U-Boot-Verluste vom Typ XXI (Typ 21) im Februar - April 1945 in Nord- und Ostsee

  • Hallo zusammen,


    welche deutschen U-Boote vom Typ XXI (Typ 21) wurden im Zeitraum Februar - April 1945 während des Einsatzes in Nord- und Ostsee versenkt???

    Von Interesse sind für mich nur Verluste während des Einsatzes (KEINE Versenkungen im Hafen oder Dock, KEINE Selbstversenkungen o.ä.).

    Soweit dies bekannt ist, würde mich ggf. auch der U-Stützpunkt interessieren, aus denen diese Boote jeweils ausgelaufen waren und wie das Schicksal der jeweiligen Mannschaft war.

    Leider habe ich keine Datenbank gefunden, wo man die Boote nach den gesuchten Parametern selektieren kann. Vielen Dank bereits vorab für die Hilfe!


    Viele Grüße


    Jens

  • Hallo Lothar,


    diese WIKI-Seite ist (leider) auch die einzige Seite, welche ich bereits dazu gefunden habe... ;-)

    Laut dieser Seite würde jedoch nur ein einziges Boot diesbezüglich in Frage kommen (U 3519). Ich kann mir jedoch nicht ganz vorstellen, dass dies das einzige Boot gewesen sein soll, was im angegebenen Zeitraum im Einsatz gesunken sein soll.

    Ein herzliches Dankeschön für Deine Antwort auf meine Anfrage!


    Viele Grüße

    Jens

  • Hallo Jens,


    welche Geschichte stegt dahinter?


    U 3520 31. Januar 1945 nördlich Bülk auf eine Mine gelaufen und mit 80 Mann gesunken.


    Gruß

    Lothar

  • Hallo Lothar,


    ich versuche gerade eine "Familiengeschichte" zu klären... ;-)

    Der Untergang von U 3520 ist leider früher als der gesuchte Zeitraum. Wenn ich von der Auflistung bei WIKIPEDIA ausgehe, dann sind wohl ohnehin nur 2 Boote (U 3519 + U 3520) überhaupt bei einem Einsatz gesunken. Wenn es also tatsächlich keine weiteren im Einsatz gesunkenen U-Boote vom Typ XXI im o.g. Zeitraum gibt, dann komme ich mit den mir vorliegenden Informationen wohl erst einmal nicht weiter...


    Viele Grüße

    Jens

  • Hallo Laufi72,

    laut

    Paul Kemp " Die deutschen und österreichisen U-Boot Verluste in beiden Weltkriegen" gab es da einige Boote.


    U 745 im Februar 1945, im Finnischen Meerbusen, Ursache unklar

    U 1035 am 15.2.1945 Norwegische Küstengewässer, bei Raketenversuchen durch Unfall

    U 309 am 16.2.1945 Nordsee o Moray Firth, Wasserbomben der Fregatte St. John

    U 1273 am 17.2.1945 im Oslofjord vor Horten, Minentreffer

    U 2344 am 18.2.1945 Ostsee vor Heiligendamm, durch Kollision

    U 676 am 19.2.1945 im Finnischen Meerbusen, durch Minentreffer

    U 3519 am 2.3.1945 vor Warnemünde durch Minentreffer

    U 714 am 14.3.1945 in der Nordsee vor Schottland, Wasserbomben der südafrikanischen Fregatte Natal

    U 1106 am 29.3.1945 Nordatlantik Shetland-Inseln Flieger Bomben

    U 1021 am 30.3.1945 Nordatlantik Wasserbomben der britischen Fregatte Rupert

    U 321 am 2.4.1945 Nordatlantik sw Kap Clear Flieger Bomben

    U 843 am 9.4.1945 im Kattegat Flieger Bomben

    U 486 am 12.4.1945 in norwegischen Küstengewässern nw Bergen durch britisches U-Boot Tapir

    U 235 am 14.4.1945 im Kattegat durch deutsche Wasserbomben

    U 1206 am 14.4.1945 Norsee vo Peterhead durch Grundberührung und anschließender Selbstversenkung

    U 78 am 16.4.1945 vor Pillau durch sowjetische Küstenartillerie

    U 1274 am 16.4.1945 Nordsee 10km östlich Sunderland Wasserbomben des britischen Zerstörers Viceroy

    U 1223 am 28.4.1945 vor der Wesermündung

    U 398 Ende April 1945 verschollen in der Nordsee vermutlich Minentreffer


    Ich hoffe das von dir gesuchte Boot ist dabei.

    Für eine Suche kannst du auch hier nachsehen

    http://www.denkmalprojekt.org/…t_ehrenmal_moeltenort.htm

    da sind so ziemlich alle U-Boot Verluste erfasst.


    servus

    Manfred

  • Hallo Jens,


    viele möglichkeiten bleiben nicht. Die von Manfred aufgeführten Boote sind hauptsächlich Typ VII. bzw. IX. Nur U 3519 entspricht Typ XXI.


    War es ein U-Boot Typ XXI.? Vielleicht auch Typ XXIII.?


    Welche Informationen hast Du noch?


    Gruß

    Lothar

  • Hallo zusammen,


    zuerst einmal vielen herzlichen Dank für die informativen Antworten auf meine Anfrage!


    Ein Verwandter war Angehöriger der deutschen Marine und war zunächst bei der Marine-Flak eingesetzt. Ende 1944 wurde er dann "umgeschult" und als Matrosen-ObGfr. auf einem U-Boot eingesetzt. Das U-Boot, mit dem er in seinen (ersten und letzten) Einsatz fuhr, wurde in der Nord- oder Ostsee versenkt und zusammen mit einigen Kameraden konnte er sich mit dem sog. "Tauchretter" retten. An die genaue Bootsbezeichnung (U-???) konnte er sich leider nicht mehr erinnern - er meinte jedoch, dass es ein Boot vom "Typ 21" war.


    Seine Berichte zu den damaligen Geschehnissen passen gut zu den (wenigen) Informationen im angeforderten militärischen Werdegang der WASt.

    Nach der Ausbildung in einer "Unterseebootslehrdivision" sowie einer anschließenden "Unterseebootsausbildungsabteilung" sind bzgl. des späteren Einsatzes nur noch folgende Einträge aufgeführt:


    * U-Stützpunkt Gotenhafen (lt. Meldung vom 01.03.1945)

    * U-Stützpunkt Stavanger (lt. Meldung vom 03.03.1945) [=letzter Eintrag der WASt]


    Ich vermute (bzw. hoffe), dass sich die Meldungen am angegebenen Datum auf den Zeitpunkt des Auslaufens aus dem genannten Hafen oder den Untergang des U-Bootes beziehen und ich dadurch einen Rückschluss auf das gesuchte U-Boot ziehen kann. Wie es aussieht, ist dies wohl leider ein fast unmögliches Vorhaben...

    (Ich bitte um Verständnis, dass ich hier keine persönlichen Daten zur betreffenden Person veröffentlichen möchte. Vielen Dank!)


    Viele Grüße

    Jens

    Edited once, last by Laufi72 ().

  • Hallo Jens,


    ich habe mal intensiv nach U-Booten Typ XXI. wie auch Typ XXIII. geschaut, aber keines dieser Boote ist seit März 1945 mit Ablaufhafen Starvanger versenkt worden.


    Ja, wie Du schon schreibst:


    Wie es aussieht, ist dies wohl leider ein fast unmögliches Vorhaben...


    Das Datums ist nicht der Auslaufdatum eines U-Bootes, sondern der Zeitpunkt wo der Proband im U-Bootstützpunkt Stavanger gemeldet wurde.


    Gibt es keine Bilder oder sonstige Informationen.


    Gruß

    Lothar

  • ... Ein Verwandter war Angehöriger der deutschen Marine und war zunächst bei der Marine-Flak eingesetzt. Ende 1944 wurde er dann "umgeschult" und als Matrosen-ObGfr. auf einem U-Boot eingesetzt ... ... (Ich bitte um Verständnis, dass ich hier keine persönlichen Daten zur betreffenden Person veröffentlichen möchte. Vielen Dank!) ...

    Hallo,


    wenn es sich um einen Verwandten handelt, dann ist Dir doch sicherlich der Name und evtl. auch noch das Geburtsdatum bekannt? Damit lassen sich bei der WASt ein militärischer Werdegang anfordern und weiterhin mindestens die beiden Datenbanken des Historischen Marinearchivs und der Stiftung Traditionsarchiv Unterseeboote abfragen - hast Du das schon versucht? Gerade beim Traditionsarchiv bin ich mir sicher, dass dort Informationen vorhanden sind.


    https://historisches-marinearc…ng_cl=2&active_cl2=search


    https://uboot-recherche.de/recherche-kriegsmarine


    Gruß, J.H.

    Nett kann ich auch - bringt nur nix!

  • Hallo Jens,


    falls das passt: ( Ist aber Minentreffer)


    U 3520:

    Indienststellung: ?12.1.1945,

    Kommandant:S. Ballert,

    Verbleib. 31. 1. 1945,

    Kommandant: S. Ballert,

    Gesunken vor Bülk, Kieler Förde: Mine

    Bergung


    Herzog: 60 Jahre deutsche U - Boote.


    Gruß Karl

  • Hallo zusammen,


    Dokumente oder Fotos zu seiner Zeit bei der Marine existieren leider nicht (mehr).

    Wie bereits geschrieben, liegt mir der militärische Werdegang der Deutschen Dienststelle (WASt) zu seiner Person vor. Die bei der WASt vorhandenen Informationen sind leider recht wenig, so dass die Ausarbeitung der WASt nur knapp 1 Seite lang war (incl. dem allgemeinen Anschreiben).

    Zu seinem letztlichen Einsatz auf einem U-Boot waren letztlich nur die bereits genannten Informationen vermerkt:

    * U-Stützpunkt Gotenhafen (lt. Meldung vom 01.03.1945)

    * U-Stützpunkt Stavanger (lt. Meldung vom 03.03.1945)

    In den im Internet verfügbaren Datenbanken (incl. den von Johann Heinrich genannten) ist seine Name leider NICHT aufgeführt. Dies hatte ich natürlich bereits zuerst überprüft... ;-)


    Viele Grüße


    Jens

  • Moin,


    Vielleicht hilft die Seite ubootarchiv.de weiter.

    Hier sind auch Besatzungsmitglieder der jeweiligen U-Boote aufgelistet.

    Ich schau mal nachher weiter, wenn ich wieder zu hause bin.


    Gruß

    Andreas

    Der Franke ist ein freundlicher, hilfsbereiter und höflicher Mensch ------ Man darf ihn nur nicht ansprechen


  • Hallo Andreas,


    sorry, aber diese Seite hatte ich ebenfalls bereits "durchforstet"... ;-)

    ...leider jedoch ohne Erfolg. Trotzdem vielen Dank für den Hinweis!

    Vielleicht sollte ich mich einmal direkt an das U-Boot-Archiv in Cuxhaven wenden?!


    Viele Grüße

    Jens

  • Vielleicht sollte ich mich einmal direkt an das U-Boot-Archiv in Cuxhaven wenden?!


    Hallo Jens,


    deshalb hatte ich Dir den Link dorthin oben schon eingestellt :| Wenn Du dort mit den Personendaten anfragst, bin ich mir ziemlich sicher, dass Dir geholfen wird!

    http://dubm.de/ und weiterführend die Datenbanken dort im Online-Archiv https://uboot-recherche.de/


    So wie Du Deine Suche bisher führst, wirst Du die Person niemals finden. Selbst wenn Du ein Boot findest, das in Frage kommen könnte, weißt Du damit immer noch nicht, ob Dein Verwandter tatsächlich an Bord dieses Bootes war. Dies wirst Du eindeutig nur anhand seines Namens auf einer Besatzungsliste herausfinden - und die ist wohl am ehesten im Museum in Cuxhaven zu finden.


    Für den von Dir genannten Zeitraum kommen wohl alleine vom Typ XXI 24 Boote in Frage, wobei zahlreiche davon nicht mehr im Einsatz waren, sondern bereits in der Werft durch Luftangriffe zerstört wurden.


    Gruß, J.H.

    Nett kann ich auch - bringt nur nix!

    Edited once, last by Johann Heinrich ().