7. SS Totenkopfstandarte 7/ SS Gebirgsjäger Ersatzbataillon/ SS Zahntechnikerausbildung

  • Hallo, hallo zusammen,


    wie zu sehen ist bin ich neu hier und versuche, wie so viele andere der Kriegshistorie meines Großvaters, soweit möglich, auf den Grund zu gehen.

    Ich verfolge schon seit Langem viele Beiträge hier im Forum, die mich bei meiner Suche enorm vorangebracht haben. Auch das Lexikon war dabei immens wichtig und hilfreich.

    An dieser Stelle schon mal ein ganz großen Dank an alle , die hier im Forum und im Lexikon mitarbeiten, ihr macht eine echt tolle Arbeit !!!:thumbup::)

    Trotz der vielen Infos , die ich hier bekommen habe , sind bei mir noch einige Fragen offen. Evtl. könnt ihr mir auch hier weiterhelfen.


    Bzgl. meines Großvaters hier die WASt Infos:


    Truppenteile ohne

    Zeitangabe 7. Kompanie SS Totenkopf Standarte 7

    14.11.1941 2. Kompanie SS Infanterie - Regiment 7

    Unterstand der SS- Division Nord

    Einsatzraum: Nov. 1941 Finnland

    13.11.1941 Mittelfußfraktur rechts durch Unfall

    14.11.1941 Feldlazarett (motorisiert) 662 Kananainer

    14.11.1941 verlegt ins Feldlazarett Kusamow (1/521)

    24.11.1941 Zugang ins Kriegslazarett Oslo (1/509)

    10.08.1942 SS Gebirgs-Jäger–Ersatz- Bataillon, Standort Trautenau

    10.08.1942 Zugang SS- Lazarett Berlin Charite

    06.01.1943 Zugang SS- Lazarett Berlin Lichterfelde

    19.01.1943 Zugang SS- Lazarett Berlin Charite

    24.02.1943 kriegsverwendungsfähig zur Truppe


    mündl. Überlieferung :

    - er litt in Finnland an Skorbut und verlor alle Zähne, von einer Mittelfußfraktur ist nichts bekannt

    - er war zur Genesung in Wehlau (Ostpreußen)

    - er machte eine Zahntechnikerausbildung, wo ist unbekannt

    - ab ca. Feb./März 1944 in Griechenland im Einsatz


    Mir ist bekannt:

    - 7. Komp. SS Totenkopf Standarte 7 ging in die 2 . Komp. SS Infanterie Reg. 7 über und unterstand der SS Division Nord, Einsatz in Finnland vermutl. Operation "Silberfuchs"

    - das SS Gebirgs-Jäger–Ersatz- Bataillon war eine Genesendenkompanie mit Erholungsort Wehlau

    - es gab inTrautenau eine Zahnklinik (ob nur Behandlung oder auch Ausbildung ist unklar)


    So, hier nun meine Fragen:

    - wie lange dauerte die Grundausbildung bei der 7 . Komp. SS Totenkopfstandarte 7 (er begann vermutlich im Mai 1940 den Militärdienst) ?

    - wann hätte er nach Finnland verlegt werden können, da ja die 7 . Komp. SS Totenkopfstandarte 7 bereits im April 1940 schon in Finnland war ?

    - wann genau ging die 7 . Komp. SS Totenkopfstandarte 7 in die 2. Kompanie SS Infanterie - Regiment 7 über ?

    - erfolgte die Truppenverlegung nach Finnland über die Ostsee oder auf dem Landweg über Norwegen und Schweden ?

    - wurde evtl. die belegte Skorbuterkrankung (d.h. Mangelernährung der Soldaten) aus Propagandazwecken verschweigen und eine dbzgl. Erkrankung als "Mittelfußfraktur" deklariert ?

    - wo in Finnland war das Feldlazaret Kananainer 662 ?

    - was wurde im SS Lazaret Charite behandelt und was im SS Lazaret Lichterfelde ? D.h. welches davon war eine Zahnklinik ?

    - gab es in Wehlau eine Art Kaserne für Genesende oder waren sie bei Privatleuten untergebracht ?

    - wo hat seine Zahntechnikerasubildung absolvieren können ? In Berlin oder Trautenau ? Wie lange dauerte solch eine Ausbildung ?

    - wo in Griechenland wurden die Genesenden des SS Gebirgs-Jäger–Ersatz- Bataillon ab ca. März 1944 eingesetzt ?


    Oha, das sind nun doch sehr viele Fragen geworden und ich bin ganz gespannt auf eure Antworten.:)


    Viele Grüße, der Wurzelsucher

  • Guten Abend "Wurzelsucher",

    erstmal ein herzliches Willkommen im Forum.


    Dein toller Post gehört aber nicht ins Sub der Allg.SS, eher Waffen-SS.


    Ich erlaube mir das dorthin zu verschieben.


    Beste Grüße Thomas

    Alle sagten immer das geht nicht, dann kam jemand, der das nicht wusste, und hat es einfach gemacht!

  • Hallo,


    für die Ausbildung zum Zahntechniker der W-SS gab es zwei Laufbahnen:


    Laufbahn U 7

    Zahntechniker ohne berufliche Vorbildung

    Allgemeines:

    Zur Sicherstellung einer ausreichenden zahnärztlichen Betreuung von Führern, Unterführern und Mannschaften der Waffen-SS wurde die Laufbahn des Zahntechnikers geschaffen. Besonders befähigte Zahntechnikermeister können in die SS-Führerlaufbahn übernommen werden.

    a) Höchstalter: 23 Jahre;Ausreichende Allgemeinbildung, Verpflichtung auf 12 Jahre;

    b) Militärische Ausbildung

    8,5 Monate;

    c) Fachausbildung:

    2 Monate Zahntechnikerschule,

    3,5 Jahre Lehrzeit (Zahnstation),Abschlußprüfung.

    d) Beförderungsmöglichkeit:

    nach dem 6. Ausbildungsmonat zum SS-Sturmmann,nach bestandenem Lehrgang an der Zahntechnikerschule zum SS-Unterscharführer,nach bestandener Abschlußprüfung als Zahntechniker zum SS-Oberscharführer,bei besonderer Eignung und Leistung kann die Beförderung zum Oberscharführer bereits nach 2 Lehrjahren erfolgen,nach einjähriger Dienstzeit als SS-Oberscharführer zum SS-Hauptscharführer.


    Laufbahn U 8

    Zahntechniker mit beruflicher Vorbildung

    a) Höchstalter: 30 Jahre;

    Bedingung:

    vollausgebildeter Zahntechniker,

    Verpflichtung auf mindestens 12 Jahre;

    b) Militärische Ausbildung:

    10,5 Monate, davon 2 Monate Lehrgang an der Zahntechnikerschule;

    c) Beförderungsmöglichkeit:

    nach dem 6. Ausbildungsmonat zum SS-Sturmmann,nach dem Lehrgang an der zum SS-Unterscharführer,nach 6 Monaten Bewährung als Zahntechniker zum SS-Oberscharführer,nach einjähriger Dienstzeit als SS-Oberscharführer zum SS-Hauptscharführer


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo Thilo,


    super, dank dir für die Informationen, das ist ja spannend. In meinem Fall wäre es Laufbahn U7.

    Weißt du auch wo die Zahntechnikerausbildung/ Schule stattfand ? In Berlin (Charite oder Lichtefelde) oder Trautenau ?

    Die Lehrzeit auf einer Zahnstation kann dann ja auch ganz woanders stattgefunden haben oder ?


    Viele Grüße, Stefan