Frage ans Forum: Truppenverlegung

  • Zunächts ein freundlicher Gruß noch zum neuen Jahr!

    Bin noch recht ungeübt im Forum Kontakt.

    Mein Vater Bernhard Grunenberg ,Erk.Marke -5110-, 4. Kompanie Grenadier- Regiment 578

    Die Einheit wurde am 01.04.1943 in Frankreich-nach der Vernichtung in Stalingrad- wieder aufgestellt und unterstand

    der 305. Infanterie-Division.

    Einsatzraum: April- Juli 1943 Artois/ Frankreich

    August 1943 Norditalien

    September/Oktober 1943 Italien!

    Die eigentliche Frage wie hat man die Verlegung der Truppe von Frankreich nach Italien organisiert bzw. erledigt?

    Mit freundlichem Gruß

    "Alter Junge"

    Bernhard

  • Hallo,

    Die eigentliche Frage wie hat man die Verlegung der Truppe von Frankreich nach Italien organisiert bzw. erledigt?

    Im Normalfall wurden x Züge dafür benutzt. In Ausnahmefällen erfolgte der Transport in Flugzeugen(z. B. bei der Landung der Alliierten auf Sizilien). Andere Verlegungsarten waren mot.=Marsch(z. B. 3. FschJgDiv von der Bretagne in die Normandie oder Fussmarsch auf der Eismeerstrasse von Nord nach Süd über 700 Km.

    Gruss

    Rainer

    Suum cuique

  • Rainer,

    danke für die schnelle Antwort!

    Hatte angenommen das es damals schon Kriegsbedingt schwierig war diese Einheiten zu verlegen!

    War doch wohl noch relativ gut machbar.

    Apropos, Eismeerstraße,

    bin sie mal gefahren, die zu Marschieren, eine Quälerei denke ich, 700km nur gerade aus!

    Nun alles Gute bis zur nächsten Frage...

    Gruß Bernhard

  • "Eumex",

    danke für die Antwort und noch mit der Auflistung der Einsatzorte! Super!

    Dazu ergibt sich die Frage, in Rubrik "KP" steht in zweiter Reihe: III. russ.

    Ist dies ein Hinweis auf zurückliegende Einsätze?

    Am Rande erwähnt, habe Fotos von meinem Vater, der mit einem Kamerad vor einem

    getarnten "Beute-Lkw" Fiat steht! Sie warteten damals auf eine neue Kardanwelle!

    Waren auch mal mit den Bauersleuten fotografiert, auf dessen Hof das Fzg. stand.

    Nochmals danke und Gruß von

    "Alter Junge" Bernhard

  • , eine Quälerei denke ich, 700km nur gerade aus!

    Hallo Bernhard,

    ich habe noch mal nachgesehen. Kaltenegger: Krieg in der Arktis, Seite 155: im Februar 1943 begann das verstärkte Gebirgsjägerregimrnt 139 einen fünfwöchigen Skimarsch über 600 Km bis zur Fischerhalbinsel. Eintreffen Anfang März 1943. Im Winter 43:44 wurde das gleiche Regiment im Skimarsch mit Tagesleistung von 40 km wieder nach Kiestinki zueückbefohlen, da es keinen Transportraum gab(Kaltenegger Seite 160-161).

    Gruss

    Rainer

    Suum cuique

  • "Rainer" danke für die zusätzlichen Informationen!

    Ja das waren mehr als enorme Anforderungen an Soldaten, einfach unvorstellbar!

    Gruß zum Abend

    Bernhard

  • Hallo,

    mein Vater ist auch auf der Eismeerstrasse marschiert, aber auch gefahren, daher interessiert mich der Krieg im Norden etwas.

    Gruss

    Suum cuique

  • "Stuffz" ,

    hallo und danke für die noch ausstehenden Antwort!

    Schon enorm wie Ihr Forum-Mitglieder generell die Antworten erarbeitet!

    Danke bis zur nächsten sich ergebende Frage.....

    Gruß von Bernhard. "AlterJunge"

  • Die eigentliche Frage wie hat man die Verlegung der Truppe von Frankreich nach Italien organisiert bzw. erledigt?

    Mit freundlichem Gruß

    "Alter Junge"

    Bernhard

    Servus Bernhard,


    von der Seite kavallerieregiment18.de folgendes:


    Am 27. Juli begann der siebentägige Eisenbahntransport der Division mit Ziel französchische Riviera, weiterer vorgesehenen Einsatzraum war Süditalien. Die Alliierten waren aber schon am 10. Juli auf Sizilien gelandet und der Abfall des italienischen Verbündeten zeichnete sich ab.
    Bei einem heimtückischen Anschlag "französchischer Banden" auf einen Transportzug wurden Dutzende Soldaten des II. Bataillons des Infanterie-Regiments 577 getötet.
    Ab 12. August 1943 begann der Weitertransport der Division in den Raum La Spezia (Italien) um hier zum Schutz des Kriegshafens eingesetzt zu werden.

    Gruss, Holger