Werdegang Preußische Staatseisenbahnen um 1900

  • Hallo,


    mein Ur-Urgroßvater Jg. 1854 hatte lt Adressbuch folgende Berufe bei der Eisenbahn:


    1882 Hilfsbremser

    1889 Lademeister

    1894 Lademeister/ Schaffner

    1898 Zugführer

    Sterbeanzeige 1906 Königlicher Eisenbahnzugführer.


    An die Eisenbahnexperten: War das ein normaler beruflicher Werdegang oder ist er irgendwann vom Ladebetrieb zum fahrenden Personal umgesattelt?


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo Thilo,


    alle vier Tätigkeiten gehörten zum fahrenden Personal.

    Hilfsbremser, Lademeister, Schaffner und Zugführer fuhren in den Zügen mit.


    Der Werdegang kann als normaler beruflicher Werdegang angenommen werden.

    Solche Werdegänge gab es bis in die Neuzeit.

    Grüße Matthias

  • Danke Matthias,


    ich dachte bislang, daß ein Lademeister in einem Güterbahnhof tätig war.


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo Thilo,


    ich dachte bislang, daß ein Lademeister in einem Güterbahnhof tätig war.


    Natürlich hast du zum Thema Lademeister recht:


    Der Lademeister war zuständig für die Beaufsichtigung der Güterannahme und Güterausgabe sowie des Be- und Entladen der Güterwagen auf dem Freiladegleisen.


    Wenn die Befähigung vorhanden war wurden die Ladeschaffner auch als Rangierpersonal eingesetzt.


    Was dann aber auffällt ist, das er erst Lademeister und dann Schaffner war.

    Im Normalfall müsste es umgedreht sein.
    Die Lademeister wurden aus dem Schaffner (Ladeschaffner) "rekrutiert".

    Die Bewertung des Lademeister war höher als die eines Schaffners.

    Grüße Matthias

  • Hallo Matthias,


    Quote

    Was dann aber auffällt ist, das er erst Lademeister und dann Schaffner war.

    Im Normalfall müsste es umgedreht sein.

    von daher wundert es mich, daß er 1894 beide Berufsbezeichnungen führte.


    Grüße

    Thilo

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  • Moien,

    Hilfsbremser war ein Knochenjob, kann man sich heute nicht mehr vorstellen auf einem G-10 oder so im Bremsrhaus zu sitzen, bei Wind und Regen. Die UInfälle mit Todesfolge müssen hoch gewesen sein.

    h.

  • Hallo AviaB.33,


    Wagen mit Bremserhaus - das war schon die "gehobenere Ausstattung"... Damals gab es auch noch viele Waggons mit "Freisitz", das war dann in der Tat eine zugige Angelegenheit. Und gelegentlich fehlte auch mal ein Bremser am Zielbahnhof der Zugfahrt, etwa wenn er in der Nacht eingeschlafen war oder im Winter.

    Kein Arbeitsplatz zum Beneiden, da war die Einführung der selbsttätigen Bremse eine Wohltat.


    Eine schöne Woche wünscht

    MunaLisa

    An Informationen zur Heeres-Neben-Muna Kupfer, Muna Siegelsbach, Muna Urlau, Muna Ulm und zur Aggregat 4 - speziell Logistik für den Verschuß und den Eisenbahntransport- interessiert.

  • Hallo ihr Spezies,


    in seiner Heiratsurkunde von 1883 ist sein Beruf mit Bremser angegeben, was war denn der Unterschied zwischen einem Hilfsbremser und einem Bremser?


    Grüße

    Thilo

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