SS.Pol.Reiter-Abt. III

  • Hallo zusammen,


    ich weiß nicht, ob es für diese Einheit bereits einen eigenen Beitrag gibt. Falls ja, bitte das Dokument dann dort einfügen.


    "Fernschreiben 2.10.44

    von Okdo.H.Gr.Mitte


    an Bef. d. Ordnungspolizei im Gen.Gouv. Krakau

    nachr. A.O.K. 9

    Die im Fernschreiben B.d.O. i. G.G., Ia Tgb.-Nr. 3717/44 (G) vom 29.9.44 beantragte Herauslösung der SS.Pol.Reiter-Abt. III und des Schuma-Batl. (lit.) Nr. 252 konnte im Hinblick auf die Kämpfe im Raum Warschau und die dem Obergruppenführer von dem Bach vom Reichsführer SS für den Einsatz der Kräfte verliehenen Sondervollmachten bisher nicht durchgeführt werden. Die Verbände werden jedoch bis 5.10. herausgelöst und - wie beantragt - nach Radom in Marsch gesetzt.


    Okdo.H.Gr.Mitte

    Ia Nr. 13648/44 geh.

    I.A. gez. v.d.Groeben

    Oberst i.G.


    Die im Fernschreiben B.d.O. i.G.G., Ia Tgb.Nr. 3717/44"



    Herzliche Grüße

    Dieter

  • Guten Tag ans Forum und besonders an Dieter,


    ohne jetzt tiefer in das Thema "SS-Pol.-Reiter-Abt.III" eingestiegen zu sein, so meine ich, dass diese Einheit Ende 1944 aufgelöst wurde.

    Wurde sie etwa aus dem von Dir dokumentierten Einsatz herausgezogen, um aufgelöst zu werden oder gab es einen anderen Grund?


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    (PH)

  • Hallo Kollegen,


    richtig, es gibt bisher keinen eigenständigen Thread zur Polizei-Reiter-Abteilung III. Unser Rolandus/RolandP hat aber bereits in einem anderen Thread schon einiges zur Einheit zusammengetragen. Nachfolgend eine Zusammenfassung, in welcher sich auch eine Antwort (siehe Fettschrift) auf Peters/Danuser Frage befindet.


    PolReiterAbt III FPNr. 16 107


    00.11.1941

    Die Polizeireiterabteilung III wurde im November 1941 aufgestellt und rekrutierte sich aus Angehörigen verschiedener Reiterstaffeln der Polizei in Südwest- und Süddeutschland.


    Ähnlich wie die SS-Kavallerie-Brigade war sie für die Durchkämmung von Wald- und Sumpfgebieten konzipiert.

    (Deutscher Osten 1939 – 1945, Der Weltanschauungskrieg in Photos und Texten , Klaus-Michael Mallmann, Vol-ker Rieß, Wolfram Pyta (Hrsg.), Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt, 2003, 204 Seiten, gebunden, hardcover, S. 167 – 171, 2 Photos Nr. 83 und 84 aus BAL 208 AR-Z 24/63, Bd.4, Bl. 719: Umschlag mit 10 Photos, alle ohne Beschriftung. Sie gehörten als Anlage zu einer Vernehmung eines ehem.Angeh.d.Abt v. 5.3.1964, in dieser fehlt aber jeder Hinweis auf die Photos)


    Laut Feldpostübersicht (?) wird die Aufstellung der Pol.Reiter-Abt III, HStOrt Posen, mit 1. – 3.Schwadron erst 1943 genannt, Einsatz in Lublin/Generalgouvernement (Kannapin, S. 570)


    00.05.1942

    Nach der Ausbildung in Posen und Kattowitz wurde die Abteilung im Mai 1942 in den Distrikt Lublin verlegt, schwadronsweise auf die kleinen Städte längs des Bug verteilt und vom Kommandeur der Ordnungspolizei mit der „selbständigen taktischen Führung“ des neu geschaffenen Sicherungsabschnittes Bug beauftragt. Dort blieb sie bis Juli 1944 dauernd stationiert, ehe sie am 20.Oktober 1944 aufgelöst wurde. (Mallmann, S. 167, s.a. S. 195, Anm. 171 KdO Lublin, Rgts.Befehle v.9.7.u.27.8.42, BAL DokSlg.Polen, 365 A 4, Bl.15ff, 54f, KdG Lublin, Standorte der Truppenpolizei im Distrikt Lublin v. 9.9.42, BAL Dok.Slg. Polen, 365s Bl. 411 ff))


    Obwohl oder gerade weil der Polizei-Reiterabteilung III die polizeiliche Sicherung und Befriedung der östlichen Teile des Distrikts Lublin zufiel, beteiligte sie sich maßgeblich an der Vernichtung der Juden. Im Rahmen der „Banditenbekämpfung“ durchstreiften die Polizeireiter die ausgedehnten Wälder, machten Jagd auf geflüchtete und versteckte Juden und ermordete sie erbarmungslos, selbst wenn es sich um Unbewaffnete oder Kleinkinder handelte. (Mallmann, S. 167)


    Im Mai 1942 wurde Oberveterinär der Polizei Dr. Stift, PV Berlin, unter Aufhebung seiner Abordnung zu der Poll-Reiter-Abteilung III, zum Polizei-Gebirgsjäger-Regiment abgeordnet.


    03.12.1942

    Im Rahmen einer Partisanenunternehmung um Wald zwischen Lubartow und Parzew am 3.und 4.De-zember 1942 mit Teilen des Pol.Rgt 22, des I. SS-Gendarmerie-Bataillons, der Reiterabteilung III und der Gendarmerie Lubartow sollen 77 Partisanen und 74Juden umgekommen sein.

    (Stefan Klemp, Nicht ermittelt, Klartext-Verlag Essen, Jan.2005, S. 303)


    Warum in diesem Zusammenhang gegen Angehörige des Pol.Reiter-Zuges Lublin des SS-Pol.Rgt 25 (s.d.) ermittelt wurde, ist unklar. (der Verf., 7.2005)


    In wie weit 1943 die Pol.Reiter-Schwadron Lublin des SS-Pol.Rgt 25 (s.d.) zur Aufstellung der Pol.Reiterabt III herangezogen wurde, kann bisher nicht gesagt werden.


    28.01.1943

    Lagebericht der 3.Schwadron Polizeireiterabteilung III für 1. – 31.1. 1943, v. 28.1.1943, Unterabschnitt Hrubieszow: „ ... Die Judenfrage ist als gelöst zu betrachten, Juden dürften sich nur noch vereinzelt in den Wäldern aufhalten und sind, da sie von der Bevölkerung nicht unterstützt werden, schon weitgehend entkräftet, ihre Zahl nimmt laufend ab. ...“

    (Mallmann, S. 167,s.a. S. 195, Anm.177: BAL DokSlg.Polen, 365 w, Bl.238)


    05.02.1943

    Als der Kommandeur der Ordnungspolizei im Distrikt Lublin etwa „Vorschläge zur wirksamen Bekämpfung der unsicheren Elemente“ anforderte, meldete die Pol.Reiterabteilung III am 5.2.1943 lapidar: „Helfershelfer von Banditen sind auszurotten“.

    (Mallmann, S. 167,s.a. S. 195, Anm.180: BAL DokSlg.Polen, 365 w, Bl.247)


    07.06.1943

    Der Chef der Ordnungspolizei Kdo I O (3) 1 Nr. 310/43 Berlin, den 7.Juni 1943

    Betr.: Bestimmung von Heimatstandorten für die SS-Pol.-Reiter-Abteilungen I – III


    Für die SS-Pol.-Reiter-Abteilungen I – III werden folgenden staatliche Polizeiverwaltungen als Heimatstandorte bestimmt:

    Für die SS-Pol.-Reiter-Abteilung I die PV Berlin,

    für die SS-Pol.-Reiter-Abteilung II die PV Wien und

    für die SS-Pol.-Reiter-Abteilung III die PV Posen.


    Zusatz für den Inspekteur der Ordnungspolizei Stettin:

    Auf den Bericht vom 25.Mai 1943 – K 1800

    Im Auftrage gez. Flade Für die Richtigkeit gez. Degener, Major der Schutzpol.

    (T175 R 7 Bild 0135)


    25.06.1943

    In einem Bericht des KdO Lublin an HSSPF und SSPF vom 25.6.1943 heißt es: „ ...Wie ich festgestellt habe, ist die Zahl der Gehöfte und Gebäude, die bei Polizeiaktionen verbrannt worden sind, viermal so hoch wie die Zahl der Gehöfte und Gebäude, die durch Banditen in Brand gesetzt worden sind. ...“

    (Mallmann, S. 167,s.a. S. 195, Anm.181: BAL DokSlg.Polen, 365 x, Bl.511)


    06.07.1943

    Tagesmeldung KdO Lublin/Ia an BdO v. 6.7.1943: „Im Feuerkampf wurden 10 Juden vernichtet. Erbeutet einige Schuss Munition“.

    (Mallmann, S. 167,s.a. S. 195, Anm.173: BAL DokSlg.Polen, 365 A 1, Bl.20)


    14.08.1943

    Tagesmeldung KdO Lublin/Ia an BdO v. 14.8.1943: „ Während der Aktion wurden 475 Juden vernichtet. Erbeutet: 22 Schuss Munition.

    (Mallmann, S. 167,s.a. S. 195, Anm.174: BAL DokSlg.Polen, 365 A 1, Bl.198, s.a. Dieter Pohl, Von der Judenpolitik zum Judenmord, Der Distrikt Lublin des Gen.Gouv. 1939 – 1944, Frankfurt a.M., 1993, S. 168 ff)


    14.10.1943

    Als am 14.Oktober 1943 der Aufstand der Juden im Vernichtungslager Sobibor ausbrach, war die Polizeireiterabteilung III sofort zur Stellen und umstellte die zurückgebliebenen „Arbeitsjuden“, bevor sie liquidiert wurden. „Von den 300 entwichenen Juden konnten im Zusammenwirken mit der Wehrmacht und des Zollgrenzschutzes etwa 100 Juden vernichtet werden“, berichtete die 1.Schwadron später. (S.a. Tagesmeldung des KdO/Ia an den BdO v. 15.10.1943, Lagebericht der 1.Schwadron Polizeireiterabt.III für 26.9. – 25.10.1943

    (Mallmann, S. 167,s.a. S. 195, Anm.173: BAL DokSlg.Polen, 365 y, Bl.1087 ff, 365 z, Bl. 209)


    Ein ehemaliger Angehöriger der Abteilung berichtete dazu nach dem Krieg: „ ... Berichten kann ich dagegen von einem Einsatz in Sobibor. An einem Abend im Herbst 1943 – ein Datum kann ich nicht nennen – erhielten wir einen Einsatzbefehl für einen auswärtigen Einsatz von Cholm aus. ... Bei Anbruch der Nacht trafen wir in Sobibor ein. Wir mussten das Lager umstellen, in Abständen von etwa 10 – 20 m von Mann zu Mann. ... Wir erfuhren auch von dem bereits stattgefundenen Aufstand der Häftlinge und auch davon, dass einige der Häftlinge ausgebrochen waren. Danach bezogen wir unsere Posten. Wir sollten verhindern, dass erneut ein Ausbruch stattfinden konnte. Diese Posten behielten wir bis zum Morgengrauen.

    Im Morgengrauen wurden wir ins Lager geführt. Dort wurden durch die noch verbliebenen SS-Lagerbewacher die Juden aufgestellt. Dann begann die Strafaktion. Diese wurden folgendermaßen durchgeführt: Von einer fremdvölkischen Einheiten wurde ein Spalier gebildet. Durch dieses beiderseitige Spalier wurden immer nacheinander zwei der Juden hindurchgejagt. Während des Durchlaufens schlugen die Männer der fremdvölkischen Einheit mit schweren Knüppeln, ähnlich Zaunpfählen, auf die Juden ein, bis diese tot liegen blieben. Dann kamen die nächsten dran. ...“

    (Mallmann, S. 169-170 Alex W. v. 26.6.1964, Auszüge)


    23.10.1943

    Lagebericht des Unterabschnittführers Cholm, Hauptmann d.SchP. Weiß v. 25.3.1943

    Lagebericht des Schwadrons-Chefs im Unterabschnitt Cholm, Oberleutnant d.SchP. Kamphausen, vom 23.10.1943 (Bruno Wasser, Himmlers Raumplanung im Osten: Der Generalplan Ost in Polen 1940-1944 Birkhäuser Verlag, 1993 Basel, Schweiz, Stadt Planung Geschichte, Band 15, (Taschenbuch), S. 257, Anm. 157)


    03.11.1943

    Als am 3.und 4.November 1943 das Unternehmen „Erntefest“ anstand – das mit 42 000 Ermordeten größte Judenmassaker des Zweiten Weltkrieges, bei dem die Juden in den Lagern Majdanek, Trawniki und Poniatowa vernichtet wurden – stellte die Polizeireiterabteilung III wenigstens die Absperrung in Majdanek. S.a. Lagebericht Unterabschnitt Cholm Polizeireiterabteilung III für 26. – 25.11.1943 v. 23. 11.1943 (Mallmann, S. 167,s.a. S. 195, Anm.178 sowie 179: BAL DokSlg.Polen, 365 z, Bl.225)


    26.06.1944

    Lagebericht des stellvertretenden Abt.Kdr. der SS-Pol.Reiter-Abt. III in Cholm, Hauptmann d.SchP. Wullbrandt v. 26.6.1944 (Bruno Wasser, Himmlers Raumplanung im Osten: Der Generalplan Ost in Polen 1940-1944 Birkhäuser Verlag, 1993 Basel, Schweiz, Stadt Planung Geschichte, Band 15, (Taschenbuch), S. 256, Anm. 151)


    15.07.1944

    Laut Chef der Ordnungspolizei, Kdo. g. I – Org./ Ia (3) Nr. 221/44 (g.) vom 15.Juli 1944 betrifft „Übersicht über die Kräfte der Ordnungspolizei und ihren Einsatz“, Stand 15.Juli 1944, befanden sich im Bereich des Befehlshabers der Ordnungspolizei Krakau, Generalleutnant der Polizei Höring:


    SS-Reiter-Abteilung III in Cholm

    (BA Berlin R 10 – 451/ 36-37 Übersicht über Kräfte der Ordnungspolizei und ihren Einsatz, Stand 15.Juli 1944)


    03.08.1944

    Laut Gliederung des AOK 9, Ia, Nr. 3702/44 geh., Stand 3.8.1944, befand sich im Rahmen des Gen-Kdo. VIII.AK bei der 17.InfDiv u.a. :

    PzGrenLehrBatl, Teile 174.ResDiv, II./PzGrR.73, 2 Kp.Lds.Btl.Lublin, SS-Reiter-Abt 3, 11./SS-Pol-Rgt 25, Lit.WachBtl 252.... (aus Hanns von Krannhals, Der Warschauer Aufstand,Berhard&Graefe, Frankfurt/Main, 1962, S. 355-356, Bumi, H-12-9/99)


    06.08.1944

    Laut Gliederung des AOK 9, Ia, Nr. 3788/44 geh., Stand 6.8.1944 befand sich im Rahmen des Gen-Kdo. VIII.AK, bei der 17.InfDiv u.a.:

    GR 130 (45.GrenDiv.), PzGrenLehrBatl, Teile 174.ResDiv, 2 Kp.Lds.Btl.Lublin, SS-Reiter-Abt 3, 11./ SS-Pol-Rgt 25, Lit.WachBtl 252.... (Krannhals, S. 361-363, Bumi, H-12-9/99)


    14.08.1944

    Laut Gliederung des AOK 9, Ia, Nr. 4002/44 geh., Stand 14.8.1944 befand sich im Rahmen des Gen-Kdo. XXXXVI.Pz.K., bei der 17.InfDiv. u.a.:

    Teile 174.ResDiv, 2 Kp.Lds.Btl.Lublin mit 2./TurkBtl 791, SS-Reiter-Abt 3, 11./SS-Pol-Rgt 25, Lit. Wach-Btl 252.... (Krannhals, S. 376-380, s.a. Kopie, Bumi, H-12-9/99)


    20.10.1944

    Auflösung der SS-Polizei-Reiterabteilung III. (Mallmann, S. 167)


    Auflösung der SS-Pol.Reit.Abt. III laut Kdo g I Org./ Ia Nr. 587 II/44 (g) (ohne Datum in BA Berlin R 10 – 451/ S. 30 Übersicht über Kräfte der Ordnungspolizei und ihren Einsatz, Stand 20.Oktober 1944)


    Der Chef der Ordnungspolizei Berlin, den 13.Oktober 1944

    Kdo g I Org./Ia (3) Nr. 587 II/44 (g)

    Schnellbrief


    Betr.: Auflösung der SS-Pol. Reiter-Abt. III und Neugliederung der SS-Pol. Reiter-Abt. 1

    An

    a) die Höheren SS- und Pol. Führer – BdO – in

    Krakau (m. 12 Nebenabdr. u. KStN gem. Ziff. (19) f. d. SS-Pol. Reiter-Abt. 1, 4 Nebenabdr. f. d. SS-Pol. Reiter-Abt. III und 1 Nebenabdr. f. d. Leiter d. zahnärztl. Prüfstelle)

    Danzig (m. 1 Nebenabdr. f. d. Pol.-Schule (SchP.) in Pelplin), Posen, Wiesbaden und Dresden

    b) den Pol.- Präsidenten in Berlin (m. 1 Nebenabdr. f. d. Kdo. d. SchP.)

    c) die Pol.-Verwaltungen in Litzmannstadt und Mainz,

    d) die Pol.-Waffenschule I in Dresden-Hellerau

    e) die Pol.-Reiter-Ers.-Abt. in Posen

    f) die Pol.-Schule f. Kraftahrwesen – Kraftfahrer-Ers.-Abt. – in Iglau

    g) die Pol.-San.-Ausb.-und Ers.-Abt. in Tabor/Prot.

    h) die Pol. Vet.-Ers.- und Ausb. Abt. in Rathenow

    j) das Hauptzeugamt der Ordnungspolizei - Waffenmeistergeh.-Ers.-Abt. in Greifswald/Pom.

    k) die Pol. Dolmetscher-Ers. Einheit in Berlin-Spandau

    l) das Pol. – Rechnungsamt f. ausw. Einsätze in Grünheide üb. Erkner

    m) den Rechnungshof des Deutschen Reiches in Potsdam


    (1) Die SS-Pol.- Reiter-Abt. III ist sofort vom BdO Krakau aufzulösen. Als Tag der Auflösung wird der 20.10.1944 bestimmt.


    (2) Die Abwicklung der Auflösung der SS-Pol. Reiter-Abt. III ist beschleunigt nach der PDV 33 durchzuführen. Für die Abwicklung sind nur die unbedingt notwendigen Kräfte einzuteilen. Die Namen der für die Abwicklungsarbeiten herangezogenen Offiziere, Verwaltungsbeamten, Unterführer und Männer sind mir unter Angabe der Heimatdienststellen durch FS zu melden.

    Nach Abschluss der truppenmäßigen Abwicklung im Einsatzgebiet sind die noch zu erledigenden verwaltungsmäßigen Arbeiten von den mit der Abwicklung betrauten Pol. Verwaltungsbeamten im Heimatstandort durchzuführen. Bei Inmarschsetzung des Verwaltungsbeamten zum Heimatstandort ist mir die voraussichtlich Dauer der Abwicklung zu melden. Über den Abschluss der Abwicklung ist mir zu berichten.

    Das Kriegstagebuch ist abzuschließen und mir vorzulegen.


    (3) Mit dem durch die Auflösung der Reiter-Abt. III freiwerdenden Personal und Material ist die SS-Pol. Reiter-Abt. 1 beschleunigt neuaufzustellen.


    (4) Gliederung der SS-Pol. Reiter-Abt. 1

    Abteilungsstab KStN 302, ohne Abs. c

    Nachr.-Zug gem. beil. StN

    1. – 3. Reiterschwadron KStN 311 v. 1.3.44 (Bewaffnung jedoch gem. Ziff. 6d)

    4. (MG) Schwadron KStN 317 v. 1.2.41

    le. Kav.-Kolonne KStN 359


    (5) Heimatstandort: PV Berlin

    Ersatzeinheit: Pol. Reiter- Ers. –Abt. Posen


    (6) Abweichungen von der KStN:

    a) Über das in der KStN festgelegte Soll werden für den Abtlgs.-Stab genehmigt:

    1 Rev.Lt. des Beschlagdienstes

    1 Vet.-Gehilfe

    b) Panzervernichtungstrupps werden im Augenblick noch nicht aufgestellt. Die Stellen stehen jedoch den Schwadronen zur Verfügung.

    Anstelle der in den Spalten h – 1 der ‚KStN 311 aufgeführten Waffen sind für die 1. – 3. Reiter-Schwadron zuständig:

    150 Gewehre

    17 Pistolen

    13 MPi

    10 le.MG

    Die Aufteilung dieser Waffen innerhalb der Schwadron bleibt dem Führer der Einheit überlassen.


    (7) Personelle Bestimmungen

    a) Zum Kommandeur der SS-Pol. Reiter-Abt. 1 wird Major d.SchP. Aschrich, PV Litzmannstadt, bestimmt.

    b) Die von der SS-Pol. Reiterabteilung III zur SS-Pol. Reiterabt. 1 getretenen Offiziere, Pol. Verw. Beamten und Angehörigen der Sonderdienste (Nachr.-Männer, Kraftfahrer, SDG, Waffenmeistergeh., Dolmetscher usw.) sind mir umgehend namentlich zu melden.

    c) Überzähliges Personal ist unter namentlicher Meldung an mich wie folgt in Marsch zu setzen:

    Offiziere zur Pol. Reiter-Ers.-Abt. Posen

    Pol.- Verwaltungsbeamte zu den Heimatdienststellen

    Kraftfahrer zur Pol.-Schule f. Kraftfahrw. In Iglau – Kraftfahrer- Ers.-Abt.

    Nachr.-Personal zur Pol.-Waffenschule I Dresden-Hellerau

    San.-Dienstgrade zur Pol. San.-Ausb.- u. Ers.-Abt. in Tabor/Prot.

    Vet.- und Hufbeschlagspersonal zur Pol. Vet.-Ers.- u. Ausb.-Abt. in Rathenow

    Waffenmeistergehilfen zum Hauptzeugamt d. OP – Waffenmeistergeh. Ers.-Abt.

    Greifswald/Pomm.

    Futtermeister zur Pol. Reiter-Ers.-Abt. in Posen

    Dolmetscher zur Dolmetscher-Ers.-Einheit in Bln.-Spandau


    (8) Wirtschaftliche Versorgung

    Die neu aufgestellte Pol. Reiter-Abt. 1 wird zur kassenführenden Stelle bestimmt.

    Wirtschaftliche Versorgung nach der PDV 33

    Rechnung und Prüfung, Pol. Rechnungsamt für ausw. Einsätze in Grünheide über Erkner


    (9) Ärztliche Versorgung

    OStA d. Pol. Dr. Kümmel, PV Mainz, tritt unter Aufhebung seiner Abordnung zur SS-Pol. Reiter-Abt. III zur PV Berlin. Sein Eintreffen ist mir fernmündlich zu melden.

    Die ärztliche Versorgung bei der Pol. Reiter-Abt. 1 erfolgt durch den bereits dorthin abgeordneten StA. d. Pol. Kuus, Pol.-Schule (Schutzpol.) Pelplin, Krs. Dirschau.


    (10) Zahnärztliche Versorgung

    Die zahnärztliche Versorgung ist durch den Leiter der zahnärztlichen Prüfstelle beim jeweiligen BdO sicherzustellen.


    (11) Tierärztliche Versorgung und Hufbeschlag

    Abteilungsveterinär bleibt der bisherige Abteilungsveterinär der SS-Pol. Reiter-Abt. 1

    Über die weitere Verwendung des Obervet. d. Pol. Berger, SS-Pol. Reiter-Abt. III, erfolgt Sondererlass.

    Der Vet.-Gehilfe, Rev. Obwm. d.SchP. Schill, von der SS-Pol. Reiter-Abt. III verbleibt bei der neuen SS-Pol. Reiter-Abt. 1

    Zur Durchführung des Hufbeschlages sind zu den bereits vorhandenen Beschlagschmieden der SS-Pol. Reiter-Abt. 1 die erforderlichen Beschlagdienstgrade der SS-Pol. Reiter-Abt. III zu entnehmen. Im Übrigen verweise ich auf Ziff. 87) Abs. c) dieses Erlasses. Nach Aufstellung der Abteilung ist mir ein namentliches Verzeichnung über das Gesamtbeschlagpersonal vorzulegen.


    (12) Materielle Bestimmungen

    Das gesamte Material der SS-Pol. Reiter-Abt. III – Waffen, Geräte, Bekleidung, Kraftfahrzeuge, besp. Fahrzeuge, Nachr.-Gerät, Vet.- und Hufbeschlaggerät, Truppenbetreuungsmittel, Geschäftszimmer- und Unterkunftsgerät, Unterkunftsspinnstoffe usw. – ist an die SS-Pol. Reiter-Abt. 1 abzugeben. Bei der SS-Pol. Reiter-Abt. 1 dann noch etwas vorhandenes Fehl ist mir unter Angabe der Istbestände – getrennt nach Einheiten – zu melden.

    Das zuständige Soll an Waffen usw. ist aus der Anlage ersichtlich.

    Überzähliges Material ist mir zu melden. Über weitere Verwendung ergeht besonderer Erlass.


    (13) Pferde und Pferdeausrüstungen

    Der gesamte Pferdebestand und die gesamte Pferdeausrüstung der SS-Pol. Reiter-Abt. III sind an die SS-Pol. Reiter-Abt. 1 abzugeben. Fehlbestand an Pferden – getrennt nach Reit- und Zugpferden – bei mir anfordern. Etwa überzählige Pferde und Ausrüstungsstücke sind mir zu melden.


    (14) Kraftfahrzeuge

    Die SS-Pol. Reiter-Abt. 1 hat sämtliche Fahrzeuge nach Übernahme der Kraftfahrzeuge der SS-Pol. Reiter-Abt III unter Angabe von Fahrzeugart, Fabrikat, RMdI-Nr. und Heimatdienststelle zu melden.

    Über Zuteilung der Kraftfahrzeuge ergeht Sondererlass.


    (15) Die Ernennung des Fürsorgeoffiziers hat gem. RdErl. v. 13.8.1943 – O-Kdo II P I (P Allg. 5) 176/43 – (MBliV S. 1343) zu erfolgen.

    (16) Für Ausstattung mit Erkennungsmarken ist RdErl. v. 20.10.1942 – MBliV S. 2041 – und RdErl. v. 16.3.44 – BefBlO S. 83 – maßgebend.

    (17) Verluste sind gem. Rd.Erl. v. 15.7.1942 – MBliV S. 1503 – und Ergänzungsbestimmungen zu melden.


    (18) Feldpost

    a) Die Fp.Nr. 16107 A-D der SS-Pol. Reiter-Abt. III ist OKH zur Verfügung gestellt worden.

    b) Die Fp.Nr. 45231 ist von der neuaufgestellten SS-Pol. Reiter-Abt. 1 wie folgt zu führen:

    Stab Unterscheidungsbuchstabe A, 1. – 4.Schwadron B – E, le. Kav.-Kolonne F.


    (19) Verteiler für KStN:

    Abt.-Stab 1 Zusammenstellung

    Schwadron bzw. Kolonne usw. je 1 Exemplar der zuständigen KStN

    (20) Kriegstagebuch:

    Auf die Bestimmungen über die Führung der Kriegstagebücher (vgl. Erl. v. 23.5.40 – Kdo O (1) Nr. 371/40 (n. v.) – und die ergangenen Nachtragserlasse, insbesondere Erl. v. 20.6.1943 – Kdo I-Ia (Ic) 26 Nr. 4/42 (n. v.) – weise ich hin.

    (21) Die Aufstellung der SS-Pol. Reiter-Abt. 1 ist mir vom BdO Krakau unter Beifügung einer Offiziersstellenbesetzung zu melden.

    Im Auftrage gez. Kröger (T175 R8 2 509 029 – 033)


    Kommandeur:


    Hauptmann/ Major Wilhelm Hofmann 02.08.44 – 00.02.45

    (s. a. Reiter-Abt. II)


    IVc:

    Oberveterinär der Polizei Dr. Stift 00.00.00 – 00.05.42

    (PV Berlin, unter Aufhebung seiner Abordnung zu der Pol.-Reiter-Abteilung III zum Pol.Geb.Jg.Rgt) ...


    Liebe Grüße

    Daniel

    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

    Edited once, last by Policeman ().

  • Hallo Peter und Daniel,

    herzlichen Dank für eure Beiträge, insbesondere die umfangreiche Zusammenstellung und den Auflösungsbefehl.


    Es grüßt Euch

    Dieter

  • Hallo Freunde,


    in den letzten zwei Jahren sind durch meine intensiven Recherchen in Polen zur Gendarmerie auch einige fragmentarische Unterlagen zur Polizei-Reiter-Abteilung III aufgetaucht. Bis heute habe ich es leider noch nicht geschafft sie zu ordnen, geschweige denn abzutippen. In Zukunft werde ich aber auch hier einige Sachen nach und nach einstellen.


    Weiterhin wäre es von Vorteil, wenn einer der Moderatoren die Threadüberschrift in "Polizei-Reiter-Abteilung III" ändern könnte. Im Voraus herzlichen Dank dafür.


    Für den Anfang heute mal ein Dokument zum Kommandeur der Polizei-Reiter-Abteilung III, Major d.SchP. Alfred EGGERT, welches ich vor kurzem käuflich erwerben konnte.


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    Liebe Grüße

    Daniel

    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

  • Hallo Daniel,


    was ist der Grund. dass die Überschrift abgeändert werden soll?

    Das in Deinem Vorschlag weggelassene "SS" ist eigentlich die korrekte Einheitsbezeichnung, so auch in Deinem angehängten Dokument.

    Oder meinst Du etwas anderes?


    Herzlichen Gruß in die Lausitz

    Dieter

  • Hallo Dieter,


    bitte nicht falsch verstehen. Ich selbst habe mit irgendwelchen Bezeichnungen überhaupt kein Problem, denn wir wissen letztlich worum es geht. Aber wissen das auch andere (speziell Laien)?


    1. Grund:

    Abkürzungen wie "SS-Pol.Reiter-Abt. III" sind für die Suchmaschine im Forum und auch im Internet einfach nicht optimal. Auf deutsch gesagt, findet solche Titel kein Mensch. Daher bin ich generell der Meinung Einheitsbezeichnungen, wenn möglich, auszuschreiben. Zumal wir in diesem Fall genau wissen, um welche Einheit es sich handelt.


    2. Grund:

    Du hast natürlich vollkommen recht. Die Bezeichnung SS-Polizei-Reiter-Abteilung III ist für den Zeitraum ab 24. Februar 1943 fachlich natürlich nicht falsch. Sie führt aber m. M. nach dennoch Laien in die Irre. Denn die Einheiten waren trotz Himmlers Erlass, der die Umbenennung und Zusatzbezeichnung "SS-" zur Folge hatte, weiterhin Einheiten der Ordungspolizei (OrPo) und nicht der Waffen-SS. Weiterhin kommt hinzu, dass die Fachliteratur, siehe dazu Klemp, Curilla, Mallmann etc., ebenfalls die Bezeichnung "Polizei-Reiter-Abteilung III" verwendet und somit auch auf die Zusatzbezeichnung "SS-" verzichtet.


    Liebe Grüße

    Daniel

    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

    Edited 2 times, last by Policeman ().

  • Hallo Freunde,


    hier meinerseits erste Ergänzungen zur Polizei-Reiter-Abteilung III. Auf Quellenangaben habe ich generell verzichtet.


    07.05.1942

    Gemäß Erlass des RFSS und Chef der Deutschen Polizei vom 14.04.1942 wurde Stabsveterinär Dr. KIEHAS unter Aufhebung seiner Abordnung zum Polizei-Regiment Lublin als Abteilungsveterinär der Polizei-Reiter-Abteilung III – Standort Jaslo – zugeteilt. Stabveterinär Dr. KIEHAS wurde am 07.05.1942 nach seiner neuen Dienststelle in Marsch gesetzt.


    13.05.1942

    Laut Einsatzbefehl des KdO Lublin vom 13.05.1942 sollte die Polizei-Reiter-Abteilung III, neben dem Reserve-Polizei-Bataillon 41, der SS-Reiterschwadron Cholm sowie 300 Trawniki-Männern zur Befriedung des Distriktsbereichs westlich des Bug eingesetzt werden.


    06.06.1942

    Stabsveterinär d.Pol. Dr. KIEHAS, Reiterabteilung III, war ab 06.06.1942 auf Anordnung des BdO Krakau mit der vorläufigen Führung der Abt. IV c Polizei-Regiment Lublin beauftragt worden.


    21.06.1942

    Gemäß Erlass des RFSS vom 21.06.1942 wurden aus Anlass der Sonnenwendfeier zum Oberleutnant d.SchP. ernannt:

    Ltn. d.SchP. Rudolf EMMERLING (PV Stuttgart),

    Ltn. d.SchP. Paul SEIBOLD (PV Berlin),

    beide Pol.-Reiterabt. III.

    Rangdienstalter: 21.06.1942


    16.07.1942

    Gemäß Erlass des BdO Krakau vom 13.06.1942 wurde der Oberstabsveterinär d.Pol. Dr. HOFMANN, bisher Stab des Pol.Rgt. Krakau, bis auf weiteres zum Stab des Pol.-Rgts. Lublin abgeordnet. Oberstabsveterinär d.Pol. Dr. HOFMANN hatte am 16.07.1942 die Dienstgeschäfte des Rgts-Veterinärs übernommen. Die vorläufige Führung der Abt. IV c durch Stabsveterinär d.Pol. Dr. KIEHAS, Pol.-Reiterabt. III, wurde aufgehoben.


    27.08.1942

    Die Abordnung des Meisters d.SchP. Wilhelm GALSTER, 2./Pol.-Reiter-Abt. III, zur Fahrbereitschaft der K-Staffel, Pol.-Regt. 25 wurde aufgehoben. G. trat zu seiner Einheit zurück und ist am 27.08.1942 nach Stara-Wies in Marsch gesetzt worden.


    28.08.1942

    Änderungen im Fernsprechverzeichnis eingesetzter Einheiten:

    Unter Reiterabt. III ist

    Reiterzug Adamow, Krasnobrod 10, zu streichen und dafür Zamosc 5, 7 und 11, Pol.-Vermittlung zu setzten

    Reiterzug Jyszowce ist zu streichen und dafür Tomaszow Nr. 90 zu setzen.

    Reiterzug Josefow ist zu streichen und dafür Lubliniec Nr. 2 zu setzen.


    17.09.1942

    Zahnärztlicher Gesundheitsdienst:

    Beim Auftreten von Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten war jeweils die nächstgelegene Zahnärztliche Station der Polizei in Anspruch zu nehmen, sofern am Standort der Einheit eine Versorgung durch die Zahnärztlichen Stationen der Wehrmacht, Waffen-SS und anderer Formationen nicht möglich war. Nachfolgend aufgeführte Zahnärztliche Stationen standen für die zahnärztliche Versorgung der Pol.-Einheiten zur Verfügung:

    1). Ortsfeste Zahnärztliche Station des Pol.-Rgts. 25 in Lublin, Gerhard Wagner-Str. 5,

    2). Zahnärztliche Station (mot.) des Pol.-Rgts. 25 in Zamosc,

    3). Zahnärztliche Station (mot.) der Pol.-Reiterabteilung III in Radzyn (Geschäftszimmer III./Pol. 25)


    19.09.1942

    Hauptmann d.SchP. ROTHER, Polizei-Reiterabteilung III, wurde gemäß Fernschreiben des Polizeipräsidenten in Wien vom 19.09.1942 zum 9. Taktik-Lehrgang beim Polizei-Bataillon Dresden-Hellerau abgeordnet.


    17.12.1942

    Der stellvertretende Regiments-Kommandeur des Polizei-Regiment 25, Oberstleutnant d.SchP. PETER, sprach folgenden Offizieren der Polizei-Reiter-Abteilung III für die geleistete Tätigkeit auf dem Gebiete der weltanschaulichen Schulung im Generalgouvernement seine Anerkennung aus:

    Hauptmann d.SchP. SCHNITTERT

    Hauptmann d.SchP. WEIß

    Oberleutnant d.SchP. FEILHAUER

    Oberleutnant d.SchP. WULLBRANDT

    Meister d.SchP. KIEWERT


    29.01.1943

    Truppenbetreuung (Spiel für Kameraden):

    Vom 14.01. bis 29.01.1943 erfolgte der Einsatz der polizei-eigenen Spielgruppe „Die Zwölfzylinder“, in Stärke von 13 Mann, im Distrikt Lublin. Laut Einsatzplan trat die Spielgruppe am 29.01.1943 bei der Polizei-Reiter-Abteilung III (Veranstalter) in Biala-Podlaska auf.


    30.01.1943

    Auf Grund des Erlasses des Reichsministers des Innern vom 30.01.1943 waren zu Hauptleuten der Schutzpolizei ernannt worden:

    Obltn. d.SchP. Gerhard FEILHAUER, Pol.-Reiterabt. III

    Obltn. d.SchP. Erich WULLBRANDT, Pol.-Reiterabt. III


    27.02.1943

    Am 27.02.1943 war an den Folgen einer im Kampf gegen bewaffnete Banditen erlittenen Verwundung der Oberwachtmeister d.SchP. Alexander LENNARZ, Polizei-Reiterabteilung III, im Res.-Kriegslazarett Biala-Podlaska verstorben.


    04.04.1943

    Truppenbetreuung (Spiel für Kameraden):

    Vom 22.03. bis 04.04.1943 erfolgte der Einsatz der polizei-eigenen Spielgruppe „8 Haeseken“ im Distrikt Lublin. Laut Einsatzplan trat die Spielgruppe am 04.04.1943 bei der Polizei-Reiter-Abteilung III (Veranstalter) in Biala-Podlaska auf.


    23.04.1943

    Am 23.04.1943 fiel im Kampf mit Banditen im Walde bei Parczew

    Oberwachtmeister d.SchP.d.Res. Eduard HEISIG, Pol.-Reiterabt. III, 2. Schwadron.


    27.04.1943

    Bei einem Fliegerangriff auf Berlin am 27.04.1943 kam

    Zugwachtmeister d.SchP. Karl AMOS, Pol.-Reiter-Abt. III

    ums Leben.


    05.05.1943

    Am 05.05.1943 verstarb im Res.-Kriegslazarett Biala-Podlaska an den Folgen einer am 04.05.1943 im Kampfe mit Banditen erlittenen Verwundung

    Oberwachtmeister d.SchP.d.Res. Karl PETER, Pol.-Reiterabt. III, 1. Schwadron.


    09.05.1943

    Am 09.05.1943, gegen 17 Uhr, wurden auf der Straße in der Nähe der Kol. Raziborowicze, Gem. Bialopole, 18 km nordwestl. Hrubieszow, 5 mit Sprit beladene Fuhrwerke durch etwa 15 bew. Banditen überfallen. Die Täter raubten zwei Fuhrwerke mit etwa 1000 Ltr. Sprit und flüchteten damit in den Wald Stepankowice, Gem. Moniatycze, 13 km nordwestl. Hrubieszow. Die Banditen wurden durch Gendarmerie verfolgt und im Walde bei Stepankowice gestellt. Es entwickelte sich ein kurzes Feuergefecht. Das geraubte Gut wurde den Banditen abgenommen. Die Bande selbst konnte in den Wald entkommen. Bei Absuchen des Waldes durch Truppenpolizei [Anmerkung des Verfassers: Polizei-Reiter-Abteilung III] und Gendarmerie wurde einer der Banditen, der Müllergehilfe Paul ZAUNEK aus Poraj, Gem. Horodlo, festgenommen und der Sicherheitspolizei überstellt. Weitere Ermittlungen erfolgten durch die Gendarmerie.


    09.05.1943

    Am 09.05.1943, gegen 21 Uhr, kamen etwa 12 mit 1 MP., Karabinern und Pistolen bew. Banditen in die Ortschaft Kodeniec, Gem. Krzywowierzba, 59 km nordwestl. Cholm und holten den Kommandanten der Ortswache, den Ukr. Jan MARCZK, aus seiner Wohnung und erschossen ihn. In Der Molkerei zerstörten die Banditen die Einrichtung und vernichteten 108 Ltr. Sahne, 460 Ltr. Magermilch und 40 kg Käse. Im Gemeindeamt wurden die Einwohnerlisten und sämtliche Akten verbrannt. Truppenpolizei [Anmerkung des Verfassers: Polizei-Reiter-Abteilung III] und poln. Polizei haben Verfolgung aufgenommen.


    10.05.1943

    Sicherungsabschnitt Bug:

    In Weroszyn, Gem. Potuszyn, südl. Hrubieszow, wurde durch Truppenpolizei Dolhobiszow [Anmerkung des Verfassers: Polizei-Reiter-Abteilung III] 1 Helfer (Ukrainer) festgenommen und der Sicherheitspolizei Hrubieszow zugeführt.


    10./11.05.1943

    Am 10. und 11.05.1943 wurden in den Orten Zamolodycze, Gemeinde Woloskowola und Zlobek, Gemeinde Sobibor Banditengruppen gemeldet und daraufhin Truppenpolizei [Anmerkung des Verfassers: Polizei-Reiter-Abteilung III] eingesetzt,


    11.05.1943

    Sicherungsabschnitt Bug:

    Am 11.05.1943 Überholung der Gemeinde Molodiatycze, 14 km westlich Hrubieszow, durch Truppenpolizei Uchanie [Anmerkung des Verfassers: Polizei-Reiter-Abteilung III] und Gend.-Posten Teratyn. Hierbei wurden 5 verdächtige Personen festgenommen und in den Ortsarrest Hrubieszow eingeliegert.


    12.05.1943

    Sicherungsabschnitt Bug:

    Am 12.05.1943, von 7 bis 15:30 Uhr, wurde durch Truppenpolizei Uchanie [Anmerkung des Verfassers: Polizei-Reiter-Abteilung III], der Wald westlich Gliniska, Gem. Molodiatycze, 16 km nordwestl. Hrubieszow, durchkämmt. Bei dieser Aktion wurden 7 Bunker und 1 Freilager zerstört.


    13.05.1943

    Am 13.05.1943 von 7-16 Uhr, wurde durch Truppenpolizei Uchanie [Anmerkung des Verfassers: Polizei-Reiter-Abteilung III], die Ortschaft Tuczepy, Gem. Grabowiec, 25 km nordwestl. Hrubieszow und der Wald südlich von Czechowka überholt. Hierbei wurden zwei leere Bunker zerstört.


    14.05.1943

    Als Ersatzgestellung für die Polizeitruppen-Verbände wurden ab sofort von der Pol.-Reiterersatz-Schwadron Posen 14 Unterführer und Männer zur SS-Pol.Reiter-Abt. III nach Lublin in Marsch gesetzt.


    16.05.1943

    Am 16.05.1943 wurde im Kreis Cholm Truppenpolizei [Anmerkung des Verfassers: vermutlich Polizei-Reiter-Abteilung III] zur Aufklärung gegen eine gemeldete 15köpfige Bande in Mosciska, Gemeinde Wolosk wola, eingesetzt.


    17.05.1943

    Sicherungsabschnitt Bug:

    Am 17.05.1943, gegen 21 Uhr, raubten in der Ortschaft Kopylow, Gem. Horodlo, 11 km nordostw. Hrubieszow, etwa 12-15 Banditen bei 3 Landwirten 1 Schwein, Kleider, Wäsche und Gebrauchsgegenstände. Im Gemeindespeicher wurden 200 kg Gerste geraubt. Sie steckten die Wirtschaft des ukr. Landwirts in Brand. Durch Funkenflug wurde das Grundstück des Nachbarn ebenfalls eingeäschert. Truppenpolizei [Anmerkung des Verfassers: Polizei-Reiter-Abteilung III] eingesetzt.


    18.05.1943

    Sicherungsabschnitt Bug:

    Am 18.05.1943 in Siedliszcze, Gem. Pawlow, 26 km nordwestl. Cholm, durch Truppenpolizei Rozanka [Anmerkung des Verfassers: Polizei-Reiter-Abteilung III], 4 Banditen vor der Festnahme erschossen. Erbeutet: 4 Karabiner, 1 Seitengewehr, 1 Handgranate und 270 Schuss Munition.


    19.05.1943

    Am 19.05.1943, gegen 23 Uhr, drangen etwa 20 bewaffnete Banditen in die Brennerei des Gutes Liski, Gemeinde Warez, 33 km südlich Hrubieszow, ein und raubten 1200 Liter Sprit, 6 Pferde, 3 Wagen und 5000 Zloty Bargeld und verschiedene Kleidungsstücke. Die gleiche Bande raubte in Radkow, Gemeinde Haladyn, 34 km südlich Hrubieszow und in Rzeplyn, Gemeinde Telatyn, bei mehreren Bauern 4 Schweine und Lebensmittel. Truppenpolizei [Anmerkung des Verfassers: mit großer Wahrscheinlichkeit Polizei-Reiter-Abteilung III] eingesetzt.


    24.05.1943

    Am 24.05.1943 wurde im Ort Stefankowice, Gmeinde Moniatycze, 12 km nördl. Hrubieszow, eine 17köpfige Bande gemeldet und Truppenpolizei [Anmerkung des Verfassers: Polizei-Reiter-Abteilung III] zur Aufklärung eingesetzt.


    25.05.1943

    Sicherungsabschnitt Bug:

    Am 25.05.1943, gegen 2:00 Uhr, hatte eine ca. 20 Mann starke Terrorgruppe, die auffallend mit neuen kurzen Gewehren bewaffnet waren, das Gemeindehaus in Wierzbica, 30 km nordwestlich der Kreisstadt Cholm, in Brand gesteckt. Das Gebäude brannte vollkommen nieder. Außerdem wurde das Wohnhaus des Reichsdeutschen und Blutordensträger August GREUPNER, der das Judenlager Busowno verwaltet, in Brand gesteckt. Im Feuerkampf mit der Terrorgruppe wurden GREUPNER sowie der ukrainische Bürgermeister STEPANIUK erschossen. Die Banditen haben die 20 Mann starke Gemeindeamtwache im Gemeindeamt festgehalten, bis das Gemeindeamt in Brand gesteckt war. Die Verfolgung der Banditen wurde sofort durch Truppenpolizei [Anmerkung des Verfassers: vermutlich Polizei-Reiter-Abteilung III], Gendarmerie und polnischer Polizei aufgenommen.


    26.05.1943

    Am 26.05.1943, gegen 23:30 Uhr, wurde das Dorf Tuchanie, Gem. Bialopole, 26 km nördl. Hrubieszow, von ca. 40 bew. Banditen überfallen und in Brand gesteckt. Es verbrannten 23 Gehöfte mit zahlreichen Viehbestand. 6 Einwohner wurden getötet und 3 Einwohner verletzt.

    Zur gleichen Zeit hatten ebenfalls 40 bew. Banditen das Dorf Strzelce, Gem. Bialopole, 19 km nordwestl. Hrubieszow, überfallen und in Brand gesteckt. In Strzelce verbrannten 74 Gehöfte mit allem lebenden und toten Inventar. 17 Personen wurden getötet und mehrere verletzt. Beide Banden zogen sich später in den großen Wald ostw. Strzelce zurück. Eine sofort eingesetzte Erkundungsstreife der Gendarmerie stieß auf die Banditen. Es kam zum Feuerkampf. Zur Verstärkung wurden sofort weitere Kräfte von Truppenpolizei [Anmerkung des Verfassers: Polizei-Reiter-Abteilung III] und Wehrmacht, unter Führung des Majors d.SchP. EGGERT, eingesetzt. Durchkämmung eines Waldstückes wurde durchgeführt. Eine größere Bunkeranlage (ca. 10 Bunker) wurde vorgefunden und gesprengt. Eine weitere Durchkämmung des Waldstückes ist vorgesehen. 2 Banditen erschossen. Erbeutet: 1 lMG., 9 Karabiner und 800 Schuss Inf.-Munition. Verluste:

    Gefallen:

    Bez.Ltn. d.Gend. HESSE,

    Zw. d.SchP. BEETZ, 3./SS-Pol.Reiter-Abt. III und

    Obw. d.Hipo SCHUHMACHER, Gend.-Posten Teratyn.

    Verwundet:

    Zw. d.SchP. Sommerauer, Knöcheldurchschuss links,

    Zw. d.SchP. LEHMANN, Wadendurchschuss rechts,

    Obw. d.SchP.d.Res. HEIN, Lungendurchschuß, sämtlich 3./SS-Pol.Reiter-Abt. III,

    Vermisst:

    2 ukr. Polizisten.


    26.05.1943

    Am 26.05.1943 wurde in Skorodnica, Gem. Woloskolowa, 45 km nördl. Cholm, durch Truppenpolizei Rozanka [Anmerkung des Verfassers: Polizei-Reiter-Abteilung III] 1 Bandit vor der Festnahme erschossen. Erbeutet: 1 Pistole und 8 Schuss Munition.


    27.05.1943

    Am 27.05.1943 fiel im Kampf mit Banditen

    Zugwachtmeister d.SchP. Rudolf BEETZ, SS-Pol.Reit.-Abt. III, 3. Schwadron.


    27.05.1943

    Am 27.05.1943 wurden in Wierzbica und Umgebung, Gem. Olchowiec, 18 km nordw. Cholm, durch Truppenpolizei Rozanka [Anmerkung des Verfassers: Polizei-Reiter-Abteilung III] infolge Ermordung des Reichsdeutschen und Blutordenträgers August GREUPNER, 20 verdächtige Personen festgenommen und ins Auffanglager der SiPo Lublin überstellt. 1 Helfer wurde vor der Festnahme erschossen.


    27.05.1943

    Am 27.05.1943 wurde in Syczyn, Gemeinde Olchowiec, 24 km nordw. Cholm, durch Truppenpolizei Rozanka [Anmerkung des Verfassers: Polizei-Reiter-Abteilung III] 1 Helfer vor der Festnahme erschossen.


    28.05.1943

    Am 28.05.1943 wurde im Ort Kaplonosy, Gemeinde Wyryki, 52 km nördl. Cholm, eine 15köpfige Bande gemeldet und Truppenpolizei [Anmerkung des Verfassers: Polizei-Reiter-Abteilung III] zur Aufklärung eingesetzt.


    30.05.1943

    Am 30.05.1943 wurde im Ort Nietiahy, Gemeinde Krzywowierzba, 57 km nördl. Cholm, eine 15köpfige Bande gemeldet und Truppenpolizei [Anmerkung des Verfassers: Polizei-Reiter-Abteilung III] zur Aufklärung eingesetzt.


    29./30.06.1943

    Am 29. und 30.06.1943 wurden in den Orten Hanow, Kol. Marinowka und im Wald Sawyn, sämtlich Kreis Cholm, Banditengruppen gemeldet und daraufhin die Truppenpolizei [Anmerkung des Verfassers: Polizei-Reiter-Abteilung III] verständigt.


    30.06. und 01./02.07.1943

    Am 30.06. und 01./02.07.1943 wurden in den Orten Zlobek bei Sobibor, Kol. Rozanka und Korolowka, beide Gem. Wlodawa-Land, Banditengruppen gemeldet und daraufhin die Truppenpolizei [Anmerkung des Verfassers: Polizei-Reiter-Abteilung III] verständigt.


    03.07.1943

    Sicherungsabschnitt Bug:

    Am 03.07.1943 wurde in Barki, Gemeinde Cycow, 30 km nordwestlich Cholmn eine 40köpfige Bande gemeldet und daraufhin Truppenpolizei [Anmerkung des Verfassers: Polizei-Reiter-Abteilung III] verständigt.


    18.07.1943

    Am 18.07.1943 verstarb an den Folgen einer erlittenen Verwundung der

    Oberwachtmeister d.SchP.d.Res. Eduard DEFFNER, SS-Pol.Reiter-Abt. III, 2. Schwadron.


    24.07.1943

    Für Führer und Reich fielen im Kampf mit Banditen am 24.07.1943:

    Obltn. d.SchP. Paul SEIBOLD,

    Hauptwachtmeister d.SchP. Ludwig OGERTSCHNIG,

    Zugwachtmeister d.SchP. Max SCHÖNE,

    Zugwachtmeister d.SchP. Josef RESCH,

    Oberwachtmeister d.SchP.d.Res. Ignaz REICHARDT,

    Oberwachtmeister d.SchP.d.Res. Wilhelm BOHL,

    sämtlich SS-Polizei-Reiter-Abt. III.


    25./26.07.1943

    Am 25./26.07.1943 war die 3. Schwadron der SS-Polizei-Reiter-Abteilung III zur Aufklärung gegen eine 300- bis 400-köpfige bolschewistische Bande im Walde bei Drogojowka, Kreis Hrubieszow, eingesetzt. Das Waldstück wurde in der Nacht umstellt. Die Banditen versuchten im Schutze der Dunkelheit mehrfach im Bereich der Absperrung einzeln und in Gruppen durchzubrechen.


    29./30.07.1943

    Nach Beendigung des 1. Vorbereitungslehrganges für Offz.-Anwärter traten am 29. bzw. 30.07.1943 zu ihren Einheiten zurück:

    Hauptwachtmeister d.SchP. Fritz BADER,

    Hauptwachtmeister d.SchP. Willy GÖRTZ,

    Zugwachtmeister d.SchP.d.Res. Georg KANZ,

    Zugwachtmeister d.SchP.d.Res. Hans THIERACK,

    sämtlich SS-Polizei-Reiter-Abt. III.


    25./26.09.1943

    Bei dem am 25. und 26.09.1943 von der Truppenstandortkommandantur in Wlodawa im Rahmen der Freizeitgestaltung durchgeführten Sportfestes, errangen folgende Angehörige der 2. Schwadron nachstehend aufgeführte Preise:

    Oberleutnant d.SchP. KAMPHAUSEN:

    1. Preis im Hochsprung (über 35 Jahre)

    1. Preis im Weitsprung (über 35 Jahre)

    1. Preis im 100 m Lauf (über 35 Jahre)

    1. Preis im Fünfkampf (über 35 Jahre)

    Zugwachtmeister d.SchP. PREISENDÖRFER:

    1. Preis im Kugelstoßen (über 35 Jahre)

    2. Preis im 100 m Lauf (über 35 Jahre)

    2. Preis im Fünfkampf (über 35 Jahre)

    Zugwachtmeister d.SchP. JASPER:

    1. Preis im Hochsprung (unter 35 Jahre)

    1. Preis im Weitsprung (unter 35 Jahre)

    2. Preis im 100 m Lauf (unter 35 Jahre)

    1. Preis im Fünfkampf (unter 35 Jahre)

    Anwärter d.SchP. JUNGHANS:

    1. Preis im Handgranatenweitwurf (unter 35 Jahre)

    Zugwachtmeister d.SchP. LÄTZ:

    2. Preis im Kugelstoßen (unter 35 Jahre)

    Zugwachtmeister d.SchP. KIEHNE:

    2. im Weitsprung (unter 35 Jahre)

    Im Faustball wurde die 2. Schwadron 1. und 2. Sieger, in der 5 mal 1/2 Rundestaffel 1. Sieger.


    00.10.1943

    Standorte der Schutzpolizei:

    SS-Pol.Reiter-Abt. III

    Stab, K-St., San.Stelle:

    Cholm

    1. Schwadron:

    Horodlo

    Cholm

    Zmudz

    Strzyznow

    2. Schwadron:

    Rozanka

    Sosnowice

    Naplonosy

    Vorwerk Natalin

    Siedliszcze

    Sobibor [Anmerkung der Verfassers: nach dem jüdischen Aufstand im Vernichtungslager Sobibor zur Sicherung eingesetzt]

    3. Schwadron:

    Uchanie

    Dolhobyczow

    Hrubieszow

    Chichoborz


    10.10.1943

    Bei dem am 10.10.1943 stattgefundenen Reitturnier der 2./SS-Kavallerie-Ausbildungs und Ersatzabteilung Cholm wurden von der SS-Pol.-Reiterabt. III folgende Siege errungen:

    Jagdspringen Kl. A:

    4. Sieger Hauptwachtmeister GROSSE,

    5. Sieger Hauptwachtmeister WATERMANN,

    6. Sieger Oberleutnant KNAACK.

    Jagdspringen Kl. B:

    3. Sieger Hauptmann WULLBRANDT.

    Patrouillen-Springen:

    1. Sieger Major EGGERT,

    2. Sieger Hauptmann WULLBRANDT.


    15.10.1943

    Im Namen des Führers hat der RFSS zum 15.10.1943 dem

    Major d.SchP. Alfred EGGERT, Kdr. d. SS-Pol.Reit.Abt. III,

    das Kriegsverdienstkreuz I. Klasse mit Schwertern verliehen.


    14.11.1943

    Am 14.11.1943 verstarb kurz nach einer im Kampf mit Banditen bei Mosciska, Kreis Cholm, erlittenen Verwundung der

    Oberwachtmeister d.SchP. Willi HAMMERMEISTER, SS-Pol.Reiter-Abt. III, 2. Schwadron.


    25.12.1943

    Beim Gefecht gegen bewaffnete Banditen im Walde von Bonzca, 24 km südwestlich Cholm, war Hptm. d.SchP. WULLBRANDT Chef der 1. Schwadron, SS-Polizei-Reiter-Abteilung III. Beim Einsatz wurden 3 Banditen erschossen.


    12.01.1944

    Am 12.01.1944 war Obltn. d.SchP. KNAACK Führer der 3. Schwadron.


    01.02.1944

    Standorte der Schutzpolizei:

    SS-Pol.-Reiter-Abt. III:

    Stab, K-Staffel Cholm

    1. Schwadron Cholm

    2. Schwadron Rozanka

    3. Schwadron Hrubieszow

    Sicherung Bug:

    1. Schwadron:

    Stützpunkt Wieniawka

    Stützpunkt Strychow

    2. Schwadron:

    Stützpunkt Starosiele

    Stützpunkt Zagornik

    3. Schwadron

    Stützpunkt Sokal

    Stützpunkt Matcze


    13.03.1944

    Der Kommandeur der Ordnungspolizei im Distrikt Lublin, Oberstleutnant d.SchP. und Regimentskommandeur RHEINDORF befahl auf Anordnung des SS- und Polizeiführers Lublin zur Befriedung des Gebietes Garbow, Kurow und Ryki sowie zur Offenhaltung der Straße Lublin-Warschau die Verlegung der SS-Polizei-Reiter-Abteilung III. Daher wurde 1 Schwadron mit je einem Zug nach Garbow, Kurow und Ryki und 1 Schwadron zur Verstärkung der Regiments-Reserve nach Lublin verlegt. Die Kräfte der SS-Polizei-Reiter-Abteilung III waren verlastet (also ohne Pferde) in die neuen Standorte in Marsch zu setzten.


    13.01. – 01.03.1944

    Die SS-Polizei-Reiter-Abteilung III war vom 13.01. bis 01.03.1944 zur „Bugsicherung“ eingesetzt.


    14.01.1944

    Rev.Obw.d.SchP. Karl SCHROD, 1./SS-Pol.Reiter-Abtlg. III war vom 14.01. bis zu seiner Verwundung am 14.02.1944 im Raum Malkow „am Bau einer Bandenauffangstellung beteiligt“.


    14.02.1944

    Am 14.02.1944 waren Teile der SS-Polizei-Reiter-Abteilung III an der Überholung der Kolonien Malkow – Zablocie, 18 km südostwärts Hrubieszow, beteiligt. Hierbei kam es zu einem Feuergefecht mit weit überlegenden Banditenkräften. Nur unter schweren Verlusten konnte man sich zurückziehen. Es fielen 10 Kameraden, 17 weitere wurden verwundet und 2 vermisst. Hptm. d.SchP. WULLBRANDT war zu diesem Zeitpunkt stellvertretender Abteilungskommandeur.


    14.02. – 10.03.1944

    In der Zeit vom 14.02. bis 10.03.1944 waren im Kampf gegen bolschewistische Banden für Führer, Volk und Vaterland gefallen:

    Major d.SchP. Alfred EGGERT, Kommandeur SS-Pol.Reiter-Abt. III,

    Leutnant d.SchP.d.Res. Hans LEITHOLD, Kraftf.-Offz. SS-Pol.Reiter-Abt. III,

    Zugwachtmeister d.SchP. Hermann EGGERS, 1./SS-Pol.Reiter-Abt. III,

    Oberwachtmeister d.SchP.d.Res. Konrad PRIEBE, 1./SS-Pol.Reiter-Abt. III,

    Wachtmeister d.SchP.d.Res. Karl SENGER, 1./SS-Pol.Reiter-Abt. III,

    Hauptwachtmeister d.SchP. Johann BITTERMANN, 2./SS-Pol.Reiter-Abt. III,

    Zugwachtmeister d.SchP. Josef BRUGGER, 2./SS-Pol.Reiter-Abt. III,

    Unterwachtmeister d.SchP. Georg RÖDIGER, 2./SS-Pol.Reiter-Abt. III,

    Meister d.SchP. Ferdinand SORGER, 3./SS-Pol.Reiter-Abt. III,

    Zugwachtmeister d.SchP. Friedrich ZACHRIS, 3./SS-Pol.Reiter-Abt. III.


    28.02.1944

    Die derzeitige Lage im Süden des Distriktes machte es erforderlich, dass sofort verstärkte Sicherungsmaßnahmen zum Schutze des deutschen Siedlungsgebietes im Raume um Zamosc getroffen wurden. Zu diesem Zwecke hat die SS-Polizei-Reiter-Abteilung III nach Herauslösung ihrer Einheiten aus der Bandenauffangstellung umgehend folgende Einheiten einzusetzen:

    1 Schwadron in Zamosc,

    1 Schwadron und Abteilungs-Stab in Izbica (Kreis Krasnystaw)

    1 Schwadron in Zolkiewka (Kreis Krasnystaw)

    Der Einsatz bzw. Abtransport. hatte mit Kraftfahrzeugen zu erfolgen. Die Pferde verblieben aber in ihren bisherigen Standorten.

    Auftrag: Neben der allgemeinen Sicherung des gesamten deutschen Siedlungsgebietes von den Stützpunkten aus, die im engem Einvernehmen mit Sicherheitspolizei und Gendarmerie zu erfolgen hatte, war es Aufgabe der Einheiten, im A-Falle den sicheren Abzug der deutschen Siedler in Zusammenarbeit mit den Zivilbehörden zu gewährleisten.


    01.03.1944

    Am 01.03.1944 führte Pol.Reit.-Abt. III eine Aufklärungsstreife nach den am 14.02.1944 im Raume um Malkow gefallenen Unterführern und Männern durch. Geborgen wurden:

    Zw. d.SchP. EGGERS,

    Obw. d.SchP. SENGER,

    Obw. d.SchP. PRIEBE

    und ein als vermisst gemeldeter fremdvölk. Angehöriger der Pol.Gesch.Battr. d. SS-Pol.Rgts. 23. Es ist anzunehmen, dass die übrigen gefallenen Unterführer und Männer von den Banditen in die brennenden Häuser geworfen wurden. Die geborgenen Unterführer und Männer waren ihrer sämtlichen Bekleidungs- und Ausrüstungsstücke beraubt.


    27.03.1944

    Bei einem Einsatz der 1./SS-Polizei-Reiter-Abteilung III gegen eine Bande im Raum Smoligow wurden 5 Banditen im Feuerkampf vernichtet. Schwadronsführer war zu diesem Zeitpunkt Zeit Obltn. d.SchP. BREHM.


    27.03.1944

    Am 27.03.1944 waren Angehörige der 2./SS-Polizei-Reiter-Abteilung III an einem Gefecht an der Strasse Malkow-Mircze beteiligt.


    27.03.1944

    Beim Einsatz der 2. Schwadron in der Kolonie Ameryka konnte eine Bande restlos vernichtet werden.


    10.04.1944

    Auf Grund einer Verordnung über die Ernennung und Beförderung von Beamten während des Krieges vom 23. September 1942 wurde der am 10.04.1944 gefallene

    Wachtmeister d.SchP. Albert WEIDNER, SS-Pol.Reiter-Abt. III,

    rückwirkend vom 01.04.1944 zum Oberwachtmeister d.SchP. ernannt.


    30.05.1944

    Nennung im Verteiler:

    SS-Pol.Reiter-Abt. III, z.Hd.d. Herrn Hptm. d.SchP. WULLBRANDT


    08.06. – 22.06.1944

    Teilnahme der SS-Polizei-Reiter-Abteilung III am Partisanenunternehmen „Vagabund“.


    08.06.1944

    Am 08.06.1944 Beginn der Aktion „Vagabund“.

    III./SS-Polizei-Regiment 25 (ehemals Res.Pol.Batl. 101) erreichte das Marschziel des 1 Tages (Opole-Holowno). Propaganda nicht möglich, da fast alle Einwohner geflüchtet sind. Einwohner aller berührten Orte melden, dass im Walde zwischen Holowno und Herostyta, 22 km ostwärts Parczew, eine 3000 bis 5000 Mann starke russische Bande sitzt und Sicherungen in Holowno hat. Beim Einmarsch in Holowno von 16:10 Uhr bis 17:10 Uhr Feuergefecht mit den Sicherungen, etwa 50 Mann, die sich in den Wald zurückzogen.

    Eigene Verluste keine, vom Gegner unbekannt.

    Eigene Aufklärung wird fortgesetzt.

    SS-Polizei-Reiter-Abteilung III meldet keine Vorkommnisse.


    14.06.1944

    Standorte der Pol.-Krankenkraftwagen:

    Die im Distrikt vorhandenen Pol.- Krankenkraftwagen wurden neu verteilt und waren im Bedarfsfalle bei den nachstehend aufgeführten Einheiten und Dienststellen anzufordern:

    ...

    SS-Pol.Reiter-Abt. III, San.-Stelle Cholm


    15.06.1944

    Sicherungsabschnitt Bug:

    Stand Aktion „Vagabund“:

    Kräfte des III./SS-Polizei-Regiment 25 mit unterstellter Trawniki-Kompanie hatten am 15.06.1944 im Verlaufe des Unternehmens „Vagabund“ beim Vormarsch auf Woloskowola überraschend Feindberührung mit etwa 50 Mann starker polnischer Bande in Marianka. Nach kurzem Feuerkampf flohen Banditen in alle Richtungen. Marianka teilweise von Banditen in Brand geschossen. Feindverluste nicht bekannt. Munition und Handgranaten erbeutet.

    Am 14.06.1944 etwa 200 Mann starke polnische Bande durch Marianka gezogen. Sie hatten sich bei den Ortsbewohnern nach dem Weg zum Parczewer Wald erkundigt.

    Aufklärung ergab des weiteren, Waldstück westlich Woloskowola feindbesetzt. Polnische Bande durchsetzt mit russischen Fallschirmspringern, Bei Nowiny letzte Zeit Abwurfplätze für Flugzeuge.

    Nach Einwohneraussagen soll Bandenzentrum in Kolonie Zamolodycze sein.

    1 Trawniki-Mann verwundet.

    Am 15.06.1944 um 12:45 Uhr fuhr auf der Straße Cholm-Wlodawa etwa 2 km nördlich Sawin ein Verpflegungstransport der SS-Polizei-Reiter-Abteilung III mit 2 Lkw auf Minen. Beide Lkws wurden total beschädigt. Personenschaden: 5 Leichtverletzte, davon 4 bereits wieder dienstfähig.


    16.06.1944

    Stand des Unternehmens „Vagabund“ am 16.06.1944, abends:

    Wola-Wereszczynska von starken Feindbanden besetzt. Aufklärungszug von SS-Polizei-Reiter-Abteilung III ist heute Nachmittag nach 1 Stunde Feuerkampf aus eigenem Entschluss zurückgegeangen, da in Wola-Wereszczynska überlegener Feind. Im Feuerkampf 7 Banditen vernichtet. 1 russischer Bandit gefangen genommen.

    Erbeutet sind: 4 Pferde, 3 Panjewagen, 1 lMG., 1 MP., 100 Schuss Munition.

    Ergebnis der gegen im Raume Zamolodycze, Hola-Turno angesetzten Aufklärung steht noch aus. Bisher ist ermittelt, daß Bolschewisten im Seengebiet westlich Turno sind. Für morgen Angriff auf Wola-Wereszczynska mit gänzlichem Verband.


    17.06.1944

    Stand des Unternehmens „Vagabund“ am 17.06.1944 abends:

    Wola-Wereszczynska gegen 13:30 Uhr nach heftigen Wald- und Häuserkampf und Unterstützung durch Fieseler Storch genommen. Widerstand in Jamniki und Kolonie Lomnica wurde im Kampf gebrochen. Teile des in dem Sumpfgebiet nördlich Kolonie Wola-Wereszczynska befindlichen Feindes wurden mit schweren Infanterie-Waffen sowie mit Bombenabwürfen und Bordbeschuss des Fieseler Storches bekämpft. Angriff gegen das genannte Waldstück im unpassierbaren Sumpf stecken geblieben und konnte trotz Einsatzes aller schweren Infanterie-Waffen nicht vorwärtsgetrieben werden.

    Feind verlor 13 Tote und 6 Gefangene. Tote und Verwundete im Waldstück nördlich Kolonie Wola-Wereszczynska sowie in den Kornfeldern um Wola-Wereszczynska konnten nicht festgestellt werden, Zahl jedoch hoch.

    Erbeutet: leichte Infanterie-Waffen, Munition, Pionier-Sprengstoff, Pferde, A-Gerät; genaue Zahlen fehlen noch.

    Eigene Verluste: 1 Gefallener, 13 Verwundete.


    18.06.1944

    Stand des Unternehmens „Vagabund“ am 18.06.1944, abends:

    Propaganda und Überholung von Sosnowice beendet, keine besonderen Vorkommnisse. Überwiegend ukrainische Bevölkerung. Ablieferungspflicht kann nicht erfüllt werden, da Abnahmestelle nicht vorhanden. Aufklärung hat ergeben, daß Raum um Sosnowice feindfrei, größere Bande in letzter Zeit keine aufgetreten.


    19.06.1944

    Stand des Unternehmens „Vagabund“ am 19.06.1944, abends:

    Propaganda und Überholung von Orzechow-Stary und Orzechow-Nowa beendet. Orzechow-Stary kommunistisch verseucht. Alle männlichen Ortsbewohner mit Fahrzeugen und Pferden nicht anwesend. Starke Banden sind am letzten Tage mehrere Male von Osten nach Westen und zurück durch Orzechow-Stary gegangen. In Orzechow-Nowa keine Bandenbewegung ermittelt. Ablieferungspflicht wird von beiden Orten nicht erfüllt. Aufklärung westlich und in beiden Ortschaften ohne Ergebnis. Mit Fieseler Storch über Parczewer-Wald, Marianka, Wola- Wereszynska, Piaseczno, Ostrow-Lubelski Aufklärung geflogen. Keine Bewegungen und nichts Verdächtiges festgestellt.


    20.06.1944

    Stand des Unternehmens „Vagabund“ am 20.06.1944, abends:

    Propaganda und Überholung von Piaseczno beendet. 1 Gefangener mit 500 Reichsmark, angeblich von russischen Agenten erhalten, eingebracht. Es sind in den letzten Tagen Bandengruppen von 5 bis 10 Mann in polnischen Uniformen und Zivil aufgetreten, die Verpflegung einholten. Abgeliefert wurde nichts. Heute Nacht südlich Piaseczno Lauerstellung bezogen. Hierbei 1 russischer Fliegeroffizier (Unterleutnant) gefangen genommen. Er gab an, vor einer Woche bei Deblin abgeschossen worden zu sein und wollte sich wieder zur Front durchschlagen.


    21.06.1944

    Stand des Unternehmens „Vagabund“ am 21.06.1944 abends:

    Überholung von Zalusce beendet. Polnische Bevölkerung ist offensichtlich antikommunistisch. Seengebiet südlich Zalusce und Gegend ostwärts Zalusce nicht von stärkeren Banden berührt. Ganz vereinzelt Kleinstbanden.


    22.06.1944

    Sicherungsabschnitt Bug:

    Unternehmen „Vagabund“ am 22.06.1944 beendet!


    Liebe Grüße

    Daniel

    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

    Edited 3 times, last by Policeman ().

  • Hallo Daniel,



    vielen Dank für Deine sehr informativen Ergänzungen!!!!


    Habe sie gerne in meine Unterlagen übernommen....!!!;)


    Herzliche Grüße Dein Roland

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Hallo Rolandus,


    für dich doch immer wieder gern. :thumbsup:
    Hier weitere Funde des heutigen Abends.


    14.03.1944

    Am 14.03.1944 gegen 21:50 Uhr, wurde der Zugwachtmeister d.SchP. KOMURKA von der SS-Reiterabt. 3 [Anmerkung des Verfassers: richtig SS-Pol.-Reiter-Abtl. III] in Cholm, auf der Lublinerstrasse in Cholm, durch einen unbekannten Täter erschossen.


    23.03.1944

    Sicherungsabschnitt Bug:

    Kampfgruppe WULLBRANDT meldet:

    Am 23.03.1944 wurde mit Kräften der SS-Pol.-Reiterabt. III und Trawniki-Komp. eine Aufklärung im Raume Malkow durchgeführt. Aufklärung erhielt starkes Feuer. Trawniki-Komp. wurde zweimal eingeschlossen. Bei dem Feuergefecht fielen 2 Trawniki-Männer, 3 wurde verwundet. Bande war ungefähr 300 Mann stark und hatte mind. 30 Verluste. Die genauen Verluste der Trawniki-Komp. konnten jedoch noch nicht festgestellt werden.


    27.03.1944

    Sicherungsabschnitt Bug:

    Kampfgruppe WULLBRANDT meldet am 28.03.1944:

    Der Einsatz gegen die Bande 20 km südl. Hrubieszow wurde, wie vorgesehen, am 27.03.1944 durchgeführt. Die Bande wurde in der Kol. Laskow, 21 km südlich Hrubieszow, gestellt und vernichtet.

    Erfolge:

    75 Banditen vernichtet,

    2 Banditen gefangen genommen,

    1 MG., 30 Gewehre, 3 Pistolen, 1000 Schuss Munition,

    1 MG-Kasten mit 20 Magazinen, 1 MG-Trommel,

    mehrere Seitengewehre mit Koppel, 4 Uniformmäntel, 3 Uniformröcke erbeutet

    (viele Gewehre, Munition und Handgranaten verbraucht!)

    Verluste:

    R.A.III 1 Toter, 3 Verwundete

    Geschütz-Bttr 1 Verwundeter

    Kampfgruppe ASMUS 1 Toter, 3 Verwundete

    Wehrmacht 1 Toter, 5 Verwundete

    SS-Freiw.Rgt. 5 1 Verwundeter

    Bei den erbeuteten Gewehren sowie bei dem MG. handelte es sich z.T. um Waffen, die bei dem Einsatz bei Malkow am 14.02.1944 verloren gegangen sind. Ebenfalls wurden Uniformstücke von gefallenen Kameraden festgestellt. Die Vernichtung der Restbande in Malkow wird von 2./SS-Gal.Freiw.Rgt. 5 fortgesetzt.


    Liebe Grüße

    Daniel

    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

    Edited once, last by Policeman ().

  • Hallo Daniel,


    vielen Dank8)


    hier ein paar Ergänzungen zu den Gefallenen von Volksbund.online!


    herzliche Grüße Dein dankbarer Roland



    Wachtmeister der Schutzpolizei Albert Weidner, geb. 03.07.1912 Klimentowka

    Todes-/Vermisstendatum: 10.04.1944

    Todes-/Vermisstenort: im Wald bei Drogojowka

    Albert Weidner ruht auf der Kriegsgräberstätte in Przemysl.

    Endgrablage: Block F Reihe 5 Grab 210



    Polizei-Zugwachtmeister Alois Komurka, geb. 24.12.1914 Henndorf

    Todes-/Vermisstendatum: 14.03.1944

    Todes-/Vermisstenort: Cholm

    Alois Komurka ruht auf der Kriegsgräberstätte in Pulawy.

    Endgrablage: Block 4 Reihe 7 Grab 431


    Polizei-Leutnant Hans Werner Leithold, geb. 01.09.1908 Berlin-Tegel

    Todes-/Vermisstendatum: 07.03.1944

    Todes-/Vermisstenort: a. d. Weggabel Cholm-Lublin/Pawlow

    Hans Werner Leithold ruht auf der Kriegsgräberstätte in Pulawy.

    Endgrablage: Block 4 Reihe 7 Grab 424


    Polizei-Zugwachtmeister Hermann Heinrich Konrad Eggers, geb. 29.06.1914 Letter

    Todes-/Vermisstendatum: 14.02.1944

    Todes-/Vermisstenort: b. Malkow Kr. Hrubieszow

    Hermann Heinrich Konrad Eggers ruht auf der Kriegsgräberstätte in Pulawy.

    Endgrablage: Block 4 Reihe 7 Grab 399


    Oberwachtmeister Konrad Emil Karl Priebe, geb. 20.02.1909 Gollnow

    Todes-/Vermisstendatum: 14.02.1944

    Todes-/Vermisstenort: Kol. Zablocie, Gem. Krylow

    Konrad Emil Karl Priebe ruht auf der Kriegsgräberstätte in Pulawy.

    Endgrablage: Block 4 Reihe 7 Grab 400


    Polizei-Oberwachtmeister Karl Wilhelm Senger, geb. 06.09.1902 Mülheim

    Todes-/Vermisstendatum: 14.02.1944

    Todes-/Vermisstenort: Malkow, Krs.Hrubieszow

    Karl Wilhelm Senger ruht auf der Kriegsgräberstätte in Pulawy.

    Endgrablage: Block 4 Reihe 7 Grab 401


    Polizei-Hauptwachtmeister Johann Bittermann, geb. 05.05.1909 Untersteinach

    Todes-/Vermisstendatum: 14.02.1944

    Todes-/Vermisstenort: Kolonie Zablocie, südwestl. Krylow/G.G.

    Johann Bittermann wurde noch nicht auf einen vom Volksbund errichteten Soldatenfriedhof überführt.



    Unterwachtmeister Georg Rödiger, geb 08.08.1908 Windecken

    Todes-/Vermisstendatum: 14.02.1944

    Todes-/Vermisstenort: Zablocie, Krs. Hrubieszow

    Georg Rödiger wurde noch nicht auf einen vom Volksbund errichteten Soldatenfriedhof überführt.

    Nach den uns vorliegenden Informationen befindet sich sein Grab derzeit noch an folgendem Ort: Zablocie - Polen


    Zugwachtmeister Friedrich Zachris, geb. 04.02.1913 Groß Stürlack

    Todes-/Vermisstendatum: 14.02.1944

    Todes-/Vermisstenort: Gen.Gouv. Kol. Zablocie, südwestl. Krylow,15km s. Strzyzow

    Friedrich Zachris wurde noch nicht auf einen vom Volksbund errichteten Soldatenfriedhof überführt.

    Nach den uns vorliegenden Informationen befindet sich sein Grab derzeit noch an folgendem Ort: Zablocie - Polen



    Polizei-Oberwachtmeister Willy Hammermeister, geb. 18.06.1914 Deutsch-Kruschin

    Todes-/Vermisstendatum: 14.11.1943

    Todes-/Vermisstenort: Bei Cholm

    Willy Hammermeister wurde noch nicht auf einen vom Volksbund errichteten Soldatenfriedhof überführt.

    Nach den uns vorliegenden Informationen befindet sich sein Grab derzeit noch an folgendem Ort: Cholm – Russland (falsch: Cholm, Polen!!!)


    Oberleutnant Paul Wilhelm Seibold, geb. 15.08.1911 Freiburg

    Todes-/Vermisstendatum: 24.07.1943

    Todes-/Vermisstenort: im Wald bei Strzelce

    Paul Wilhelm Seibold ruht auf der Kriegsgräberstätte in Przemysl.

    Endgrablage: Block F Reihe 4 Grab 168


    Polizei-Hauptwachtmeister Ludwig Ogertschnig, geb. 19.08.1910 Gritschach

    Todes-/Vermisstendatum: 24.07.1943

    Todes-/Vermisstenort: i. Walde b. Strzelce Gen.Gouv. nördl. Hrubieszow

    Ludwig Ogertschnig ist vermutlich als unbekannter Soldat auf die Kriegsgräberstätte Przemysl überführt worden. Grablage: wahrscheinlich unter den Unbekannten


    Polizei-Zugwachtmeister Josef Resch, geb. 31.03.1905 Wetzelsdorf

    Todes-/Vermisstendatum: 24.07.1943

    Todes-/Vermisstenort: b.Strzelce

    Josef Resch ruht auf der Kriegsgräberstätte in Przemysl.

    Endgrablage: Block F Reihe 4 Grab 165


    Polizei-Oberwachtmeister Ignaz Reichardt, geb. 02.02.1915 Mödling

    Todes-/Vermisstendatum: 24.07.1943

    Todes-/Vermisstenort: im Walde bei Strzelce

    Ignatz Reichardt ist vermutlich als unbekannter Soldat auf die Kriegsgräberstätte Przemysl überführt worden.

    Grablage: wahrscheinlich unter den Unbekannten


    Polizei-Oberwachtmeister Wilhelm Bohl, geb. 14.01.1918 Heusweiler

    Todes-/Vermisstendatum: 24.07.1943

    Todes-/Vermisstenort: im Wald Strzelce, 15km nördl. Hrubieszow

    Wilhelm Bohl ist vermutlich als unbekannter Soldat auf die Kriegsgräberstätte Przemysl überführt worden.

    Grablage: wahrscheinlich unter den Unbekannten


    Polizei-Oberwachtmeister Eduard Deffner, geb. 04.02.1902 München

    Todes-/Vermisstendatum: 18.07.1943

    Todes-/Vermisstenort: Cholm G.G.Res.Laz.2

    Eduard Deffner ruht auf der Kriegsgräberstätte in Pulawy.

    Endgrablage: Block 2 Reihe 35 Grab 2676


    Gendarmerie-Leutnant Friedrich Hesse, geb. 02.11.1899 Hamburg

    Todes-/Vermisstendatum: 27.05.1943

    Todes-/Vermisstenort: i. Wald bei Strzelce, Gem. Bialopole

    Friedrich Hesse ist vermutlich als unbekannter Soldat auf die Kriegsgräberstätte Przemysl überführt worden.

    Grablage: wahrscheinlich unter den Unbekannten


    BEETZ nicht beim Volksbund


    Polizei-Oberwachtmeister Friedrich Schumacher, geb. 01.01.1913 Laszczki

    Todes-/Vermisstendatum: 27.05.1943

    Todes-/Vermisstenort: b .Strzelce

    Friedrich Schumacher ruht auf der Kriegsgräberstätte in Przemysl (PL).

    Endgrablage: Block F - Unter den Unbekannten


    Polizei-Oberwachtmeister Karl Peter, geb. 08.01.1901 Egge

    Todes-/Vermisstendatum:05.05.1943

    Todes-/Vermisstenort: Rela. Biala Podlaska

    Karl Peter ruht auf der Kriegsgräberstätte in Pulawy.

    Endgrablage: Block 2 Reihe 18 Grab 1207


    Zugwachtmeister Karl Amos, geb. 18.02.1908 Kaiserslautern

    Todes-/Vermisstendatum: 27.03.1943

    Todes-/Vermisstenort: nicht verzeichnet

    Karl Amos ruht auf der Kriegsgräberstätte in Kaiserslautern.

    Endgrablage: Grab 214


    Wachtmeister Eduard Heisig, geb. 02.08.1909 Breslau

    Todes-/Vermisstenort: Parczewer Forst

    Eduard Heisig wurde noch nicht auf einen vom Volksbund errichteten Soldatenfriedhof überführt.

    Nach den uns vorliegenden Informationen befindet sich sein Grab derzeit noch an folgendem Ort: Wlodawa - Polen


    Revier-Oberwachtmeister Ludwig Nideröcker, berittene Polizei München.

    Gefallen im Osten im Alter von 28 Jahren... (Pol.Reiter III ?)


    Polizei-Zugwachtmeister Ludwig Niederöcker, geb. 15.06.1915 München

    Todes-/Vermisstendatum: 18.03.1943

    Todes-/Vermisstenort: Biala Podlaska

    Ludwig Niederöcker ruht auf der Kriegsgräberstätte in Pulawy (PL).

    Endgrablage: Block 2 - Unter den Unbekannten


    Polizei-Oberwachtmeister Alexander Lennarz, geb. 10.03.1918 Malsch

    Todes-/Vermisstendatum: 27.02.1943

    Todes-/Vermisstenort: Biala Podlaska G.G.

    Alexander Lennarz ruht auf der Kriegsgräberstätte in Pulawy (PL).

    Endgrablage: Block 2 - Unter den Unbekannten

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Hallo Rolandus,


    fällt mir gerade auf. 8| Dinge gibt`s ...

    Polizei-Oberwachtmeister Ignaz Reichardt, geb. 02.02.1915 Mödling

    Todes-/Vermisstendatum: 24.07.1943

    Todes-/Vermisstenort: im Walde bei Strzelce

    Ignatz Reichardt ist vermutlich als unbekannter Soldat auf die Kriegsgräberstätte Przemysl überführt worden.

    Grablage: wahrscheinlich unter den Unbekannten

    Sein Sterbebild hatte ich mal vor Jahren bei eBay geschossen. Was für ein Zufall ...


    1.jpg


    Liebe Grüße

    Daniel

    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

  • Hallo,


    hier wieder eine interessante Kleinigkeit, welche u.a. Aufschluss über die Aufstellungsorte der Schwadronen gibt.


    Der RFSSuChdDtPol.i.RMdI hatte mit Erlaß vom 03.12.1941 im Interesse des Dienstes mit sofortiger Wirkung zur Verwendung als Zugführer in der Pol.-Reiter-Abt. III abgeordnet:

    Oberleutnant d.SchP. HENNINGS (PV Berlin), z.Zt. Pol.-Reiter-Abteilung, zur 3. Schwadron,

    Aufstellungsort: Pol.-Verwaltung Wien;

    Leutnant d.SchP. SEIBOLD (PV Berlin), zur 2. Schwadron,

    Aufstellungsort: Pol.-Verwaltung Kattowitz;

    Leutnant d.SchP. KNAACK (PV Berlin), zur Pol.-Reitschule Bendsburg.


    Viele Grüße

    Daniel

    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

  • Guten Tag ans Forum,


    noch eine kleine Ergänzung zu Hennings:


    Reitlehrgänge an der Polizei-Reitschule in Rathenow gemäß Runderlass der RFSSuChdDtPol im RMdI vom 15.05.1941 - O-Kdo I O (5) 80 Nr. 74/41,

    in RMBliV1941, Nr.21, S. 832 h f.

    Hier: 5. Offizier-Reitlehrgang vom 04.06.1941 – 29.11.1941.

    Hierzu ist u.a. abzuordnen:


    ·         Anton Hennings, Leutnant der Schutzpolizei, Polizeiverwaltung Berlin.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter


    (PH)

  • Hallo,


    hier wieder ein paar Fragmente.


    29.09.1943

    Laut einem Schreiben des SS- und Polizeiführers Lublin zum Meldewesen in der Bandenbekämpfung hatte die SS-Polizei-Reiter-Abteilung III am 29.09.1943 folgende Standorte:

    3. Zug 1. Reiterschwadron Horodlo

    2. Reiterschwadron Rozanka

    2. Zug 2. Reiterschwadron Sosnowice

    3. Zug 2. Reiterschwadron Kaplonosy

    3. Reiterschwadron Uchanie

    3. Zug 3. Reiterschwadron Hrubieszow

    2. Zug 3. Reiterschwadron Dolhobyczow


    04.01.1944

    Sicherungsabschnitt Bug:

    Bei der Überholung der Ortschaft Kol. Ameryka durch Truppen- [Anmerkung des Verfassers: Polizei-Reiter-Abteilung III], Sicherheitspolizei und Wehrmacht wurden 22 Verdächtige festgenommen.


    05.01.1944

    Sicherungsabschnitt Bug:

    Am 05.01.1944 wurden bei einer Durchkämmung des südwestl. Teils des Strzelcer Waldes durch Truppenpolizei [Anmerkung des Verfassers: Polizei-Reiter-Abteilung III] unter Mitwirkung von Wehrmachtskräften 6 Banditen erschossen sowie 2 Banditen gefangen genommen und der Sipo Hrubieszow übergeben. Mehrere Bunker wurden zerstört. Keine eigenen Verluste.


    08.01.1944

    Eine Streife der Truppenpolizei [Anmerkung des Verfassers: Polizei-Reiter-Abteilung III] stieß am 08.01.1944 im Walde bei Pobolowice auf Banditen. Dabei wurden 2 Banditen erschossen und 1 Gewehr erbeutet.


    08.01.1944

    Beim Beziehen einer Lauerstellung am 08.01.1944 in dem Dorf Kolacze durch Truppenpolizei [Anmerkung des Verfassers: Polizei-Reiter-Abteilung III] wurden 1 poln. und 2 russ. Banditen erschossen.


    Grüße

    Daniel

    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

  • Hallo Freunde,


    weiter gehts.


    26.07.1942

    Übersicht über die eingesetzten Einheiten des Res.-Pol.-Batl. d.Pol. Nr. 101

    Standort: Opole, Kreis Pulawy

    Einheit: 3. Zug, I. Schwadron, Reiterabtlg. III

    Führer: Leutn. d.SchP. RIEDEL

    Stärke: 1:32

    Standort: Miedzyrzec

    Einheit: 1. Zug, I. Schwadron, Reiterabtlg. III

    Führer: Oberleutnant d.SchP. KNACKE

    Stärke: 1:35

    Standort: Radzyn

    Einheit: 2. Zug, I. Schwadron, Reiterabtlg. III

    Führer: Hw. d.SchP. EURICH

    Stärke: 2:38


    Beste Grüße

    Daniel

    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

  • Hallo zusammen,


    ich habe einen aufschlussreichen Lagebericht der 1. Schwadron (Feldpost-Nr. 16107 B an die Polizei-Reiter-Abteilung III gefunden:


    "Lagebericht für die Zeit vom 26.9. - 25.10.1943


    1. Allgemeine Lage:

    a ). politisch: ohne Bericht.

    b ). wirtschaftlich: ohne Bericht

    c ). Stimmung und Verhalten der Bevölkerung: ohne Bericht

    .... Bei den Ziffern 2 - 5 wurden Angaben zum Personalbestand, zu den Befehlsstellen, zum Nachrichtenwesen und zum Kfz.-Bestand gemacht - hier nicht abgedruckt.


    6. Tätigkeitsbericht:

    a ). Geschlossene Einheiten


    Im Berichtsmonat wurde die Schwadron neben der Sicherung der Buggrenze in der Hauptsache zu Großeinsätzen herangezogen. So z.B. am 11.10.43 im Raume Hansk (30 km nordwestl. Cholm) zusammen mit Wehrmacht und SD. Bei dieser Aktion konnten 36 Angehörige der poln. Widerstands-Bewegung, darunter mehrere Führer festgenommen werden.

    Am 14.10.43 wurde die Schwadron im Verbande der Abteilung bei einem Großeinsatz im Waldgebiet nördlich Kaplonosy (56 km nordnordwestl. Cholm) eingesetzt. Es wurden 70 Banditen erschossen, erbeutet wurden u.a. 17 Karabiner, 3 Pistolen und 535 Schuß Munition. In der Zeit vom 14.10. - 18.10.43 nahm die Schwadron am Judeneinsatz des SS-Sonderkommandos Sobibor ( 40 km nordostwärts Cholm) teil. Von den 300 entwichenen Juden konnten im Zusammenwirken mit der Wehrmacht und des Zollgrenzschutzes etwa 100 Juden vernichtet werden.

    Anmerkung des Verf.: Etwa 320 der 550 jüdischen Häftlinge des Vernichtungslagers Sobibor gelang am 14.10.43 die Flucht bei einem Aufstand. Nur 53 von ihnen überlebten den Krieg.

    Zusammen mit der Wehrmacht und Waffen-SS wurde am 21.10.43 das Waldgebiet ( 4 km nördlich Cholm) abgekämmt. Diese Aktion verlief ohne Erfolg.

    Neben diesen Großeinsätzen erstreckte sich die Tätigkeit der Züge auch weiterhin auf das Beziehen von Lauerstellungen sowie den Einsatz von Fuß- und berittenen Streifen. Diese Streifen haben neben der Aufklärungsarbeit gegen das Banditenunwesen die Aufgabe den Verkehr auf den Landstraßen und in den Ortschaften zu überwachen, den Schleichhandel zu unterbinden und den ordnungsgemäßen Verlauf der Kontingentanfuhr zu sichern.

    Weiterhin wurden von der Schwadron Kräfte für die vom Höheren SS- und Polizeiführer befohlenen gemischten Streifen (Truppenpolizei, Wehrmacht, Feldgendarmerie und S.D.) zur Sicherung der Durchgangsstraßen gestellt. Bisher hatten diese Streifen im Sicherungsgebiet keine Erfolge zu verzeichnen.

    Im Berichtszeitraum wurden die Züge der Schwadron wie in den Vormonaten bei der Vieheintreibung eingesetzt.


    Zu den Punkten b - f gibt es keine Angaben.


    g ). Ergebnis und Stand der Befriedung: ohne Bericht.

    h ). Beabsichtigte Tätigkeit in der nächsten Zeit:

    Neben den von der Abteilung geplanten Großeinsätzen wird die Schwadron auch weiterhin hauptsächlich in den von Banditen besonders gefährdeten Gebieten Lauerstellungen beziehen. Es ist beabsichtigt, vermehrt berittene Streifen zur Überwachung der Landstraßen einzusetzen. Streifen auf Panjewagen und zu Fuß sollen in erhöhtem Maße zur Aufklärung angesetzt werden. Da die Getreideerfassung nahezu abgeschlossen ist, werden für diese Einsätze in Zukunft mehr Kräfte frei.


    7. ) Weltanschauliche Schulung und Truppenbetreuung:

    Die weltanschauliche Schulung wurde im Rahmen von Wochenschulungen anhand der Tageszeitungen und SS-Leithefte durchgeführt.

    Im Rahmen der Truppenbetreuung gastierte die Spielgruppe "die 6 Spaßvögel", die sehr guten Anklang gefunden hat.


    (...)


    10. ) Stimmung der Truppe:

    Die Stimmung der Truppe ist nach wie vor als gut zu bezeichnen. Dienstfreudigkeit, Mut und Taperkeit lassen in keiner Weise nach. Jeder Unterführer und Mann ist mit Leib und Begeisterung bei den Einsätzen.


    gez. H. Knaack, Oberleutnant d.SchP. u, stellvertr. Schwadronsführer"



    Zur Person:

    Heinz Knaack (1914 - 1980)

    1932 Mitglied derNSDAP

    1940 Eintritt in die SS

    Oberleutnant der SchP

    1943 Zugführer in der 1. Schwadron der Polizei-Reiter-Abteilung III im Distrikt Lublin



    Herzliche Grüße

    Dieter

    1945 lebte er bei Salzgitter, dann Polizeibeamter in Braunschweig