4. Kompanie Bataillon D.VIII

  • Hallo zusammen, ich heiße Udo und suche info`s über meinen Opa. Meine Kinder und ich, versuchen ein wenig Ahnenforschung zu betreiben, so bin ich auf eure Seite gekommen.

    Mein Opa, lebte in der Nähe von Bromberg und wurde Januar 42 einberufen. Seit nach 1943 ???? vermißt. Ein entfernter Verwandter muß mal gesagt haben, im Januar 45 meldete sich mein Opa aus Tschechien. Die langersehnte Meldung der WASt ergab noch mehr Rätsel.

    Träger der Erkennungsmarke NR. ---- 2.Kompanie-Infanterie-Ersatz-Bataillon 322. Man findet verschiedenes über die 322. Info`s über unterstellte Divisionen z.B. 402, finde ich nicht. Das seltsame der WASt Auskunft ist "letztmalig mit einer Meldung vom 03.03.1944 als Angehöriger der Einheit 4. Kompanie Bataillon D.VIII, erfaßt". Über das Bataillon finde ich garnicht`s. Das nächste seltsame ist bei der WAST Auskunft: Eine Vermißt- oder Todesmeldung liegt nicht vor. Demzufolge lebte mein Opa noch, oder??

  • Hallo Udo,

    am besten wäre es, wenn du die Auskunft der WASt hier einstellst.

    Die Experten können sicherlich mehr daraus lesen.

    Dabei bitte den Namen des Sachbearbeiters unkenntlich machen.

    Wünsche dir viel Erfolg.


    Lg Andre

  • Hallo Udo,


    4. Kompanie Genesenden Bataillon D VIII

    Aufgestellt durch Wehrkreis VIII

    Feldpostnummer 41623

    Gehörte zum Grenadier-Regiment D 1105.

    Das eine Vermissten oder Todesmeldung nicht vorliegt kann den Zuständen am Kriegsende geschuldet sein. Möglicherweise ging eine Meldung an die WASt verloren.

    Beim Volksbund kannst Du mal schauen ob es einen Eintrag zu deinem Großvater gibt:

    Volksbund


    Gruß


    Reinhard




    Gruß


    Reinhard

  • Danke Andre und Reinhard für eure Antworten. In der WAST-Auskunft steht nicht`s weiter als letzte Meldung und Markennummer. Vom Volksbund habe ich den Bescheid über eine Registrierung erhalten und vom Roten Kreuz fehlt auch noch die Antwort. Wenn mein Opa im Genesenden Bataillon war, muß er wohl verwundet gewesen sein? Jetzt kann ich ja mal nach dem Regiment D 1105 suchen um zu sehen in welcher Region mein Opa war. Danke noch mal`s für die Antworten.

    Gruß Udo

  • Hallo,


    habe aus den Beiträgen ein neues Thema erstellt.


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Guten Abend an alle zusammen, ich setze das jetzt hier rein, da der Zusammenhang mit meinem Opa zu tun hat. Gerne könnt Ihr das verschieben in ein anderes, oder neues Thema. Ich suchte über den DRK- Suchdienst nach irgendwelchen Info`s. Dabei stolperte ich über den "Suchdienst für vermißte Deutsche in der sowjetischen Zone". Dieser wurde erst 1946 gegründet und war nur für "Flüchtlinge" aus den Ostgebieten. Dieser Suchdienst erfaßte auch keine Rückkehrer aus der Gefangenschaft und keine Spätheimkehrer. Meine Oma schaffte 45 die Flucht mit meinem Vater, geb.Nov. 1941 nicht. Beide gerieten in polnische Gefangenschaft und durften erst im August 1949 nach Deutschland ausreisen. Meine Oma stellte an diese DRK- Stelle im September 1949 einen Suchantrag für Ihren Mann. Bereits im November 1949 erhielt sie einen negativen Bescheid. Im Jahre 1950 ließ sie ihn beim Amtsgericht für Tod erklären, da waren noch 4-5 andere Namen mit auf der Liste. Erst 1990 kamen die Akten zum DRK. Meine Frage lautet, kennt sich jemand mit diesem Kommunisten Suchdienst aus und hat ebenfalls Ehrfahrungen gesammelt?? Danke im vorraus Udo

  • Hallo

    Die D Regimenter standen in Dänemark. Ihr unterstanden Genesenen-Btl.. Wie zum Beispiel das Btl. D/VIII.

    D also Dänemark.

    Aus dem D 1105 wurde das Grenadier Regiment 595 gebildet zum Ende des Krieges. Es unterstand der 328.Inf.Div..

    Teile der Division kamen noch zum Einsatz.

    mfg Jan

    Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muss die Gegend verlassen, wo sie gelten. (Johann Wolfgang Goethe)

  • Hallo,

    das D VIII Bataillon befand sich zumindest in der Zeit von August 1944 bis zum 2. Mai 1945 in Dänemark in Roskilde auf Seeland unweit von Kopenhagen. Der Bataillonsstab lag in den damaligen Barracken am Hafen, die Kompanien z.T. in Roskilde Stadt bzw. in einem früheren dänischen Ferienlager westlich von Roskilde. Die Kopfstärke des Bataillon schwankte stark, es wurden regelmäßig Marschkompanien zusammengestellt, und nach kurzer Abstellung auf den Übungsplatz Oksböl in Jütland an verschiedene Fronten abkommandiert. Je nach Zugang an Genesenden bzw. Evakuierten aus Kurland und Ostpreußen konnte die Verpflegungsstärke bis zu 1.200 Mann betragen, wurde dann aber ebenso schnell wieder durch Abkommandierungen abgebaut.
    Abmarsch aus Roskilde am 2./3. Mai 1945, Marschweg über die Insel Seeland, Fähre Korsør/Nyborg, weiter durch Fünen, Kriegsende am 8. Mai im Wald oberhalb von Middelfahrt, über die Kleine Belt-Brücke nach Kolding. Marsch durch Jütland zur deutschen Grenze bei Krusaa/Kupfermühle (Flensburg) als geschlossenes Bataillon mit voller Bewaffnung. Komplette Waffenabgabe am Grenzübergang und Weitermarsch in die britische Sperrzone G im Gebiet Tellingstedt- Wrohm - Altenfähre unweit der Eider. Unterbringung bei Bauern in Scheunen. Ab Oktober/November 1945 Beginn der ersten Entlassungen durch die Engländer.

    Mein Vater gehörte nach Verwundung südlich von Stanislaus (Ivano-Frankovsk), Lazarett-Aufenthalt in Baden-Baden, Zuführung zum Ersatz-Bataillon 350 (Kattowitz), ab August 1944 zum D VIII Bataillon / Bataillonsstab. Alle obigen Angaben nach seinen schriftlichen Aufzeichnungen bzw. mündlichen Angaben

  • Danke euch beiden für die neuen Info`s. Nordmende, kannst Du sagen wie lange dein Vater im D. VIII Bataillon auf Dänemark war? Hast Du auch eine WASt- Info, wo eine letzte erfasste Meldung drin steht?

    Man kann ja jetzt anhand der ganzen Daten, viel spekulieren. Zum Beispiel, mein Opa landete auch in der britischen Zone und wurde irgendwann entlassen. Oma war ja erst wieder im August 1949 registriert. Vielleicht arbeitete das Rote Kreuz aus der Sowjetzone anders als die anderen Zonen? Vielleicht durfte Oma ihren Mann gar nicht finden. Alles reine Spekulationen.

    Gruß Udo

  • Hallo Udo,


    dies sind die Angaben aus dem KTB des WB Dänemark von 1945:


    17.02.45:

    Der Abzug von Heeresverbänden erfordert Neugliederung der Kräfte im dänischen Raum.

    Hierzu schlägt W.Bef.Dän. dem AHA die Bildung von 2 neuen Ausbildungsdiv. aus den D-Batl. und dem Flieger-Ausbildungs-Rgt. 202 vor.


    1.) Eine Ausbildungsdiv. unter dem Höh.Kdo. Kopenhagen mit Rgt.Stäben D 1102, 1103, 1105, mit dem Batl. D I, III, IV, VIII, X, XI, XII, XIII, XVII und Wachbatl. Kopenhagen, ausserdem die von OKW / WFSt befohlenen Neuaufstellungen. Einsatz im Raum Nord- und Nordwest-Seeland und zur Verteidigung Kopenhagens.


    26.05.45:

    Marschgruppe D: Spitzen stehen an der Strasse Flensburg - Husum südlich Hüllerup. Untergruppe IVa Grenze überschritten. Rückwärtige Begrenzung 5 km nördlich Hadersleben. Untergruppe D VIII steht in Hönschnap, 4 km nördlich Krusau, Untergruppe D IX steht mit Spitzen in Mommack (Fähre nach Faaborg) rückwärtige Begrenzung Nyborg.


    Gruß

    Jörg

  • Alter Falter, was Ihr alle für ein Wissen habt, geil. Kannst Du etwas ab dem 03.03.1944 sagen, was das D Bataillon VIII betrifft?

    Gruß Udo

  • Hallo

    @ Kumpel69: mein Vater gehörte von Mitte August 1944 bis Kriegsende zum D VIII Bataillon in Roskilde. Zu den Gepflogenheiten beim DRK-Ost Suchdienst kann ich nichts sagen, allerdings hatten sich 1949 nach Gründung der Bundesrepublik und der DDR die Kontakte drastisch abgekühlt, der kalte Krieg ließ grüßen...

    Chicagoland : Der Vorschlag zur Aufstellung von einer Ausbildungsdiv. unter dem Höh.Kdo. Kopenhagen mit Rgt.Stäben D 1102, 1103, 1105, mit dem Batl. D I, III, IV, VIII, X, XI, XII, XIII, XVII und Wachbatl. Kopenhagen, ausserdem die von OKW / WFSt befohlenen Neuaufstellungen kam kaum noch zur Umsetzung. Der Bataillonskommandeur D VIII (wie auch so mancher seiner Kollegen) nahm es zur Kenntnis und unternahm herzlich wenig zur Umsetzung. Dänemark war ein ruhiges Fleckchen und "keiner will noch in letzter Minute seinen Arsch riskieren" [Originalzitat des Batl.Kommandeurs]

    Ja, kommt hin! 26.05. Hönschnap/Hønsnap vor Krusau / Krusaa Grenze... Vor der Grenze stauten sich die zurückmarschierenden Einheiten, die Briten bei der Entwaffnung und Registrierung an der Grenze hatten riesige Haufen an Waffen zu handeln und wußten manchmal schon nicht mehr wohin mit dem ganzen Zeug.
    Übrigens, die britische Regierung hat nicht unerhebliche Teile dieser Waffensammlung bis 1948/49 recht gewinnbringend verhökert ;)

    Gruß Nordmende

  • Danke Nordmende für deine Info. Laut WASt war Opa´s letzte Meldung im März 1944, im Bataillon D.VIII. Vielleicht war er auch noch bis 1945 dort, wer weiß das schon.

    Mit der DRK- Verbindung OST-West nach 1946 vermute ich auch, daß es gewollt war aneinander vorbei zu arbeiten.

    Danke nochmals

    Gruß Udo