M 1506 (ex. Ostfriesland) 15. Minensuchflottille: Ich suche weitere Infos

  • keine weiteren Infos vorhanden

    Files

    • 91.jpg

      (280.71 kB, downloaded 22 times, last: )
    • 92.jpg

      (265.52 kB, downloaded 23 times, last: )
    • 93.jpg

      (230.16 kB, downloaded 24 times, last: )
    • 94.jpg

      (227.38 kB, downloaded 23 times, last: )
    • 95.jpg

      (226.36 kB, downloaded 26 times, last: )
  • Hallo Nina,

    hallo zusammen.


    Anbei ein Beispiel jpeg KTB (Kriegstagebuch) von M 1506.

    Viele Grüße.

    Michael

    Files

    • P1010087.JPG

      (180.67 kB, downloaded 41 times, last: )
  • Hallo Michael,

    Das ist ja wunderbar. Und ein wahrer Traum. Kann ich dir die Unkosten erstatten und du schickst es mir zu? Genau das habe ich gesucht. 😁😁😁


    Liebe Grüße

    Nina

    Da fällt mir gerade ein, dass man ja eigentlich daraus erfahren Kann, warum er das Eiserne Kreuz bekam, oder?

    Edited 2 times, last by nina0103 ().

  • Hallo, Michael,


    für Marine-Laien wie mich, die hier mitlesen, aber was bedeutet in der Seemannssprache "Es wird Weg schwarz gefahren"?


    Grüße

    Diana


    Die Frau ist die einzige Beute, die ihrem Jäger auflauert (Ingelore Ebberfeld)

  • Da fällt mir gerade ein, dass man ja eigentlich daraus erfahren Kann, warum er das Eiserne Kreuz bekam, oder?


    Hallo Nina,


    wenn man weiß, wann Dein Urgroßvater das EK II verliehen bekam, dann könnte man im KTB des Bootes nachschauen, was sich an Bord von M 1506 im entsprechenden Zeitraum ereignet hat. Um ein Eisernes Kreuz an ein Besatzungsmitglied zu verleihen, mußte der Vorgesetzte (in diesem Fall der Führer von M 1506) bei seiner vorgesetzten/übergeordneten Dienststelle (in diesem Fall der Flottillenchef der 15.MS-Flottille) einen Vorschlag zur Verleihung einreichen, in dem auch Angaben zum Grund für eine Verleihung des EK gemacht werden mußte. Die Vorschläge wurden dann in der Flottille geprüft und ggf. genehmigt, danach wurden die Auszeichnungen dann verliehen - entweder durch den Bootsführer an Bord oder manchmal auch im größeren Rahmen z.B. bei offiziellen Anlässen oder Feierlichkeiten, dann konnte der Flottillenchef die Auszeichnung auch mal persönlich übernehmen.

    Es könnte sein, dass diese Vorschlagslisten zur Verleihung von Auszeichnungen in der 15.MS-Flottille und/oder sogar die Verleihungslisten im Militärarchiv in Freiburg archiviert sind.


    Hab ich dass aus dem Thread jetzt richtig verstanden: Dein Urgroßvater hieß mit Namen Willi Puhl, er stammte aus Bremerhaven und war im 1.Weltkrieg als Kriegsgefangener im genannten Lager Knockaloe auf der Isle of Man? Und es gibt einen weiteren Angehörigen gleichen Namens, der im 2.WK auf U-822 gefahren ist?


    Gruß, J.H.

    Nett kann ich auch - bringt nur nix!

    Edited once, last by Johann Heinrich ().

  • Hallo J.H.,

    ja Willi Puhl von der U822 war ein Sohn von ihm. Ich war nämlich zuerst auf der völlig falschen Fährte, bis zum Schreiben der WAST.

    Ich hatte weiter oben geschrieben, dass ich davon ausgehe, dass es eine gewisse Seefahrer /Marinedienst Tradition in der Familie gab.


    Liebe Grüße

    Nina


    P.S. den Schnipsel aus dem Knockaloe Lager bin ich noch nicht weiter nachgegangen und es ist nur eine Vermutung, dass er schon im I WK tätig war.

    Übrigens wird in der Familie erzählt, dass Willi Puhl Junior aus der U-Boot Zeit einen seelischen Schäden erlitten hat, da es wohl fast verunglückt wäre.


    Achja, und vielen Dank für den Hinweis zum EK. Das Datum ist mir, glaube ich, bekannt und ich werde da mal hinschreiben.

  • Hallo, Nina,


    Quote

    dass Willi Puhl Junior aus der U-Boot Zeit einen seelischen Schäden erlitten hat, da es wohl fast verunglückt wäre.

    das wundert mich nicht im geringsten. Hattest Du schon einmal die Möglichkeit, ein Uboot aus dem 2. WK von innen zu besichtigen? Das war alles andere als Spaß, wenn man da über Wochen oder Monate seinen Dienst verrichten durfte. Der Lärm, Gestank und Dreck muß unerträglich gewesen sein. Aber das schlimmste, so empfand ich es zumindest, war die absolute Enge.


    Grüße

    Diana


    Die Frau ist die einzige Beute, die ihrem Jäger auflauert (Ingelore Ebberfeld)

  • Hallo Diana,

    Quote

    aber was bedeutet in der Seemannssprache "Es wird Weg schwarz gefahren"?


    das kann zweierlei bedeuten, schwarz fahren = Umgangssprachlich alle Positionslichter gelöscht und allen Fenster abgedunkelt.

    oder es wir ein bestimmter Weg gefahren vorher imaginär bestimmt wurde


    In dem Zusammenhang mit dem KTB ist ein Weg durch die vor den Häfen gelegten Netz und Minensperren gemeint.

    Der Weg Schwarz war ein sicher Weg durch die Minen und somit Streng Geheim denn wenn der Weg bekannt wurde

    konnten gegnerische Einheiten den Weg durch die Sperren unbeschadet nehmen.

    Gruss Dieter

  • Hallo Natu02,


    ja ich habe tatsächlich mal ein U-Boot bei uns im alten Hafen besichtigt und die Enge ist auf jeden Fall in Erinnerung geblieben Vielleicht kann ich ja auch noch mehr dazu erfahren, denn es steht noch ein Gespräch mit der Schwägerin aus.


    Liebe Grüße

    Nina

  • Hallo Zusammen:


    Weg Schwarz: Dieter war schneller. Kam mich dem anschließen.

    Verleihungslisten habe ich bei den KTB noch nicht entdeckt. Kann natürlich trotzdem dabei sein.

    Nina: Du kriegt gleich eine PN wegen dem Stick.


    Viele Grüße.

    Michael

  • ... den Schnipsel aus dem Knockaloe Lager bin ich noch nicht weiter nachgegangen und es ist nur eine Vermutung, dass er schon im I WK tätig war ...


    Hallo Nina,


    wenn es in Zukunft mit Deinen Recherchen in dieser Richtung weitergehen soll: Vom Kriegsgefangenenlager "Camp Knockaloe" auf der Isle of Man gibt es eine kurze Dokumentation des ehemaligen Ev. Pfarrers R.Hartmann aus Berlin, der dort ab 1915 fast drei Jahre als Lagerpfarrer tätig war und und nach seiner Rückkehr 1918 für die Angehörigen in der Heimat den dortigen Lageralltag beschreibt. Antiquarisch ist sein Buch mit dem Titel "Bilder aus dem Gefangenenlager Knockaloe in England" z.Zt. leider wohl nicht mehr erhältlich, es gibt aber zum Glück ein Digitalisat im Bestand der Staatsbibliothek preuß. Kulturbesitz: https://digital.staatsbiblioth…X&PHYSID=PHYS_0003&DMDID=


    Zu dem genannten Willi Puhl, der auf U-822 gefahren ist, und evtl. auch zu weiteren Familienangehörigen lässt sich sicherlich etwas beim Deutschen U-Boot-Museum in Cuxhaven finden - ggf. auch zu einer Dienstzeit in der kaiserl. Marine 1914 - 1918: https://uboot-recherche.de/


    Gruß, J.H.


    Edit: In einigen zeitgenössischen Presseberichten lassen sich Hinweise finden, dass Camp Knockaloe ein Lager für Zivilgefangene war - das könnte also bedeuten, dass Willi Puhl als ziviler Seemann z.B. an Bord eines Frachtschiffes oder Fischkutters in brit. Gefangenschaft geriet und auf Kriegsdauer in diesem Lager interniert wurde.


    Presseartikel zum genannten Buch angehängt.

    Quelle: Neues Wiener Journal, Ausgabe Nr. 8951 vom 4.Oktober 1918, Seite 4

  • Hallo J,H.,


    das hatte ich zwar schon mal gelesen, aber irgendwie noch nicht greifen können. Aber jetzt hab ich es verstanden. Das kann natürlich sehr gut sein, dass er so dort hin kam. Ich habe gestern auch die Facebook Seite des Lagers angeschrieben und eine sehr nette Dame leitet meine Email Adresse nun an eine andere Dame weiter, die für mich in deren Datenbank mal schaut. Mal gucken was dabei raus kommt.

    Weiss Du vielleicht auch, was es mit der Adresse in Den Haag auf sich hat? Gab dort auch Kriegsgefangene? Vielleicht hast du ja eine Theorie dazu.


    Liebe Grüße


    Nina

  • Juhu, ein kurzes Update:

    In der Datenbank von Knockaloe hat man wirklich einen Eintrag von Willy Puhl gefunden Sie sagte, dass diese Person 18 Jahre alt war. Das kommt sehr gut hin da er ja 1897 geboren wurde. Ich muss nun noch weitere weitere Details nennen und sie werden für mich im Archiv suchen.

    Sobald ich was neues weiss, lass ich es euch wissen.

    Liebe Grüße

    Nina

  • keine weiteren Infos vorhanden

    Guten Morgen,


    die Bilder 93 - 95 zeigen Rotterdam nach der Bombardierung von 1940. Bild 95 ist die Laurenskerk.


    Bild 46 dürfte zwei Schiffe der Gorch-Fock-Klasse zeigen. Es könnte sich hierbei um die "Albert Leo Schlageter" und "Horst Wessel" handeln, welche beide ab 1940 in Kiel als Büro- bzw- Wohnschiff lagen.

    Gruss, Holger

    Edited 2 times, last by Sunninger ().

  • Servus,


    im Hintergrund von Bild 51, 53 & 57 ist ein Schwerer Kreuzer der Admiral-Hipper-Klasse zu erkennen.


    Die Bilder 63, 69, 70, 73-75 dürften alle während des Winters 1939-40 aufgenommen worden sein, da im Hintergrund einiger Bilder der Leuchtturm des Osternothafens von Swinemünde zu sehen ist.


    Zur Info. Der Eisbrecher "Stettin" befreite am 23.01.1940 Boote der 15. Minensuch-Flottille aus dem Eis in der Pommerischen Bucht und brachte die Minensuchboote nach Swinemünde.

    (Sekundärquelle: Kriegsschauplatz Ostsee 1919 - 1945, Band 3 (1940) von Wolfgang Müller)


    Gruß

    Lothar

    Bei Bild 56 könnte es sich um den Minenleger Brummer (ex. norwegisch Olav Tryggvason) handeln.

    Gruss, Holger

    Edited 2 times, last by Sunninger ().

  • Weiss Du vielleicht auch, was es mit der Adresse in Den Haag auf sich hat? Gab dort auch Kriegsgefangene? Vielleicht hast du ja eine Theorie dazu.


    Hallo Nina,


    nach etwas weiterforschen ließ sich folgendes herausfinden:


    In der Zeit des 1.Weltkrieges gab es weltweit Internierungslager, die von den jeweiligen Kriegsparteien unterhalten und in denen ausländische Einwanderer, Bürger und Staatsbedienstete aus gegnerischen Ländern und auch Seeleute von festgesetzten Schiffen der Handelsmarinen, aus der (Hoch-)Seefischerei und durch die Versenkung ihres Frachtschiffes schiffbrüchig gewordene bzw. aus Seenot gerettete Angehörige der Handelsmarine interniert wurden, um z.B. deren mögliche Spionage- oder Nachrichtentätigkeit im eigenen Land zu verhindern. In vielen dieser Internierungslager wurden "Lagerzeitungen" hergestellt, um die Lagerinsassen zu unterhalten, mit Neuigkeiten und Informationen zu versorgen und auch, um Kontakte zwischen ihnen und ihren Angehörigen in der Heimat zu vermitteln.

    Die Niederlande waren im 1.Weltkrieg nicht am bewaffneten Konflikt beteiligt und galten offiziell als neutral. Es gab dort aber ebenfalls Internierungslager für deutsche Staatsangehörige, in denen Lagerzeitungen hergestellt wurden. In einem Presseartikel vom September 1918 wird die auf Deinem eingestellten Bild erkennbare Adresse "Javastraat 35 in Den Haag" als Vertriebs- bzw. Bezugsanschrift für eine solche, in den Niederlanden erscheinende Zeitung mit dem Titel "Deutsche Zeitung für die in Holland internierten Deutschen" genannt.


    Warum Dein Verwandter nun einen Brief dorthin geschrieben hat , lässt sich nur spekulieren. Vielleicht wollte er über diese Zeitungsredaktion einen Kontakt in die Heimat herstellen, oder er war an der Herstellung einer Lagerzeitung im Camp Knockaloe beteiligt und hat sich mit den Herausgebern von anderen Lagerzeitungen ausgetauscht? Vielleicht ist die Adresse aber auch nur eine Kontaktadresse, über die ein deutscher Seemann und möglicher früherer Matrosen-Kollege Deines Verwandten, der in Den Haag interniert war, schriftlich erreichbar war?


    Wenn Du die Suche weiterführen möchtest, könntest Du im Staats- und Nationalarchiv der Niederlande in Den Haag oder im dortigen Gemeindearchiv für evtl. weitere Informationen oder Hilfe anfragen: https://www.denhaag.com/de/ort…nalarchiv-der-niederlande und https://www.denhaag.nl/nl/best…haags-gemeentearchief.htm


    Gruß, J.H.

    Nett kann ich auch - bringt nur nix!

  • Hallo J.H.,

    danke für Deine Mühe. Deine Vermutung könnte hinkommen. Ich kann mir auf jeden Fall vorstellen, dass er zu dieser Zeit ganz normal zur See fuhr. Eine andere Sache ist, dass der Verwandte, von dem ich die ganzen Fotos habe, mir erzählt hat, dass er auch Lagerzeitungen aus Knockaloe hatte. Leider hat seine Ex-Frau damals beschlossen, dass sie Müll sind. Ein weiterer Aspekt ist der Name des Empfängers. Es gibt einen Schwager, der mit einer Familie Behrens verwandt ist.

    Wieder einmal wird mir klar, dass es zur Recherche die richtigen Suchworte bedarf. Aber ich komm immer mehr rein ins Thema 😉 aber was ich noch unbedingt fragen muss, wo kann ich denn die alten Zeitungen finden, welche du erwähnst? Ich hatte mir mal ein Abo für eine Bremer Zeitung gemacht, damit ich ins Archiv schauen konnte. Und das war soo interessant. Leider erst ab 1948

    .

    Liebe Grüße


    Nina