"Arisierung" eines Hauses in Berlin 1938

  • Hallo,


    berufliche führte mich mein Weg wieder einmal ins Bauarchiv in Berlin Schöneberg. Beim Durchsehen der Bauakte fand ich die Genehmigung des Vermessungsamtes Berlin Schöneberg für einen Kaufvertrag aus 1938 in dem ein Winterfeld, Leopold Israel und Abrahamsohn, Benno Israel ihr Haus an einen Arthur Krahl verkaufen. Interessant ist, dass der Stadtgeometer den Kaufpreis als derart günstig einschätzt, dass der Käufer aufgefordert wird, einen Anteil des Arisierungsgewinns (so steht es dort wortwörtlich) i. H. v. insgesamt 8.000 RM an die Stadtkasse zu zahlen.


    Dr. Leopold Winterfeld aus Hamburg (*1887) floh bereits 1933 nach Frankreich, wurde 1940 von den Franzosen zur Zwangsarbeit interniert und 1942 über Drancy nach Auschwitz deportiert und von dort weiter nach Lublin, wo er dann 1943 ermordet wurde. Von seiner Familie überlebte die Shoa nur eine Tochter, welche aber aufgrund der erlittenen Entbehrungen 1957 verstarb.


    Benno Abrahamsohn (*1885) floh Anfang 1938 in die Tschechoslowakei, wo er nach der Besetzung in Theresienstadt inhaftiert wurde. Von dort deportierte man ihn 1942 nach Auschwitz, wo er ermordet wurde.


    Beste Grüße


    Paul


    Edit: Anhang überarbeitet, zur Vorbeugung!

  • Guten Abend Paul,


    ein Beispiel für die "Enteignung" der Juden, nett getarnt als normaler Verkaufsvorgang.

    Ein Beispiel, wie sich gute "Teutsche" die Möglichkeiten, die das Reich ermöglichte, zu Nutze machten.


    Ekelhaft...


    Grüße Thomas

    Alle sagten immer das geht nicht, dann kam jemand, der das nicht wusste, und hat es einfach gemacht!

  • Hallo Thomas,


    vernehme ich da zwischen den Zeilen ein zorniges "Bomber Harris, do it again"?


    Wie sagte schon Ephraim Kishon - "Für mich ist Rassismus eine unverzeihliche Sünde, und dazu gehört auch der Haß auf die eigene Rasse. Ich hasse den Selbsthaß."

    Ich würde ja mal eine aktuelle Zwangsversteigerung irgendwo in Europa aufsuchen, klärt ungemein auf zum Thema Leid und Elend, Schnäppchen und Profiteure


    Gruß

    Rüdiger

  • N'Abend zusammen,


    sehr interessant und aufschlussreich zum Thema ist folgende Veröffentlichung von Wolfgang Dreßen:


    Betrifft: Aktion 3: Deutsche verwerten jüdische Nachbarn. Dokumente zur Arisierung. (ISBN: 3351024878)


    Gruß, Stefan

    "Es gibt nichts, was ein deutscher Offizier nicht kann!" (Oberst Manfred v. Holstein)

  • Guten Abend Rüdiger,

    Quote

    vernehme ich da ein zorniges "Bomber Harris, do it again"?

    Quote

    "Für mich ist Rassismus eine unverzeihliche Sünde, und dazu gehört auch der Haß auf die eigene Rasse. Ich hasse den Selbsthaß."

    Netter Versuch, aber ich fühle mich weder schuldig noch verantwortlich für die Taten unserer Vorfahren.

    Harris oder Kishon helfen da auch nicht, wenn ich die damals gängige Praxis, sich Eigentum anzueignen, einfach als ekelhaft bezeichne.


    Ich frage mich allerdings, was dein Versuch auf die Gegenbenheiten "heute" damit zu tun haben soll.

    Du willst die Zeit damals mit der heutigen Zeit in Vergleich bringen?

    Ernsthaft?


    Grüße Thomas

    Alle sagten immer das geht nicht, dann kam jemand, der das nicht wusste, und hat es einfach gemacht!

  • Du spinnst Rüdiger!


    Willst Du etwa die systematische staatliche Enteignung aufgrund von irrationalen Rassegesetzen mit Zwangsversteigerungen aufgrund einer ökonomischen Ratio vergleichen? Geht's noch?

    Und mir ist noch nicht untergekommen, dass die letzteren Expropriierten sich anschließend "...ein Grab in den Lüften..." schaufeln. *)

    Ich habe mir schon viele verquere Ansichten angehört, aber mit Deinem Beitrag hast Du echt den Vogel abgeschossen. Wo kannst Du mit solchen Beiträgen reüssieren, wo sind die Orte, welche Menschen hören Dir beifällig zu?


    Paul


    *) Celan, Todesfuge

  • Hallo zusammen,


    Quote

    dass der Stadtgeometer den Kaufpreis als derart günstig einschätzt, dass der Käufer aufgefordert wird, einen Anteil des Arisierungsgewinns (so steht es dort wortwörtlich) i. H. v. insgesamt 8.000 RM an die Stadtkasse zu zahlen.



    der Stadtgeometer war angehalten das so zu tun und wer den Arisierungsgewinn bekam war, zumindest ab 1937-38 genau geregelt. Vorher war

    ziemliches Wild-West und es gab bei der Partei auch Selbstbedienungstendenzen bis zur privater Bereicherung.


    Ein Beisiel aus dem Gau-Franken (Nürnberg) 1937-38


    Gruss Dieter

  • Guten Tag ans Forum,


    für die Nationalsozialisten war Arisierung gleich Entjudung, wobei das Beispiel von Paul für die staatliche Zwangsentjudung steht.

    Auch die genannten betroffenen Juden wurden später in Konzentrationslagern ermordet, nachdem sie vorher ihre Immobilien

    beraubt worden waren, um es mal mit einem normalen, gesunden Rechtsverständnis auszudrücken. Mir fallen in diesem Zusammenhang noch

    Begriffe wie Erpressung, Nötigung pp. ein.

    Nationalsozialistisches Unrechtshandeln auf höchstem Niveau mit Zwangsversteigerungen in unserem heutigen Europa zu vergleichen, so wie Rüdiger es tut,

    verschlägt mir die Sprache, die Paul wegen des Beitrags von Rüdiger zum Glück nicht verloren hat.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    (PH)

  • Hallo Paul,


    jetzt mal halblang, selbstverständlich ist mir das Unrecht der systematischen staatlichen Enteignung bewusst.

    Aber bevor hier hypermoralische Konstrukte mit anachronistischer Sichtweise erblühen, nein, die Gesellschaft war 1933 noch nicht soweit,

    aus Empörung 300.000 Wohnungen und Häuser unberührt leerstehen zu lassen. Und mögen sich etliche Personen boshaft bereichert haben,

    der Prozentsatz an Nutznießern ist überall auf der Welt gleich, ob Deutschland, ob Ruanda, das ist keine "typisch Teutsche Eigenart".

    Auch kann man einer ausgebombten Familie nicht 80 Jahre später moralisch vorhalten, sie hätte doch bitteschön wissen müssen, das ihr neuer "Juden-Couchtisch" mit einem baldigem Mord in Verbindung steht.

    Wie hätte man damals schon aus Solidarität in der neu zugewiesenen Wohnung vom Fußboden essen sollen, wenn vom großen Mordgeschehen noch überhaupt nichts bekannt war?

    Übrigens basiert Habgier nicht immer auf rassistischen Motiven, kann sogar dicker als Blut sein. Mein Nachbar hier hat seine recht rüstigen Eltern entmündigen und einweisen lassen, erfreut sich seitdem eines ungestörten Partylebens im großen leeren Hause.



    PS: Die ungeschwärzte Veröffentlichung des Schreibens verstößt strafrelevant gegen einige aktuelle Datenschutzbestimungen und Persönlichkeitsrechte.

    Böse Zeitgenossen könnten sich auf dem Weg machen und den Nachfahren des Neubesitzers die Hauswand mit Farbklecksen einsauen.


    Gruß

    Rüdiger

  • Hi Rüdiger,


    Dein PS bezüglich DS zieht nicht; wo hast Du Dich denn dazu schlau gemacht?


    Mit dem Rest wie schon beim Ausflug in Neuzeit ganz oben bewegst Du Dich

    auf äußerst dünnem Eis; beide Deiner Beiträge habe ich - vorausschauend -

    für die Überarbeitung gesperrt.


    Gruß, Kordula

  • Hallo zusammen,


    den von Paul veröffentlichen Dokumenten entnehmen wir lediglich die Verfügung, zu Gunsten der Stadtkasse den Mehrbetrag einzuziehen. Was noch überhaupt nicht erwähnt wurde, ist die Tatsache, dass die betroffenen Juden, also die bisherigen Besitzer die Häuser sofort räumen mussten und sich im günstigerem Fall in die s.g. Judenhäuser begeben müssen, der Erlös aus dem Gebäude- oder Ladenverkauf musste auf Sperrkonto eingezahlt werden. Jede Abhebung oder Überweisung musste bei den Finanzbehörden beantragt und genehmigt werden. Die meisten von mir gesichteten Anträge wurden abgelehnt. Als Beispiel wurde ein Antrag auf Überweisung von Taschengeld an die Tochter nach KZ Ravensbrück und an den Schwiegersohn nach KZ Buchenwald wurde innerhalb einer Woche vom Oberfinanzpräsidenten in Magdeburg mit der Begründung abgelehnt, die Insassen der NS-Erziehungsanstalten werden bestens versorgt... Eine Woche später stellte die gleiche Frau den Antrag 50,- RM abheben zu dürfen, um die Leichen ihrer Tochter und des Schwiegersohns nach Magdeburg überführen zu können...


    Jeder Vergleich der damaligen Geschichte mit den heutigen Spekulanten- oder sonstigen Geschäften grenzt für mich mit der Leugnung von Holocaust!

    Gruß Viktor

  • Jeder Vergleich der damaligen Geschichte mit den heutigen Spekulanten- oder sonstigen Geschäften grenzt für mich mit der Leugnung von Holocaust!

    Das kann man nicht oft genug betonen !


    Mich persönlich schockiert besonders wie der deutsche Verwaltungsapparat

    es immer wieder fertigbrachte, Verbrechen an den verfolgten Bevölkerungsgruppen

    akribisch zu dokumentieren (und damit scheinbar zu legitimieren) und schon fast

    sarkastisch das Schicksal dieser Mitmenschen mit neu geschaffenen Verwaltungs-

    Termini wie "Entjudung", "Zwangsentjudung", "Arisierung" oder "Arisierungsgewinn"

    zu verschleiern. (Und das ist ganz sicher eine "deutsche Eigenart", lieber Rüdiger, und

    findet/fand so nicht in Ruanda statt !)


    Gruß
    Rudolf (KINZINGER)

  • Hallo zusammen,


    wenn enteignet wird, aus welchem Grund auch immer, muss man die jeweilige Zeit mit einkalkulieren!

    Die Verhältnisse sind die entscheidenden Kriterien.

    Das Thema weitet sich aus, obwohl es "nur" um eine Arisierung? und letztendlich um Hauseigentum geht.


    Jeder soll mal scharf Nachdenken, in welcher Gesellschaft, in welcher Zeit es genauso passierte, dass Menschen zu Unrecht enteignet wurden.


    Das wir das alle hier - jedenfalls gehe ich davon aus - verabscheuen, ist natürlich eine Voraussetzung dafür, dass wir es Verstehen ( lernen ) oder zu begreifen.


    Hinweis : Da helfen auch keine Sprüche...………...die Menschen machen es selbst!

    bis dann
    gruss Det


    Bitte Alles zur Vorbereitung und Durchführung des Sudeteneinsatzes 1938…...........

  • wenn enteignet wird, aus welchem Grund auch immer, muss man die jeweilige Zeit mit einkalkulieren!

    Die Verhältnisse sind die entscheidenden Kriterien.


    Hallo Det,


    die "jeweilige Zeit" ist keine Entschuldigung; Verbrechen bleibt Verbrechen.

    Es geht eben nicht "nur um Enteignung von Hauseigentum", sondern das

    war ein Mosaikstein in einem perfiden Gesamtsystem zur Ausrottung einer

    ganzen Bevölkerungsgruppe.

    Enteignung, Berufsverbote, Einschränkung der Freizügigkeit, Deportationen

    sind für sich genommen alle "nicht so schlimm"; sie werden es erst dadurch,

    dass sie dem Ziel der systematischen psychischen und physischen Vernichtung

    der Betroffenen dienen sollten.


    Gruß
    Rudolf (KINZINGER)

  • (Und das ist ganz sicher eine "deutsche Eigenart", lieber Rüdiger, und

    findet/fand so nicht in Ruanda statt !)

    Hallo Rudolf,


    das "Deutsche Eigenart" stimmt nicht so ganz. Mit diesen akribischen Dokumentationspflichten macht man sich seine Untergebenen ja hörig und vor allem bis ins letzte Komma kontrollierbar. Ein Grundprinzip der Diktaturen und ähnlicher Herrschaftssysteme. Ein Staat, der einen nicht unerheblichen Teil seiner eigenen Bevölkerung ausrotten will, muss sich vor möglichen Kollaborateuren in seinen eigenen Behörden schützen. Ein solches Regime sollte nur in dem Moment, wo es zusammenbricht, ganz schnell seine Dokumentationen vernichten. Das Stalin-Regime war darin geschickter als das Hitler-Regime. Ruanda vermag ich nicht zu beurteilen, aber denk mal an die Fotos aus Abu Graib.

    Gruß

    Anhalter

  • Hallo Viktor,

    Jeder Vergleich der damaligen Geschichte mit den heutigen Spekulanten- oder sonstigen Geschäften grenzt für mich mit der Leugnung von Holocaust!

    Thema ist hier das Jahr 1938, nicht 1943 irgendwo im Osten oder 1945 in einem süddeutschen KZ. Ich verlange stichhaltige Beweise, das der damalige deutsche Bürger in diesem Jahr beim Wohnungs- und Hauserwerb signifikant boshafter vorging, als der Rest der Welt unter gleichen Bedingungen (totalitäre Diktatur). Laut Historiker war europaweit nicht ein Yota Unterschied erkennbar, so wie sich ungarische oder französische Bürger um die freiwerdenden Wohnstätten bemühten. Habgier und Niederträchtigkeit ist weltweit zu gleichen Anteilen verteilt.

    Unter Stalin und in der sowjet. Besatzungszone 1946 war es übrigens noch einfacher, an den Wunschwohnraum oder Arbeitsplatz zu kommen. Während die Gestapo gemeines Denunziantentum aus Eigennutzen erkannte und ignorierte, liebte der Russe den Verrat. Prompt bekam man die Traumvilla oder den begehrten Arbeitsplatz, während der arme Kollege oder Villenbesitzer im Gulag bzw. Speziallager verendete. Wir mögen in vielen Dingen Meister gewesen sein, aber wohl keine gehässige Einzigartigkeit beim Ankauf von Wohnraum.


    Gruß

    Rüdiger

  • Hallo Paul,


    die beiden Eigentümer waren miteinander verwandt; beide Familien stammen aus Danzig bzw. Umgebung.


    Auszug aus der Heiratsurkunde Nr. 367/1918 Standesamt Berlin Va:


    Benno Abrahamsohn

    *26.03.1885 zu Wensiorry, Kreis Karthaus,

    Heirat am 01.07.1918 in Berlin Va (Nr. 367)

    Kaufmann, mosaischer Religion, wohnhaft in Berlin, Oranienstraße 198

    Sohn des Kaufmanns Wilhelm Abrahamsohn, wohnhaft in Berlin, und seiner Ehefrau Rosalia geborene Winterfeld, verstorben, zuletzt wohnhaft in Wensiorry

    Ehefrau: Geschäftsführerin Berta Winterfeld, mosaischer Religion, *16.10.1889 zu Damerkow, Kreis Stolp in Pommern, wohnhaft in Berlin, Oranienstraße 198

    Tochter des Kaufmanns Max Winterfeld, wohnhaft in Danzig-Langfuhr, und seiner Ehefrau Flo?? geborene Sternfeldt, verstorben, zuletzt wohnhaft in Damerkow

    Zeugen:

    Max Winterfeld (61 Jahre, Danzig-Langfuhr)

    Wilhelm Abrahamsohn (66 Jahre, Berlin)


    Der Notar war längere Zeit in Berlin tätig, siehe Adressbucheinträge:


    1929-1930: Dr., Gerichts-Assessor, Lauterbachstr. 1

    1935: Dr., Rechtsanw., Kaiserallee 189.

    1936: Dr., Rechtsanw. u. Notar, Büro, Wilmersdorf Berliner Str. 20

    1940-1941: Dr., Rechtsanw. u. Notar, Wilmersdorf Berliner Str. 20

    1950-1958: Dr., Rechtsanw. u. Notar, Wilmersdorf Berliner Str. 20


    Gruß


    Jörg

  • Guten Tag ans Forum,


    das sowjetische System unter Stalin mit dem nationalsozialistischen System unter Hitler so zu vergleichen, dass der Holocaust dadurch relativiert werden soll, ist perfide.

    Die Geschichtswissenschaft nennt das Geschichtsrevisionismus.

    Und was hat Abu Graib mit der Judenvernichtung in ihren verschiedenen Formen und Ausprägungen zu tun?

    Stalin hat sein Unrecht begangen, die Amerikaner in Abu Graib ihr Unrecht und unser deutsches Unrecht war unter anderem die bürokratisch organisierte Massenvernichtung der Juden.

    Anhalter, das kann man mit nichts und niemandem vergleichen oder gar relativieren.

    Und gerade das perfekte Funktionieren der etablierten Bürokratie preußischen Ursprungs war zu allen Zeit und bei allen Gelegenheiten des Holocaust ein sehr wichtiger Faktor für

    das Funktionieren dafür. Und zu dieser Bürokratie gehörte auch der Stadtgeometer. Vermutlich hat man ihm wegen der Bauakte nie einen strafrechtlichen Vorwurf gemacht, geschweige dann

    ihn rechtskräftig verurteilt. Und trotzdem war er im geschichtswissenschaftlichen Sinn am Holocaust beteiligt. Wäre wahrscheinlich fast jeder von uns Forumsteilnehmer wegen unserer Berufe zur Zeit des

    Nationalsozialismus gewesen.

    Man muss eine juristische Aufarbeitung strikt von einer historischen solchen trennen.

    Was die von Paul angesprochene Arisierung betrifft, so stehen deren historische Fakten fest und sind entsprechend als geschichtliche Tatsachen anerkannt.

    Da gibt es für mich nix zu revidieren und auch nix zu relativieren!


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    (PH)

  • Hallo zusammen,


    Normalerweise würde ich mich nie einmischen. Dazu fehlt mir auch die Wortgewandtheit.

    Ich lese hier einen sehr informativen Meinunungsaustausch. Dann plötzlich tauchen wieder Ereiferer und Geschichtsanhalter auf, die überhaupt nichts dazu beitragen. Bitte nochmal nachlesen was die klugen , etwas älteren Herrschaften hier erzählen , was damals bei uns geschah, ist mit nichts und schon gar nicht mit heute zu vergleichen.


    Ohne jemanden auf den Schlips treten zu wollen.....


    Herzliche Grüße


    Heidy

  • Moin,


    den Beiträgen von Rüdiger kann ich nur mit Fassungslosigkeit begegnen. Dieses relativieren, verstehen der NS-Zeit, verletzen anderer Foristen, ich kenne das aus rechtsextremen Kreisen. Ich bin sehr dankbar darüber, dass in diesem Fdw so klare und deutliche Abwehrmechanismen gegen die Versuche der "Neuen Rechte", Geschichte zu verharmlosen, wirken. Einen besseren Dienst für eine demokratische Zukunft können wir hier nicht leisten.


    Beste Grüße


    Horst


    PS: Die Veröffentlichung des Dokumentes durch Paul ist mitnichten strafrelevant, jeder Jurastudent im ersten Semester lacht sich krank über eine solche Einordnung . Es ist schlicht und einfach ein Zeitdokument und gehört in die Öffentlichkeit.