Sollten wir den Holocaust nicht mehr weiter diskutieren, sondern einen Strich darunter ziehen?

  • Hallo,


    ich erinnere daran, dass am 3. Mai 1945 in der Neustädter Bucht (Neustadt in Holstein) das Passagierschiff "Cap Arcona" und der Frachter "Thielbek" vermutlich durch einen furchtbaren Irrtum der britischen Streitkräfte bombardiert wurden. An Bord der Schiffe hatte die SS überwiegend Häftlinge des KZ Neuengamme getrieben, wohl über 7.000 Menschen fanden den Tod. Noch Jahre später fanden wir Kinder an den Stränden Zeugnisse dieser Katastrophe...


    Mit meiner Frau bin ich heute in Neustadt gewesen, auch um der Opfer zu gedenken. In einer sehenswerten Ausstellung im "zeittor" (Museum der Stadt) über die Nachkriegsjahre Neustadts wird auch dieser Katastrophe gedacht.


    Nein, der Holocaust darf nie vergessen werden, auch Diskussionen hierzu sind und bleiben notwendig.


    Nachdenkliche Grüße


    Horst

  • Hallo Onkel Horst,

    ich kann mich doch nicht raushalten.

    Dein Argument, darf natürlich nicht vergessen werden.

    Aber die bolschewistische Submarine und alliierte Bomber nahmen Flüchtlingstransporte regelmäßig

    ins Visier, damals galt ein Menschenleben wenig.

    Die Versenkung der Goya und der Gustloff forderten ein vielfaches an Opfern.

    Bitte betrachtet alles nicht nur mit den Augen von heute.

    Die Täter von damals kamen oftmals aus ärmsten Gesellschaftsschichten. (ungebildet, lumpig und ausgegrenzt)

    Die SS war die einzige Aufstiegschance um dem Elend zu entgehen.

    Natürlich war die SS Führungsschicht gebildet,

    aber diese Köpfe rollen nicht so schnell, nur die Kleinen werden gehängt.

    Gruß Ralph

    Namen, die keiner mehr nennt, Marion Gräfin Dönhoff.

    Edited once, last by Bludau Ostpreußen ().

  • Hallo,


    die Katastrophe in der Neustädter Bucht berührt mich (und viele Neustädter) bis heute deshalb, weil wir als Kinder noch einige Jahre lang menschliche Überreste an den Stränden fanden. Das war für alle eine besondere, kaum verständliche Situation. Ich bin dann später tiefer in die Vorgänge eingestiegen und alles wurde noch finsterer. Im Wasser schwimmende Überlebende KZ-Häftlinge wurden nicht gerettet, nur Besatzungsangehörige. Konnten die KZ´ler schwimmend das Ufer erreichen, wurden sie von HJ´lern und von wem auch immer beschossen. Es waren eben nicht die ärmsten Gesellschaftsschichten, das stimmt einfach nicht. Die Mörder kamen nach heutigen Begriffen aus der "Mittelschicht". Bei unserem letzten Nordtreffen in Heikendorf/Laboe hatten wir angedacht, unser nächstes Meeting in Neustadt zu planen, um Informationen zu der Neustädter Katastrophe auszutauschen.


    Keiner hier im Forum wird das Elend der Ostseeflüchtlinge vergessen, auch in meiner Familie gibt es dramatische Geschichten. Nur habe ich mich gestern zu einem anderen Thema geäußert. Aufrechnen oder gar relativieren, das geht gar nicht. Nicht in diesem Forum, sonst wäre ich weg.


    Beste Grüße


    Horst

  • Guten Abend zusammen,


    Ralph,

    ich habe dich vor ein paar Tagen angemahnt, sachlich zu bleiben,

    wo liegt ganz genau dein Problem?

    Hier geht es um die Aufarbeitung des Holocausts, ich wiederhole, um die Aufarbeitung des Holocausts,

    nicht um Verbrechen an Deutschen, nicht um Flüchtlinge, nicht um Ostpreussen.


    Warum störst du diesen Thread mit deinen Posts, die nichts mit dem Ausgangsthema zu tun haben?

    Solltest du so weiter machen werde ich dich erst verwarnen, dann sperren.

    Mein Wort drauf....


    Horst:

    Quote

    Nicht in diesem Forum, sonst wäre ich weg.

    Ich auch....nach mir die Sintflut....es wird immer schwerer.....


    Grüße Thomas

    Alle sagten immer das geht nicht, dann kam jemand, der das nicht wusste, und hat es einfach gemacht!