Pistolen der Wehrmacht

  • Servus Wolfgang,

    vielen Dank für den interessanten Link!

    Die „lange 08“ ist ein sehr interessantes Thema.

    Beste Grüsse und ein schönes Wochenende

    Andreas

    Beste Grüße, Andreas


    "Die Würde des Menschen ist unantastbar". (Art.1GG)

  • Hallo,


    Pawlas schreibt in Waffen - Revue Nr. 69, Waffen - Lexikon 1100 - 100-1 folgendes:


    " Leistungsfähigkeit der langen Pistole 08:

    Vermöge der großen Feuergeschwindigkeit und Handlichkeit der Waffe im Anschlag ist die Wirkung im Abteilungsfeuer bei genügend großem Munitionsaufwand bis 600 m selbst gegen Kopfziele befriedigend, zwischen 600 und 800 m ist bei zutreffendem Visier noch Erfolg zu erwarten.

    Im Einzelfeuer ist bis 200 m jedes Ziel mit Erfolg zu beschießen.

    Auf 800 m werden noch Pferdeschädel sowie frz. Stahlhelme glatt durchschlagen".


    Lt. Pawlas stellten die Mauserwerke nachweislich bis 1942 Pistolen 08 her.

    Lt. "Pistolen der dt. Wehrmacht" wurden von den Mauserwerken von 1934 bis 1942 insges. 929.500 Stück hergestellt, so dass meine Annahme, dass diese Pistole in der Wehrmacht kein Einzelfall war, stimmen dürfte. Man muss auch die vorhandenen Altbestände aus dem I. WK berücksichtigen. Diese gab es. Mein im Zustand tadellose und sehr gepflegte 08 ist aus dem I. WK (1917).

    Lt. Hahn " Waffen und Geheimwaffen" fand die 08 bis Kriegsende Verwendung.


    Gruß Karl


    Ergänzung:


    In den "Datenblättern für Heeres -Waffen -Fahrzeuge -Gerät 1944" ist unter Stoffgliederung auf Blatt"G1I Technische Daten" sowohl die P 08, als auch die P 38 mit dem jeweiligen Rohstoffbedarf, Maßen, Kosten, Fertigungszeit und Hersteller aufgeführt.

  • Moien,

    mein alter Herr hatte eine norwegische Version der Colt Goverment im Kaliber .45ACP, die Norweger hatten die Lizenz für diese Waffe.

    Benutzt hat er sie wahrscheinlich nie, außer auf dem Schießstand, Nachschub an der Patrone war wohl auch kein Problem.

    Zur P-38, ich hatte so ein Ding 1970, war aus verschiedenen Teilen zusammen gebaut (keine P-1) (Dienstlich) irgendwann beim Schießen hatte der Schlitten einen glatten Riss in Höhe der Auszieherkralle, die leere Hüls flog raus und der Rest vom Verschluß einschl. Lauf dann beim Schießlehrer neben die Füße.

    Warum die Amis so scharf auf eine Luger sind, ist mir ein Rätsel! Aus meiner Sicht eine Waffe für eine reine Notwehrsituation, als Gefechtswaffe vollkommen unbrauchbar (aus den bekannten Gründen).

    h.

  • Hallo,


    Quote

    mein alter Herr hatte eine norwegische Version der Colt Goverment im Kaliber .45ACP, die Norweger hatten die Lizenz für diese Waffe.

    Benutzt hat er sie wahrscheinlich nie, außer auf dem Schießstand, Nachschub an der Patrone war wohl auch kein Problem.

    eine Kongsberg-Pistole.


    Interessant finde ich auch, daß Großbritannien bis Kriegsende am Revolver festhielt. Ich habe einen Webley Mark IV, Baujahr 1944, mit Spannabzug und beim Kippen des Laufs automatischem Hülsenauswurf kann nichts groß schiefgehen, unempfindlich gegen Schmutz, absolut verlässliche Waffe, einfach aber solide.


    Die Enfield-Modelle sollen etwas klapperig sein, kann ich mangels Vergleich nicht bestätigen.


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo Avia u. a. A.


    Colt Goverment im Kaliber .45ACP,

    Ich hatte eine gewisse Zeit einen 45 ACP M 1911 A1 und kann nur sagen: Respekteinfößend, aber in meinen Augen immer ein ungehobelter, schwerer Klotz mit ungenügender Sicherung bei geladener Waffe. Der Hahn war dann gespannt und wenn auch eine Handballensicherung vorhanden war, trotzdem ein ungutes Gefühl. Meine Trefferergebnise waren gegenüber der P 38 nur mittelmäßig.

    Während des II. Wk waren in den USA 1.800.000 Pistolen hergestellt worden.

    Die Gi´s hatten die Kanone lange, lange Zeit und gerne.


    Gruß Karl

  • Moien Karl,

    die .45 Goverment hat nicht nur die Handballensicherung. Nach der US-Dienstvorschrift wird sie gepannt und gesichert geführt. Erst durch das Eindrücken der zusätzlichen Handballensicherung ist eine Schußabgabe erst möglich. Das Kaliber .45 ACP selbst hat eine hohe Eigenpräzision und natürlich Mannstoppwirkung.Die Colt Goverment wurde auch bis 1939 als zivile Waffe in Deutschland verkauft! Genau wie der S&W Revolver im Kaliber .357 Magnum! Munition für beide Kaliber wurde von Geco usw. hergestellt. Übrigens, der Dicke hatte einen .357 Magnum Revolver, entweder S&W oder Colt als persönliche Dienstwaffe!

    h.

  • Hallo AviaB.33,


    Der Hahn war dann gespannt

    ....das meinte ich mit der 2. Sicherung.* Ich habe die 45 ACPColt Government M 1911 mit der Gravur " Property US- Army " ( Wenn ich mich recht entsinne - 45 Jahre her) über zwei Jahre geführt. Hatte einfach mit dem gespannten, wenn auch gesicherten Hahn, nämlich nur durch einen kleinen Rast, immer ein ungutes Gefühl dabei.


    Hier kann man den kleinen Sicherungsrast mit Zubehör und Eingriff am Hahn(Hammer) sehen ( Nachkriegsmodell, hat deshalb geringfügige Änderungen)


    https://www.youtube.com/watch?v=PsluAxF6MIc


    Gruß Karl und schönes Wochenende