Einsatz und Unterstellung des Volks Artillerie Korps 408 (VAK 408) Ende 1944 bis zur Kapitulation?

  • Servus werte Forumsteilnehmer,

    mein Vater gelangte über die Sturmgeschütz Ersatz-und Ausbildungs Abteilung 200 in Schweinfurt zum Volks Artillerie Korps 408 (VAK 408), wo er in Berlin bis zum bitteren Ende eingesetzt war. Er kam nicht in russische Gefangenschaft. Die WAST Auskunft sagt jedoch nichts über den Einsatz in Berlin (sh Anhang).

    Nach WAST war das ab Oktober 1944 gebildete VAK in der Ardennenschlacht eingesetzt und gelangte meines Wissens dann zur Verteidigung nach Berlin.

    Und hier gibt es besonders Unklarheiten.

    Laut LdW gehörte das VAK 408 im Februar 1945 zur 9. Armee im Raum Köln. Zum Schluß heißt es , dass diese 9. Armee bei den Seelöwer Höhen zerschlagen wurde und Reste noch in Berlin kämpften.

    Die 9. Armee muss aber in Berlin unter Busse noch existent gewesen sein.

    In dem Buch "Berlin 1945 - Die Zeit vom 16. April bis 2. Mai" wird dann das VAK 408 als Einheit des im März 1945 aufgestellten LVI. (56.) Pz Korps erwähnt. Im LdW ist das VAK unter diesem Korps jedoch nicht aufgeführt.

    Meine Fragen sind nun:

    - Gibt es nähere Angaben zum Einsatz in den Ardennen?

    - Ab wann war das VAK 408 in Berlin? Ist es hier in der 9. Armee geblieben oder gehörte es wirklich zum 56. Pz Korps?

    - Gibt es für den Berlin Einsatz nähere Angaben oder Berichte?

    -Ist bekannt, wo das VAK 408 bei welcher Einheit kapitulierte oder wohin es sich absetzen konnte?


    Ich bin für jede erdenkliche Hilfe dankbar! :)


    Gruß aus dem Bayernland

    Gruß

    Hans

  • Hallo Hans!


    Das Volksartilleriekorps 408 war ab spätestens März 1945 definitiv an der Ostfront eingesetzt.


    Es unterstand dem Harko 307 ( Oberst Schräpler), bzw. dem General der Artillerie z.b.V. 4, Generalleutnant Wissmath, im Rahmen der 9.Armee.


    Der Stellungsraum befand sich im Raum Seelow an der Oderfront.


    Das VAK 408 scheint einigermaßen intakt aus der Schlacht um die Oder herausgekommen zu sein, denn am 22.April befand es sich im Kampabschnitt (bzw.Verteidigungsbereich) A in Berlin. Kommandeur dort General Bärenfänger. Das Geschützmaterial war wohl noch bis auf geringe Verluste vorhanden, es mangelte aber an Munition.


    Kommandeur des VAK 408 war ein Oberstleutnant d.R., später Oberst d.R., Günther Adam. Jahrgang 1894.


    Die I. Abteilung führte ein Hauptmann Peterek. Jahrgang 1912.


    Viele Grüße


    Björn



    Quellen: Wilhelm Tieke, Das Ende zwischen Oder und Elbe/Der Kampf um Berlin 1945, Motorbuch Verlag und Wolf Keilig, Das Deutsche Heer 1939-1945, Loseblattsammlung, Podzun

  • Hallo Hans,


    zum Einsatz des VAK 408 in der Ardennenoffensive:


    Die Masse des VAK 408 wurde ab Mitte Oktober 1944 im Raum Wien-Bruck an der Leitha aufgestellt. Die V./ VAK 408 wurde dagegen im Oktober im Raum Brünn aufgestellt. Die Abteilung verlegte Ende Oktober nach Menitz, wo man die Geschützausstattung übernahm. Um den 11.11.44 verlegte die Abteilung dann für die weitere Aufstellung und Ausbildung nach Mannersdorf an der Leitha.


    Gliederung:

    I./ VAK 408

    1.-3. Bttr. mit je 6 x FK 40

    II./ VAK 408

    4.-6. Bttr. mit je 6 le. FH 18/40 (russ. Kanonen laut anderer Quelle)

    III./ VAK 408

    7.-9. Bttr. mit je 6 le. FH 18/40 (voll motorisiert)

    IV./ VAK 408

    10.-12. Bttr. mit je 6 x 152mm Haubitzen (russ)

    V./ VAK 408

    13.-14. Bttr. mit je 6 x 122mm Kanonen (russ.)


    Stellenbesetzung:

    Kdr. VAK 408: Oberst Adam

    Kdr. I./ VAK 408: Hauptmann Pasching

    ·         1./ VAK 408: OLt. Scholz

    ·         2./ VAK 408: Hptm. Albrecht (POW 24.12.44)

    ·         3./ VAK 408: Hptm. Teufel

    Kdr. II./ VAK 408:

    ·         4./ VAK 408: Lt. Roth

    Kdr. III./ VAK 408: Hauptmann Huppelsberg

    ·         7./ VAK 408: Lt. Raschke

    ·         8./ VAK 408: Hptm. Middelschulte (verw.)

    ·         8./ VAK 408: Lt. Mikolai (Nachfolger Middelschulte)

    ·         9./ VAK 408: OLt. Schramm

    Kdr. IV./ VAK 408:

    ·         10./ VAK 408: Hptm. Dietzel (POW 12.01.45)

    Kdr. V./ VAK 408: Hauptmann Ali

    ·         13./ VAK 408: Hptm. Freese

    ·         14./ VAK 408: OLt. Hankh


    Verlegung in den Westen

    Das Korps begann ab dem 01.12.44 mit der Bahnverladung aus dem Raum Wien-Bruck an der Leitha an die Westfront, wo man ab dem 06.12.44 im Raum Bitburg-Wittlich eintraf. Die V./ VAK 408 begann am 05.12.44 mit der Verlegung in den Westen. Am 09.12.44 wurde die Abteilung in Bitburg-Erdorf entladen und verlegte im Straßenmarsch weiter nach Wiersdorf.

    Ardennenoffensive

    16.12.44: Das III./ VAK 408 wurde im Raum Vianden eingesetzt und war auf Zusammenarbeit mit dem Fs.Jg.Rgt. 15 angewiesen. Die 7./ VAK 408 setzte dabei nur 4 der 6 Geschützen ein, da man nicht über ausreichend Zugmaschinen verfügte. Die restlichen zwei Geschütze ließ man in Deutschland zurück.

    Das Korps unterstützte an den nächsten Tagen der 5. Fs.Jg.Div. und folgte der Division durch Luxemburg bis in den Raum südlich von Bastogne.

    23.12.44: Ein Gefangener des St./ I./ VAK 408 sagte aus, dass sich der Stab der I. Abteilung in Remoiville befinden würde. Der Munitionsversorgungspunkt des Korps soll sich in Wiltz befunden haben.

    24.12.44: Der Gefechtsstand der I./ VAK 408 befand sich in Remoiville und die 1./ VAK 408 in Stellung zwischen Cobreville und Nives. Die 7./ VAK 408 befand sich im Raum Boulaide.

    25.12.44: Die 2./ VAK 408 befand sich auf dem Marsch von Harlange nach Westen. Die 3./ VAK 408 hatte Stellungen zwischen Remoiville und Chaumont bezogen. Der Gefechtsstand der I./ VAK 408 und 3./ VAK 408 verließen Remichampagne in der Nacht zum 26.12.44 in Richtung Hompre.

    26.12.44: Ein Gefangener der 1./ VAK 408 sagte aus, dass sich die Batterie mit sechs Geschützen in Remichampagne in Stellung befinden würde. Die 1./ VAK 408 wurde an diesem Tag in Remichampagne vernichtet. 2 Soldaten der 8./ VAK 408 gerieten nordöstlich von Warnach in amerikanische Gefangenschaft. Beide waren VB’s und sagten aus, dass die Batterie am 25.12.44 vier gezogene FH 105mm in Stellung hatte. Der Gefechtsstand der V./ VAK 408, die 13./ und die 14./ VAK 408 befanden sich in Bavigne. Bei der 14. Batterie waren nur noch 4 Geschütze vorhanden.

    10.01.45: Die 4./ VAK 408 befand sich bis zu diesem Tag in Doncols in Stellung, danach führte die Batterie einen Stellungswechsel mit unbekannten Ziel durch. Die Batterie hatte bis zu diesem Zeitpunkt 3 Haubitzen im Einsatz verloren.

    11.01.45: Die 10./ VAK 408 ging östlich von Schimpach in Stellung. Die Batterie hatte zuvor 3 Haubitzen in die Instandsetzung abschieben müssen.

    12.01.45: Die 10./ und 11./ VAK 408 befanden sich im Raum Schleif in Stellung, die Trosse der IV./ VAK 408 waren in Oberwampach untergezogen.


    Quellen:

    ·         G2-Berichte III US Corps vom 26.12.44, 28.12.44, 12.01.45, 13.01.45, 14.01.45.

    ·         BA-MA WF 03-4694, KTB OB West, Bd. 6, S. 75.

    ·         Tagebuch 4th US Arm Div, 23.12.44, 26.12.44.


    Die Namen sind mit Vorsicht zu genießen, da die Amerikaner in den G2-Berichten die Namen häufig nur phonetisch erfasst haben.


    Beste Grüße

    Timm

  • Hallo,


    anbei ein paar Info von mir.


    Alle Angaben mit Stand vom 15.03.1945.


    3./405

    Batteriechef Oblt. d.R. Hans-Jürgen Mertins (Chef seit 01.12.44)

    Ab 01.03.1945 übernimmt er die Funktion des Abt.Kdr. da Hptm.d.R. Fr.Wilh. Rohden im Lazarett ist)

    VB-Offizier Lt. d.R. Paul Lübke seit 20.02.1945

    Bttr.Offz. Lt. d. R. Horst Grundmann


    Es muss davon ausgegangen werden das das im Raum südwestlich.weslich von Breslau Februar/März 1945 eingesetzt war.

    Darauf deuten die VBL DRK hin ebenso das Lt. der IV/405 in ordensmühl am 17.02.1945 gefallen ist.

    Ein Hinweis könnten auch die Einlieferungen von Offizieren in Feld-Lazaretten sein:

    Lt. Goerke 4./405, 25.02.1945 ins Laz. Frankenstein

    Lt. Hausmann Karl-Friedrich Stabsbttr. 06.03.1945 Laz. Nachod

    Hptm. Fr.Wilh. Kdr. I/405 am 01.03.1945 Laz. Kudowa

    Obstl. Reisemüller Kdr. VAK 405, am 14.03.1945 Laz. Kudowa

    Lt. Kemper als Führer eines Kommandos von Breslau noch nicht zurückgekehrt (15.03.1945).


    Quelle T78R946, VBL-DRK

    Grüße Matthias

  • Hallo Hans,


    Am 14.01.1945 wurde das Volksartillerie-Korps 408 zusammen mit dem Volksartillerie-Korps 405 an die Ostfront verlegt.

    Zu Beginn der russischen Offensive am 16.04.1945 unterstand das Volksartillerie-Korps 408 dem Artillerie-Kommandeur 125 (Oberst Hans-Oskar Wöhlermann), der dem LVI. Panzerkorps unterstellt war.

    Das Volksartillerie-Korps 408 wurde von Oberstleutnant Adams befehligt und verfügte über insgesamt 6 Abteilungen.

    Am 20.04.1945 lag das LVI. Panzerkorps zusammen mit dem Volksartillerie-Korps 408 in der Linie Köpenick - Bliesdorf.

    Am 22.04.1945 entschied sich der kommandierende General des LVI. Panzerkorps General Weidling, nachdem ihm sowohl vom kommandierenden General der 9. Armee General Busse mit Erschiessung gedroht wurde, wenn er nicht unverzüglich Anschluss an die 9. Armee nähme als auch von Hitler selbst falls er nicht unverzüglich mit seinem Korps nach Berlin hineinkäme, zum sofortigen Übergang über die Spree, um bei Königswusterhausen Anschluss an die 9. Armee zu suchen und mit den anderen Korps der Armee die Stadt Berlin südlich zu umgehen. Bis auf die 11. SS Panzergrenadier-Division "Nordland" sollte das LVI. Panzerkorps in der Nacht vom 22. auf den 23.04.1945 in Oberschönweide und Köpenick über die Spree gehen.

    Am frühen Morgen des 23.04.1945 befand sich das neue Stabsquartier des LVI. Panzerkorps in Rudow und der Artillerie-Kommandeur 125 (Oberst Wöhlermann) nahm von dort Verbindung mit dem Kommandeur des Volksartillerie-Korps 408 (Oberstleutnant Adams) auf, der sich aber entgegengesetzt der Weisung von Oberst Wöhlermann mit seinem Gefechtsstand in Tempelhof befand.

    Am Abend des 23.04.1945 erhielt General Weidling den Befehl mit allen Truppen des LVI. Panzerkorps in die Stadt hineinzugehen.

    Am Nachmittag des 24.04.1945 erkundete der Artillerie-Kommandeur 125 (Oberst Wöhlermann) in der Stadt Stellungen für das Volksartillerie-Korps 408 und die 4 Artillerieregimenter der 4 dem LVI. Panzerkorps unterstellten Divisionen. Da die Stadt ein Trümmerfeld war, boten sich nur der Tiergarten und der Botanische Garten sowie grössere Plätze wie Lützowplatz, Steinplatz, Belle-Allianceplatz, Lustgarten und Alexanderplatz und das Bahnhofsgelände des Potsdamer- und Anhalter Bahnhofs als Stellungen für die Artillerie an. Die Versorgung der Artillerie des LVI. Panzerkorps war zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr möglich, da die beiden Munitionslager am Güterbahnhof Nikolassee und am Teufelsee im Grunewald bereits zu diesem Zeitpunkt von den Russen erobert waren. In einem weiteren Munitionslager an der Überführung der alten Wannseebahn über dem Landwehrkanal lagerte nur russische 7,62 cm Munition und es gab nur 4 Geschütze, für die diese Munition verwendet werden konnte.

    Nachdem Ende April 1945 grosse Teile der Stadt von der russischen Armee erobert waren, blieb nur noch der Tiergarten, um Stellungen für die Artillerie einzurichten.

    Letztendlich gelang 215 Angehörigen des Volksartillerie-Korps 408 der Ausbruch aus Berlin; sie wurden am 29.04.1945 von 84. US Infanterie-Division gefangengenommen.


    Gruss

    Wolfgang


    Quelle : Erfahrungsbericht von Oberst Wöhlermann

  • Hallo Hans,


    ab 25.02.1945 bis 15.04.1945 ist das Volks-Artillerie-Korps 405 bei der 17. Armee zufinden.

    Zumindest bei der Anzahl der 7,5 cm Pak.



    Es kann sein das nicht alle Abteilungen des Korps bei der 17. Armee eingesetzt waren.


    Quelle: como - 500-12470-34 und folgende

    Files

    • 405.JPG

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    Grüße Matthias

  • Hallo Matthias!


    Du berichtest über das Volksartilleriekorps 405. Hans sucht jedoch Infos zum Volksartilleriekorps 408.


    Viele Grüße


    Björn

  • Hallo,


    trotz Brille einen Zahlendreher gelesen, Asche auf mein Haupt.;(


    Da werde ich natürlich mal nach dem Volksartilleriekorps 408 suchen.

    Grüße Matthias

  • Hallo,


    anbei eine kleine Entschädigung für meien "Fehlsuche".;)


    Stellenbesetzung: Stand 15.02.1945

    Kdr. VAK 408: Oberstleutnant d.R. Günther Adam seit 01.10.1944

    Offz. zbV: Hptm. d.R. Heinrich Krätzig (April 45 vermisst)

    Ord.Offz.: Lt.d.R. Artur Schulz

    Stabs-Batterie Oblt. d. R. Franz Günther seit 07.11.1944


    Kdr. I./VAK 408: Hauptmann Fasching seit 06.10.1944

    Stabs-Batterie: Hptm.d.R. Herbert Kuhlang seit 26.10.1944

    1./VAK 408: Oblt.d.R. Scholz, Bttr. gilt ab 26.12.1944 als komplett vermisst

    2./VAK 408: Hptm. Oskar Albrecht (POW 24.12.44)(vermisst seit 25.12.1944 bei Bastogne (Belgien)) [1], ab 01.01.1945 Lt. Erich Buchholz

    3./VAK 408: Hptm. Werner Teufel seit 15.10.1944

    Bttr.Offz. Lt.d.R. Josef Winkler

    V.B. Lt.d.R. Ildefonso Marcet


    Kdr. II./VAK 408: Hptm. Otfried Engel seit 08.10.1944

    Stabs-Batterie: Lt.d.R. Roland Zivny seit 15.10.1944

    4./VAK 408: Oblt. Hans-Joachim Stöckel seit 08.10.1944 (Lazrett) Vertretung Lt. Roth

    5./VAK 408: Lt. Hans Thim seit 15.10.1944

    6./VAK 408: -------


    Kdr. III./VAK 408: Hauptmann Gert Huppelsberg seit 18.10.1944

    Stabs-Batterie: Lt.d.R. Johann Waitzbauer seit 15.10.1944

    7./VAK 408: Lt. Rudolf Raschke seit 15.10.1944 (im Lazarett)

    8./VAK 408: Hptm. Middelschulte (verw.), Oblt. Karl Baumann seit 11.02.1945

    9./VAK 408: Oblt.d.R. Bernhard Schramm seit 15.11.1944


    Kdr. IV./VAK 408: Hptm. Peter Heyser seit 22.11.1944

    Stabs-Batterie: Oblt.d.R. Walter Wurmbacher seit 01.10.1944

    10./VAK 408: Hptm. Dietzel (POW 12.01.45), 15.02.1945 Bttr.-Chef Fehlstelle

    11./VAK 408: Hptm. Robert Stadlhofer seit 01.10.1944

    12./VAK 408: ------


    Kdr. V./VAK 408: Hauptmann Kurt Aly seit 08.10.1944

    Stabs-Batterie: Oblt. Wolfgang Schnabel seit 01.10.1944

    13./VAK 408: Hptm.d.R. Claus Frese seit 01.10.144

    14./VAK 408: Bttr.-Chef Fehlstelle

    15./VAK 408: -----


    Kdr. VI./VAK 408: Hauptmann d.R. Felix Lorenz seit 12.05.1944

    Stabs-Batterie: Oblt.d.R. Heinrich Marburg seit 01.11.1944

    16./VAK 408: Lt.d.R. Gustav Schnelzer seit 04.10.1944

    17./VAK 408: Oblt.d.R. Horst Lieberich seit 10.12.1944

    18./VAK 408: Lt. Herbert Willmy seit 10.12.1944


    Feldpostnummer der I./VAK 408

    Stab u. Stabs-Bttr. 34959 A

    1. Bttr. 34959 B

    2. Bttr. 34959 C

    3. Bttr. 34959 D


    Anhand des beigefügten Anhang - kannst du die Orte der gefallenen, vermissten, verwundeten Offiziere für das Einsatzgebiet rekonstruieren.

    (Grenze Luxemburg)


    Quelle T78R946, VBL-DRK, FPÜ III

    [1] NARA Rolle T 78 R 949 Card File German Officers who are dead, missing and killed in Action. siehe auch Post von Andre


    EDITH: Ergänzung 02.03.2019(MK)

    Files

    • 408.JPG

      (219.37 kB, downloaded 35 times, last: )

    Grüße Matthias

    Edited 2 times, last by Matthias Köhler ().

  • Hallo Matthias,


    besten Dank für Deine "kleine Entschädigung"! Neben diversen neuen Namen bzw. der Korrektur einiger Namen aus den amerikanischen G2-Berichten, war ich sehr darüber überrascht, dass die 14./ 408 offensichtlich im Rahmen der Fhr.Gren.Brig. an den Weihnachtsfeiertagen 1944 in Eschdorf im Einsatz war. Auch den Einsatz der 14./ 408 im Berle-Riegel hatte ich so noch nicht auf der Rolle. Die Information, die mich allerdings am meisten überrascht hat, ist die Nennung einer VI. Abteilung, die ich so auch nicht in den Unterlagen des OB West nachvollziehen kann. Darf ich daher nach der Quelle fragen?


    Danke und beste Grüße

    Timm

  • Servus Björn, Timm, Wolfgang und Matthias,

    herzlichen Dank für Eure Beiträge und Hilfe bei der Suche nach Daten des VAK 408 bezüglich meines Vaters. Ihr habt mir sehr weitergeholfen! :thumbsup:


    @ Wolfgang

    Du schreibst, dass das VAK 408 am 14.01.1945 an die Ostfront verlegt wurde. Das LdW gibt an, dass das Korps im Februar 1945

    bei der 9. Armee noch im Raum Köln stand. Was kann nun als gesichert angenommen werden?


    Daraus ergibt sich eine weitere Frage. In der Ardennenschlacht war es bei der 7. Armee. Im Ldw wird im Februar die 9. Armee genannt, was auch richtig ist.

    Nur, war das VAK 408 an der Ostfront (Seelower Höhen, Oder), bis zum endgültigen Einsatz in Berlin selbst, auch der 9. Armee unterstellt?


    Beim Einsatz in Berlin ab 23.4.1945 war es dem LVI. (56.) Panzer Korps unter General Weidling eingegliedert. Hatte das 56. Pz-Korps auch eine übergeordenete Armee? War dies wohl auch noch die 9. Armee?


    Zuletzt noch eine Frage zur Kriegsgefangenschaft bei den Amis. Ist bekannt, in welches Gefangenlager die aus Berlin ausgebrochenen Angehörigen des VAK 408 kamen? Vielleicht ist auch bekannt, wo sie in Gefangenschaft geraten sind?


    Ich würde mich sehr freuen, noch einmal auf Eure geschätzte Hilfe hoffen zu können!:)

    Vielen Dank


    Gruß

    Hans


  • Hallo Hans,


    Ich kann dir mit 100% Sicherheit sagen, dass die 9. Armee 1945 niemals an der Westfront im Raum Köln im Einsatz war. Das VAK 408 war nach seiner Verlegung an die Ostfront der 9. Armee unterstellt, aber die 9. Armee befand sich 1944 & 1945 immer an der Ostfront. Die Einheiten, die Ende Februar / Anfang März 1945 im Raum Köln im Einsatz waren, unterstanden der 5. Panzerarmee.

    Das LVI. Panzerkorps unterstand ebenfalls der 9. Armee, denn wie ich schrieb bekam der kommandierende General des LVI. Panzerkorps, General Weidling, am 22.04.1945 vom kommandierenden General der 9. Armee, General Busse, den Befehl Anschluss an die 9. Armee zu suchen.

    Die 215 Angehörigen des VAK 408, denen der Durchbruch zu den amerikanischen Linien an der Elbe gelang, wurden von der 84. US Infanterie-Division im Raum Wittenberge gefangengenommen. In welches Kriegsgefangenenlager die Amerikaner sie im Anschluss gebracht haben, kann ich dir leider nicht sagen.

    Gruss


    Wolfgang

  • Hi

    Es gibt noch ein Buch über die Kämpfe um Berlin.

    Es ist von Hamilton Heeresgruppe Weichsel heist es .

    Eventuell ist dort mehr heraus zu bekommen.

    Jan

    Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muss die Gegend verlassen, wo sie gelten. (Johann Wolfgang Goethe)

  • Guten Abend,


    wenn es erlaubt ist noch eine kleine Ergänzung zu Matthias Stellenbesetzungsliste:


    2./VAK 408 Hauptmann Oskar Albrecht, geb. 16.06.1914, vermisst seit 25.12.1944 bei Bastogne (Belgien).


    Quelle: NARA Rolle T 78 R 949 Card File German Officers who are dead, missing and killed in Action.


    Viele Grüße

    Andre

  • ... Buch über die Kämpfe um Berlin.

    Es ist von Hamilton Heeresgruppe Weichsel heist es .

    Eventuell ist dort mehr heraus zu bekommen.

    Hi allseits,


    hier mal der genaue Titel:

    Hamilton, A. Stephan, The Oder Front 1945: Generaloberst Gotthard Heinrici, Heeresgruppe Weichsel and Germany's Final Defense in the East, 20 March-4 May 1945, Helion 2011, z.B. hier klick oder hier klack.

    (1x ...-4 May 1945, 1x ... 3 May 1945 auf dem Deckblatt 8) .)


    ders., The Oder Front 1945, Volume 2, Documents, Records and Personal Accounts

    mit ausführlicher Inhaltsangabe: klickklack.


    Alles auf Englisch und nicht so ganz günstig.


    Grüße, Kordula

  • Hallo Kurdel

    Danke für die Ausfürlichkeit. Hätte es heute auch komplett geschrieben, war unterwegs und die Bücher zu Hause.


    Hatte die damals beim Autor selbst günstig bekommen.

    Die Bücher besitzen eigendlich nur das Wissen was in den NARA Unterlagen zur HGr Weichsel steht.


    NARA ist das günstiger.


    mfg Jan

    Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muss die Gegend verlassen, wo sie gelten. (Johann Wolfgang Goethe)

  • Hi Jan,


    ist ja toll, daß Du die Bände hast.


    Im ersten Band werden unter Part III: The Battle 14 April-3 May (S.117-207)

    die einzelnen Tage aufgelistet.

    Würdest Du vll. mal nachsehen, was bzw. wieviel dort jeweils steht?


    Mich interessiert die Zeit ab 23.04.


    Grüße, Kordula


    PS: Die Inhaltsverzeichnisse für beide Bände sind angehängt.

  • Hi

    Es sind ab dem Datum 44 Seiten.

    Im großen und ganzen geht es um die Gegenangriffe der AGr Steiner, 12. und 9.Armee zur befreiung der Hauptstadt.

    Soll ich was bestimmtes suchen?

    Jan

    Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muss die Gegend verlassen, wo sie gelten. (Johann Wolfgang Goethe)