Kriegstagebuch der Sanitäts-Kompanie 717 bzw. 817

  • Kriegstagebuch der Sanitäts-Kompanie 717 bzw. 817 vom 15.03.1941 bis 30.06.1944

    Unterlagen der Sanitätskompanie 717 – am 17.3.1943 in 817. Sanitätskompanie umbenannt (wechselnde Unterstellungen):

    KTB Nr. 1, 15.3.1941-30.6.1944, einschließlich Kriegsrangliste der Kompanie.


    Einleitung:

    Ich habe hier das Kriegstagebuch der Sanitäts-Kompanie 717 bzw. 817, aus dem:
    DEUTSCH-RUSSISCHES PROJEKT ZUR DIGITALISIERUNG DEUTSCHER DOKUMENTE IN ARCHIVEN DER RUSSISCHEN FÖDERATION
    abgeschrieben und hier in Posts Monat für Monat eingestellt.

    So gibt es eine bessere Möglichkeit etwas zu dieser Einheit zu finden.
    Zum anderen ist dieses Tagebuch der San. Kompanie 717/817 ein besonderer Glücksfall, wir haben hier eine Informationsquelle über einen sehr langen Zeitraum von 3 1/4 Jahren.

    Das gibt einen sehr genauen Einblick in die Tätigkeit dieser San. Kompanie, die von allen anderen Sanitäts- Einheiten nicht groß zu unterscheiden ist.

    Zum anderen Zeigt es den Weg der Kompanie im Krieg gegen Rußland.


    Das KRIEGSTAGEBUCH wurde geführt vom 15.03.1941 bis 30.06.1944 von


    UNTERSTELLUNG Sanitätskompanie 717 / 817 vom 15.03.1941 -30.06.1944


    KRIEGSRANGLISTE sämtlicher Offiziere und Beamte im Offiziersrang der Sanitätskompanie 717 / 817.


    VERPFLEGUNGSSTÄRKEN der Sanitätskompanie 717/ 817 vom 13.06.1941 bis 21.06.1944


    VERLUSTLISTE der Sanitäts-Kompanie 717 / 817


    Auskunft zu Zivilverschollenenliste

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  • Beginn des Kriegstagebuchs der Sanitäts-Kompanie b (mot) 717


    15.03.1941

    Die San. Ers. Abt. 17 Wien beginnt mit der Aufstellung der San. Komp. b (mot) 717, die am 15.04.1941 marschbereit gemeldet werden soll. Sie wird geführt von dem Herrn Stabsarzt Dr. Bock, der heute eintrifft.
    Offiziere und Mannschaften werden gestellt: 1. Als Stamm I von San. Komp. 1/582, der Stärke von 1 Oberarzt (Dr. Rienhoff) als Zugführer, 1 Unterarzt (Dr. Weber) 1 Feldwebel , 1 Uffz. und 9 Mann heute eintrifft;
    2. Als Stamm II von San. Komp. 1/572, der Stärke von 3 Uffz. und 10 Mann heute eintrifft;
    3. Von der San. Ers. Abt. 17 Wien, die den Hauptteil an Offizieren, Uffz. und Mannschaften zum Teil heute, zum Teil in den nächsten Tagen stellen wird. Die Kompanie wird wirtschaftlich der 4.San. Ers. Abt. 17 zugeteilt und in der Radetzkykaserne untergebracht.


    16.03.1941

    Beim Wehrkreiskommando XVII werden die notwendigen H.D.V. empfangen.


    17.03.1941

    Der Zahlmeister der Kompanie, K.V.I. Hammerschmid trifft ein.


    18.03.1941

    Die Kompanie bezieht neue Unterkunft in der Schule Koppstrasse 75. Die Unterkunft ist gut und ausreichend.


    19.03.1941

    Eintreffen von Ass. Arzt Dr. Hönlinger, Hilfsarzt und Chirurg im 2. Zug.
    Es wird mit dem Empfang von Ausrüstung laut KAN. beim Heereszeugamt Wien begonnen.
    Aktenkisten, Nachrichtengerät, Pioniergerät, Werkzeug, Benzinfässer u.s.w. werden laut Einnahmeschein empfangen.


    20.03.1941

    Empfang von Schreibgerät.


    21.-23.03.1941

    Keine besonderen Vorkommnisse.


    24.03.1941
    Ass. Arzt Dr. Eisenmenger als Zugführer des 1. Zuges trifft ein, ebenso Unterarzt Dr. Krammer als Hilfsarzt und Chirurg des 2. Zuges.
    Hauptfeldwebel Inzinger wird von der 1. San. Ers. Abt. 17 als Hauptfeldwebel zur Kompanie versetzt, außerdem Uffze und Mannschaften.


    25.03.1941
    Kraftfahrer werden von der 2. und 3. Kraftfahr. Ers. Abt 45 und der 2. Kraftfahr. Ers. Abt. 17 zur Kompanie versetzt.

    26.03.1941
    Der Chirurg As. Arzt Dr. Hönlinger, Unterarzt Dr. Krammar und 4 Mannschaften (Operationsgehilfe und Gipser) werden in das Res. Laz. XI a Wien kommandiert.

    28.03.1941
    Die Kompanie bezieht neue Unterkunft in der Schule Wien XVI., Liebhartsgasse 19. Die Unterkunft ist gut und für die Kompanie ausreichend. Die restlichen Uffze und Mannschaften werden von der 1., 2., 3., 4. San. Ers. Abt. 17 zur Kompanie versetzt. Die Mannschaft wird auf die Züge aufgeteilt. Die Kompanie beginnt mit intesiever (intensiver) Ausbildung.

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  • 02.04.1941

    Der Zahnarzt und Kieferchirurg der Kompanie, Unterarzt Dr. Jeannée, trifft ein, ebenso der Apotheker, Unterapotheker Proksch.

    1.-12.04.1941
    Ausbildung der Kompanie, besonders in Sanitätstechnischer Hinsicht.

    08.04.1941
    Die ins Res. Laz. XI a kommandierten Offiziere und Mannschaften kehren zur Kompanie zurück.

    12.04.1941
    Die Kompanie wird in der Geldwirtschaft selbständig, bleibt wirtschaftlich aber weiter der 4 San. Ers. Abt. 17 zugeteilt.

    15.04.1941
    Die Kompanie wird als einsatzbereit dem Wehrkreiskommando XVII gemeldet, es fehlen lediglich die Kraftfahrzeuge und einige Geräte (Heeresatmer, Tournisterfiltergeräte, Gasschutzhauben.). Zum Empfang von Kfz. fahren Ass. Arzt Dr. Hönlinger mit 25 Fahrer zum Heereszeugamt Nürnberg und Unterarzt Jeanne`e mit 8 Fahrern zum Heereszeugamt Ingolstadt.
    In Nürnberg werden 13 leichte und 3 mittlere L.K.W. empfangen in Ingolstadt 2 Solo -und 4 Beiwagenkräder.

    19.04.1941
    Die Kfz. treffen bei der Kompanie ein. Die Fahrt verlief bis auf einen Kradunfall am 19.04.1941 morgens ohne Besonderheiten. Die Kfz. stellen sich zur Verladung der gesamten Ausrüstung und Mannschaft als zu klein heraus. 2 leichte L.K.W. (Typ Peugeot) werden beim H.K.P. Wien gegen 2 L.K.W. (Typ Hansa) eingetauscht. Die Verteilung vom Gerät und Mannschaft muß gegenüber K.A.N. etwas geändert werden. 1 leichter und 4 mittlere P.K.W. werden beim H.K.P. Wien empfangen.

    20. - 23.04.1941
    An den L.K.W. werden einige notwendige Änderungen vorgenommen. Die große Feldküche wird auf einen mittleren L.K.W. montiert, die kleine Feldküche wird als Anhängerumgebaut.


    23.04.1941
    Dem Wehrkreiskommando wird die Einheit als vollmarschbereit ab 30.04.1941 gemeldet.

    23.04.1941
    Ausbildung der Kompanie. Die Kraftfahrer werden an den wagen ausgebildet und mehrere kleinere Veränderungen und Reparaturen an den wagen werden vorgenommen.

    28.04.1941
    Die Kompanie macht ihre erste Kolonnenfahrt mit sämtlichen Offz. Uffz. und Mannschaften und sämtlichen Fahrzeugen, bis auf die Küchen. Start: 7.45 Uhr. Der Marschweg geht über die Strecken, Wien-Baden-Gutenstein-Rohr-Mariazell-Annaberg-St. Pölten-Wien, Länge 274 Km. Die Geländeschwierigkeiten (starke Steigungen und Gefälle) werden ohne Zwischenfall überwunden. Ein LKW (Typ. Hansa) fällt wegen Lagerbruch aus. Sonst keine Besonderheiten. Die Wetterverhältnisse waren gut. Eintreffen in Unterkunft 22.10 Uhr


    30.04.1941
    Die große Feldküche trifft ein, auf einem mittleren LKW (Typ. Studebaker) montiert ein.

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  • 03.05.1941
    Die Gestelle für behelfsmäßige Herrichtung von LKW als Kr. Kr. Wagen, müssen wegen Platzmangel an den Wehrkreissanitätspark zurückgegeben werden.


    03.05.1941

    Keine Besonderheiten. Ausbildung der Mannschaft.


    20.05.1941

    Die Chirurgen der Kompanie, Ass. Arzt Dr. Hönlinger und U. Arzt Dr. Kramer werden wieder mit 4 Mannschaften ( Operationsgehilfen und Gipser) zum Res. Laz. XI.a, Wien, Kommandiert.


    23.05.1941

    Die Kompanie erhält Befehl, den Kompanien der San. Ers. Abt. 17 eine San. Kompanie im Einsatz als Übung zu zeigen. Als geeignetes Gelände wird die "Sophienalpe" gewählt.


    24.05.1941

    Vorübung auf der "Sophienalpe" . Der Hauptverbandplatz, Wagenhalteplatz wird provisorisch eingerichtet, Verwundete im Gelände 4 Km nördl. Sophienalpe ausgelegt und vom I. Zug eingebracht. Die Vorübung verläuft planmäßig und ohne Besonderheiten.


    26.05.1941

    Am Nachmittag werden sämtliche Zelte des Hauptverbandplatzes von einem Vorkommando errichtet.


    27.05.1941

    Der Hauptverbandplatz wird vollständig eingerichtet und um 9 Uhr dem Kommandeur der San. Ers. Abt. 17, Oberfeldarzt Dr. Frank, gemeldet. Die Kompanie der San. Ers. abt. 17 besichtigt anschließend die Einrichtungen des H.V.Pl. Die Übung wird um 10.00 Uhr beendet, nach planmäßigen Verlauf. Die Haltung der Mannschaft war gut. wetterverhältnisse gut.


    28.05.-11.06.1941

    Ohne Besonderheiten. Ausbildung der Kompanie. Es werden einige Übungsmärsche und kleinere Übungen im Gelände des Galizinberges durchgeführt.



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  • 11.06.1941

    Die ins Res. Laz. XI a, kommandierten Offiziere und Mannschaften kehren zur Kompanie zurück.


    12.06.1941

    Der Befehl zum Abmarsch der Kompanie nach Krakau trifft ein. Der Weg ist im Landmarsch in 3 Tagen zurückzulegen, 1. Tag Wien- Ölmütz, 2. Tag Ölmütz- Bielitz o.V., 3. Tag Bielitz - Krakau. Die Kompanie führt in Vertretung für den in Urlaub befindlichen Kompaniechef , Herr Ober-Arzt Dr. Rienhoff. Marschverpflegung und Betriebsstoff wird empfangen. Gerät und Gepäck wird verladen.


    13.06.1941

    Die Kompanie rückt um 7 Uhr von der Unterkunft Liebhartsgasse zur Schmelz unter Vorantritt des Musikkorps der San. Ers. Abt. 17 und unter Begleitung vieler Angehöriger und wird verladen. Abmarsch sämtlicher Fahrzeuge 8.00 Uhr. Befohlenes Tagesziel: Olmütz. Befohlener Marschweg: Wien - Dg A bis Olmütz. Das Vorkommando (Ass. Arzt Dr. Hönlinger, Unterarzt Jeanne`e, KVI Hammerschmidt) fährt der Kollonne voraus. Der Betriebsstoffwagen erleidet gegen Mittag Lagerdefekt und muss vom Küchenwagen geschleppt werden. Ankunft in Olmütz 16.00 Uhr Straßenverhältnisse sehr gut, Wetter mäßig, teils Regen, Fahrstrecke 110 Km. Die Kompanie bezieht im Barackenlager "Neue Welt" Unterkunft, die ausreichend und gut ist.


    14.06.1941

    Der Betriebsstoffwagen wird nach Prosnitz zur Reparatur vom Küchenwagen zurückgeschleppt. Entfernung 17 Km. Abmarsch der Kompanie 9.00 Uhr. Befohlenes Tagesziel Bielitz O.S. Befohlener Marschweg: Olmütz-Reichsstr. 373 bis Leipnik bis Bielitz, Vorkommando wie am Vortage. Die Küche holt die Kompanie um 14.00 Uhr nach 150 Km Marsch ein. Die Kompanie trifft in Bielitz um 16.15 Uhr ein und bezieht Unterkunft in der Hindenburg-Kaserne. Die fahrt verlief ohne Zwischenfälle. Der Betriebsstoffwagen trifft um 22.00 Uhr voll fahrbereit nach Ersatz Pleuels ein. Beschaffenheit der Straßen sehr gut, Wetter sehr gut. Marschweg 148 KM.


    15.06.1941

    Abmarsch 8.30 Uhr.

    Vorkommando: O. Arzt Dr. Rienhoff, Ass. Arzt Dr. Weber. Das Vorkommando trifft um 9.30 Uhr in Krakau ein und meldet die Kompanie, der Standortkommandatur. Nach fernmündlicher Meldung beim leitenden San-Offizier Abschnittstab Gotzmann wird die Kompanie der A.S.A. 562, der sie zugeteilt ist, zugewiesen. Von hier wird als neues Marschziel der Ort Ranizow, 20 km nördlich Reichshof befohlen. Quartiermacher der A.S.A. 562 sollen dort Unterkunft für die Kompanie bereithalten. Die Kompanie wird 20 Km vor Krakau gewendet und über Myslenice - Gdow Dg IV - Reichshoff nach Ranizow geführt. Eintreffen dort 20.30 Uhr. Das Vorkommando (Ass. Arzt Dr. Eisenmenger) hat die Quatiermacher der A.S.A. 562 nicht erreicht, die Unterkünfte in Ranizow als bereits belegt festgestellt und quatier in Holaranizowski 4 Km nördl. Ranizow, sichergestellt. Die straße Ranizow-Holaranizowski stellt sich für die schweren Wagen als fast unpassierbar heraus. Diese und ein Teil der Kompanie werden daher von den inzwischen eingetroffenen Quatiermachern der A.S.A. nach Prcewrotne 4 Km zurückgeführt und beziehen unter Führung des Hauptfeldwebels dort Unterkunft. Eintreffen dort 21.30 Uhr. Der größte Teil der Kompanie ist bereits um 21.30 Uhr in Holaranizowski eingetroffen und verbleibt dort für die Nacht. Einem Beikrad bricht auf der Staße Myslenice-Gdow das Rad des Beiwagens. Ersatz wird sofort in Krakau beschaft. Eintreffen mit dem Hilfeleistenden Solo- und Beikrädern um 23 Uhr in Preewrotne. Der Gerätewagen des II. Zuges erleidet Kühlerschaden kurz vor Reichshof und fährt zur Reparatur nach Landshut. 16 Km ostwärts Reichshof. Marschweg 290 Km. Wetterverhältnisse gut, Staße Myslenice - Gdow und Reichshof - Ranizow schlecht, im übrigen gut, teils sehr gut. Die Unterkünfte sind gut und voll ausreichend.

    16.06.1941

    Der in Holaranizowski verbliebene Teil der Kompanie wird nach Prcewrotne zurückgeführt und bezieht dort Unterkunft. am Nachmittag trifft der Kompaniechef ein.


    17.06.1941

    Die Kompanie richtet sich in der Unterkunft ein. Der Gerätewagen kommt voll fahrbereit von der Reparatur zurück.


    18.06.1941-
    21.06.1941

    Ausbildung der Mannschaft, Verbesserung der Unterkunft durch Bau eines Freibades.


    22.06.1941

    Der Krieg gegen Rußland beginnt. Die Kompanie befindet sich in Alarmzustand.


    23.06.1941

    Die Kompanie bekommt Befehl, bis 23.06. 12 Uhr Bereitschaftsstellung in Markow a, 16 km südostwärts Landshut zu beziehen. Abmarsch der Kompanie 7 Uhr, eintreffen 9.30 Uhr in Markowa. Straßenverhältnisse: mit Ausnahme der Dg IV schlecht, Wetter gut. Der Ort ist mit Truppen stark besetzt, Unterkunft ist in Häusern nicht zu beziehen. Die ganze Kompanie wird daher in den zelten untergebracht.


    24.06.1941

    Vervollständigung und Verbesserung der Unterkunft.


    25.06.1941

    Beim Infanteriepark Przeworsk werden 114 Gewehre empfangen. Sämtliche Kradfahrer und PKW werden mit Karabinern, die übrige Mannschaft mit Gewehren ausgerüstet, Uffz. und Fahrer erhalten Pistolen.


    26.-27.06.1941

    Ausbildung der Mannschaft mit Gewehr.


    28.06.1941

    Kurze Besichtigung durch den Kommadeur, Herrn Oberfeldarzt Dr. Schwalm.

    Die Kompanie erhält den Befehl, sich unverzüglich in den Raum um Lazy, ungefähr 6 km nordostwärts Radymno, zu begeben und dort Unterkunft zu beziehen. Abmarsch 14 Uhr in 5 Gruppen, Vorkommando O. Arzt Dr. Rienhoff. Eintreffen der Kompanie 18 Uhr. Straßenverhältnisse scchlecht, Wetter: wenig Regen. Die Kompanie bezieht ausreichenden und genügende Unterkunft in einer Schule und einer Scheune. Das Einvernehmen mit der Bevölkerung (Ukrainer) ist ausgezeichnet. Der Sicherungsdienst im Ort wird auch von einer ukrainaischen Bürgerwehr durchgeführt.


    29.06.1941

    Keine besonderen Vorkommnisse.


    30.06.1941

    In einer verlassenen ehem. russischen Unterkunft werden größere Mengen (ungefähr 400 Kisten) Gasschutzmittel gefunden und durch den ukrainischen Sicherheitsdienst sichergestellt. Die A.S.A. wird durch Meldung verständigt.

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  • 01.07.1941


    14.30 Uhr Befehl zum Abmarsch nach Grodek- Jagielonski. Vorkommando: O. Arzt Dr. Rienhoff, Ass. Arzt Dr. Weber.

    Abmarsch der Kompanie 16.30 Uhr, Marschweg. In Grodek wird ein ehem. russisches Lazarett festgestellt. Eintreffen der Kompanie dort 20 Uhr. Bis Einbruch der Dunkelheit wird Biwak errichtet und bezogen. Wetter verhältnisse sehr gut, Straßen schlecht bis sehr schlecht, sehr staubig. Fahrstrecke 84 Km.


    (HK. Blatt-Nr. S 50, Lemberg)


    02.07.1941

    Das Lazarett wird gesäubert und von der Ortskommandatur sichergestellt, da es sich zur Einrichtung eines deutschen Lazarettes gut eignet.

    Am Nachmittag wolkenbruchartiger längerer Regen. Der Biwakplatz wird durch den die ganze Nacht anhaltenden Regen unbrauchbar.


    03.07.1941

    Die Kompanie bezieht Unterkunft im gesäuberten Lazarett, das ausreichend ist.

    16 Uhr Abmarschbefehl nach Bobrka, 40 km südostwärts Lemberg.

    Vorkommando: Ass. Arzt Dr. Eisenmenger. Abmarsch 17.15 Uhr Eintreffen in Bobrka um 20.15 Uhr ohne Zwischenfall. Marschstraßen gut, staubig, Strecke 68 Km.

    Der Ort ist mit Truppen überfüllt. Die Kompanie bezieht daher Biwak ungefähr 1 Km. südlich der Stadt. Unterkunft gut und ausreichend. Wetterverhältnisse gut.


    (HK. Blatt-Nr. S 50, Lemberg)


    04.07.1941
    Verbesserung der Unterkunft und des Zufahrtsweges. Es regnet fast dauernd.

    05.07.1941
    Ausbildung der Kompanie. Nachmittags Scharfschießen. 16.10 Uhr eintreffen des Marschbefehles nach Rohatyn, ungefähr 60 km südostwärts Bobrka. Strecke 65 Km. Abmarsch der Kompanie 17.15 Uhr. Straßenverhältnisse gegenüber früheren Erkundigungen wesentlich verbessert und auch für schwere Wagen gangbar. Der Marsch verläuft ohne Zwischenfälle. Die Kompanie trifft um 19.50 Uhr in Rahatyn ein. Unterkunft in der ehem. Post ist nicht ausreichend. Ein Teil der Mannschaft wohnt im ehem. Ghettobad, ein Teil in den Kraftfahrzeugen.

    06.07.1941
    Die Chirurgen Ass. Arzt Dr. Hönlinger und Unt. Arzt Dr. Kramar arbeiten aushilfsweise im Div.-Feldlazarett am Ort. Sonst keine besonderen Vorkommnisse.

    07.07.1941
    Ausbildung der Kompanie. 18 Uhr eintreffen des Marschbefehles nach Buczacz in Bereitstellung. 19 Uhr. Abmarsch des Vorkommandos. (O. Arzt Dr. Rienhoff, Ass. Arzt Dr. Weber und 12 Uffz. und Manschaften), das in Monastercyze 20 km westlich Buczacz für die Nacht Quartier nimmt.

    08.07.1941
    Abmarsch der Kompanie 6 Uhr. Marsch bei gutem Wetterund verhältnismäßig guten Straßen. Eintreffen in Buczacz 11 Uhr, einzelne Wagen treffen nach Beseitigung von Defekten um 16 Uhr ein.

    Unterkunft im Gymnasium ist völlig ausreichend und sehr gut. Marschweg 105 Km.

    09.07.1941
    Ausbildung der Kompanie.

    10.07.1941
    Scharfschießen mit M.G. und Gewehr.

    12.07.1941
    18 Uhr Eintreffen des Befehls, in Jarmolince in Bereitschaftsstellung zu gehen. Vorkommando, (O. Arzt Dr. Rienhoff, Ass. Arzt Dr. Weber und 12 Uffz.
    und Mannschaften) wird um 19 Uhr in Marsch gesetzt. Fahrt bis Einbruch der Dunkelheit nach Husiatyn, Eintreffen in Jarmolince am 13.07.1941 6.30 Uhr

    13.07.1941
    Abmarsch der Kompanie 5.30 Uhr, Eintreffen in Jarmolince 11.45 Uhr. Straßenverhältnisse verhältnismäßig gut, Wetter sonnig. Fahrstrecke 126 Km.
    Der Sanitätsgerätewagen mußte zurückgelassen werden. Die Kompanie bezieht Unterkunft in einer kleinen Schule und im Biwak.

    19 Uhr Eintreffen des Befehls vom Korpsarzt 54 zur Errichtung eines H.V.Pl. in Jarmolince. 4 Lkw. werden nach Buczacz geschickt, um das San.-Gerät zu holen.

    14.07.1941
    Der H.V.Pl. wird in einem ehem. russ. Lazarett mit 96 Betten eingerichtet, die darin befindlichen Krankensammelstelle abgelöst. 60 Verwundete und 102 Kranke werden übernommen und versorgt.

    12 Uhr Aufnahmebereitschaft, Zugang 40 Verwundete 24 Kranke Abtransport von 42 Verwundeten und 51 Kranken zur K.S.St. Ploskirow. Das Lazarett ist räumlich beschränkt.

    Für Leichtverwundete werden im Nachbarhaus Strohlager eingerichtet. Die Mannschaft ist in Zelten untergebracht.

    15.07.1941
    Um 17 Uhr wird die Kompanie vom Feldlazarett 634 abgelöst, 46 Verwundete und 57 Kranke werden übergeben. Die Kompanie erhält Befehl, in Wonkowce, ungefähr 40 km ostw. einen H.V.Pl. zu errichten. Abmarsch 18 Uhr, Eintreffen 20.30 Uhr. Mit der Errichtung wird begonnen. Marschweg 41 Km. Straßen und Wetter gut.

    16.07.1941
    H.V.Pl. ist um 6 Uhr aufnahmebereit. 2 Verwundete und 2 Kranke werden von der K.S.St. übernommen. Zugang 39 Verwundete Abgang 2 Kranke, 2 Todesfälle.

    17.07.1941
    19 Zugänge an Verwundeten, Abgang 4 Verwundete. Um 16 Uhr Übergabe an Feldlazarett 91. Bestand 54 Verwundete.

    18.-20.07.1941
    Die Chirurgen der Komp. arbeiten für den erkrankten Chirurgen des Feldlazarett 91. Die Kompanie liegt in Bereitschaftsstellung. Marschbefehl nach Zmiercynka, 60 km ostw. Wonkowce.

    Ass. Arzt Dr. Hönlinger verbleibt als Chirurg beim Feldlazarett 91. Ebenso ein Nachkommando ( 1 Uffz. und 12 Mann ).

    21.07.1941
    Der Weg über Daskowze nach Bar stellt sich als unpassierbar heraus. Die Kompanie versucht auf dem direkten Weg über Sabince nach Bar zu gelangen. Abmarsch 6.15 Uhr.

    Dieser Weg ist 4 Km hinter Wonkowce durch einen in eine Brücke eingebrochenen Lkw. versperrt. Die Kompanie wird gewendet und über Zikow-Solodkowce-Dunajowce-Nowa Uscyka-Woloskie nach Bar geführt. Bis dorthin ist die Straße mit wenigen schlechten z.T. Sperengstellen gut fahrbar. Eintreffen in Bar gegen 19 Uhr. Sofort Weitermarsch über Stodulce-SerbinowceMecyrow nach Zmiercynka.

    Der Weg, teils Acker, teils schlechteste Straße, ist nur mit großen Schwierigkeiten passierbar. Ausfall 2 Lkw., 3 Pkw, 1 Küchenanhänger. Eintreffen der Kompanie 2 Uhr nachts. Wetterverhältnisse gut.

    Fahrstrecke 202 Km.

    22.07.1941
    Einrichten der Unterkunft in einem ehem. russ. Kasernenbereich. Reparatur, Überholung und Heranbringen der ausgefallenen Fahrzeuge.

    Der zum Feldlazarett 91 kommandierte Chirurg Ass. Arzt Dr. Hönlinger trifft bei Kompanie ein, ebenfalls das Nachkommando aus Wonkowce.

    23.07.1941
    Die Kompanie marschiert nach Stanislawzyk, 6 km südlich Zmierzynka und löst das Feldlazarett 100 ab. Es weder übernommen 17 Uhr, 80 Verwundete und 7 Kranke, Zugang 13 Verwundete.

    Die Kompanie wird wieder in den Zelten untergebracht.

    24.07.1941
    Zugang 1 Verwundeter und 12 verwundete russ. Gefangene, 7 Kranke. Abgang: 13 Verwundete, 4 Kranke und 2 Tote.

    25.07.1941
    Zugang 12 Verwundete, Abgang 13 Verwundete. Vom ASP werden Betten z.T. Olympiabetten in ausreichender Anzahl herbeigeschafft,

    ebenso Bettwäsche und sonstige Gegenstände zur lazarettmäßigen Einrichtung, u.a. wird ein Mikroskop mit Zubehör empfangen die notwendigen Arzneimittel.

    26.07.1941
    Zugang 4 Gefangene. Abgang 1, 1 Toter, 1 toter Gefangener.

    27.07.1941
    Zugang 2 Kranke, 1 Toter
    Die in der Nähe gelegenen Soldatengräber werden zu einem würdigen Soldatenfriedhof gestaltet.

    28.07.1941
    Abgänge: 3.

    29.07.1941
    Abgang: 1.

    30.07.1941
    Zugang 1 Kranker, Abgang 6, 4 davon zum Lufttransport nach Ploskirow, der noch am gleichen Tag durchgeführt werden muss.

    31.07.1941
    Abgang 32 Verwundete, 6 Kranke zum Lazarettzug, der in den nächsten Tagen von Zmierzynka nach Lemberg fahren soll.

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  • 01.08.1941
    Zugang 1 Kranker

    02.08.1941
    17 Gefangene werden zum Gefangenen Lazarett Winnica abtranspostiert.

    03.08.1941
    Zur Aushilfe bei der K.S.St. Zmierzynka werden Ass. Arzt Dr. Weber und Unt. Arzt Dr. Kramar mit 12 Mann kommandiert.

    04.08.1941
    Keine Besonderheiten.

    05.08.1941
    Abgang 23 Verwundete, 1 Kranker zum Lazarettzug in Zmierzynka, der gegen 15 Uhr nach Lemberg fährt. Die kommandierten Ärzte kehren zur Kompanie zurück.

    06.08.1941
    Übergabe an Feldlazarett 676, das mit mit einem Halbzug gegen Abend eintrifft und 15 noch nicht transportfähige Verwundete übernimmt.

    Die Kompanie erhält Befehl, in Antonowka, ungef. 60 km südostw. Gaisin in Bereitschaftstellung zu gehen.


    07.08.1941
    Das Vorkommando (O. Arzt Dr. Rienhoff, Ass. Arzt Dr. Weber mit 2 Uffz und 12 Mann, marschiert 5,30 Uhr ab, die Kompanie um 6 Uhr. Die Straßenverhältnisse bis Winnica waren teilweise durch schlechte Stellen in der Straße nicht gut. Von dort führte nach Sobolowka eine unbefestigte Straße, die bei trockenem Wetter für das Vorkommando noch gut passierbar ist. Vor Sobolowka setzt Regen ein, sodass der letzte Teil nur mit Schwierigkeiten zu fahren ist. Der Weg nach Antonowka (4 Km) stellt sich als unpassierbar heraus. Es wird daher Unterkunft für die Kompanie in der Schule in Sobolowka sichergestellt uns ein Uffz. Mit der Meldung zur Kompanie geschickt, dass die Straße Ladizin-Sobolowka voraussichtlich bei Regen nicht passierbar ist. 1 Pkw trifft noch in Sobolowka ein, die Kompanie bezieht in Gaisin Unterkunft, wohin sie von Ladicin zurückfährt. Gegen Morgen des 07.06 kommt ein Uffz zurück zum Vorkommando mit dem Befehl, sich nach Antonowka, 7 Km ostw. Ternowka zu begeben. Marschweg des Vorkommando 200 Km, Marschweg der Kompanie 195 Km


    08.08.1941

    Die Kompanie marschiert um 6 Uhr ab über Teplik-Ternowka nach Antnowka, wo sie um 12.30 Uhr eintrifft und in einer Schule bzw. in den Zelten Unterkunft bezieht.

    Das Vorkommando in Sobolowka setzt sich, nachdem durch Wind und Sonne die Straßen einigermaßen abgetrocknet sind, gegen 10 Uhr in Marsch.

    Zur Vorsicht werden 3 Panjefahzeuge mitgenommen als evt. Hilfe beim Steckenbleiben. Ohne Zwischenfälle wird gegen 13 Uhr auf direktem Wege Teplik erreicht (30 Km)

    Eintreffen bei der Kompanie gegen 16.30 Uhr (26 km)

    Marschweg der Kompanie 61 Km Straßenverhältnisse bei trockenem Wetter gut. Durch Schäden an Federn, Stoßdämpfern usw. fallen 10 Fahrzeuge aus.


    09.08.1941

    Einrichten der Unterkunft. Reparatur der Fahrzeuge, die zum Teil in Werkstätten nach Ternowka geschleppt werden.


    10.08.1941

    Marschbefehl nach Golowanewsk in Einsatbereitschaft.


    11.08.1941

    Die Kompanie marschiert ab um 8 Uhr über Ladishinka nach Golowanewsk bezieht dort in zwei Schulen Unterkunft,

    die sauber und ausreichend ist, Marschweg 45 km Wetter und Straßenverhältnisse gut.


    12.-14.08.1941
    Auffrischung des Kfz. Bestandes durch Reparatur und Beute Kfz. Der Heldenfriedhof in
    Golowanewsk wird in einen würdigen Zustand versetzt.

    15.08.1941
    Marschbefehl nach Nowo-Ukrainka zunächst in Bereitschaftsstellung. Abmarsch 9,30 Uhr, Marschweg über Permowaisk. Strecke 120 km, Straßenverhältnisse bei trockenem Wetter gut.

    Eintreffen am Bestimmungsort 16.30 Uhr. Unterkunft in Häusern, 2 Züge in Zelten. Krankenrevier mit Ruhrkranken. Die Kompanie wird in der Nähe eingerichtet.

    (HK, Blatt Nr. W49)

    16.08.1941
    Instandsetzung von Unterkunft und Fahrzeugen.

    17.08.1941
    16 Uhr Eintreffen des Befehls, das Feldlazarett 25, das im Ort eingesetzt ist abzulösen.


    18.08.1941
    Um 8 Uhr werden die Verwundeten und Kranken des Feldlazaretts 25 übernommen, 37 Verwundete und 60 Kranke zum größten Teile Ruhrkranke.

    Die chir. Abt. ist in einem ehem. Vet. Feldschertechnikum untergebracht, die innere Abt. mit Isolierstation etwa 1 km entfernt in einem ehem. russ. Krankenhaus.

    Die Kompanie-Unterkunft, von beiden Abteilungen etwa 500 m entfernt, bleibt vorerst bestehen.

    19.08.1941
    Das notwendige Material zur Krankenpflege, Decken, Bettücher usw. wird zusätzlich vom ASP Gaysin beschafft. Die Kompanie bezieht Unterkunft in der inneren Station.

    Die Zahnstation wird eingerichtet. Zugang: 8, Abgang: 6, 1 Exitus.

    20.08.1941
    Zugang: 4 Verwundete, 15 Kranke, Abgang: 2, 1 Exitus

    21.08.1941
    Zugang: 8 Verwundete, 15 Kranke, Abgang: 5, .

    22.08.1941
    Zugang: 5 Verwundete, 3 Kranke.
    Abgang: 9 davon 4 Schwerverwundete zum Lufttransport vom Flugplatz Kirowo über das Leichtverwundeteten-Feldlazarett des II. Flakkorps.

    23.08.1941
    Zugang: 1 Kranker, Abgang: 10 davon 4 zum Lufttransport.

    24.08.1941
    Zugang: 3 Kranke, Abgang: 1.

    25.08.1941
    Zugang: 2 Verwundete, 4 Kranke.
    Abgang: 4, 1 Toter.

    26.08. 1941
    Zugang: 1 Verwundeter, 3 Kranke.
    Abgang: 6.

    27.08.1941
    Zugang: 1 Verwundeter, 5 Kranke. Abgang: 6.
    Ass. Arzt Dr. Seiwert vom Feldlazarett 1/562 zur Kompanie kommandiert.

    28.08.1941
    Zugang: 3 Verwundete, 5 Kranke. Abgang: 2.

    29.08.1941
    Zugang: 7 Kranke, Abgang: 4.

    30.08.1941
    Zugang: 1 Verwundeter, 4 Kranke.

    31.08.1941
    Zugang: 1 Verwundeter, 1 Kranker.
    Abgang: 9 davon 4 zum Lufttransport.

    Auskunft zu Zivilverschollenenliste

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  • 01.09.1941
    Zugang: 3 Kranke, Abgang: 1.

    02.09.1941
    Zugang: 3 Verwundete, 1 Kranker.
    Abgang: 7.

    03.09.1941
    Die Kompanie erhält den Befehl, langsam das Lazarett zu entleeren und aufzulösen. Zum Abtransport ist sie in der Hauptsache auf Eisenbahn (leere Güterwagen) und auf Leerkolonnen angewiesen.

    Zugang: 1 Kranker, Abgang: 27.

    04.09.1941
    Zugang: 1 Kranker, Abgang: 44.

    05.09.1941
    1 Kranker, Abgang: 6, 1 Kranker.

    06.09.1941
    Zugang: 1 Verwundeter, 1 Kranker.
    Abgang: 45.

    07.09.1941
    Abgang: 3, 1 Toter.
    Die Kompanie wurde während ihrer Tätigkeit in Nowo-Ukrainka chir. durch einige Besuche des ber. Chirurgen Oberstabsarzt Prof. Dr. Heberer unterstützt.

    08.09.1941
    Die Kompanie erhält Marschbefehl nach Alexandria, wo sie das Kriegslazarett 4/561 personell unterstützen soll. Die nicht Transportfähigen Verwundeten und Kranken insgesamt 6 übernimmt die Kr.S.St. Nowo.Ukrainka. Das Vorkommando: O. Arzt Dr. Rienhoff, Unt. Arzt Dr. Kramer mit 15 Uffz und Mannschaften setzt sich in Marsch.

    (HK, Blatt Nr. X49)

    09.09.1941
    Durch starke Regefälle sind die Straßenverhältnisse so verschlechtert, dass die Kompanie nicht marschieren kann. Lediglich die Ärzte und San. Dienstgrade (in den San. Kr. Kw.) können,

    nachdem die Straßen etwas abgetrocknet sind, Aleksandria erreichen.
    Die Kompanie verbleibt in Nowo-Ukrainka.

    (HK, Blatt Nr. W49)

    10.09.1941
    Die Kompanie marschiert bei einigermaßen gutem Wetter nach Alexandria 140 km. Eintreffen dort 17.30 Uhr. Die Quartierbeschaffung war wegen Überfüllung des Ortes mit Truppen sehr schwierig.

    Die Kompanie konnte in einem ehem. Munitionsschuppen verhältnismäßig gut untergebracht werden. Zum Kriegslazarett wurden kommandiert 4 Ärzte (Ass. Arzt Dr. Hönlinger, Kramer, Seiwert und Weber)

    und 30 San. Dienstgrade, die ihre Tätigkeit am 10.9 morgens aufnehmen.

    (HK, Blatt Nr. X49)

    11.09.1941
    Die Kompanie erhält Befehl, durch ein Vorkommando in Krementschug geeignete Gebäude sicher zu stellen, die ein Kriegslazarett mit 1000 Betten aufnehmen können.

    Das Vorkommando wird um 13 Uhr in Marsch gesetzt. Es erreicht gegen 24 Uhr das Ziel.

    12.09.1941
    Das Vorkommando in Krementschug stellt geeignete Gebäude für 1500 Betten sicher und beginnt mit deren Einrichtung. Die Kompanie erhält Befehl, nach Krementschug zu marschieren, dort ein Feldlazarett einzurichten, das unter entsprechender Erweiterung von einem Kriegslazarett übernommen werden kann. Die kommandierten Ärzte und San. Dienstgrade werden zur Kompanie zurückkommandiert.

    (HK, Blatt Nr. X50)

    13.09.1941
    Die Kompanie kann wegen Betriebstoffschwierigkeiten erst um 17 Uhr abmarschieren. Eintreffen in Krementschug 24 Uhr.

    (HK, Blatt Nr. X50)

    14.09.1941
    Die Kompanie bleibt bis zum nächsten tag vor der Stadt, trifft wegen Brückensperre erst gegen 16 Uhr in der Unterkunft ein. Ein Verwundeter durch Fliegerbombe.

    Es wird sofort mit der Einrichtung des Lazaretts begonnen, das um 19 Uhr aufnahmebereit ist.
    Zugang in der Nacht 46 Verwundete 5 Kranke. Das Lazarett ist in einem ehem. Ing. Technikum untergebracht, die Kompanie in einem benachbarten Haus.

    15.09.1941
    Zugang: 145 Verwundete, 38 Kranke. Die Einrichtung und Säuberung des Lazarett wird fortgesetzt.

    16.09.1941
    Zugang: 43 Verwundete 17 Kranke. Abgang: 27 Leichtverwundete, 4 Tote.

    17.09.1941
    Zugang: 7 Verwundete, 4 Kranke, 6 Tote

    18.09.1941
    Zugang: 6 Verwundete, 7 Kranke, Abgang: 44, 2 Tote.

    19.09.1941
    Zugang: 19 Verwundete, 11 Kranke, 4 Tote.


    20.09.1941
    Zugang: 68 Verwundete, 3 Kranke. Abgang: 1
    Das Lazarett soll vom Kriegslazarett 2/561 übernommen werden.
    Mit der Übergabe wird im Laufe des Nachmittag begonnen.

    21.09.1941
    Zugang: 7 Kranke, Abgang: 1, 2 Tote.
    10 Uhr Übernahme durch Kriegslazarett 2/561. Die San. Dienstgrade der Kompanie werden zur Unterstützung kommandiert.

    22.09.1941
    Zum Kriegslazarett sind kommandiert 3 Ärzte und 50 San. Dienstgrade zur Unterstützung des Feldlazarett 676 ebenfalls im Ort 30 San. Dienstgrade und Krankenträger.

    23.09.-01.10.1941
    Keine besonderen Ereignisse in der Kompanie. Einige Kr. Kw. werden zum Verwundetentransport der K.S.St. in Krementschug zur Verfügung gestellt.

    Der Bestand an Kraftwagen der Kompanie wird überholt und verbessert.

    Auskunft zu Zivilverschollenenliste

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  • 01.10.1941

    Einige Kr.Kw. werden zum Verwundetentransport der K.S.St. in Krementschug zur Verfügung gestellt. Der Bestand an Kraftwagen der Kompanie wird überholt und verbessert.


    02.10.1941

    20 Uhr Eintreffen des Befehls, das ein verstärktes Vorkommando in Krasnograd, 150 km ostw. Krementschug, Gebäude mit geeigneter Einrichtung, Material usw.für die Einrichtung eines Kriegslazarettes sicherzustellen hat. (HK, Blatt Nr. Y50)


    03.10.1941

    Das Vorkommando wird unter Führung des Ob.Arzt.Dr. Rienhoff in Marsch gesetzt. Teilnehmer Ass.Arzt Dr. Seiwert und Unt.Arzt Dr. Jeannée, U.Ap.Mr. Proksch, 32 Uffz. und Mannschaften.

    Ankunft in Krasnograd 17 Uhr. Die Stadt erweist sich als mit Truppen überfüllt, außerdem lag sie unter feindlichem Artillerie- und Infanteriebeschuß.

    Das Vorkommando kann infolgedessen vorläufig einen Auftrag nicht ausführen. Es bezieht Quartier am Stadtrand. (HK, Blatt Nr. Y50)


    04.10.1941

    Nachdem die Feindeinwirkung auf die Stadt nicht nachließ, wurden sämtliche nicht unmittelbar am Gefecht beteiligten Einheiten aus der Stadt zurückgezogen.

    Das Vorkommando bezieht Unterkunft in der Schule von Wernja-Laskaja, 15 km westlich Krasnograd. (HK, Blatt Nr. Y50)


    05.10.1941

    Die Gebäude von Krasnograd, die zu Lazarettzwecken geeignet wären, erweisen sich bei einer Besichtigung als Zerstört bzw. noch im Besitz des Feindes.

    Das Vorkommando begibt sich daher nach Karlowka zurück.


    06.10.1941

    Zur Erkundung weiterer Möglichkeiten in weiter südlich gelegenen Städten begibt sich das Vorkommando auf Befehl der Abteilung nach Pereschtschepino,

    das wegen des einsetzenden Schneetreibens erst am 07.10. morgens erreicht werden kann.


    07.10.1941

    Es werden dort einige kleine Gebäude, die sich zur Errichtung einer größeren San.Einheit geeignet hätten, durch Wachen sichergestellt. Diese Gebäude werden am 08.10. an eine K.S.St. übergeben.

    Für die Errichtung eines Kriegslazarettes bestehen keine Möglichkeiten, da größere zahlreiche Gebäude nicht vorhanden waren. Ein Restkommando verbleibt in Pereschtschepino,

    das Vorkommando begibt sich nach Nowomoskowsk. Eintreffen dort gegen 17 Uhr.


    08.10.1941

    Das Vorkommando beginnt mit Hilfe der Ortskommandantur die geeigneten Gebäude sicher zu stellen, teilweise nach Entfernung dort untergebrachten Einheiten und gegen deren Widerstand.

    Betten werden in nur ungenügender Anzahl angetroffen. Mit der Einrichtun der Gebäude wird begonnen.


    09.10.1941

    Weitere Betten werden in Nischerepetrowsk gefunden und herbeigeführt. Stroh wird herbeigeschafft, weitere Gebäude werden sichergestellt.

    Das technische Bataillon in Nowomoskowsk erklärt sich bereit, die Instandsetzung von Lichtleitung, Wasserleitung und Heizung zu übernehmen und nimmt sofort die entsprechenden Arbeiten auf.

    Etwa 50 Zivilarbeiter und Arbeiterinnen werden eingestellt.


    10.10.1941

    Die Kompanie erhält Befehl, nach Nowomoskowsk zu rücken und das Feldlazarett 673 der Panzergruppe K. abzulösen. Die Arbeiten des Vorkommandos zur Einrichtung und Vervollständigung der sichergestellten Gebäude in N. gehen weiter. Die Kommandos an Kriegslazarett und Feldlazarett in Krementschug werden zurückgezogen. (HK, Blatt Nr. Y49)


    11.10.1941

    7 Uhr Abmarsch der Kompanie über Dnjeprodsherinsk-Dneprpertrowsk.

    Infolge plötzlich einsetzenden Regens und Schnees bleiben die schweren Wagen größtenteils in Kucebolowka 35 km ostw. Krementschug liegen, teils bei Dneprodsherinsk.

    Nur ein kleiner Teil der Kompanie erreicht Nowomoskowsk gegen Abend. Es bezieht Unterkunft in den bereitgestellten Quartieren.


    12.10.1941

    Mit dem Feldlazarett 673 wird als Termin der Übernahme der 14.10. festgesetzt, für den Fall, daß die Kompanie, besonders die Gerätewagen, bis dahin eingetroffen sind.

    Gegen 21 Uhr gelangt ein kleiner Teil der steckengebliebenen Wagen nach Nowomoskowsk.


    13.10.1941

    Eine Rettungskolonne, bestehend aus 3 Kr.Kw. und 2 Lkw setzt sich nach Kucebolowka in Marsch um die liegengebliebenen Fahrzeuge mit Treibstoff zu versorgen und zur Kompanie zu bringen.

    Das Kommando trifft gegen 20 Uhr bei den Wagen ein.


    14.10.1941

    Durch anhaltendes schlechtes Wetter kann auch am 14.10. nur eine Strecke von ca. 20 km zurückgelegt werden. Durch einsetzenden Frost werden die Straßen mit Mühe befahrbar.


    15.10.1941

    Die wichtigsten Wagen erreichen gegen 18 Uhr die Kompanie in Nowomoskowsk.


    16.10.1941

    Mit Feldlazarett 673 wird die Übernahme zum 17.10. festgesetzt. Mannschaften und Geräte entsprechend eingeteilt.


    17.10.1941

    Vom Feldlazarett werden übernommen 71 Verwundete und 120 Kranke. Das Lazarett ist über mehrere kleine Gebäude verteilt.

    Als Ausweichstationen bei plötzlichen Verwundetenanfall werden weitere Häuser eingerichtet. Die Bestückung der für das Kriegslazarett bestimmten Gebäude ist fast abgeschlossen.

    2 Abgänge, 1 durch Tod. Mit dem Flugplatz 14 km westl. Nowomoskowsk wird Verbindung zwecks Lufttransport Verwundeter aufgenommen.


    18.10.1941

    Zugang: 9 Verwundete, 5 Kranke

    Abgang: 9, 1 Toter


    19.10.1941

    Zugang: 9 Verwundete, 20 Kranke

    Abgang: 10 Verwundete, 49 Kranke

    3 Todesfälle


    20.10.1941

    Zugang: 3 Verwundete, 12 Kranke

    Abgang: 1 Kranker, 1 Todesfall


    21.10.1941

    Zugang: 3 Verwundete, 1 Kranker

    Abgang: 4 Verwundete, 5 Kranke


    22.10.1941

    Zugang: 4 Kranke

    Abgang: 4 Verwundete, 26 Kranke


    23.10.1941

    Zugang: 4 Kranke, Abgang 1 Kranker


    24.10.1941

    Zugang: 9 Kranke

    Abgang: 4 Verwundete, 3 Kranke

    2 Todesfälle

    Der dem Lazarett benachbarte Soldatenfriedhof wird in einen würdigen Zustand versetzt.


    25.10.1941

    Zugang: 1 Verwundeter, 9 Kranke

    Abgang: 4 Verwundete, 8 Kranke


    26.10.1941

    Zugang: 1 Verwundeter, 3 Kranke

    Abgang: 4 Verwundete, 9 Kranke


    27.10.1941

    Zugang 3 Verwundete, 12 Kranke

    Abgang: 1 Verwundeter, 6 Kranke


    28.10.1941

    Zugang: 7 Verwundete, 3 Kranke

    Abgang: 6 Kranke

    Eintreffen des Befehls, daß ein Zug der Kompanie nach Kramatorskaja in Marsch zu setzen ist. Dort sollen für ein Kriegslazarett Häuser mit 100 bis 1200 Betten sichergestellt werden.

    Infolge schlechter Wetterlage kann das Kommando vorläufig nicht fahren.


    29.10.1941

    Zugang: 21 Verwundete, 8 Kranke

    Abgang: 10 Verwundete, 22 Kranke


    30.10.1941

    Zugang: 22 Verwundete, 16 Kranke

    Abgang: 18 Kranke


    31.10.1941

    Zugang: 3 Kranke

    Abgang: 1 Kranker

    Das Vorkommando nach Kramatorskaja wird in Stärke von 1 Offizier (Ass.Arzt. Dr. Weber) 3 Uffz. und 16 Mannschaften in Marsch gesetzt.

    Es erreicht, durch schlechte Wetterlage behindert Snamienka, 15 km ostw. Nowomoskowsk.

    Auskunft zu Zivilverschollenenliste

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  • 01.11.1941

    Zugang: 9 Kranke

    Abgang: 4 Verwundete, 5 Kranke

    Das Vorkommando liegt infolge Regen fest


    02.11.1941

    Zugang: 2 Verwundete, 20 Kranke

    Abgang: 6 Kranke

    Das Vorkommando erreicht trotz schwieriger Straßenverhältnissen Pawlograd.


    03.11.1941

    Zugang: 7 Verwundete, 17 Kranke

    Abgang: 12 Verwundete, 9 Kranke, 1 Exitus

    Das Vorkommando gelingt es unter Zuhilfenahme von Pferdevorspann Losowaja

    zu erreichen; Meldung beim Stab


    04.11.1941

    Zugang: 5 Verwundete, 21 Kranke

    Abgang: 4 Verwundete, 13 Kranke

    Der Versuch des Vorkommandos Berenkowa zu erreichen,

    scheitert an der vollständigen tiefen Verschlammung der Straßen und Seitenwege.

    Rückkehr nach Losowaja.


    05.11.1941

    Zugang: 9 Kranke

    Abgang: 3 Verwundete, 22 Kranke

    Das Vorkommando bezieht Unterkunft in Nowo-Iwanowka, westl. Losowaja. Die Kr.Kw. der Einheit

    werden durch Fernschreiben angefordert.


    06.11.1941

    Zugang: 1 Verwundeter, 3 Kranke

    Abgang: 6 Verwundete, 1 Kranker

    Vorkommando ohne Besonderheiten.


    07.11.1941

    Zugang: 1 Verwundeter, 10 Kranke

    Abgang: 3 Verwundete, 3 Kranke, 1 Toter


    08.11.1941

    Zugang: 1 Verwundeter, Abgang: 23 Kranke

    Das Lazarett wird vom Feldlazarett übernommen (96 Verwundete, 72 Kranke)

    Die Kompanie erhält Befehl, nach Kramatorskaja zu marschieren, was zunächst

    infolge schlechter Wetterlage nicht möglich ist.


    09.11.1941

    10.11.1941

    Ohne Besonderheiten

    11.11.1941


    12.11.1941

    Durch starken Frost werden die Straßen fahrfähig. Das Vorkommando

    setzt sich in Marsch, erreicht Blisnezy, 25 km ostwärts Losowaja.


    13.11.1941

    Bei anhaltend starkem Frost Barwenkowa erreicht.


    14.11.1941

    Marsch der Kompanie nach Losowaja. Straßenverhältnisse bei starkem Frost (bis 22°)

    verhältnismäßig gut. Schlechte und unzureichende Unterkunft in Losowaja (Apotheke)

    Marsch des Vorkommandos nach Michailowka, 20 km westlich Kramatorskaja.


    15.11.1941

    Das Vorkommando erreicht gegen mittag Kr. und beginnt sofort mit der Sicherstellung

    von Gebäuden in Kr.-Neustadt, u.zwar von 2 Schulen, 2 Kinderheime, ein großes Krankenhaus und eine Lungenheilstätte.

    Sämtliche Gebäude befinden sich in schlechtem Zustand, Inneneinrichtung zerstört, Betten entfernt usw.

    Elektr. Strom, Wasser usw. vorläufig nicht vorhanden.

    Sämtliche Häuser sind zentralbeheizt. Die Heizungen sind ohne elektr. Strom nicht in Gang zu bringen.

    Es wird sofort mit Reinigung und Aufräumungsarbeiten begonnen.


    16.11.1941

    Es hat sich erwiesen, daß die Einrichtungsgegenstände der Krankenhäuser in die umliegenden Zivilhäuser verschleppt wurden.

    Durch ein Kommando wird mit dem Herbeischaffen von Betten begonnen.

    Es stellt sich heraus, daß die Heizung einer kl. Schule ohne elektr. Strom in Gang gebracht werden kann.

    Diese Schule wird als Kompanie-Unterkunft hergerichtet.

    Russische Arbeitskräfte sind, da Sonntag ist, nicht herzubekommen.


    17.11.1941

    Abmarsch nach Kramatorskaja. Die ersten Wagen treffen gegen 17 Uhr ein.

    Durch zahleiche russische Arbeitskräfte wurde mit der Instandsetzung von Heizungen,

    Einrichtung und Säuberung der Gebäude gute Fortschritte erzielt. Die Heizung der Unterkunft ist in Betrieb. Der gegen Abend eintreffende Chefarzt des

    Kriegs-Lazaretts lehnt die vom Vorkommando sichergestellten Gebäude ab. Er will sein Lazarett in einem in der Altstadt gelegenen Krankenhaus errichten.


    18.11.1941

    Die Arbeiten zur Einrichtung des Lazarett mit 300 Betten werden fortgesetzt.

    Es werden dazu benützt 1 Kinderheim und 1 Schule.


    19./20./21./22.11.1941

    Vervollständigung von Unterkunft und Lazaretteinrichtung. Tatkräftige Mithilfe des Techn.Btl. bei de Heizungs- und Wasserversorgung.

    Alle notwendigen Materialien werden herbeigeführt, Koks, Kohlen, Stroh.


    23./24.11.1941

    Befehl des Herrn Generalarztes (fernmündl. über Kriegslazarett) ein Ortslazarett mit 150 Betten für eine durchziehende Division zu errichten.

    Die Innere-Abteilung mit 150 Betten ist bereits aufnahmebereit. Die Chirugische-Abteilung ist noch ohne Beheizung.

    Es wird daher die Kompanie-Unterkunft geräumt und als Chirugische Station eingerichtet.

    Die Kompanie bezieht Unterkunft in benachbarten Zivilhäusern.


    25.11.1941

    Das Ortslazarett ist mit 60 chirug. und 150 inneren Betten aufnahmebereit.

    Kein Zugang


    26.11.1941

    Zugang: 3 Kranke


    27.11.1941

    Zugang: 1 Verwundeter, 3 Kranke


    28.11.1941

    Zugang: 1 Kranker


    29.11.1941

    Zugang: 3 Verwundete, 7 Kranke


    30.11.1941

    Zugang: 2 Verwundsete, 3 Kranke

    Abgang: 2 Kranke

    Auskunft zu Zivilverschollenenliste

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  • 01.12.1941

    Zugang: 76 Verwundete, 2 Kranke. Infolge des starken Verwundetenzustroms wird ein teil des Hauses der inneren Abteilung als 2. Chirurgische Station eingerichtet.
    Fassungsvermögen 70 Betten. Ebenso wird das Chirurgische Haus vollständig als Unterkunft geräumt und mit Krankenbetten belegt.


    02.12.1941 

    Zugang: 11 Verwundete, 1 Kranker. Abgang: 1 Kranker. Die Zahnstation wird eingerichtet.


    03.12.1941 

    Zugang: 7 Kranke


    04.12.1941

    Zugang: 3 Kranke, 1 Verwunderter


    05.12.1941 

    Keine Besonderheiten


    06.12.1941 

    Zugang: 1 Verwunderter, 3 Kranke


    07.12.1941

    Zugang: 2 Kranke


    08.12.1941 

    Zugang: 1 Verwundeter, 12 Kranke


    09.12.1941

    Zugang: 2 Verwundete, 5 Kranke, Abgang: 1 Kranker, 1 Todesfall


    10.12.1941 

    Zugang: 1 Verwundeter, 11 Kranke. Abgang: 2 Kranke


    11.12.1941 

    Zugang: 3 Kranke. Abgang: 3 Verwundete, 1 Kranker


    12.12.1941 

    Zugang: 1 Kranker. Abgang: 2 Verwundete


    13.12.1941 

    Zugang: 44 Verwundete, 1 Kranker. Abgang: 2 Verwundete, Stand: 135


    14.12.1941 

    Um Raum für Schwerstverwundete zu gewinnen werden 24 leichtverwundete zur Krankensammelstelle abgegeben.


    15.12.1941 

    Keine Veränderung


    16.12.1941 

    Keine Veränderung


    17.12.1941 

    Zugang: 21 Verwundete, 20 Kranke. Abgang: 13 Verwundete, 6 Kranke


    18.12.1941 

    Zugang: 29 Verwundete, 4 Kranken. Abgang: 61 Verwundete mit Laz.Zug in rückwärtige San.-Einrichtungen


    19.12.1941 

    Zugang: 24 Verwundete, 4 Kranke


    20.12.1941

    Zugang: 14 Verwundete, 2 Kranke


    21.12.1941

    Zugang: 15 Verwundete, 12 Kranke, Stand 154.


    22.12.1941 

    Zugang: 24 leichtverwundete und 9 Leichtkranke werden zur Krankensammelstelle gegeben


    23.12.1941

    Zugang: 34 Verwundete, 1 Kranker


    24.12.1941

    Zugang: 25 Verwundete, 3 Kranke
    16.30 Uhr Weihnachtsfeier für die Verwundeten und Kranken. In sämtlichen Zimmern sind Tannenbäumchen mit Lichtern aufgestellt, es singt die Singschar der Kompanie in der Unterkunft,

    in der durch herausnahme einiger Wände ein kleiner Saal eingerichtet und weihnachtlich geschmückt wurde. Tannen wurden aus 30-40 Km herbeigeschafft. Gestaltung des Abends siehe Anlage.

    In sämtlichen Krankenzimmern wurde mit Hilfe einer PK. Rundfunkempfang angelegt.


    25.12.1941 

    Abtransport mit Laz.-Zug 102 Verwundete, 3 Kranke


    26.12.1941 

    Zugang: 1 Kranker


    27.12.1941

    Zugang: 1 Verwundeter, 1 Kranker. Abgang: 1 Verwundeter, 2 Kranke


    28.12.1941

    Zugang: Abtransport mit 40 Verwundeten zum Laz.-Zug.


    29.12.1941 

    Keine besonderen Ereignisse.


    30.12.1941 

    Zugang: 7 Verwundete, 12 Kranke. Abgang: 2 Kranke


    31.12.1941 

    Zugang: 7 Verwundete, 28 Kranke
    Die Wetterlage im Dezember: Richtige Schneefälle bei niedrigen um 0 Grad schwankende Temperaturen lediglich um die Mitte des Monats abfallende Temp. bis 21 Grad,

    im letzten Monatsdrittel wieder Tauwetter abwechselt mit Schneefällen.

    Auskunft zu Zivilverschollenenliste

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  • 01.01.1942 

    Bei dem anhaltenden Anfall von Kranken werden die 2. Chirurg. Station. mit der 1. wieder vereint und die freigewordenen Betten im inneren Haus restlos der Innneren Abteilung überlassen.
    Zugang: 12 Verwundete, 24 Kranke


    02.01.1942

    Zugang: 4 Kranke, Abgang: 8 Verwundete, 1 Kranker


    03.01.1942

    Zugang: 6 Verwundete, 7 Kranke


    04.01.1942 

    Zugang: 6 Kranke, Abgang: 1 Verwundeter, 1 Kranker


    05.01.1942

    Zugang: 15 Verwundete, 13 Kranke


    06.01.1942

    Zugang: 7 Verwundete, 27 Kranke, Abgang: 4 Verwundete, 10 Kranke


    07.01.1942

    Zugang: 2 Kranke, Abgang: 4 Kranke


    08.01.1942 

    Abgang: 2 Verwundete, 5 Kranke, Bestand: 203


    09.01.1942 

    Zugang: 7 Verwundete, 12 Kranke, Abgang: 1 Verwundeter, 2 Kranke

    Im Verlaufe der letzten Tage wurde ein ehemaliges Kino ausgeräumt und als Garage mit Werkstatt eingerichtet.

    Die Heizung wird nach Überwindung des Wassermangels in Betrieb genommen. Die meisten Wagen können unterstellt werden. Entfernung von der Unterkunft ca. 300 m.

    In der Unterkunft wurde eine ortsfeste Entlausungsanlage mit Heißluftbetrieb gebaut, die sich auch zum trocknen der Lazarettwäsche eignet.
    Mit dem Umbau des Saales wird begonnen, eine Wachstube wird aufgeteilt, ein Kantinenraum und ein Mannschaftsraum.

    Dieser Tagesraum kann auch bei bedarf als Krankenzimmer mit Olympiabetten eingerichtet werden.


    10.01.1942 

    Zugang: 8 Verwundete, 4 Kranke, Abgang: 2 Verwundete, 3 Kranke


    11.01.1942

    Zugang: 1 Kranker, Abgang: 3 Kranke


    12.01.1942 

    Zugang: 1 Kranker, Abgang: 2 Kranke


    13.01.1942 

    14 Leichtverwundete und Kranke wurden mit Leichtkrankenzug abtransportiert


    14.01.1942

    Ohne wesentliche Ereignisse


    15.01.1942

    Abgang: 6 Verwundete, 11 Kranke


    16.01.1942 

    Zugang: 3 Verwundete, 39 Kranke, Abgang: 8 Kranke
    Durch aufstellen von Olympiabetten auf Fluren usw. wird ein Höchstmaß an Aufnahmefähigkeit auf beiden Abteilungen erzielt.


    17.01.1942

    Zugang: 1 Verwundeter, 1 Kranker, Abgang: 3 Kranke


    18.01.1942

    Mit Lazarettzug werden 26 Leichtverwundete und 13 Leichtkranke abtransportiert


    19.01.1942 

    Ohne besondere Ereignisse


    20.01.1942

    In den letzten Tagen hat der Feind auf unsere Linien nördl. und ostwärts Slawjansk gedrückt. Seit Tagen ist Kanonendonner in Kramatorskaja zu hören.

    Der Feind ist nunmehr von Isjum her auf Richtung Barwenkowa durchgestoßen,

    hat Barwenkowa genommen und ist in südlicher Richtung über Alexandrowka in Richtung Bahnlinie Stalino- Dnjepropetrawsk weitermarschiert.

    Dadurch ist ein starke Bedrohung von Kramatorskaja entstanden zumal verstärkte Angriffe auch auf Raj- Alexandrowka ostwärts Kramatorskaja erfolgen.

    Kramatorskaja ist daher als Lazarettbasis mit seinen zahlreichen Verwundeten nicht mehr ungefährdet. Um 16 Uhr erfolgt daher der Befehl des Armeearztes die Lazarette vollständig zu räumen.

    Abtransport erfolgt nach Konstantinowka mit eigenen Kraftfahrzeugen und unter Hinzunahme von zwei Ommibussen einer benachbarten Bäckerei- Kompanie.

    Um 20.15 ist der Abtransport beendet. 55 Verwundete und 45 Kranke waren weggebracht worden. Lediglich 9 dienstfähige Patienten blieben zurück.

    Um 18.00 Uhr eintreffen des Befehles, ein Vorkommando nach Drushkowka, 15 km südlich von Kramatorskaja zu schicken, das die Räumlichkeit der Woroschilowschule für ein Leichtkrankenlazarett sicherzustellen und vorzubereiten hat.

    Dieses Leichtkrankenlazarett ist gedacht zur Aufnahme von vermehrt anfallenden Verwundeten und Kranken bei der sehr starken Kälte ist auch mit zahlreichen Erfrierungen zu rechnen.

    Des weiteren soll ein Lazarettzug zu einem Teil hier entleert werden, der noch mit Verwundeten und Kranken aus Barwenkowa in Richtung Kramatorskaja durchfahren konnte.


    (HK, Blatt Nr. Z 49, HK, Blatt Nr. Z 50 Isjum)


    21.01.1942  

    8.00 Uhr Abmarsch des Vorkommandos, Führer Ob. Arzt Rienhoff, Ass. Arzt Jeannee, 15 Uffz. und Mannschaften.

    Die Woroschilowschule erweist sich als bereits belegt durch die Parkkompanie eines AKP. Sie ist dadurch zur Lazaretteinrichtung nicht mehr geeignet.


    22.01.1942

    Das Klubhaus in Drushkowka ist für ein Leichtverwundeten-Lazarett bei funktionieren der Heizung geeignet.
    Entsprechende Meldung an die Kompanie. Behelfsmäßige Unterkunft ist der Woroschilowschule.


    23.01.1942   
    14.00 Uhr eintreffen des Befehls, mit einem Zug nach Druskowka zu rücken und dort
    im Klubhaus ein Lazarett einzurichten. Um 16.00 Uhr rückt ein Zug mit der notwendigen Ausrüstung nach Druskowka, er bezieht Unterkunft in der Woroschilowschule.


    (HK, Blatt Nr. Z 49)


    24.01.1942   

    Mit der Einrichtung des Lazaretts im Klubhaus wird begonnen. Die Heizung ist vorläufig nicht in Gang zu bringen, Mit ihrer Instandsetzung wird umgehend begonnen.

    Das notwendige Heizmaterial wird aus Kramatorskaja herbeigeschafft. In 3 Räumen besteht Heizmöglichkeit mit kleinen Öfen. Betten sind nicht verhanden,
    es werden Strohsäcke ausgelegt. Die Kom. in Kramatorskaja setzt ihre Unterkunft in Verteidigungszustand, MG- Nester werden ausgelegt, Schützengräben ausgehoben und Barrikaden errichtet.

    In den letzten Tagen waren auch zahlreiche Bombenangriffe durch meist dreimotorige Bomber, die in Staffeln bis zu 9 Flugzeugen, begleitet von russischen Jägern über die Stadt kreisten.

    Schwache Bodenabwehr. Ziel der Bomber war vor allem das Stachanow- und Stalinowerk, in dem Teile der AKP 541, untergebracht waren, und die Straße Kramatorskaja- Druskowka, die außerordentlich
    stark belegt war. 16.00 Uhr eintreffen des Befehls, das die Kompanie sofort nach Druskowka zu begeben hat.


    (HK, Blatt Nr. Z 49)


    25.01.1942   

    Weitere Einrichtung des Lazarettes.

    Die Heizung kann nicht in Ordnung gebracht werden, da einige Wasserrohre gefroren sind. Von der Kompanie wird laufend die Ausrüstung nach Druskowka transportiert und im Klubhaus gelagert.

    Das Lazarett ist aufnahmebereit, allerdings mit völlig unzureichend bzw. nicht geheizten Zimmern. Die Kompanie ist nach Druskowka verlegt und bezieht Unterkunft im Klubhaus und in Privatquartieren.

    Die von ihr in Kramatorskaja eingerichtete beheizte Garage wird bis auf weiteres behalten, um die restlichen 5 Fahrzeuge, die einer längeren Reparatur bedürfen, erst fertig zu stellen.

    Daher bleibt ein Nachkommando in Kramatorskaja zurück. Ab 16.00 Uhr werden von der Kompanie 450 Leichtverwundete der Feld- Lazarette 676 und 634 in einem Güterzug verladen,

    der mit Ofenheizung versehen ist. 21 Uhr ist die Verladung beendet. Abfahrt 3.30 Uhr. Die Heizung kann in einem Teile des Hauses in Gang gebraucht werden.


    (HK, Blatt Nr. Z 49)


    26.01.1942   

    Die Kompanie verlädt 170 Schwerstverwundete der Feldlazarette 676 und 634 in einem Lazarettzug.

    Ärztliche Übernahme von 104 Patienten des Feldlazarett 634 um 16.00 Uhr. Die Chirurgische Tätigkeit wird sofort aufgenommen.


    27.01.1942   

    Übernahme des Feldlazarett 634 mit 51 Verwundeten und 53 Kranken. Das Lazarett ist untergebracht in verschiedenen Gebäuden: Chirurg. Abt. in einem ehemaligen russischen Krankenhaus,

    innere Abt. in einer ehemaligen russischen Poliklinik, Infektions- Abt. im Hintergebäude einer russischen Apotheke. Dort ist Apotheke und Kammer eingerichtet.

    Alle Häuser sind zentralbeheizt, fließendes Wasser und elektr. Licht in Betrieb, die Räume sind ausreichend. Die Mannschaft wird in Privatgebäuden untergebracht.


    28.01.1942   

    Die Kompanie verlädt 250 sitzend und liegend Transportfähige in einen Lazarettzug. Damit ist auch das Lazarett geräumt.

    Da auch durch den südlichen Barwenkowa ausgebrochenen Feind eine Bedrohung Druskowkas durchaus im Bereich der Möglichkeiten liegt und um gegebenenfalls nicht zu viel Gerät zu verlieren,

    werden in Konstantinowka bei einem Feldlazarett der Armee-San. Abteilung 4 Anhänger abgestellt.

    Diese Anhänger werden mit dem bei der Kompanie befindlichen, aber zur Zeit nicht unbedingt benötigten Gerät dort unter Bewachung überlassen.


    29.01.1942   

    Mit einem behelfsmäßigen Lazarettzug treffen 80 Kranke und Verwundete ein. Die Kompanie übernimmt davon 22 schwerstverwundete. Der Rest wird zur Kr.S.St. gegeben.


    30.01.1942   

    1 Zugang. Keine besonderen Ereignisse


    31.01.1942   

    Mit einem Lazarettzug treffen um 2.30 Uhr wiederum 80 Kranke und Verwundete ein. Die Kompanie übernimmt davon 26 Schwerverwundete und Schwerkranke.

    Um 21.15 Uhr werden durch behelfsmäßigen Lazarettzug der Kompanie 21 Schwerverwundete und Kranke zugeführt. 23.15 Uhr wird für den Ort Druskowka Alarm gegeben.

    Die Kompanie stellt 50 Mann zum Schutze des Lazaretts und 95 Mann Reserve zur Verteidigung der Stadt. Alarm endet 2 Uhr.


    Wetterlage im Januar:

    Anhaltender Frost im ganzen Monat: vom 1.-15.1.1942, Temp. Zwischen -8 und-18 Grad, wenig Schneefall. Vom 15.-26.1.1942, Temp. zwischen -10 und- 42 Grad bei starken Ostwinden.

    Am 26. und 28.1.1942 Temperaturanstieg mit starken Schneefällen, die die Fahrten zwischen Kramatorskaja und Druskowka durch Verwehung der Straße so stark behindern,

    das die Fahrten zeitweise eingestellt werden müssen. Am 31.1.1942 starker Oststurm mit Schneefall bei Temp. zwischen -2 und -5 Grad.

    Als Kälteschäden sind in der Kompanie zwei Nephritis-fälle aufgetreten ( am 25.1. und am 27.1. ) die mit Lazarettzug in rückwärtige Sanitätseinrichtungen verlegt werden.

    Auskunft zu Zivilverschollenenliste

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  • 01.02.1942

    Anordnung des A.O.K., dass die Kompanie mit Wirkung vom 27.01.1942 dem XXXXIV. A.K. unterstellt ist, und dass der Kompaniechef gleichzeitig Leiter des Sanitätsstützpunkt Drushkowka ist. Der Sanitätsstützpunkt umfasst das Feldlazarett der Armee-San. Kompanie 717 und das Armee-Feldlazarett 676.

    Zugang: 25 Verwundete, 10 Kranke

    (HK, Blatt Nr. Z49)


    02.02.1942

    Zugang: 1 Kranker.


    03.02.1942

    Zugang: 2 Verwundete, 1 Kranker.

    Abgang: 7 Verwundete, 3 Kranke, 2 Todesfälle.


    04.02.1942

    Lazarettzug aus Slawjansk wird von uns entladen. Zugang: 8 Verwundete, 1 Kranker.

    Die übrigen Verwundeten und Kranken werden der durch das Korps inzwischen eingerichteten Krankensammelstelle Drushkowka zugeführt.


    05.02.1942

    Zugang: 3 Kranke; Abgang: 1 Kranker.
    Temperatur 20 Grad minus.

    06.02.1942

    Zugang: 5 Verwundete, 1 Kranker.


    07.02.1942

    Zugang: 5 Kranke; Abgang: 42 Verwundete, 12 Kranke mit Lazarettzug nach Gorlowka. 1 Todesfall.


    08.02.1942

    Im Einverständnis mit dem A.O.K. wird die Heranziehung von Angehörigen der Versorgungstruppen in seinem Bereich zur Unterstützung der kämpfenden Front angeordnet.

    Jeder der im gegenwärtigen Augenblick bei den Einheiten zu entbehrenden Angehörigen soll der Truppe zur Verfügung gestellt werden.

    Die Kompanie meldet daher 3 Uffz. und 44 Mannschaften. Zwei Ass. Ärzte melden sich freiwillig zum Einsatz an der Front.

    Ihre Meldung wird nach Vortrag beim Korpsarzt XXXXIV. A.K. von diesem vorläufig abgewiesen.


    09.02.1942

    Zugang: 2 Kranke; Abgang: 3 Kranke.


    10.02.1942

    Abmarschbefehl für die von der Kompanie gemeldeten Uffz. und Mannschaften, die zur 97.le. Inf. Div. kommandiert wurden.

    Nähere Anweisungen erfolgen noch. Zugang: 1 Kranke; Abgang: 2 Kranke, 1 Todesfall.


    11.02.1942

    Ausgesprochenes Tauwetter. Zugang: 2 Kranke.


    12.02.1942

    Nachmittags erfolgt die Verladung der zur Truppe kommandierten Uffz. und Mannschaften am Bahnhof in Drushkowka.

    Nach einer späteren Mitteilung der Division werden sie in Segjewka westl. Drushkowka zur Ortssicherung,

    Gefangenenbewachung und als Reserve für die Krankenträger des H.V.Pl. verwandt.

    Am Nachmittag trifft das Nachkommando aus Kramatorskaja ein und bringt die inzwischen hergestellten Kfz. mit.

    Zugang: 1 Verwundeter, 4 Kranke; Abgang: 1 Verwundeter, 5 Kranke.

    (HK, Blatt Nr. Z49)


    13.02.1942
    Ass. Arzt Dr. Weber wird auf Befehl des Korpsarztes XXXXIV. A.K. zur 257. Infanterie-Division kommandiert. Er wird als Truppenarzt in Tsherkaskaja westl. Slawjansk eingesetzt. Abgang: 4 Kranke.

    14.02.1942
    Zugang: 1 Verwundeter; Abgang: 1 Verwundeter, 1 Todesfall.

    15.02.1942
    Sonntag. Es herrscht wieder Tauwetter, Temperatur bis minus 9 Grad. Gegen Mittag Bombenangriffe durch dreimotorige russische Bomber.

    Die begleitenden Ratas beschießen Zivilbevölkerung auf freiem Felde. Nach dreiwöchiger Pause wieder Postempfang aus Gorlowka. Zugang: 1 Kranker.

    16.02.1942
    Wieder russische Bomber unter Jägerschutz über Drushkowka. Zwei Tote bei eingesetzter Flak infolge Beschusses mit Bordwaffen.

    17.02.1942
    Fernmündlich Mitteilung des Korpsarztes XXXXIV. A.K. an den Kompaniechef, dass Ass. Arzt Weber durch Knieschuss verwundet wurde und sich auf dem H.V.Pl. der 257. Division in Tserkaskaja befindet.
    Zugang: 1 Kranker; Abgang: 1 Kranker.

    18.02.1942
    Zugang: 1 Verwundeter, 2 Kranke; Abgang: 1 Kranker.
    Ass. Arzt Weber wird über Feldlazarett 257 Slawjansk in das Lazarett eingeliefert ( Diagnose: Knieweichteilverletzung mit Erguss und Oberschenkelweichteilverletzung).

    Nachmittags wieder Fliegerangriff: mit Bordwaffen werden 1 deutscher Soldat und 1 russischer Zivilist getötet, 2 weitere Russen schwer verletzt.

    19.02.1942
    Aus dem Ortslazarett Kramatorsk werden 51 Verwundete, fast durchwegs Extremitätenverletzte gebracht. Abgang: 3 Kranke und 1 Todesfall. Besuch durch den stellv. Kommandierenden-General des XXXXIV. A.K. Generalleutnant de Angelis. In seiner Begleitung der Korpsarzt des XXXXIV. A.K. , Oberstarzt Dr. Schober. Klares, sonniges Wetter; in den Mittagsstunden taut es. Aus Konstantinowka wird die Zunahme von Flecktyphusfällen im Gulag und bei deutschen Soldaten bekannt. In Drushkowka bisher nur zwei Flecktyphusfälle bei Russen.

    20.02.1942
    Nachts mehrfache Fliegerangriffe; trotzdem wird nur ein Russenhaus getroffen. Zwie russische Todesopfer. Klarer, sonniger Tag. Am frühen Nachmittag wieder Fliegerangriff und wieder ein Russe tödlich verletzt. Im Clubhaus wird eine größere Partisanengruppe gefasst. Zugang: 2 Kranke.

    21.02.1942
    Zugang: 1 Kranker.
    Nachts Frosttemperaturen, doch in der Mittagssonne Tauwetter. Keine Störung durch Flieger. Von der Ortskommandantur werden strenge Maßnahmen gegen die Partisanen angeordnet, da wegen des Tages der Roten-Wehrmacht (23. Februar) mit einer erhöhten Partisanentätigkeit gerechnet werden muß.

    22.02.1942
    In den frühen Morgenstunden werden mit Lazarettzug 59 Verwundete und 7 Kranke abtransportiert.
    Der Tag ist sonnenklar. Artilleriefeuer im Nordwesten und Nordosten zu hören. Zugang: 3 Verwundete, 3 Kranke.

    23.02.1942
    Morgens Raureif, Temperatur minus 8 Grad. Zugang: 19 Verwundete vom H.V.Pl. Der 97 le. Infanterie-Division und 5 Kranke. 12 Säcke Post aus Gorlowka.

    24.02.1942
    Morgentemperatur minus 9 Grad. Tagsüber nur kurzes Aufklaren und Tauen.

    25.02.1942
    Fünf Zugänge, drei Abgänge.

    26.02.1942
    Zwei Zugänge, zwei Abgänge.

    27.02.1942
    Ein Zugang.

    28.02.1942
    Drei Abgänge.

    Auskunft zu Zivilverschollenenliste

    Edited 5 times, last by many ().

  • 01.03.1942
    Vom H.V.Pl. der 97. Inf.-Div. in Segejewka gehen 18 Verwundete zu, das Ortslazarett der 2 San. Kompanie 168 Kramatorskaja bringt mit Kr.Kw. 31 Verwundete. Um 21 Uhr kommt überraschend vom Korpsarzt XXXXIV.A.K. zuerst die Vorankündigung und dann der Befehl: San. Kompanie 717 übergibt am 02.03.1942, 8 Uhr, an Feldlazarett 676; um 10 Uhr marschiert die Kompanie zum neuen Einsatzort Jasinowataja. Noch in der Nacht beginnen die Vorbereitungen zum Abmarsch, so dass am
    (HK, Blatt Nr. Z49 )

    02.03.1942
    um 8 Uhr an Feldlazarett 676 übergeben werden kann. Zum gleichen Zeitpunkt fährt das Vorkommando voraus. Die Kompanie folgt. Als Auftrag erhält die Kompanie den Befehl, in Jasinowataja in kürzester Frist ein Lazarett zu eröffnen, das zur Entleerung von russischen Lazarettzügen und zur Lagerung von Verwundeten bis zum Eintreffen deutscher Lazarettzüge gedacht ist. Beim Eintreffen der Kompanie gegen 16 Uhr stellt sich heraus, dass die Gebäude, die von der Krankensammelstelle II (der 3.K.T.A. 561) bereitgestellt wurden, für die Verwendung als Lazarett aus baulichen Gründen nicht geeignet sind, zum mindesten erst, nachdem Treppengeländer entfernt, Gänge und Türen durchgebrochen sind, damit die Räume mit einer beladenen Trage begangen werden können. Der Ort Jasinowataja ist mit rund 4000 Italienern und 2000 deutschen Soldaten belegt; er hat im Frieden eine Einwohnerzahl von rund 8000. Daher sind alle größeren, für Lazarette gut geeigneten Gebäude seit Monaten belegt. Der Versuch über den Verbindungsoffizier beim Ital. Gen. Kdo. in Jasinowataja eine durch Italiener belegte, große und gut geeignete Schule freizubekommen, wird durch den Chef des Stabes des Ita.. Gen. Kdos. abgelehnt.
    (HK, Blatt Nr. Z49 )

    03.03.1942
    Der Kompaniechef meldet entsprechend persönlich an O.Qu. (Front) IVb Gorlowka (Oberfeldarzt Wolf, Kommandeut der K.T.A. 561). Erkundungsfahrt nach Stalino. Dort Möglichkeit, die Krankensammelstelle der Panzerarmee 1 zu übernehmen und hier bis zu 600 Verwundete zu lagern. Erneute Meldung an O.Qu. (Front) Ivb. Abgabe der Krankensammelstelle wird durch Armeearzt der Panzerarmee abgelehnt. Daher am

    04.03.1942
    erneute Fahrt der Kompaniechef nach Stalino. Dort Meldung bei Generalarzt Dr. Blum, der als Beauftragter des Heeres-San. Insp. sich über die zu ergreifenden besonderen Verwundeten-Abtransport- Maßnahmen orientieren soll. Ablehnung, dass eine vorhandene San. Einrichtung der Pz. Armee zur Verfügung gestellt werden kann, wird bestätigt. Daher noch am gleichen Vormittag eingehende Suche nach einem zur Aufnahme von etwa 500 Verwundeten geeigneten Gebäude unter Führung des Standortarztes, Stabsarzt Dr. Roehl, Ivb der Feldkommandantur. Eine Schule, die als solche noch in Betrieb ist, wird als Kern einer Lazarettanlage für geeignet gehalten. Meldung an O. Qu. (Front) IVb.
    Gegen Abend wird daher Verlegung nach Stalino befohlen, da mit einer Inbetriebnahme eines Lazarettes in Jasinowataja vor 3-4 Wochen in keinem Fall gerechnet werden kann und auch dann noch fraglich ist.

    05.03.1942
    Marsch nach Stalino- besser durch die Stadt Stalino. Die Lazarett einzurichtende Schule liegt 3 Kilometer außerhalb des Stadzentrums am entgegengesetzten Ende. Es wird sofort mit der Herrbeischaffung von Stroh, Kohle Betten usw. begonnen. Abends Eintreffen eines Fernspruches aus Gorlowka (O. Qu. Front,IVb) : Vorläufig in Stalino verbleiben; Einsatzort noch nicht bestimmt. Daher Einstellung der Vorbereitungen.
    (HK, Blatt Nr. Z48 )

    06.03.1942
    Eine Erkundung auf dem Bhf. Jusowka West = Stalino West ergibt günstige Bedingungen: es kann unmittelbar aus einem russischen Laz. Zug in Kr. Kw. entladen werden, es kann ferner unmittelbar aus einem russischen Laz. Zug in einen deutschen Laz. Zug eingeladen werden. Drittens bestehen günstige Einladungsmöglichkeiten aus Kr. Kw. In eien deutschen Laz. Zug sowohl auf Bahnhof Jusowka West als auch in der Innenstadt, nahe dem Stadtzentrum. Neuerliche Besprechung in Gorlowka. Stalino bleibt aufrecht. Die Vorbereitungen für den Einsatz werden daher weiter geführt.

    07-10.03.1942
    Die Räumung der in der Umgebung des neuen Lazarettes befindlichen Wohnhäuser und die Einrichtung des Lazarettgebäude selber wird mit Hochdruck durchgeführt. Am 10.03.1942 abens erreicht uns der Befehl, ein Kommando nach Jasinowataja abzustellen, in Zusammenarbeit mit der dortigen Krankensammelstelle soll ein Feldlazarett zunächst für 70 Betten dort eingerichtet werden, die Kompanie stellt dazu einen Operationsgruppe und etliche San. Dienstgrade ab.

    11.03.1942
    Aufnahmebereitschaft in Stalino ist hergestellt. Ein Lazarettzug geht um 17 Uhr in Konstantinowka ab und trifft am

    12.03.1942
    um etwa 7.30 Uhr nach mehrstündigem nächtlichen Aufenthalt in Jasinowataja hier am “West-Bahnhof” ein. 5 Krankenkraftwagen vom Kr. Kw. Zug 3/562 sind zur Unterstützung bei der Entladung der 252 Verwundeten und Kranke bergenden Zuges kommandiert. Um 16 Uhr ist der Zug leer. Viele Verwundete sind darunter die auch in Drushkowka schon in unserem Lazarett lagen. Am gleichen Tage wurde die Operationsgruppe Ass. Arzt Kramar mit einigen San. Dienstgraden (1 Uffz. und 7 Mann) nach Jasinowataja abgestellt.

    13. - 15.03.1942
    Belegung gleichbleibend.
    Vorbereitung für die Aufnahmefähigkeit von weiteren 250 Verwundeten werden energisch betrieben.

    16.03.1942
    30 Abgänge. Die Möglichkeit des Abtransportes mit Flugzeug besteht in großen Ausmaß und wird entsprechend ausgenützt.

    17.03.1942
    64 Abgänge.
    Die Verwundeten müssen mit Kfz. nach Jasinowataja geschafft werden. Dort sollte sofort Verladung in einen Lazarettzug der Panzerarmee vorgenommen werden; der Zug wurde indes von der 17. Armee schon beladen. Die Verwundeten müssen bei der Krankensammelstelle der Panzer-Armee in Jasinowataja einen Tag auf ihren weiteren Abtransport warten.

    18.03.1942
    31 Abgänge (davon 28 mit Flugzeug). Eingang des Befehls des Armeearztes, 200 Betten des Lazarettes als Genesungsheim vorzusehen. Zur Vervollständigung der Ausstattung des Lazarettes in Jasinowataja wurde durch die Kompanie 200 Betten noch dort zurückgebracht.

    19.-20.03.1942
    In-folge der eingetretenen Schneefälle heute keine Möglichkeit zum Abtransport mit Flugzeug. Belegung daher gleichbleibend.

    21.03.1942
    5 Abgänge (mit Flugzeug), kein Zugang.

    22.03.1942
    20 Abgänge (mit Flugzeug)

    23.03.1942
    5 Zugänge, 69 Abgänge (davon 29 mit Flugzeug) die übrigen zu einem deutschen Lazarettzug nach Jasinowataja. Das Genesungsheim der Kompanie ist aufnahmebereit. Da durch die starke Belegung der Stadt Stalino durch die Heeresunterkunft-Verwaltung keine Möbel mehr für das Genesungsheim abgegeben werden können, stellt die Kompanie selbst mit Unterstützung des Pi. Parkes Tische und Hocker in entsprechendem Maße her.

    24.03.1942
    28 Abgänge (mit Flugzeug)
    Der Korpsarzt des LII.A.K. , Oberstarzt Scherf, und der Kommandeur der K.T.A. 561, Oberfeldarzt Wolf, besichtigen unser Lazarett und das neu eingerichtete Genesungsheim.

    25.03.1942
    Ohne Besonderheiten.

    26.03.1942
    Keine zu-und Abgänge.
    Die von der Kompanie zur 97. Le. Inf.-Div. kommandierten Uffz. und Mannschaften kehren heute zurück. Besonders in der letzten Zeit waren die Fliegerangriffe auf die Ortschaft Stalino, in der sie zur Ortsverteidigung eingesetzt waren, außerordentlich heftig. Uffz. Henn war bereits am 8. Ob. Sold. Feyrer am 23. März verwundet worden. 10 weitere Kranke waren über den H.V.Pl. Ins Lazarett eingeliefert worden.

    27.03.1942
    Um 12.30 Uhr trifft der angekündigte Lazarettzug (russ. Beute Laz.-Zug Eberlein) auf dem Bahnhof Jusowka-West ein. Es beginnt sofort der Transport zum Lazarett der Kompanie mittels der eigenen Kfz. und von 5 Kr. Kw. des Kr. Kw. Zuges 1/572. Um 21 Uhr sind die letzten Verwundeten ins Lazarett gebracht. 179 Verwundete und 79 Kranke gingen zu. Darunter befand sich auch Ob. Sold. Feyrer Franz von der Kompanie, (Diagnose: Oberschenkelschussbruch li.).

    28.03.1942
    4 Abgänge (Flugtransport, darunter Ob. Sold. Feyrer); Zugang: 1.

    29.03.1942
    52 Abgänge (42 zum Flugtransport, 10 zu einem Lazarettzug der Panzerarmee nach Jasinowataja.

    30.03.1942
    1 Zugang; kein Flugtransport, da Wetter sehr stürmisch.

    31.03.1942
    4 Zugänge, 1 Abgang.

    Auskunft zu Zivilverschollenenliste

    Edited once, last by many ().

  • 01.04.1942
    Zugang 1 Kranker, kein Abgang.

    02.04.1942
    Kein Zugang; Abgang: 4 Verwundete mit Flugtransport.

    03.04.1942
    Zugang: 6 Verwundete und 26 Kranke vom Feldlazarett 97, Abgang 1 Verwundeter gestorben ( Granatsplittersteckschuss in der Nierengegend mit Verletzung der Harnorgane rechts: Todesursache: Urinphlegmone); 1 Kranker dienstfähig zur Truppe.

    04.04.1942
    Zugang: 8 Kranke, Abgang 1 Verwundeter wegen Fleckfieberverdacht zum Kriegslazarett 1/637 am Ort.

    05.04.1942
    Kein Zugang und Abgang.
    Ostern; Die vorhergehende Nacht hat es geschneit.

    06.04.1942
    Kein Zugang; Abgang: 17 Verwundete und 2 Kranke mit Flugzeug.

    07.04.1942
    Kein Zugang; Abgang: 1 Verwundeter.

    08.04.1942
    Kein Zugang; Abgang: 12 Verwundete und 8 Kranke. Ein der Panzer-Armee angeblich angekündigter Lazarett-Zug wurde durch die 17 Armee so voll belegt,

    dass eine Zuladung in Jasinowataja nicht mehr möglich war. Daher Einlieferung der von uns bereits nach Jasinowataja gebrachten Kranken zur Krankensammelstelle II in Jasinowataja.

    (HK, Blatt Nr. Z49).

    09.04.1942
    Zugang: 8 Vewundete und 16 Kranke ( Genesende von Krankensammelstelle II in Jasinowataja). Abgang: 7 Verwundete und 3 Kranke mit Flugzeug.

    10.04.1942
    Zugang: 4 Kranke (Genesende vom Kriegslazarett 2/561); Kein Abgang.

    11.04.1942
    Zugang: 2 Kranke. Abgang: 17 Verwundete und 12 Kranke mit Flugtransport; 18 Verwundete mit Lazarettzug ab Jasinowataja. (HK, Blatt Nr. Z49).

    12.04.1942
    Keine Vorkommnisse. Die Belegung des Genesungsheimes ist auf 74 gestiegen.

    13.04.1942
    Zugang: 1 Verwundeter und 9 Kranke; kein Abgang. Eintreffen eines Fernschreibens der Abteilung:
    Ass. Arzt Dr. Heinrich Jenne`e mit 15.4.42 zu einem Fortbildungskommando zur Heeres San.-Staffel Wien kommandiert.

    14.04.1942
    Zugang: 1 Kranker; Abgang: 1 Kranker dienstfähig zur Truppe.
    Stabsarzt Dr. Gobat überbringt die Nachricht von der Kommandierung des Stabsarztes Dr. Otto Rienhoff zum Ltd. San Offizier beim Militärbefehlshaber in Belgien und Nordfrankreich.

    Stabsarzt Gobat tritt während der dreimonatigen Kommandierung an die Stelle von Stabsarzt Rienhoff.

    15.04.1942
    Zugang: 4 Kranke; Abgang: 4 Kranke ( 3 mit Flugtransport und 1 zum Kriegslazarett 1/637). Ass. Arzt Dr. Weber erhält einen vierwöchigen Genesungsurlaub in die Heimat.

    16.04.1942
    Kein Zugang; Abgang: 1 Kranker dienstfähig zur Truppe.

    17.04.1942
    Kein Zugang; Abgang: 1 Verwundeter zum Kriegslazarett 1/637.

    18.04.1942
    Zugang: 4 Verwundete und 13 Kranke, ( von der Krankensammelstelle II, Jasinowataja) Abgang: 6 Verwundete, die bereits gehfähig sind,

    werden auf Bitten des Panzer-Armee-Feldlazarett 5/562 für die dort eingerichtete San.-Schule abgegeben.
    Auf Befehl des Armeearztes wird Gefreiter Ludwig Matt als Dentist zum Armee-Feldlazarett 676 kommandiert. Der Frühling kommt.

    19.04.1942
    Kein Zugang; Abgang: 4 Verwundete, 2 Kranke mit Flugtransport. In unermüdlichem Schaffen waren bis zu diesem Tage

    durch die Schreiner der Kompanie unter Hilfeleistung von Krankenträgern etwa 200 Hocker und 75 Tische fertig gestellt worden.

    20.04.1942
    Geburtstag des Führers. Richtiges Hitler-Wetter. 11 Uhr Antreten der Kompanie. Der Chef spricht. Im Auftrage des Oberbefehlshaber der Armee werden 11 Angehörige der Kompanie mit dem K. V. Kr. II. Kl. Ausgezeichnet. Zugang: 1 Verwundeter, 2 Kranke. Kein Abgang.

    21.04.1942
    Kein Zugang; Abgang: 36 Verwundete und 41 Kranke mit einem Lazarettzug der Panzer-Armee aus Stalino-Innenstadt. Mit Hilfe des Kr. Kw.-Zuges 1/572 konnte die Beladung in der Zeit von 13 bis 16 Uhr durchgeführt werden. Durch O.Qu. Front IVb wird zum 21.4. die Rückkehr des Kommandos unter Ass. Arzt Dr. Kramar aus Jasinowataja befohlen. Am gleichen Tag durchgeführt. Durch die zeitweise Entleerung des Lazarettes und die Rückkehr des Kommandos aus Jasinowataja konnte nun auch das Urlaubsprogramm der Kompanie durchgeführt werden. Die durch den fast geschlossenen Einsatz der Kompanie seit Ende Juli des abgelaufenen Jahres sehr angespannten Kräfte sollen nach dem Plane des Chefs nun einmal kurze Zeit der Ruhe haben. Im Wechsel kommt innerhalb vier Wochen jeder Angehörige der Kompanie auf eine Woche “Urlaub”, das heißt jeder kann in dieser Zeit tun und lassen, was er will. Am heutigen Tage beginnen die ersten 35 Mann. Die Woche bedeutet für jeden eine neue Sammlung der Kräfte, für die alle - trotz Sehnsucht nach Heimaturlaub - dankbar sind.

    22.04.1942
    Zugang: 2 Verwundete und 15 Kranke; kein Abgang.
    Ein Fernschreiben der Abteilung setzt die Kompanie davon in Kenntnis, dass am 23.04.1942 ab Dnjepropetrowsk eine Platzkarte für den Urlauberzug in die Heimat zur Verfügung steht. Der Vater von 5 Kindern ist der Auserwählte; er ist zudem am 20.04.1942 erst wegen besonderer Tüchtigkeit mit dem K. V. K. Ausgezeichnet worden.

    23.04.1942
    Zugang: 4 Kranke (Genesende) ; Abgang: 3 Verwundete und 1 Kranker mit Flugtransport. 115 im Genesungsheim.

    24.04.1942
    Zugang: 3 Verwundete (Genesende) Abgang: 1 Kranker dfg.

    25.04.1942
    Zugang: 15 Kranke (Genesende); Abgang: 3 Kranke mit Flugtransport; 131 im Genesungsheim.

    26.04.1942
    Zugang: 1 Kranker (Genesend). Abgang: 8 Kranke ( 6 mit Flugzeug, 1 zum Leichtkrankenzug, nach
    Jasinowataja, 1 zum Kriegslazarett 1/637.)

    27.04.1942
    Zugang: 4 Kranke; Abgang: 5 Kranke dfg.

    28.04.1942
    Zugang: 7 Verwundete, 2 Kranke. Abgang: 2 Verwundete (1 mit Flugzeug nach rückwärts, 1 dienstfähig.)

    Durch Fernschreiben wird auf Befehl des Heeresarztes sofortige Rückkommandierung von St. A. Gobat befohlen.

    29.04.1942
    Kein Zugang; Abgang: 10 Verwundete ( 8 mit Flugzeug, 2 dienstfähig zur Truppe) 133 im Genesungsheim.

    30.04.1942
    Zugang: 1 Verwundeter; Abgang: 1 Verwundeter ( mit Flugzeug.)
    Ein arbeitsreicher Monat liegt hinter uns. Die Kompanie mußte mehr denn je verschiedenen Aufgaben obliegen. Die Anfahrt zum Lazarett konnte nur durch den Bau einer Zufahrtstrasse befahrbar erhalten werden. Nach dem Erbauer der Straße ( einem Unterfeldwebel der Kompanie) wurde sie Fuchs-Ferdl-Straße genannt - die Benennung der Straße erfolgte diesmal ohne Meldung an OKH ! Für den kommenden Vormarsch wurden zum Verpacken des Gerätes Kisten - ohne Ende - gezimmert. Die von der Kompanie als Beute - Kfz. Eingestellten Fahrzeuge können durch die neuen Kisten in ihren Fassungsraum besser ausgenützt werden. Das Photoatelier arbeitet mit Hochdruck. Täglich wurden neue Lichtbilder vom Vormarsch der Öffentlichkeit, d.h. den Kompanie-angehörigen ausgestellt. Jeder fasst neue Hoffnung - vielleicht bekomme ich doch noch meine Bilder noch vor Kriegsende !
    Um unseren Genesenden und Lazarettinsassen die Stunden des Tages schneller zu vertreiben, wurden neben der Beschaffung von Spielen auch in jedem Zimmer ein Lautsprecher eingerichtet. Die Bedienung erfolgt von einem mit Verstärker ausgestatteten Apparat aus. Auch die Unterkünfte der Mannschaften der Kompanie sind angeschlossen. Nur einer Notwendigkeit konnte noch nicht Abhilfe geschaffen werden. Trotz Anforderung und ausführlicher Begründung konnte infolge der augenblicklichen Gerätelage die Zuweisung eines Klappenschrankes und einiger weiterer Feldfernsprecher nicht erfolgen. Bei dem Weit auseinander liegen der verschiedenen Abteilungen des Lazarettes, der Küche u.s.w. wäre die Ausstattung mit einem zusätzlichen Fernsprechgerät sehr zweckmäßig.

  • 01.05.1942
    Zugang: 6 Kranke (Genesende) , Abgang: 1 Verwundeter (dfg).

    02.05.1942
    Zugang: 9 Verwundete ; Abgang: 3 Verwundete mit Flugtransport.

    03.05.1942
    Kein Zugang; kein Abgang.

    04.05.1942
    Zugang: 10 Kranke (Genesende) ; Abgang: 1 Verwundeter mit Flugtransport.

    05.05.1942
    Zugang: 3 Kranke; Abgang: 1 Verwundeter mit Flugtransport. 155 Mann befinden sich nun zum Genesungsaufenthalt in der Betreuung der Kompanie.

    Leider ist es in den meisten Fällen bei Fleckfieber - Rekonvaleszenten nicht möglich, ihre Gesundheit hier wieder vollständig herzustellen.

    Meist ist Herzmuskelschädigung eine Folgeerscheinung dieser heimtückischen Krankheit, die in der Heimat ausgeheilt werden muss.

    07.05.1942
    Kein Zugang; Abgang: 5 Verwundete (dfg zur Truppe).

    08.05.1942
    Zugang: 9 Kranke; kein Abgang.

    09.05.1942
    Zugang: 11 Kranke; kein Abgang.

    10.05.1942
    Nachmittags Besuch des Lazarettes der Kompanie durch Herrn Generalarzt Dr. Schober, stellvertretenden Armmearzt 17. Der Herr Generalarzt eröffnet dem Kompaniechef,

    dass er die Verlegung der Kompanie nach Drushkowka-die Kompanie lag auch im Februar diesen Jahres dort.

    Die Ankündigung weckt in uns im Zusammenhang mit dem siegreichen Vordringen unserer Truppen auf der Halbinsel Kertsch die Hoffnung auf eine baldige Erledigung der Einbruchstellen bei Barwenkowa.

    (HK, Blatt Nr. Z49 )

    11.05.1942
    Zugang: 8 Kranke (Genesenge); kein Abgang.

    12.05.1942
    Kein Zugang; Abgang 7 Verwundete und 18 Kranke (25 dfg zur Truppe), 68 Verwundete und 18 Kranke mit Flugtransport; 1 wegen Hautleiden zum Armeefeldlazarett 5/572;

    1 wegen Diphterie zum Armeefeldlazarett 673 ebenfalls am Ort.
    Die Luftwaffen - San. Bereitschaft 1/XII ist sehr daran interessiert im Falle eines Abrücken der Kompanie die Laz. Gebäude zu übernehmen und nimmt daher Verbindung auf.

    Für den Fall der Verlegung der Kompanie können, falls nicht gegenteiliger Befehl ergeht, Gebäude überlassen werden.

    13.05.1942
    Kein Zugang; Abgang: 9 Verwundete und 18 Kranke (darunter 24 mit Flugtransport.)

    14.05.1942
    Zugang: 4 Kranke; Abgang: 2 Kranke (dfg. zur Truppe).

    15.05.1942
    Nachmittags überbringt Herr Oberfeldarzt Dr. Kramer, stellvertretender Kommandeur der-Sanitätsabteilung 562, den Befehl zum Abrücken der Kompanie nach Drushkowka.

    Um 6 Uhr früh muß am nächsten Tag der H.V.Pl. der 1./Geb. San. Kompanie 97 abgelöst werden.

    Es erfolgt darauf mit Kenntnis des Herrn Kommandeurs Übergabe von 2 Gebäuden samt Einrichtungen an Luftwaffen-San. Bereitschaft 1/XII. Um 22 Uhr fahren die Gerätewagen ab;

    am

    16.05.1942
    um Mitternacht folgt die Kompanie. Der Marsch ist von gutem Wetter begünstigt. Um 1/2 3 Uhr beginnt es bereits zu tagen. Um 5 Uhr morgens erreichen die ersten Fahrzeuge die neue Unterkunft in Drushkowka. Übergabe und Übernahme von der 1./Geb. San. Komp. 97 und der 2./Geb. San. Komp. 97. Um die Mittagsstunde rücken bereits die beiden Div. San Kompanien ab.

    (HK, Blatt Nr. Z49 )

    17.05.1942
    Zugang: 1 Kranker; Kein Abgang.
    Heute morgen hatte der Gegenangriff unsererseits begonnen mit dem Ziel, die Einbruchstelle der Russen wieder abzuriegeln und dem Feinde die von ihm in Januar - Februar diesen Jahres besetzten Gebiete wieder abzunehmen. Voll Stolz beobachten wir ungezählte Scharen von Sukas, Bomber, Schlachtfliegern und Jägern, die nun Tag für Tag von den benachbarten Flugplatz in Konstantinowka her kommend über uns dahin brausen, um Tod und Verderben den im Kessel südlich Charkow eingeschlossenen Sowjets zu bringen.

    18.05.1942
    Zugang: 46 Verwundete und 3 Kranke (von der Front bei Slawjansk). Abgang: 2 Kranke (dfg zur Truppe). Besuch des Lazarettes durch Herrn Oberarzt Buchka, Stellv. Korpsarzt XXXXIV.A.K

    19.05.1942
    Zugang: 40 Verwundete und 3 Kranke (wiederum aus dem Frontgebiet von Slawjansk). Abgang: 30 Verwundete und 1 Kranker (davon 30 mit Kr. Kw. u. Lkw. zum Kriegslazarett 2/561 nach Konstantinowka.)

    20.05.1942
    Zugang: 2 Kranke; Abgang: 11 Verwundete und 5 Kranke (darunter 1 Verwundeter gestorben; Diagn.: Rückenbauchsteckschuss mit Verletzung der Lunge, des Zwerchfells, der Milz und des Pankreas;

    11 mit behelfsmäßigen Lazarettzug “Düsseldorf” abtransportiert).

    21.05.1942
    Zugang: 2 Kranke; Abgang: 1 Verwundeter 1 Kranker (darunter 1 Todesfall) Diagn.: I.G. Beckenschuss mit Verletzung des Dickdarmes und des Darmbeines li. Her Generalarzt Dr. Schober, Stellv. Armeearzt 17, besuchte das Lazarett der Kompanie und zeichnete einen Schwerverwundeten mit dem E. K. II. Kl. Und dem Verwundetenabzeichen in Silber aus.

    22.-23.05.1942
    Keine besonderen Vorkommnisse.

    24.05.1942
    Pfingsten. Wir freuen uns an dem Grünen und Wachsen der Natur und können es kaum fassen in all der Blütenpracht, dass wir diesen Ort vor wenig mehr als 2 Monaten in tiefstem Eis und Schnee verließen.
    Heute ist es ruhig; richtiger Feiertag.

    25.05.1942
    Zugang: 3 Verwundete; Abgang 8 Verwundete und 3 Kranke (z.Teil ins Kriegslazarett 2/561 nach Konstantinowka verbracht z. Teil dfg zur Truppe.)

    26.05.1942
    Kein Zugang; Abgang: 2 Verwundete und Kranke (dfg).

    27.05.1942
    Zugang: 3 Kranke; Abgang: 4 Verwundete.
    Um die Kraftfahrzeuglage der Kompanie zu bessern und sie zu weiteren Vormarsch nach Osten voll einsatzbereit zu machen, war ein Kommando unter Führung des Uffz. Schneider in die vom Feinde gesäuberten Gebiete in der Gegend von Berwenkowa-Isjum entsandt worden. Heute kehrt das Kommando zurück - mit einen Toten. Unser Uffz. Schneider ist nicht mehr. Die tödliche Kugel traf ihn beim Säubern der Straße von versprengten Russen etwa 8 km nördlich von Berwenkowa. Die Sowjets hatten sich in Stärke von etwa 500 Mann in einer Schucht in der Nähe der Straße festgesetzt und überfielen planmäßig vorüber fahrende Lkw. und Kolonnen. Unter Führung eines Obltn. Eines Baubatl. Griffen die Männer der Kompanie munter die Roten trotz ihrer Überzahl an, vernichteten etwa 60, nahmen 170 gefangen und trieben die Reste in die Flucht. In ihrem Kampf, den sie zunächst allein begonnen, wurden sie schließlich noch durch mehrere Kameraden unterstützt. Besonders haben sich dabei ausgezeichnet: Gefr. Pacal, Gefr. Villa, Gefr. Babiniec und Gefr. Ludescher. In vorbildlicher Tapferkeit hatte unser Uffz. Schneider ein Kopfschuss tödlich getroffen.

    28.05.1942
    In feierlicher Form haben wir heute unseren Toten auf dem neben den Lazarett liegenden Heldenfriedhof inmitten von 60 toten Kameraden zur letzten Ruhe gebettet. Der Abschied von einem unserer besten Kameraden war schwer. Er starb so wie er es sich gewünscht hatte, im Kampf stolzester Bewährung.

    29.05.1942
    Kein Zugang; Abgang: 11 Verwundete und Kranke (mit Lazarettzug und 5 dfg zur Truppe.

    30.05.1942
    Kein Zugang; Abgang: 1 Verwundeter (dfg).

    31.05.1942
    Keine besonderen Ereignisse.

    Auskunft zu Zivilverschollenenliste

    Edited 2 times, last by many ().

  • 01.06.1942
    Kein Zugang; Abgang: 3 Kranke (dfg zur Truppe).
    In der Nacht zum 2.6. waren russische Flieger hier, die ganz nahe der Inneren Abteilung eine kleine Bombe absetzten. Ein Teil der Fensterscheiben waren die einzigen Opfer.

    02.06.1942
    Zugang: 1 Kranker; Abgang: 1 Verwundeter ( mit Lazarett-Zug) 1 Kranker /dfg zur Truppe).

    03.06.1942
    Zugang: 1 Kranker; Abgang: 1 Verwundeter ( mit Lazarett-Zug) 1 Kranker (dfg zur Truppe).

    04.06.1942
    Kein Zugang; Abgang: 7 Verwundete und 7 Kranke (davon 10 zur Krankensammelstelle Konstantinowka). Vormittags wird durch Armee-San. Abt. 562 auf fernmündlichen Weg die sofortige Inmarschsetzung eines Vorkommandos nach Mariupol befohlen. Mit den dort liegenden Feldlazarett 4/562 und 6/552 sollte wegen Übernahme Verbindung aufgenommen werden. Um 12 Uhr mittags fahren unter Führung von Ass. Arzt Dr. Weber 24 Mann an das befohlene Ziel.

    05.06.1942
    Zugang: 1 Verwundeter; Kein Abgang.

    06.06.1942
    Zugang: 2 Kranke; Kein abgang.

    07.06.1942
    Keine Veränderungen.

    08.06.1942
    Zugang: 1 Kranker; Abgang: 2 Verwundete und 7 Kranke (darunter 3 zur Krankensammelstelle Konstantinowka , 6 dfg ). (HK-Nr. Z49).

    09.06.1942
    Kein Zugang; Abgang: 1 Verwundeter (dfg zur Truppe).

    10.06.1942
    Zugang: 1 Kranker; Abgang: 4 Verwundete und 2 Kranke ( nach Konstantinowka ).(HK-Nr. Z49).

    11.06.1942
    Zugang: 1 Kranker; Kein Abgang.

    12.06.1942
    Zugang: 1 Kranker; Kein Abgang.

    13.06.1942
    Keine Veränderungen.

    14.06.1942
    Keine Veränderungen.

    15.06.1942
    Zugang: 1 Kranker; Abgang: 1 Verwundeter (dfg zur Truppe).

    16.06.1942
    Keine Veränderungen.

    17.06.1942
    Zugang: 1 Verwundeter; Kein Abgang.
    Entgegen unseren Erwartungen wird plötzlich die Abstellung eines arbeitsfähigen Kommandos nach Gorlowka befohlen. Feldlazarett 97 wird abgelöst.

    Die Kommandos aus Mariupol - den Befehl zur Verlegung der Kompanie wurde zurückgezogen - und Stalino werden nach Gorlowka beordert.
    (HK-Blatt Z 49)

    Am
    18.06.1942

    werden um 9 Uhr die noch im Lazarett befindlichen 7 Kranken und 1 Verwundeter dem Feldlazarett 676 übergeben, das nun auch zum zweiten Mal wieder die Gebäude übernimmt.
    Wir rücken zum zweiten Mal aus Drushkowka ab - in der Hoffnung, dass die nächste Verlegung zugleich mit dem zu erwartenden Vormarsch verbunden ist. Um die Mittagsstunde treffen sämtliche Fahrzeuge der Kompanie in Gorlowka ein. Die Fahrt verlief ohne besondere Zwischenfälle; nur der Kompaniechef, in dessen wagen auch der Hauptfeldwebel mitfuhr, erlebte den Tiefangriff eines russischen Bombers auf der Straße nach Gorlowka. Das Gebäude, in dem die Vorgänger=Einheit das Feldlazarett eingerichtet hatte, ist groß und stattlich. Neben vielen Vorteilen - fließendes Wasser, elektrisches Licht, das Haus reicht vollends zur Unterbringung von 500 Patienten und der Kompanie - muß die gleichzeitige Unterbringung des Soldatenkinos Gorlowka als stete Beunruhigung störend empfunden werden. Arbeit gibt es auch genug hier. Diesmal sind zwar keine Straßen zu bauen; doch Türen und Fenster müssen vielfach wieder instandgesetzt werden; ein Malertrupp der O.T. , der entgegenkommender Weise durch den O.T. Quartiermeister zur Verfügung gestellt wird, wird dem ganzen Haus, vor allem dem Treppenhaus, dem Operationssaal ein freundliches und noch reinlicheres Aussehen geben. Um 14 Uhr wurde durch Feldlazarett 97, 29 Verwundete und 157 Kranke, darunter 77 Erholungsurlauber der 97. le Infanterie-Division, der Betreuung der Kompanie überantwortet. Die eingerichtete Zahnstation des Feldlazarett 97 samt Prothetik wird auf Befehl des Armeearztes, bzw, des Korpsarztes LII.A.K der Kompanie angegliedert und unterstellt.

    19.06.1942
    Zugang: 3 Verwundete und 8 Kranke; Abgang: 1 Kranker (dfg zur Truppe).

    20.06.1942
    Zugang: 4 Kranke; Abgang: 2 Kranke.

    21.06.1942
    Zugang: 3 Verwundete und 12 Kranke; Abgang: 77 Erholungsurlauber kehren mit Zug über Sslawjansk zu ihren Truppenteilen zurück.

    22.06.1942
    Zugang: 4 Kranke; 1 Kriegsgefangener vertorben.

    23.06.1942
    Zugang: 26 Verwundete und 33 Kranke (zum Großteil vom H.V.Pl. Krassnibacha der
    San. Kompanie 9) ; Abgang: 2 Verwundete und 2 Kranke.

    24.06.1942
    Zugang: 4 Verwundete und 12 Kranke (wieder zum Großteil aus Krassnibacha) ; Abgang: 1 Verwundeter und 2 Kranke (meist dfg ) ; ein toter Kamerad vom O.T., Todesursache: Endocarditis lenta.

    25.06.1942
    Zugang: 1 Kranker; Abgang: 3 Kranke (dfg zur Truppe).

    26.06.1942
    Zugang: 2 Kranke; Abgang: 3 Kranke (dfg zur Truppe). Nachmittags besuchte Herr Generalstabsarzt Jäckel und Herr Oberstarzt Milark vom Befehlsstab Merk - Stalino das Feldlazarett der Kompanie.

    27.06.1942
    Zugang: 10 Verwundete und 15 Kranke (wiederum von Krassnibacha) ; Abgang: 22 Verwundete und 23 Kranke (darunter 35 leichtere zur Krankensammelstelle I Gorlowka, und 4 schwere zum Kriegslazarett 1/637 nach Stalino, da von dort aus Flugtransport leichter möglich ist). Durch Befehl des Armeearztes wird die Zahnstation des Feldlazarettes 97 durch Kriegslazarett Abt. 561 abgelöst. Die von Gen. Kdo. LII. A. K. zu dieser Zahnstation kommandierten Mannschaften verbleiben weiter bei dieser Einrichtung.

    28.06.1942
    Zugang: 9 Kranke (von der Truppe) , Abgang: 1 Kranker gestorben, der erst einige Tage mit einer ganz gefährlich scheinenden Mandelentzündung eingeliefert worden war. Der Herr Generalstabsarzt Dr. Wagner besuchte am heutigen Tage das Feldlazarett der Kompanie.

    29.06.1942
    Zugang: 10 Verwundete und 10 Kranke (zum Teil aus Krassnibacha); die übrigen von der Truppe. Bomben Abwurf durch Flieger; Abgang: 2 Verwundete und 4 Kranke; darunter ein Todesfall, der ein Opfereiner Fliegerbombe wurde, die das Krankenrevier des im Orte befindlichen Pi - Parkes 571 traf. Er wurde sterbend in das Lazarett der Kompanie eingeliefert. 3 Kameraden, die dabei sofort den Tod gefunden hatten, wurden neben ihm bestattet.

    30.06.1942
    Zugang: 18 Verwundete und 15 Kranke (zum Teil vom H.V.Pl. Debalcewo der 1./San. Kompanie 111) ; Abgang: 2 Verwundete und 10 Kranke (meist dfg). Neben der Verschönerung und gründlichen Durch Reinigung der Lazarettgebäude ergab sich für die Kompanie in Gorlowka auch die Notwendigkeit einer Ausgestattung und Vergrößerung des Friedhofes. Dieser war bereits durch die Vorgänger=Einheit angelegt worden. Mit Hilfe von russischen Gärtnern konnten die Gräber unserer gefallenen Kameraden eine würdige Ausschmückung erfahren.
    Als ein Erfolg des abgelaufenen Monats kann bezeichnet werden, dass es dem Schirrmeister glückte, hier in Gorlowka das Untergestell eines Lkw. Ford mit ausgeschlachteten Motor für die Kompanie sicherzustellen. Durch Zusammentragen von Einzelteilen aus den HKP und aus einem Autofriedhof in Stalino gelinkt es, den Wagen wieder so in Ordnung zu bringen, dass er als großer Mannschafts-Lkw. für den Transport von 20 Mann Verwendung finden kann.

    Auskunft zu Zivilverschollenenliste

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  • 01.07.1942
    Zugang: 2 Verwundete, 3 Kranke; Abgang: 11 Kranke ( 7 dfg), 1 Hautkranker zum Feldlazarett 111, 3 zur Krankensammelstelle).

    02.07.1942
    Zugang: 14 Kranke; Abgang: 36 Verwundete und 91 Kranke. Schon um 5 Uhr früh wurde der behelfsmäßige Lazarettzug “Düsseldorf” mit 22 Mann aus unserem Lazarett beladen; um 6 Uhr früh begann die Beladung des Heimat - Lazarettzuges Nr. 656; 80 Mann gingen mit in Heimat - San. Einrichtungen; der Abtransport zum Bahnhof Gorlowka erfolgte mit den beiden Kr. Kw. und einem LKW der Kompanie und war um 7.30 Uhr bereits abgeschlossen.

    03.07.1942
    Zugang: 4 Kranke; Abgang: 2 Kranke dfg. zur Truppe. St. A. Rienhoff traf am heutigen Tage wieder bei der Kompanie ein, nachdem seine Kommandierung zur Kriegslazarett-Abteilung 614 beim Ltd. San Offz. Belgien - Nordfrankreich seit 21.6. aufgehoben worden war.

    04.07.1942
    Zugang: 13 Kranke; Abgang: 7 Kranke dfg. zur Truppe.

    05.07.1942
    Zugang: 9 Kranke; Abgang: 2 Kranke dfg. zur Truppe.

    06.07.1942
    Zugang: 2 Verwundete und 9 Kranke; Abgang: 4 Kranke dfg. zur Truppe.

    07.07.1942
    Zugang: 3 Verwundete und 9 Kranke; Abgang: 6 Verwundte und 14 Kranke. Der Lazarettzug “Düsseldorf” war schon wieder von Dnjepropetrowsk heraufgezogen worden und brachte diesmal 14 Verwundete und Kranke ins rückwärtige Gebiet.

    08.07.1942
    Zugang: 1 Verwundeter und 7 Kranke; Abgang: 5 Verwundete und 19 Kranke. Sofort nach Einrichtung und Übergabe des Flugplatz in Gorlowka wird wegen Verwundetentransport Fühlung mit der Fliegerhorstkommandantur aufgenommen. Durch das Entgegenkommen der Luftwaffe ist es ab jetzt möglich, täglich einige Kranke auf dem Flugwege abzutransportieren. Heute 16 Mann.

    09.07.1942
    Zugang: 22 Verwundete und 44 Kranke zum Großteil vom Feldlazarett 176 und der Krankensammelstelle Artemowsk, die in der Meinung, in Gorlowka wäre bereits ein Kriegslazarett, mit Kr. Kw. und Lkw. nach hier transportierten. Abgang: 9 Kranke dfg. zur Truppe.

    10.07.1942
    Zugang: 23 Verwundete und 14 Kranke ( der Zustrom von Artemowsk hält weiter an. Abgang: 9 Kranke dfg. zur Truppe.

    11.07.1942
    Zugang: 25 Verwundete und 17 Kranke ( zum Großteil aus Artemowsk ). Abgang: 12 Verwundete und 8 Kranke ( darunter 12 mit Flugzeug, die übrigen dfg, zur Truppe ).


    12.07.1942
    Zugang: 9 Verwundete und 14 Kranke; Abgang: 11 Verwundete und 8 Kranke. Ein Todesfall: Oblt. Richard Tiemann vom Flak-Rgt. 4; Todesursache: Schädelbasisbruch durch Kfz.-Unfall. VDK

    17 Mann zum Flugtransport.


    13.07.1942
    Zugang: 21 Verwundete und 14 Kranke; Abgang: 6 Verwundete und 8 Kranke ( 6 zum Flugtransport).

    14.07.1942
    Zugang: 7 Verwundete und 16 Kranke; Abgang: 50 Verwundete und 38 Kranke ( Abtransport von 78 Mann mit Heimatlazarettzug und von 5 Mann mit Flugzeug ).


    15.07.1942
    Zugang: 7 Verwundete und 2 Kranke; Abgang: 7 Verwundete und 7 Kranke.
    Die Kommandierung des Oberarztes Jeannée, der, der Kompanie als Zahnarzt angehörte, zur Heeres - San. Staffel, Wien, lief mit 8. Juli ab. Die Rückkehr von Oberarzt Jeannée zur Truppe war jedoch nur vorübergehend. Mit Wirkung vom heutigen Tage war inzwischen seine Versetzung zum Kriegslazarett 3/561 ausgesprochen worden. An seine Stelle trat Kriegszahnarzt Dr. Stracke vom Stab/Kriegslazarett -Abteilung 561, der bisher zur Zahn- und Prothetikstation kommandiert war.
    Auf Befehl des Armeearztes wurde heute unter Führung von Ass. Arzt Weber ein Vorauskommando über Artemowsk-Kaganowitsch-Sergo-Richtung Woroschilowgrad entsandt.
    Der Auftrag lautete: Erfassung von San.-Fahrzeugen, motorisiert und bespannt, San. Material und Arzneimittel, Erkundung von Gebäuden, die sich zu Lazaretteinrichtungen eigen und deren Sicherung.
    Ein unter Führung des Schirrmeister Uffz. Binder noch gesondert zusammengestelltes Kfz.-Beutekommando wird ebenfalls in den gleichen Raum in Marsch gesetzt. Die beiden Kommando trafen sich in Woroschilowgrad. Bericht über die Rückführung siehe unten.

    16.07.1942
    Zugang: 32 Verwundete und 18 Kranke; Abgang: 2 Kranke dfg. zur Truppe.

    17.07.1942
    Zugang: 23 Verwundete und 5 Kranke; Abgang: 6 Verwundete ( zur Krankensammelstelle am Ort) und 6 Kranke (dfg. zur Truppe). Ein san. Dienstgrad der Kompanie wird mit sofortiger Wirkung zum in Neu-Gorlowka aufgestellten frw. Kosakenregiment “Platow” kommandiert.

    18.07.1942
    Zugang: 7 Verwundete und 5 Kranke; Abgang: 37 Verwundete und 20 Kranke, darunter ein Todesfall infolge Granat Splitter Steckschuss links Schädelseite mit Verletzung des Cerebrum (Septicopyämie). 52 waren mit Lazarettzug in die Heimat abtransportiert.

    19.07.1942
    Zugang: 51 Verwundete und 10 Kranke; Abgang: 1 Verwundeter und 9 Kranke ( meist dfg.).

    20.07.1942
    Zugang: 9 Kranke; Abgang: 1 Verwundeter und 20 Kranke


    21.07.1942
    Zugang: 24 Verwundete und 6 Kranke; Abgang 1 Verwundeter und 5 Kranke.

    22.07.1942
    Zugang: 1 Verwundeter und 8 Kranke; Abgang: 16 Verwundete und 14 Kranke ( zum Großteil mit einem Lazarettzug, der bereits am frühen Morgen am Bahnhof in Gorlowka beladen wurde, Richtung Heimat abtransportiert). Am Vortage war bereits das Kriegslazarett 901 mit Zug in Gorlowka eingelangt. Die Übernahme erfolgte im Laufe des heutigen Tages. Um 10 Uhr vormittags werden die Patienten übergeben. Ärzte und San. Dienstgrade verbleiben noch den ganzen Tag zur Einarbeitung der Übernehmenden. Die Kompanie bezieht im Westtrakt des gleichen Gebäude Unterkunft. Heute wurde auch Oberarzt Hönlinger, der von Anfang an der Kompanie als Chirurg angehörte, auf Grund der durch den Armeearzt befohlenen Versetzung zu seinem neuen Truppenteil, d. i. zur 1. San. Komp. 111, in marsch gesetzt. Diese Versetzung entsprach einem durch Oberarzt Hönlinger wiederholt geäußerten Wunsch, zu einer vorderen san. Einrichtung versetzt zu werden.


    23.07.1942
    Nach einem Tag Ruhe erreicht uns heute schon der Verlegungsbefehl nach Ssneshnoje, ostwärts Tschistjakowo. Die von der Kompanie entsandten Kommandos sind zurückzuziehen. Ein Melder soll die beiden Kommados sofort nach dem neuen Unterkunftsort der Kompanie führen.
    (HK, Blatt Nr. a 49).

    24.07.1942
    Für 7 Uhr war der Abmarsch des “eigentlichen” (3.) Vorkommandos unter Führung von Stabsarzt Rienhoff befohlen. Einige Minuten zuvor, wird wohl im Zusammenhang mit dem Fall von Rostow das Marschziel in Tanganrog abgeändert. Wir freuen uns alle auf das Meer einmal
    (Mariupol) waren doch schon alle diesbezüglichen Hoffnungen zunichte geworden. Ein weiterer Melder veranlasst den Weitermarsch der bereits nach Ssneshnoje dirigierten Kommandos. Am heutigen Tage werden die Kfz. noch einmal überprüft und dann beginnt mit Eifer die Beladung, so dass am
    ( HK, Blatt Nr.a 48 ).

    25.07.1942
    4 Uhr früh Abmarsch aus Gorlowka. Auf dem Wege über Stalino , Makejewka- Charzysk-Amrossiewka-Uspenskaja-Pokrowskoje führt der Vormarsch nach dem befohlenen Ziel.
    Die leichteren Fahrzeuge kommen noch am gleichen tage an. In der 7. Schule in der Mitrofanaskaja schlagen wir unser “Hauptquartier” auf.

    26.07.1942
    Die übrigen Kfz. treffen heute ein. Auch der Lkw. vom Woroschilowgradkommando. Jeder trachtet möglichst rasch zum Meer zu kommen, Viele Kameraden sehen es heute zum erstenmal. Auf der gegenküste steht freilich noch der Feind; trotz der abendlichen Besuche “Iwans” wissen wir aber doch: Seine Tage sind gezählt. Heute abends erreicht uns auch der neue Chirurg, Ass. Arzt Dr. Heer, der im Austausch von der 1. San. Kompanie 111 hierher versetzt worden ist.

    27.07.1942
    Von 7 Uhr bis 9 Uhr ist die Kompanie zum Bad am herrlichen, nur etwa 10 Minuten entfernten Strand.
    Mittags erhalten wir jedoch den Abmarschbefehl und die Nachricht der Unterstellung unter Gen. Kdo. V.AK. (Gruppe Wetzel). Um 14 Uhr marschieren wir Richtung Rostow ab. Marschziel: Aksaiskaja am: Nordostrand der Stadt. Die Fahrt führt durch ein Gelände, das mit Bunkern, Panzersperren, Minen und sonstigen Sicherungen aller Art ausgestattet ist. So schien Rostow eine unbezwingbare Festung zu sein.
    Am Nordostausgang der Stadt führt uns ein glücklicher Zufall mit dem Kfz. - Beute -Kommando zusammen, das eben nach Rostow einfahren wollte, um dort noch evtl. Beute zu machen. Bisher war die Fahrt ergebnislos verlaufen, da die Roten alles planmäßig geräumt hatten. Die leichten Fahrzeuge erreichen auch diesmal wieder noch am gleichen Tag das Marschziel. Im Orte sind noch sehr deutlich Spuren des Krieges zu sehen. Eine pferdebespannte Kolonne des geschlagenen Feindes, offensichtlich von Stukabomben getroffen, bedeckt die Hauptstrasse. Notdürftig sind die Kadaver beiseite geschoben. Die Kompanie nächtigt im Freien.
    ( HK, Blatt A 48 ).

    28.07.1942
    Der Komp. Chef meldet sich beim Ltd. San Offz. der Gruppe Wetzel in Rostow und erfährt, dass die Kompanie der 2. rum. Geb. Division als Divisions San. Kompanie zugeteilt ist. Um eine leichte Beweglichkeit für die neu zu erwartenden Aufgaben als H.V.Pl. zu erreichen, müssen wir uns von einem Teil unseres für die Einrichtung von Feldlazaretten notwendigen Gerätes trennen. Es wird mit Anhängern in Rostow abgestellt. Wiederum verbringen wir die nacht im Freien.

    29.07.1942
    Das Gerät, das auch für die neuen Aufgaben unbedingt erforderlich ist, musste neu verladen werden. Alle hatten reichlich zu tun. Nachmittags erfolgte schon der Abmarsch nach Nowotscherkassk, dem Sitze des Div. Kommandos der 2. rum. Geb. Division. Nowotscherkassk ist ein für russische Verhältnisse sehr schöner Ort. Einige ehemalige Zivil-Krankenhaus-Gebäude wurden mit insgesamt 150 Betten als H.V.Pl. eingerichtet. ( HK, Blatt A 48 ).

    30.07.1942
    Ab 8 Uhr früh waren wir aufnahmebereit.
    Zugang: 1 kranker Rumäne. Die Division ist zur Zeit nur zu Säuberungsaktionen des Geländes südlich der Stadt zwischen dieser und dem Don von versprengten Rotarmisten, eingesetzt.


    31.07.1942
    Zugang: 4 Verwundete und 10 Kranke, darunter 6 Rumänen. Kein Abgang.

    Auskunft zu Zivilverschollenenliste

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  • 01.08.1942

    Ein Verwundeter starb (Ursache: Paritonitis), die übrigen 3 Verwundeten und 11 Kranken wurden zum Feldlazarett 651 nach Rostow abtransportiert. Der Div.Stab der 2. rum. Geb. Div. rückte am heutigen Tage aus Nowotscherkassk in den Raum um Rostow ab. Das Zuteilungsverhältnis der Kompanie war damit unklar. Es wurde sofort versucht, auf dem Wege über die vorgesetzen Dienststellen eine Klärung herbeizuführen.


    02.-04.08.1942

    Die Kompanie liegt in Ruhe und erwartet voller Ungeduld Befehle über die weitere Verwendungsart.


    05.08.1942

    Am heutigen Tage wird die Unterstellung der Kompanie unter das Gen.Kdo. V. A.K. aufgehoben und es erfolgt Zuteilung zum rum. I. A.K., das nach Mitteilung des Armeearztes sich in der Gegend Kutschewskaja-Starominskaja befinden soll. (HK, Blatt A 47)


    06.08.1942

    Um nicht durch das Suchen des rum. I. A.K. Zeit zu versäumen, entschließt sich der Kompanie-Chef, mit der ganzen Kompanie sofort nach Kutschewskaja zu marschieren. Marsch über Rostow - Bataisk. In Kutschewskaja fährt der Kompanie-Chef weiter und findet nach mehrstündigem Suchen das rum. I. A.K. in Tschuburka, nordostwärts Starominskaja. Meldung beim Deutschen Verbindungs- Offizier, beim Kommandierenden General und Chef des Stabes. Ein Einsatzbefehl liegt noch nicht vor. (HK, Blatt A 47)


    07-08.08.1942

    Verbleiben in K. Das Unterstellungsverhältnis der Komp. wurde durch das rum. A.O.K. 3 nochmals geändert:

    Mit sofortiger Wirkung wurden wir dem Rum. Kav. Korps zugeteilt.


    09.08.1942

    Heute rückten wir wieder unserer neuen Kommandostelle nach. Sie sollte in Kanewskaja liegen, das wir über Leningradskaja erreichten. Dort wurden wir nach Starominskaja (wiederum in nordwestlicher Richtung) beordert, da in St. Verwundete zu versorgen wären. Inzwischen war deren Versorgung und Weitertransport schon erfolgt. Der Marsch eines Grossteils unserer Kfz. war umsonst gewesen. Unverrichteter Dinge - jedoch unverdrossenen Sinnes - kehrten wir über Nowomiskaja nach Kanewskaja zurück.

    Nach kurzer Mittagsrast geht es dem Korps- Stab nach, der inzwischen nach Timaschewskaja Stellungswechsel vorgenommen hat. Am Abend kommen wir an und zelten am Nordausgang der Stadt.


    10.08.1942

    Nach Verbindungsaufnahme mit dem Deutschen Verbindungs-Kommando und Meldung beim Kommandierenden General erfolgt auf Vorschlag des Kompanie-Chefs Einsatz der Kompanie in Timaschewskaja.

    In einer neben unserem Lagerplatz gelegenen Schule, die wir vom Dreck der Russen gereinigt haben, ist um 10 Uhr der H.V.Pl. aufnahmebereit.

    Im Laufe des Tages gehen 5 Verwundete und 10 Kranke zu. Es befanden sich darunter 13 Rumänen und 2 Deutsche.


    11.08.1942

    Die Front war in der Zwischenzeit schon wieder weiter vorgerückt. Es ging auch am heutigen Tage nur ein Verwundeter zu.

    Um die Mittagsstunde erfolgte daher die Verlegung einen Großteils der Kompanie nach Staromyschastwskaja. Bis um 17 Uhr war auch hier ein H.V.Pl. im Zentrum des Ortes eingerichtet. Es gingen noch 3 Verwundete und ein Kranker (alles Rumänen) am gleichen Abend zu.

    Die Einrichtungen des H.V.Pl. mussten in einigen getrennten Häusern untergebracht werden. Vom weichenden Feind war noch alles, was möglich war, entsprechend in Unordnung gebracht worden.

    Wir waren damit in ein äußerst trockenes Gebiet gekommen, in dem es, nach Aussagen von Zivilisten, 3 Monate schon nicht mehr geregnet hatte. Trotzdem gibt es Obst, Geflügel und dergleichen genug. In Timaschewskaja wurde zur weiteren Versorgung der dort verbliebenen Verwundeten und Kranken ein Kommando unter Führung von Ass.Arzt Dr. Kramar zurückgelassen.


    12.08.1942

    Staromyschastowskaja: Zugang: 51 Verwundete und 8 Kranke (darunter 5 rum. Offiziere einschl. eines Oberstleutnants), kein Abgang

    Timaschewskaja: 1 Todesfall. Die übrigen wurden mit Flugzeug nach Bukarest abtransportiert.


    13.08.1942

    Große Schwierigkeit macht der Abtransport der Verwundeten, da infolge der weiten Entfernung von der 17. Armee nicht zu erfahren ist, wo sich deutsche San. Einrichtungen in näherer Entfernung befinden.

    Daher fährt der Kompanie-Chef zur Erkundung nach Krasnodar. Dort ist aber noch Kampf in Gange. Am Vorderrand der Stadt ist aber schon ein Lw.San.-Bereitschaft aufnahmebereit.

    Nach Rückkehr nach Timaschewskaja hat sich dort die Möglichkeit ergeben, Verwundete mit rum. Transport JU's abzutransportieren.

    Staromyschowskaja: Zugang: 1 Kranker, Abgang: 10 Mann über die Verwundetenabtransportstelle der Kompanie in Timaschewskaja mit Flugzeug Richtung Rumänien.

    Um 14 Uhr startete dort auch die mit Verwundeten beladene Maschine auf dem Flugplatz zurück in die Heimat.

    Durch eine auf dem Flugplatz noch von den Russen ausgelegte Mine erfolgte eine Explosion, durch die die Maschine schwer beschädigt wurde, die Verwundeten erlitten keine weitere Verletzungen (ausgenommen eine leichte Verletzung der unteren Extremität).


    14.08.1942

    Zugang: 20 Verwundete und 5 Kranke; Abgang: 24 Verwundete und 3 Kranke, Abtransport zur Kr.S.Stelle am Ort.

    Ass.Arzt Dr. Kramar wurde heute durch den Oberbefehlshaber der 3. rum. Armee mit dem Crucea Regina Maria II. Klasse ausgezeichnet.

    Vom D.V.St. wurde befohlen, ein Sicherungskommando ins Malaria-Institut nach Sslawjanskaja abzustellen. Dieser Befehl wurde zur Entsendung eines kleinen Kommandos durchgeführt, daß auch gleichzeitig den Auftrag erhält, in S. das Krankenhaus und für Laz. Zwecke geeignete Schule für die Kompanie sicherzustellen, da doch in absehbarer Zeit zu rechnen ist, daß Verlegung der Kompanie nach dort erfolgt.


    15.08.1942

    Zugang: 21 Verwundete und 12 Kranke; Abgang: 41 Verwundete mit Flugzeug abtransportiert und 11 Kranke.

    2 Todesfälle; Beim einen MG-Steckschuß re. von der Wirbelsäule mit Lungen- und Mediastinumdurchschuß, ein Schuß li. Delteides: beim zweiten JG. Brustwandsteckschuß.

    19 Mann wurden auch heute zum Abtransport mit Flugzeug nach Timaschewskaja gebracht. 31 leichtere Fälle wurden zur Kr.S.Stelle am Ort abgegeben.


    16.08.1942

    Zugang: 13 Verwundete; Abgang: 2 weitere Todesfälle: MG- Bauchsteckschuß, Peritonitis und Kreislaufstörung; Rückenmarksteckschuß, Querschnittläsion


    17.08.1942

    Zugang: 22 Verwundete und 1 Kranker; Abgang: 58 Verwundete und 13 Kranke.

    Leider zwei weitere Todesfälle: J.G. - Bauchsteckschuß und Unterschenkelschußbruch li; J.G.- Bauchsteckschuß Lebergegend und Durchschuß re. Nierengegend.

    Die Entfernung ist zu gross geworden, daher erfolgt Verlegung nach Sslawjanskaja.

    Alle Transportfähigen werden im Einvernehmen mit dem rum. Korpsarzt zum rum. Feldlazarett 16 nach Timaschewskaja transportiert. 5 Nichttransportfähige werden der Betreeung der Kr.S.St. übergeben. Um 14 Uhr war die Entleerung des H.V.Pl. durchgeführt.

    Während des Einsatzes der Kompanie in Staromyschastowskaja vom 11.08. bis zum heutigen Tage waren 162 Verwundete versorgt worden.


    18.08.1942

    Um 5 Uhr früh erfolgt der Abmarsch der Kompanie nach Sslawjanskaja. Durch den Regen, der nach Mitternacht begonnen hatte, wurde allerdings der Marsch erheblich behindert. Die leichten Fahrzeuge der Kompanie kommen noch durch die aufgeweichten Straßen einigermaßen durch, die Masse der Kompanie jedoch benötigt für die 35 km weite Strecke nur 9 1/2 Stunden! Es ist eben Rußland!

    Am Tage zuvor waren schon einige Fahrzeuge der Kompanie nach Sslawjanskaja vorausgeschickt worden. Das bewährte sich insofern sehr gut, als um 11 Uhr schon - also noch vor Eintreffen der gesamten Kompanie - eine rum. Ambulanz ihre Belegung von 53 Verwundeten und 1 Kranken an uns abgab, die also sofort versorgt werden konnten.

    Am späten Abend traf der Kommandeur der A.S.A. 562, Herr Oberfeldarzt Schwalm, bei der Kompanie ein.


    19.08.1942

    Zugang: 80 Verwundete und 7 Kranke (aus den rum. Ambulanzen; Abgang: 56 Verwundete und 1 Kranker, davon 1 Todesfall (Durchschuß beider Schultern, Oberarmdurchschuß re. und Nierensteckschuß re. durch J.G.), 56 Mann wurden zum rum. Feldlazarett nach Timaschewskaja abtransportiert.

    Durch den Armeearzt 17 wurde die Abstellung des bei den Einheiten entbehrlichen Gerät und Gepäcks beim A.S.P.570 in Krasnodar befohlen. Dei von der Kompanie bereits im Vormonat in Rostow abgestellten Anhänger wurden daher nach Krasnodar überführt.


    20.08.1942

    Weiter starker Zugang: 139 Verwundete und 2 Kranke;

    Abgang: 128 Verwundete und 3 Kranke (davon 8 schwerere Fälle zum Abtransport mit Flugzeug nach Timaschewskaja und die übrigen zur Kr.S.St. nach Staromyschastowskaja).

    2 Todesfälle: Hohe Querschnittsläsion - Lähmung der unteren und oberen Extremität; J.G. Kopf- und Halsschuß, Verlust des li. Auges, Blutung der Medulla. Der Abtransport der Verwundeten wurde unter Zuhilfenahme von 4 Lkw, die die im Orte liegende Pionier- Kompanie zur Verfügung stellte, und rumänische Kfz., die auch in den folgenden Tagen der Kompanie durch den rum. Korpsarzt zugewiesen wurden, durchgeführt. Die Hauptlast des Abtransportes ruht aber wieder auf der Kompanie selbst.


    21.08.1942

    Zustrom hält an: 97 Verwundete und 1 Kranker; Abgang: 2 Tote (Gr.Spl. Beckenschuß, Glutealgefäßblutung, Rectumferforacton und Os- serum- Fraktur; der andere wurde am frühen Morgen bereits tot eingeliefert) und 102 Verwundete abtransportiert (38 nach Timaschewskaja, 4 zur Luftw. San. Bereitschaft Krasnodar zum Abtransport mit Flugzeug, 80 nach Staromyschastowskaja).


    22.08.1942

    Kein Zugang; leider aber 1 Toter: Gr.Spl. Lungensteckschuß mit Haemothorax.


    23.08.1942

    Zugang: 3 Kranke; kein Abgang. Nachmittags bezog das rum. A.O.K. 3 in S. Quartier. 2 von der Kompanie zum Teil als Unterkunft benutzte Gebäude mussten zur Unterbringung der Führungsabteilung, bzw. des D.V.St. abgetreten werden.


    24.08.1942

    Zugang: 24 Verwundete und 2 Kranke; Abgang: 1 Toter (Kopfschuss mit Hirnprolaps an der Grenze des Scheitel- und Hinterhauptbeins), sowie 45 Verwundete und 1 Kranker abtransportiert: 38 nach Timaschewskaja, 8 zum Flugabtransport nach Krasnodar.


    25.08.1942

    Zugang: 6 Kranke; Abgang: 1 Toter: Stumpfe Oberbauchquetschung, Schock durch Unfall; Laparatomie Mageneinschuss, Zertrümmerung des Pankreas, retroperitoneale Blutung.

    Inzwischen ist auch das 6 rum. Rote-Kreuz Feldlazarett eingetroffen. Der Abschluss der Übergabe des H.V.Pl. an das Feldlazarett wird für den 26.08.1942, 9 Uhr, vereinbart; heute beginnt bereits die Übernahme.


    26.08.1942

    Die Übergabe wird fortgesetzt und abgeschlossen. Inzwischen rückte ein Grossteil der Kompanie schon am frühen Morgen nach dem neuen Einsatzort Troizkaja am Kuban ab. Die übrigen Kfz. wurden im Laufe des Vormittags nachgezogen.

    T. ist ein kleines Landstädtchen mit etwa 2000 Einwohnern. Wenige Gebäude sind für eine San. Einrichtung geeignet und frei. Die Schule ist durch Fliegerangriff erheblich mitgenommen; ein anderes größeres Gebäude durch das rum. Kav. Korps belegt. So wird eben der H.V.Pl. in einigen getrennt voneinander liegenden Häusern untergebracht.


    27.08.1942

    Zugang: 20 Verwundete und 1 Kranker; Abgang: kein Abgang,

    Das rum. Kav. Korps. verlässt heute wieder die Unterkunft und rückt nach Süden weiter. Das freiwerdende Gebäude wird von uns bezogen.


    28.08.1942

    Zugang: 20 Verwundete und 6 Kranke; Abgang: 16 Verwundete (rum. 6. Rote-Kreuz Feldlazarett nach Sslawjanskaja).


    29.08.1942

    Zugang: 11 Verwundete und 8 Kranke; Abgang: 4 Verwundete und 1 Kranker (nach Sslawjanskaja).


    30.08.1942

    Zugang: 4 Verwundete und 3 Kranke; Abgang: 13 Verwundete (nach Sslawjanskaja).


    31.08.1942

    Zugang: 1 Kranker; Abgang: 19 Verwundete und 15 Kranke (nach Sslawjanskaja, z.T. zur Kr.S.St.).

    Der Abtransport in den letzten Tagen erfolgte vorsorglich, da nach einer Mitteilung des San.Offz. beim Deutschen Verbindungs- Stab die Kompanie voraussichtlich wieder am 2. September zur 17. Armee zurücktritt.

    Auskunft zu Zivilverschollenenliste

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  • 01.09.1942

    Zugang: 1 Kranker



    02.09.1942

    Wiederum Abmarsch

    Der geringe Zustrom der Verwundeten und Kranken zum H.V.Pl. in Troizkaja sowie der Vormarsch der rum. Truppen, mit dem auch die Vorverlegung des Gen. Kommandos des rum. Kav. Korps verbunden, machten es notwendig, daß der H.V.Pl. der Kompanie weiter nach vorne geschoben wurde. Die Kompanie marschierte daher im Einvernehmen mit D.V.K.20 und den Korpsarzt beim rum. Kav. Korps am Vormittag des 2. September über Krymskaja nach Warenikowskaja, dem Sitz des Korps. Hier wurde Ortsunterkunft eingerichtet und sofort Verbindung mit dem Korps aufgenommen mit dem Ergebnis, daß die Kompanienoch am gleichen Tag nach Gostagajewskaja, 18 KM südwestlich von Warenikowskaja, einrichten sollte.

    So ging es am frühen Nachmittag weiter. Einsetzender Regen verhinderte jedoch das Erreichen des Zieles. Unverrichteter Dinge kehrten wir in das bereits um die Mittagsstunde in Warenikowskaja bezogene, dann aber wieder verlassene Quartier zurück. In Troizkaja war zur Betreuung der dort noch liegenden Verwundeten und Kranken ein Restkommando unter Führung von Ass. Arzt Kramar zurückgeblieben.


    03.09.1942

    Der Regen hatte nachgelassen, sodaß am frühen Nachmittag an den Marsch nach Gostagajewskaja gedacht werden konnte. Um 16 Uhr hatten sämtliche Wagen das Ziel erreicht. Die Einrichtung des H.V.Pl. wurde sofort mit allen Kräften betrieben, so daß die Aufnahmebereitschaft bald hergestellt war. Als Gebäude für den H.V.Pl. wurde ein Kino, zwei Schulen und ein kleines Zivilkrankenhaus benutzt. Die Kompanie wurde in einigen leer stehenden Privathäusern gut untergebracht. Die Lage der Stadt und ihre hügelige, bewaldete Umgebung war sehr nett. Die Bewohnerschaft war zum Großteil geflüchtet. Erst allmählich kehrten sie zurück.

    (HK, Blatt Z 46) (HK, Blatt Z 45)


    04.09.1942

    Zugang: 5 Verwundete und 2 Kranke


    05.09.1942

    Zugang: 9 Verwundete und 5 Kranke, Abgang: 1 Toter
    (Diagnose: J.G. Bauchsteckschuß mit Blasenverletzung). Durch einen rumänischen Oberleutnant wurde die Kompanie in den Abendstunden davon unterrichtet, dass Partisanen einen Überfall auf den Ort planten, der von der Kompanie als einziger deutschen Einheit und einigen kleineren Kommandos der Rumänen belegt war. Wie meist fand aber auch diesmal die angesagte “Revolution” nicht statt.

    06.09.1942
    Zugang: 9 Verwundete; Abgang 1 Rumäne wegen Tollwutverdacht zum 6. Rum. R. K. Feldlazarett in Sslawjanskaja transportiert.

    07.09.1942
    Abgang: 2 Tote (Diagnose: Minensplitter. Steckschüsse beider Oberschenkel, li Unterschenkel, re Fußgelenk, Gasbrand am re Bein, Amputation des re Oberschenkels; J.G Steckschuss li Oberbauch, Herzschwäche und Peritonitis) , ferner 2 Verwundete und 2 Kranke zum Feldlazarett 634 nach Krymskaja transportiert.

    08.09.1942
    Zugang: 18 Verwundete und 6 Kranke.

    09.09.1942
    Zugang: 25 Verwundete und 2 Kranke; Abgang: 1 dfg. zur Truppe, 5 weitere Verwundete zum Kriegslazarett 4/561 nach Krasnodar transportiert.

    10.09.1942
    Zugang: 19 Verwundete und 7 Kranke; Abgang: 17 Verwundete und 8 Kranke zum rum. Feldlazarett 16 nach Sslawjaskaja transportiert, 2 dfg. zur Truppe.

    11.09.1942
    Zugang: 30 (+ 3 Kriegsgefangene) Verwundete und 7 Kranke.

    12.09.1942
    Die Kompanie scheidet mit dem 13. diesen Monat aus dem Verbande des rum. Kav. Korps aus und kehrt zur Armee “zurück”.
    Zum gleichen Datum wird Unterstellung unter das Gen. Kommando V. A.K. befohlen. Der Kompanie-Chef meldet sich daher noch am gleichen Tag beim Korpsarzt zur Entgegennahme von Befehlen. Die Kompanie soll Ortsunterkunft in Abinskaja, etwa 20 km ostwärts Krymskaja, beziehen. Es erfolgt daher mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln mit Unterstützung des Kav. Korps der Abtransport der auf dem H.V.Pl. Liegenden. Abgang: 77 (+ 3 Kriegsgefangene) Verwundete und 16 Kranke nach Sslawjanskaja abtransportiert; 1 Toter (Diagnose: Gr. Spl. Oberschenkelschußbruch rechts, Bauchverletzung Peritonitis).


    13.09.1942
    Die noch am H.V.Pl. verbliebenen 8 Verwundeten und 3 Kranken werden heute abtransportiert. Die Kompanie rückt an Morgen, wie befohlen, nach Abinskaja in Ortsunterkunft ab und bezieht am rechten Ufer des Abin zum Grossteil in Zivilhäusern Quartier.
    (HK. Blatt Z45 Noworossijsk)

    14. - 21. 09.1942
    Die Tage der “Ruhe” werden zur Wiederauffrischung des Geräts, Instandsetzung der Fahrzeuge und Waffen voll ausgenutzt. Zur Abwechslung gibt es fast jede Nacht ununterbrochen Fliegerbesuch vom Abend bis zum frühen Morgen. Bisher ging es für uns immer noch gut ab.

    22.09.1942
    Wegen des starken Anfall von Verwundeten bei den in unserem Abschnitt eingesetzten rumänischen Gebirgs-Divisionen wurden durch die Kompanie das ebenfalls im Ort befindliche Feldlazarett 173 personell unterstützt. Es wurde eine Chirurgengruppe und San. Mannschaften abgestellt. Ein Kinogebäude wurde mit 90 Betten eingerichtet.

    23.09.1942
    Der Verwundeten zu Strom hatte auch in der Nacht angehalten. Der Einsatz der Kompanie als H.V.Pl. war dadurch dringendst erforderlich geworden und wurde daher durchgeführt. Als H.V.Pl. Wurde eine am linken Ufer des Abin im Hauptzentrum des Ortes gelegene Schule bezogen. Das Kinogebäude, das gestern als zum Feldlazarett 173 gehörig eingerichtet wurde, wurde in den H.V.Pl. Als Chirurgie II einbezogen. Die um das Schulgebäude liegenden kleinen Zivilgebäude dienten der Mannschaft als Unterkunft. Eine Menge Instandsetzungsarbeiten waren durchzuführen, wie Verglasung, Einsetzen von Türen, Bauen von Latrinen u.s.w.

    24.09.1942
    Seit heute 8 Uhr früh ist der H.V.Pl. aufnahmebereit. Zugang: 108 Verwundete, die zum Großteil unmittelbar von der Front kamen, Abgang: 2 Tote (Bauchschuss und offene Lungenverletzung li durch J.G. mit Pneumothorax; 34 wurden zum behelfsmäßigen Lazarettzug transportiert. Der behelfsmäßige
    Lazarettzug geht täglich um etwa 14 Uhr von der “Verladestelle” Abinskaja (der im Westen der Stadt liegende Bahnhof kann nicht für diese Zwecke benutzt werden, weil die Brücke gesprengt ist) nach Afipskaja, von dort erfolgt Transport mit Kfz. nach Krasnodar.


    25.09.1942
    Zugang: 111 Verwundete. Im laufe des späten Abends wird bekannt, dass der Russe in das Abintal durchgebrochen sei und mit stärkeren Teilen nur noch 4 km vom Südrand der Ortschaft entfernt sei.
    Aus diesem Grunde sah sich der Ltd. San. Offizier bei der Gruppe Wetzel veranlasst, den Abtransport sämtlicher Verwundeten und Kranker aus den San. Einrichtungen von Abinskaja zu befehlen. Sämtliche Kfz. der Kompanie mussten noch in der Nacht ausgeladen werden, damit beim Morgengrauen der Transport zur Bahn durchgeführt werden konnte.

    26.09.1942
    Um 3.30 Uhr früh begann die Beladung des behelfsmäßigen Lazarettzuges, so dass um 5 Uhr bereits der H.V.Pl. Entleert war (130 Verwundete waren abtransportiert worden, 2 starben im Verlauf der Nacht noch vor dem Abtransport) Bauchschuss, Oberschenkelschussbruch rechts. Die als nichttransportfähig bezeichneten 6 Verwundeten, denen ein Transport nach Krasnodar wegen des weiten Weges nicht zugemutet werden konnte, waren in der Zwischenzeit ebenfalls auf Anordnung des Korpsarztes mit Mitteln des Div. Arztes der 9. Inf.-Div. nach Krymskaja gebracht worden. Die Kompanie selbst verblieb dann vorläufig noch in Abinskaja, bis um 5 Uhr nachmittags durch den Korpsarzt sofortige Verlegung nach Troizkaja befohlen wurde. Nach kurzer Zeit konnte die Kompanie, deren Gerät während des Tages wieder auf die Kfz. geladen worden war, nach dem befohlenen Ziel abrücken. Noch am gleichen Abend bezw. in der Nacht erreichten wir unser Ziel. Da wir hier schon ortskundig waren, waren rasch Quartiere
    für die Übernachtung und ein Parkplatz für die Kfz. gefunden. (HK. Z 46 Kertsch, rechts unten)

    27.09.1942
    Im Orte sollte im notwendigsten Ausmaß ein H.V.Pl. eingerichtet werden. Das von der Kompanie seiner Zeit als Chirurgische Station eingerichtete ehemalige Krankenhaus war von der dortigen Ortskommandantur belegt, wurde jedoch in anerkennenswert verständnisvoller Weise sofort abgetreten. Das Kinogebäude wurde ebenfalls wiederum bezogen. Binnen kurzem konnte Einsatzbereitschaft mit 30 Lagerstellen gemeldet werden. Als alles fertig war, dauerte es jedoch nicht lange, und es traf der Befehl ein: Sämtliche Einheiten haben Troizkaja zu verlassen. Es wurde Einrichtung eines H.V.Pl. in der Gegend zwischen Sslawjanskaja und Troizkaja angeordnet. Das Gen. Kommando der Gruppe Wetzel wollte in Troizkaja einziehen und benötigte sämtliche Gebäude im Ort.

    28.09.1942
    Heute verließen wir unsere Quartiere und rückten nochmals einige Kilometer nach Norden über den Kuban ins Dorf Majewskij. Im Klubhaus wurde der H.V.Pl. Untergebracht, die Kompanie kam in der daneben liegenden Kolchose und in Zelten unter. Nach den Fliegerangriffen in Abinskaja tat uns die Ruhe in diesem Dorfe fast wohl. Um 13 Uhr war der H.V.Pl. Aufnahmebereit. Zugang erfolgt nicht.

    29.09.1942
    Kein Zugang.
    Ein “Erholungstag”, der zur Reparatur der Kfz. und Besorgung von Obst ausgenutzt wurde. In der Nacht wurden wir jedoch fernmündlich davon in Kenntnis gesetzt, dass vorbehaltlich der Zustimmung des Armeearztes auf Befehl des Korpsarztes am nächsten Tage unser H.V.Pl. Majewskij aufgelöst und ein neuer wieder in Abinskaja eingerichtet werden müsse. (HK. Z 46 Kertsch r. unten.)


    30.09.1942
    So brachen wir dann unsere Zelte ab - hier wörtlich aufzufassen - und packten zusammen, so dass wir um 12 Uhr, als der endgültige Entscheid eintraf, sofort abrücken konnten. Ohne besondere Vorkommnisse trafen wir unseren alten Standplatz wieder an. Da jedoch das Gebiet um die Abinbrücke unter Artilleriebeschuss liegt und die von uns beim ersten Einsatz eingerichtete Schule ebenfalls schon einmal getroffen worden war, bezogen wir noch das Kinogebäude und zwei von Feldlazarett 173 schon für San. - Zwecke benutzte Gebäude an der Hauptstrasse. Um 18 Uhr war die Aufnahmebereitschaft hergestellt. Ein Zugang traf am Abend nicht mehr ein. Die alten Quartiere wurden zum Teil wieder belegt. Ebenso blieb es mit der Aufstellung der Kfz. Die Fliegertätigkeit der Russen bei Nacht hatte sich in der Zwischenzeit nicht vermindert.

    Auskunft zu Zivilverschollenenliste

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