Sammel-Traueranzeige d. Reichsapotherkerführers Schmierer

  • Hallo,


    anbei ein Zufallsfund, die in der Traueranzeige genannten Personen sind im Forum namentlich noch nicht zu finden; beim Volksbund sind sie mit einer Endgrablage verzeichnet. Vielleicht hat jemand von den "Medizinern" hier im Forum Verwendung für die Daten?

    Quelle: Wiener Pharmazeutische Wochenschrift, Folge 42 vom 21.Oktober 1939, Seite 9


    Gruß, J.H.

  • Hallo,


    der genannte Dr. Karl Heber war übrigens Schmierers Vorgänger als Reichsapothekenführer bzw. der Vorgängerorganisation "Standesgemeinschaft Deutscher Apotheker"


    HEBER, Friedrich Albert Karl, wurde am 23. Juni 1891 in Eisleben geboren und starb am 7. Oktober 1939 in Koszienice (Polen). Nach dem Abitur 1910 begann er mit dem Chemie- und Mineralogiestudium in Freiburg i.Br., das er in Leipzig und Berlin fortsetzte; dort bestand er 1913 das Verbandsexamen für Chemiker, worauf 1914 seine Promotion an der Universität Leipzig zum Dr. phil. erfolgte. Er nahm am Ersten Weltkrieg als Freiwilliger teil. Von 1919 bis 1926 war Heber in verschiedenen chemischen und pharmazeutischen Fabriken in leitender Stellung tätig, bevor er von 1929 bis 1930 an der Universität Leipzig Pharmazie studierte und nach dem Staatsexamen die Apotheke seines Schwiegervaters in Magdeburg leitete. Am 27. März 1933 übernahm Heber − Nationalsozialist und Träger des Goldenen Parteiabzeichens − unter dem Druck des damaligen preußischen Innenministeriums als Kommissar die Leitung des Deutschen Apotheker-Vereins und damit die Nachfolge Salzmanns. Wahrscheinlich als Opfer verschiedener Intrigen legte er seinen Posten am 21. September 1933 nieder. Heber, der als Hauptmann und Batterieführer am Zweiten Weltkrieg teilnahm, wurde Anfang Oktober 1939 verwundet und starb in einem Lazarett


    http://archiv.ub.uni-marburg.de/diss/z2015/0230/pdf/dkg.pdf


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941