70 Jahre Stern - Ausstellung der gefälschten Hitler-Tagebücher

  • Hallo,


    der in Hamburg ansässige Verlag Gruner & Jahr hat am vergangenen Sonnabend, dem 15.09.2018 aus Anlass des 70.Geburtstages seines Magazins "Stern" zum ersten Mal einige Exemplare der von Konrad Kujau gefälschten "Hitler-Tagebücher" in seinem Verlagshaus öffentlich ausgestellt: https://www.stern.de/panorama/…-oeffentlich-8357988.html


    Schade, leider verpasst. Ich hätte wirklich zu gerne mal die Passage mit Hitlers Befehl zur "umgehenden Entsendung von 40 Gebirgsjägern zur Rettung der am Watzmann verunglückten Bergsteiger" im Originaltext gelesen... ^^


    Gruß, J.H.

    Nett kann ich auch - bringt nur nix!

  • Tag allerseits,


    die hellsten Köpfe waren damals beim STERN auch nicht "am Werke".

    Schon beim Einband der Tagebücher mit den Buchstaben F.H. hätten Zweifel aufkommen müssen. Nach alledem war da dem durchaus geschickten Fälscher ein Patzer unterlaufen. Er verwechselte

    bei diesen alten Schriften das A und verwendete stattdessen das F.


    Gruß

    Bert

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    • A.H..jpg

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  • Einen schönen guten Tag,


    wenn ich kurz an Bert´s Vermutung anknüpfen darf, dass der Fälscher von Hitler´s Tagebüchern das "F" und das "A" verwechselt hat - hat er nicht, sondern in seiner "Grabbelkiste" fanden sich einfach nicht genug "A´s", weshalb er stattdessen wissentlich das für Laien ähnlich aussehende "F" verwendete.


    Diese Chuzpe des Fälschers macht das Ganze noch abstruser...


    Mit freundlichen Grüßen


    Polaris

  • Guten Tag ans Forum,


    das Polizeimuseum Hamburg stellt ebenfalls zu den Hitler Tagebüchern aus. Die Kripo in Hamburg war damals an den Ermittlungen

    gegen die Beschuldigten Kujau und Heidemann federführend beteiligt.

    Füge mal 3 Fotos bei.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

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    • HH 20.JPG

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    (PH)

  • Tag allerseits,


    das mit dem F anstelle dem A fiel sogar Mitarbeitern des Sterns auf. Der Fälscher soll dann argumentiert haben, das F stehe für "Führer". Und dann zahlten die Doofen vom Stern.

    Weder dem Chefredakteur noch den beteiligten Redakteuren kam die Idee, vor dem Ankauf die Tagebücher umfassend chemisch untersuchen zu lassen. Dann wäre ziemlich schnell klar gewesen, dass der Fälscher

    Materialen verwendete, die es bei Kriegsende so noch nicht gab. Beim Stern ging es damals nur um das schnelle Geld, das man mit den Tagebüchern machen wollte. Man versprach sich ein Hochschnellen

    der Auflagenzahlen. Geldgier macht blind.....


    Was der Fälscher Kujau aber mustergültig beherrschte: die Handschrift Hitlers und dessen Unterschrift. Das war wohl auch der Grund, dass man beim Stern keine Bedenken gegen die Echtheit der Tagebücher

    hatte.


    Gruß

    Bert

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