanzpapier und mit unzähligen Farbfotos, Karten , Tabellen, Plänen die Einzelheiten zu allen bisher gebauten oder geplanten Geheimobjekten in Thüringen beschrieben. Zu jedem Objekt gibt es eine genaue Beschreibung des Zweckes, der beteiligten Firmen, Personen und von Zeugenaussagen. Akkurate GPS Daten führen den interessierten Forscher metergenau vor Ort.


    Die beiden Autoren sind reine Hobbyhistoriker, 1986 und 1976 geboren, und haben mit diesem Werk eine immense Fleißarbeit abgeliefert.


    Hat man sich mit diesem Buch einen ungefähren Überblick verschafft, so entsteht der Eindruck, das in Thüringen eine gigantische unterirdische Wirtschaftszone entstehen sollte.


    Zur Thematik in diesem Faden wird das Dehydrierwerk Berga , Bauvorhaben " Schwalbe V" genannt. Hier sollte Flugzeugtreibstoff hergestellt werden. Das Werk ging nie in Betrieb, da die Amerikaner dieses am 16. April ( 89. Inf. Division ) besetzten. Interessant in dem Buch sind auch immer die angeführten Bausummen und der Aufwand an Personal. Allein für dieses Werk wurden neben einheimischen Arbeitern und Häftlingen zusätzlich 1000 Bergleute aus dem Ruhrgebiet angefordert.


    Zusätzlich zu den Wirtschaftsaspekten in diesem Gebiet wurden auch wichtige Forschungsvorhaben dort unter gebracht. Ich nenne stellvertretend den Bereich Jonastal, Ohrdruf. Hier hatte unmittelbar SS Obergruppenführer Hans Kammler die Leitung, was auf die Wichtigkeit hinweist. Des weiteren das " Krebsforschungsinstitut " der SS Geraberg. Hier wurde zu ABC Waffen geforscht und deren Wirkung auf Menschen, Tieren und in der Landwirtschaft. Das ging wohl direkt auf Himmler zurück, der ja studierter Agraringenieur gewesen war.



    Gruß Andreas

  • Hallo zusammen,


    hier kann ich Andreas nur beipflichten und euch das Buch empfehlen. Es ist wirklich sehr gut und liefert viele Informationen zum hier aktuellem Thema.


    Viele Grüße


    Frank

    Ich suche alle über das Infanterie Regiment 226 , die 79. Infanterie Division sowie das Nebelwerferregiment 84.

  • Hallo,

    erst einmal danke für die Infos. Wenn das empfohlene Buch wirklich so gut ist, wie ihr es beschreibt, werde ich es mir besorgen. Was mich beim Objekt ,,Jakob" nun ein wenig umtreibt, ist die Aussage aus dem Internet, dass besagtes Vorhaben an 2 Standorten durchgeführt werden sollte. Unter anderem auch in Hirschfeld. Aus Erzählungen ist mir bekannt, dass geplant war in Hirschfelde/Sa in der dortigen Braunkohlenverarbeitung Benzin aus Braunkohle zu gewinnen. Es wurden 1944 dazu im nahegelegenen Neißetal bereits Tankanlagen gebaut. Ist darüber mehr bekannt?


    MfG Wirbelwind

  • Hallo Ralph


    die Sowjets kamen mit massiven Tieffliegerangriffen.

    Da konnte man mit der 8,8 noch wirken.

    Aber wenn man länger leben wollte, schoss man eventuell nicht mehr hinterher.

    diese Frage möchte ich noch beantworten:


    Koch:" Flak" (diesmal 2. Auflage) S. 48 betr. schwere Flak


    " Jede Nachschießen auf gehende Ziele ( wegfliegende D.U.) war Munitionsverschwendung und daher verboten."


    Gruß Karl

  • Hallo Wirbelwind,

    das Projekt "Jakob" sollte man in die Gegend Berbersdorf, Hirschfeld an der Striegis (Kr. Nossen) verorten.

    Nossen war über das Reichsbahnnetz mit Böhmen verbunden, wo man nach Mitteldeutschland Kohlezüge fahren lassen (könnte hätte).

    Hirschfelde Sa. bei Zittau an der Neisse ist ein "Uraltkraftwerk" und war eine der größten Dreckschleudern des Ostens.

    eher unwahrscheinlich!

    Ich habe noch ein Foto von der Hirschfeld Talbrücke im Netz gefunden. anbei.

    Ich habe noch ein anderes Thema "Autobahnbrücken" laufen , dort stelle ich das gerippte Foto auch rein.

    Gruß Ralph

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    Namen, die keiner mehr nennt, Marion Gräfin Dönhoff.

  • Hallo Karl,

    auf dich ist Verlass,

    " Jede Nachschießen auf gehende Ziele ( wegfliegende D.U.) war Munitionsverschwendung und daher verboten."

    Ich bin glücklich.

    Gruß Ralph

    Namen, die keiner mehr nennt, Marion Gräfin Dönhoff.