Frage zu Großvater/ zwei unterschiedliche Waffengattungen

  • Sehr geehrte Forenmitglieder,


    ich habe vor geraumer Zeit ein paar Bilder meines mittlerweile leider verstorbenen Großvaters in die Hand bekommen und habe festgestellt, dass er Uniformen zweier unterschiedlicher Waffengattungen trägt (Wehrmacht und Luftwaffe). Ich habe daraufhin Antrag bei der WASt gestellt und nach über zwei Jahren letztens ernüchternde Nachricht erhalten. Wehrpass und Wehrstammbuch nicht vorhanden. Lediglich ein paar dürftige Eckdaten wurden mitgeiteilt. Die letzte vermerkte Eintragung ist von 1942. Ich habe das Schreiben in den Anhang gepackt, ebenso zwei Fotos. Eines von 1941 zeigt ihn als Infanterist, eines von 1944 zeigt ihn als Angehörigen der Luftwaffe.


    Kann sich hier jemand aufgrund der Daten der WASt einen Reim drauf machen wie in etwa sein Weg ausgesehen haben könnte, bzw bin ich mit den Möglichkeiten der Recherche am Ende angelangt, oder gibt es abseits der WASt noch Möglichkeiten etwas Licht in die Vergangenheit meines Großvaters während des Krieges zu bekommen?


    Besten Dank im Voraus!

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    • k-WASt2.jpg

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  • Hallo EisenMichel,


    Wenn Du ggf. noch Briefe mit Feldpostnummern bei der Verwandtschaft finden könntest, oder ggf. aus Erzählungen einiger Tanten und Onkels etwas herausfinden könntest...

    Ich hatte das Glück, dass ich das Soldbuch meines Großvaters bei meiner Großtante gefunden hatte, denn nur aus den Daten der WASt wäre mein Opa knapp 1,5 Jahre nicht bei der Wehrmacht gewesen, mit Hilfe des Soldbuches konnte ich dann Seinen Weg nach Frankreich und Polen etwas genauer nachzeichnen.


    Nur mal so in den Raum gestellt...

    Dein Opa hatte Verwundungen... ggf. waren diese so ausgefallen, dass er für den Dienst bei der WH nicht mehr fähig war und in Friedrichshafen zur Flak kam...


    Ansonsten kann ich leider nicht helfen.


    Grüßle vom Bodensee


    Kay Schmauder

  • Es ist schön, wenn man solche Erinnerungen von seinen Großeltern findet. Ich habe leider keine Bilder oder Dokumente von meinen Großeltern. Bewahre das gut auf.

    Schöne Grüße.

    Ein wahrer Freund trägt mehr zu unserem Glück bei, als tausend Feinde zu unserem Unglück.

  • ... ein paar Bilder meines mittlerweile leider verstorbenen Großvaters in die Hand bekommen und habe festgestellt, dass er Uniformen zweier unterschiedlicher Waffengattungen trägt (Wehrmacht und Luftwaffe) ...


    Hallo,


    ist es zu 100% sicher, dass auf beiden Bildern die gleiche Person zu sehen ist? Die Bilder bzw. die auf den Bildern zu erkennenden Auszeichnungen geben dies jedenfalls nicht her! Der abgebildete Obergefreite der Luftwaffe trägt erkennbar die Bandspangen zur Ostmedaille und zum Schutzwall-Ehrenzeichen, während der Gefreite des Heeres als Auszeichnungen das EK 1 und 2.Klasse, das Infanterie-Sturmabzeichen und das Verwundetenabzeichen und auf dem linken Oberarm als Sonderabzeichen den "Blitz" der Nachrichtentruppe trägt. Daher muss es sich um verschiedene Personen (evtl. Brüder?) handeln! Wenn der militärische Werdegang in der Auskunft der WASt zu Deinem Großvater gehört, passt dieser nur zu dem links abgebildeten Heeres-Gefreiten! Vermutlich ist er ist er nach einer Verwundung (Auge) von der Infanterie/MG-Bataillon zur Nachrichtentruppe versetzt worden, weil er für die Infanterie nicht mehr voll verwendungsfähig ("garnisonsverwendungsfähig

    Feld") war.


    Gruß, J.H.

    Nett kann ich auch - bringt nur nix!

    Edited once, last by Johann Heinrich ().

  • Hallo,


    auf dem Bild in Heeresuniform ist er Gefreiter, am Ärmel das Tätigkeitsabzeichen für Nachrichtenpersonal, Ek I und II, Infanterie-Sturmabzeichen, Verwundetenabzeichen.


    Die Person auf dem Bild in Lw-Uniform ist Obergefreiter, m.M. trägt er eine Uniform für Erdkampfverbände der Lw. Ich denke auch nicht, daß es sich um die selbe Person handelt, Bruder, Cousin usw.


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo Airport1967,


    mit dieser Herangehensweise hab ich es auch schon versucht, leider sind weder Briefe vorhanden noch hat mein Großvater viel vom Krieg erzählt, es bestand da wohl seitens meiner Tanten, Onkel und Mutter kein Interesse. Ich hab die Bilder, welche ihn in Uniform zeigen, leider erst nach seinem Tode zu sehen bekommen. War leider mein Versäumnis das Gespräch zu suchen, er hätte sicherlich einiges zu berichten gehabt. V.a. interessiert hätten mich natürlich die Einsätze, das Leben an der Front und nicht zuletzt die Begründungen für die Verleihung seiner Tapferkeitsauszeichnungen.


    Die spärlichen Informationen die ich habe stammen aus den Erzählungen meines Onkels. Er meinte mein Großvater sei als Funker auf Kreta und danach in Rußland im Einsatz gewesen, was zur Verleihung der Ostmedaille passen würde.


    Bester Gruß aus Bayern

  • Hallo Johann Heinrich,


    ja, die Personen auf den beiden Bildern sind mit Sicherheit identisch. Bist Du Dir sicher dass die Bandschnalle neben der Ostmedaille niche das EK II zeigt, auch wenn es korrekterweise vor der Ostmedaille getragen werden müsste? Zudem meine ich ganz unten am Bildrand den oberen Kreuzarm des EK I erkennen zu können, ist auf dem Bild leider abgeschnitten. Ich hab nochmal ein Bild aus einer anderen Perspektive angehängt, da sieht man die Ähnlichkeit besser.


    Dass ihn das zweite Bild als Obergefreiten zeigt könnte doch daher rühren dass es deutlich später aufgenommen wurde als Bild eins, welches ihn als Gefreiten zeigt. Eventuell eine Beförderung um einen Dienstgrad?

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    • k-Josef L.4.JPG

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    • Josef L.3.JPG

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    • 2.JPG

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    Edited once, last by EisenMichel ().

  • Es ist schön, wenn man solche Erinnerungen von seinen Großeltern findet. Ich habe leider keine Bilder oder Dokumente von meinen Großeltern. Bewahre das gut auf.

    Schöne Grüße.

    Hallo Mary,


    es ist schade zu hören dass Du keine Erinnerungsstücke an Deine Großeltern besitzt. Diesbezüglich kann ich mich glücklich schätzen. Viele Fotos, aber auch sämtliche Auszeichnungen meiner näheren Verwandten aus beiden Weltkriegen und dem 1870/ 71er Krieg sind mir als Belegstücke erhalten geblieben. Dazu zählen auch ein Briefwechsel zwischen meinem Urgroßvater und meiner Urgroßmutter vom Stellungskrieg im Argonnerwald nach Hause und zurück. Ich halte diese Gegenstände natürlich in großen Ehren.


    Bester Gruß von einem im Alpenvorland lebenden gebürtigen Münchners

  • Hallo EisenMichel,


    beim EK I müsste eine gerade Linie zu sehen sein, ich sehe hier den Adler auf einem Kampfabzeichen

    pasted-from-clipboard.png


    An der Bandschnalle sehe ich außen keine schwarzen Streifen


    Gruß


    Reinhard

  • Hallo Mary,


    es ist schade zu hören dass Du keine Erinnerungsstücke an Deine Großeltern besitzt. Diesbezüglich kann ich mich glücklich schätzen. Viele Fotos, aber auch sämtliche Auszeichnungen meiner näheren Verwandten aus beiden Weltkriegen und dem 1870/ 71er Krieg sind mir als Belegstücke erhalten geblieben. Dazu zählen auch ein Briefwechsel zwischen meinem Urgroßvater und meiner Urgroßmutter vom Stellungskrieg im Argonnerwald nach Hause und zurück. Ich halte diese Gegenstände natürlich in großen Ehren.


    Bester Gruß von einem im Alpenvorland lebenden gebürtigen Münchners

    Hallo EisenMichel,

    ich beneide Dich um den Briefwechsel aus meiner 2ten Heimat, den Argonnen.

    Gruß Oliver

    Tradition zu wahren, zu pflegen ist nicht die Anbetung der Asche. Es ist die Weitergabe des Feuers.
    *Erst wenn der letzte Soldat bestattet ist, dann ist der Krieg zu Ende* http://www.verdun14-18.de

  • Hallo Reinhard,


    um welche Auszeichnung meinst Du könnte es sich handeln?


    Grüße....

  • Hallo EisenMichel,


    infrage kommen die Kampfabzeichen des Heeres

    z. B. Infanterie-Sturmabzeichen, Panzerkampfabzeichen .


    Gruß


    Reinhard

  • Hallo Eisen-Michel,


    Meines Wissens waren Wechsel der Teilstreitkraft zwar selten, aber nicht unüblich. Ich selbst hatte einen Onkel der ursprünglich bei einer Fliegerhorst-Kommandatur der Luftwaffe war und später aber zum Heer (Artillerie) gewechselt ist. Insbesondere der Wechsel Luftwaffe -> Heer war im Verlauf des Krieges häufiger, wohl dem Personalbedarf geschuldet. Warum eine Verwundung hierfür den Ausschlag gab kann ich leider nicht beantworten, da man sicherlich auch beim Heer Posten für gesundheitlich eingeschränkte Soldaten hatte, vielleicht gab es aber bei der Luftwaffe einfach mehr davon, kann gut sein.


    Beste Grüße, Dr. Hu

  • ...

    An der Bandschnalle sehe ich außen keine schwarzen Streifen


    Gruß


    Reinhard

    Hallo Reinhard,


    ich habe versucht es nochmal deutlicher darzustellen. Ist das mit Sicherheit kein EK II? Das Schutzwallabzeichen hat er meines Wissens nach nicht verliehen bekommen.

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    • 2.JPG

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  • Hallo Michel,


    wann ist dein Großvater geboren?

    Verleihung des Schutzwallabzeichen beim RAD wäre

    noch möglich.


    Gruß


    Reinhard

  • Hallo Reinhard,


    mein Großvater war Jahrgang 1921.


    Bester Gruß