Oberleutnant Loew,

  • Hallo, ich suche die Einheit bei der ein Oberleutnant Loew, bei Woronesh, Terny ...als Stell. Abt.Kom.1943 im Mai war,

    vielleicht weis das jemand. Ich konnte nirgends einen Hinweis darüber finden. Mein Opa wurde im Dezember 1942 zu der Einheit versetzt. Vorher war er beim 769 GR Kampfgruppe Wehle. Im Vermisstenschreiben hat ein Oberleutnant Loew unterschreiben.

    Vlt. hat jemand den Namen in einem KTB gelesen oder kennt zufällig den Oberleutnant. Es war die letzte Station meines Großvaters. Mit der Bitte um Hinweise- Dankeschön

  • Guten Abend Saskia,


    herzlich willkommen hier im Forum der Wehramcht !


    Falls noch nicht bekannt, hier der Eintrag zum GR 769,

    http://www.lexikon-der-wehrmac…nadieregimenter/GR769.htm

    gehörte zur 340.ID,

    http://www.lexikon-der-wehrmac…teriedivisionen/340ID.htm

    und

    http://www.maparchive.ru/divis…0_Infanterie-Division.pdf


    Steht auf dem Vermißtenschreiben eine Feldpostnummer, eine fünfstellige Zahl meistens oben ?


    Woher stammen deine Informationen, Wast/DD, DRK- Suchdienst ??


    Servus Eumex

    Vivat Bavaria

  • Hallo,

    nach der Feldpostnummer war das bei der 377. Kommandeur Stelle.

    Im Dez/Jan 42/43 war das 769 GR auch noch bei der 377 Division.

    Im Vermisstenschreiben .....seit Dez. zu uns versetzt ....seit 27Jan vermisst. gez. Loew Oberleutnant. Also bis Dez. 769 GR, ab Dez? Bis Jan ? Habe auch keinen Eintrag im Buch der 377 ID Herdener gefunden.

  • Guten Abend, Saskia,


    so ganz genau ist mir Deine Fragestellung noch nicht klar. Interessiert Dich nun ausschließlich der unterzeichnende Oberleutnant, oder suchst Du zudem nach weiteren Hinweisen zu Deinem vermißten Großvater?


    Man könnte in den Vermißtenbildlisten unter der Einheit nachschauen, ob es evtl. auch zum Oltn. Loew einen Eintrag gibt. Ansonsten dürfte es äußerst schwer werden, zur Person etwas herauszufinden.


    Davon abgesehen, in welcher Kompanie war denn Dein Großvater genau? Und eine 377. Kommandeur Stelle, was soll das sein? Kannst Du uns die Feldpostnummer bitte benennen oder evtl. sogar das Schreiben einstellen?


    Grüße

    Diana


    Die Frau ist die einzige Beute, die ihrem Jäger auflauert (Ingelore Ebberfeld)

  • Ich muss glaube ich weiter vorne Anfangen, ich konnte die ganze Einheiten meines Großvaters in seiner Wehrmachtszeit recherchieren. Bis auf die letzten vier Wochen im Januar 43. Der Vermistenbrief wurde von Oberleutnant Loew unterzeichnet, dem Schreiben nach war er bei Ihm unterstellt. Die FP gehört zur 377 ID.

    Davor war er bei Major Wehle und wurde im Okt. verwundet, Lazarett bis Ende Dez.

    Also die Frage lautet kennt jemand die Einheit bei deren Oberleutnant Loew gedient hat im Januar 43.

  • Hallo, Saskia,


    Quote

    kennt jemand die Einheit bei deren Oberleutnant Loew gedient hat im Januar 43.

    nein, denn ohne Feldpostnummer wird das nichts.


    Grüße

    Diana


    Die Frau ist die einzige Beute, die ihrem Jäger auflauert (Ingelore Ebberfeld)

  • Hallo Saskia,


    die Feldpostnummer 32046 gehörte in diesen Zeitraum zur "Kommandeur der Infanterie-Divisions-Nachschubtruppe 377. Diese Einheit gehörte wiederum der 377. Infanterie-Division an. Es ist also nicht die Feldpostnummer der 377. Infanterie-Division.


    Gruß

    Lothar

  • Hallo Saskia!

    Zum genannten Zeitraum gehörte die Feldpostnummer zu dieser Einheit.


    8.9.1942-11.3.1943) Kommandeur d.
    Infanterie-Divisions-Nachschubtrupp 377


    Gruß

    Christian

  • Super, vielen Dank,

    Wo genau war denn dIe Einheit Kommandeur d.
    Infanterie-Divisions-Nachschubtrupp 377

    Im Zeitraum 25-28. Jan 43 oder war das direkt der 377 ID unterstellt?

  • So dann vielen Dank für,die Unterstützung, ich denke ich hab jetzt alles zusammen.


    Mein Opa ist demnach als Jahrgang 1915 eingezogen worden laut Erkennungsmarke IR 35 unterstellt der 25 ID in Tübingen. Dann zur 293 ID (Westfeldzug) (KvK mit Schwertern) von dort zur 333. ID in die Bretagne. Dann zur 377ID (EK II und Feldwebel Beförderung (Operation Degenhardt) ) bis zur Kesselschlacht bei Woronesh wo er seit 27.01.43 vermisst wird.


    Wenn jemand zu diesen Einheiten noch Informationen oder Bilder aus der Zeit hat, ( (nicht Internet) das habe ich alles durchsucht ), wäre es schön wenn ich das bekommen könnte.


    25ID (35IR) Tübingen

    293 ID

    333 ID

    377 ID


    VIELEN DANK MIT BESTEN GRÜSSEN

    Und dem 769 IR

    Edited once, last by Saskia ().

  • Hallo Saskia,


    hast du wirklich alles zusammen?


    Anbei ein Bild aus der Vermissten Bild Liste (VBL) FM 647 vom DRK.


    Hier ist Feldwebel Martin Kübler, Beruf Maler geb. am 22.08.1915 euweiler/Würrttemberg gelistet.

    Die Feldpostnummer ist 32046 B -- Der Kennbuchstabe bedeutet das Angehöriger der 1. kleinen Kraftwagen Kolonne der 377 Infanterie war.


    Kübler.JPG


    Den Vermisstenort bzw. das Vermisstengebiet lässt sich auch noch eingrenzen.

    Grüße Matthias

  • Hallo,


    hier Auszüge aus dem Kriegstagebuch der 2. Armee betreffend die 377. Infanterie-Division (Quelle: NARA T312 R1215).


    Gruß

    Jörg


    ======================

    25.01.1943:

    Tagesmeldung Armee:

    Die erneut festgestellte laufende Verstärkung des Feindes an der Nordfront zwischen Terbuny 2 und der Straße Liwny-Wolowo läßt auf den hier unmittelbar bevorstehenden Angriff auf breiter Front schließen. Es ist somit zu erwarten, daß der Gegner morgen, spätestens übermorgen mit starken Kräften zum beiderseitigen Angriff auf Kastornoje antreten wird.


    Bei XIII.A.K. griff Gegner vor linkem Flügel der 340.I.D. in etwa Rgt.-Stärke südl. Terbuny 2 an und konnte Einruch erzwingen, der gegen Abend im wesentlichen abgeriegelt war. Die beobachtete Zuführung weiterer Kräfte auf Terbuny 2 läßt verstärkte Fortsetzung des Angriffs erwarten.


    Absicht: Einleitung des Unternehmens „Elch“ und Rückführung starker Kräfte des VII. und XIII.A.K.


    Wetter: Klar, Minus 15 Grad. Straßen, soweit bisher geräumt, befahrbar.


    26.01.1943:

    Tagesmeldung Armee:

    An der Nordfront begann der erwartete Großangriff mit starker Infanterie und Panzern mit einer Stoßgruppe südl. Terbuny, mit Masse zwischen Olym und Kschen. Nach harten Kämpfen konnte der Gegner an beiden Stellen Einbrüche bis 10 km Tiefe erzielen. 25 Panzer wurden abgeschossen. Hohe eigene Ausfälle an s.Pak und Flak. Gegner führt gegen die Einbruchstelle starke neue Kräfte, 2 – 3 Divisionen mit einzelnen Panzern, heran. Angesichts der erdrückenden Überlegenheit ist mit einem Durchbruch auf Wolowo und späterer Fortsetzung des Angriffs in Richtung Kastornoje zu rechnen. Reserven zum Abfangen des Angriffs stehen zur Zeit nicht zur Verfügung. Das XIII.A.K. wird sich daher bei seiner Rückwärtsbewegung durch den Feind hindurchkämpfen müssen.

    Bei XIII.A.K. verlaufen die Absetzbewegungen der 377.I.D. planmäßig, ohne daß der Feind bisher nachdrängte. Im linken Abschnitt hat der Gegner mit starken Kräften den westl. Flügel der 340.I.D. durchbrochen und Prodsnjose, Micheilowka, Olymptschik und Nikolskoje genommen. Gegenangriff des G.R.694 brachte den Angriff des Gegners in Linie westl. Golossnowka-2 km südl. Bolynkowka zum Stehen. Erste Teile des G.R.769 der 377.I.D. zur Abriegelung nördl. der Straße Nowossolskoje-Nabereshnoje sind in Troizkoje eingetroffen.


    Absicht für Nacht 26./27.1.: Zurücknahme der Hauptkräfte in die Oderlinie, der Nachuten in die Elbelinie.


    Wetter: Klar, Minus 20 Grad. Straßen befahrbar.

    Kampfstärken: 377.I.D.: 6 Btl., davon: 1 mittelstark, 5 durchschnittlich (davon 1 außerhalb der Div. eingesetzt), sämtliche Battr. 30% beweglich, 72 Zielf.Gew., sonst unverändert.


    Telefonat 18.15 Uhr General Straube:

    Str.: Westl. des Olym ist 82.I.D. in Panzerauffanglinie zurückgedrückt. Zur Stärkung werden 4 Kp. mit 1 Bttr. von rechts herübergenommen. Bei 340.I.D. ist Lage bedrohlicher. Ich habe Absetzen zur Oderlinie befohlen. Der rechte Nachbar ist verständigt. Bitte um Orientierung über Nachbarn.

    O.B.: Erteilt sie. Weist auf erwarteten stärker werdenden Feinddruck morgen am Olym hin. Kündigt Luftangriffe an.

    Str.: Klagt sehr über die Führung der 340. und 377.I.D.

    O.B.: Sie müssen Durchkämpfen der am rechten Flügel 82.I.D. durchgebrochenen Feindgruppe in Rechnung stellen.


    Telefonat 19.55 Uhr Chef XIII.A.K.:

    Ch.XIII.: Es ist so, daß der Feind nach Durchbruch am rechten Flügel unsere Linie von der Seite aufgerollt hat.


    27.01.1943:

    Tagesmeldung Armee:Die vom Gegner im Bereich des XIII.A.K. erzielten Einbrüche wurden unter Einsatz einer erdrückenden Überlegehenheit an Infanterie und etwa 60 Panzern zu tiefen Durchbrüchen erweitert. Die Spitzen der feindl. Panzer erreichten Gegend Werchotapje und Kulikowka. Ein planmäßiges Absetzen des Korps ist damit nicht mehr möglich. Auf Grund der ständigen weiteren Nachführung von Kräften ist mit Fortsetzung starker Angriffe in Richtung auf Kastornoje, unter Umständen mit einem Eindrehen von Wolowo in westlicher Richtung zu rechnen. Ein geschlossener Einsatz des Korps zum Durchkämpfen nach Westen ist nicht mehr möglich. Luftaufklärung ergab laufend weitere Verstärkung des Feindes sowohl an der Süd- wie an der Nordfront.


    Wetter: Klar, Minus 20 Grad. Straßen befahrbar.


    Telefonat 10.25 Uhr OB / General der Infanterie Zeitzler:

    OB orientiert über die Lage. Einschwenken des XIII.A.K. nach Südwesten. An der Süd- und Ostfront hat Gegner nicht nachgedrängt. Der 2. Armee stehen (OB rechnet einzelne Frontabschnitte vor) 28 Divisionen, 35 Brigaden, 8 Pz.-Brigaden gegenüber.

    Was von der Armee aus dem Kessel herauskommt, weiß ich nicht.

    Z.: Bei Cramer war die Lage ja ähnlich.

    OB: Es handelt sich hier um völlig andere Verhältnisse und dann ist der Feind bedeutend stärker. Ich mache darauf aufmerksam, daß es hier um die Schlacht um Kursk und nicht mehr um Kastornoje, die Olym- oder Timstellung geht; ferner hier nicht 1 Pz.-Div. mit 15 Panzern und 2 Btl., sondern – darüber muß sich die Heeresleitung klar sein – mehr herangebracht werden muß zum Auffangen der 2. Armee. Schwere Waffen und Gerät in großem Ausmaß verloren gehen. Durch das Zurückklappen des linken Flügels der 82.I.D. wird eine Lücke zwischen dem XIII. und LV.A.K. bleiben. Ich nehme an, daß sich die südwestlich Liwny versammelte Feindgruppe über die 45.I.D. nicht in Richtung Kastornoje, sondern Kursk antreten wird. Im Süden hat der Gegner namhafte Kräfte auf Tschernjanka eingedreht. Ich mache pflichtgemäß auf dies aufmerksam. Es hat keinen Sinn hier zu beschönigen. Wir werden tun, was geht.

    Z.: Die Armee tut alles, die „eingeschlossenen“ Teile herauszubekommen?

    OB: … Die 26.I.D. wird nun auch nicht mehr zu dem geplanten Einsatz kommen.

    Z.: Will aus Heeresgruppe Mitte etwas herausnehmen.

    OB: Wären Absetzbewegungen der 2. Armee 3 Tage früher befohlen worden, so wäre die Panne nicht geschehen.

    Z.: bricht das Gespräch ab.

  • Hallo Saskia,

    mir liegt noch ein 15-seitiger "Gefechtsbericht Generalkommando XIII.A.K., Ia" für den Januar 1943 vor. Daraus ergibt sich ein Gesamtbild für die Einschließung/den Rückzug der 377.I.D., aber auch Hinweise auf Wege der Trosse (NARA T314 R518). Werde versuchen, den jetzt schrittweise hochzuladen.

    Gruß

    Jörg

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  • Hallo,

    hier folgt Teil 2.

    Gruß

    Jörg

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  • Hallo,

    hier der letzte Teil.

    Gruß

    Jörg

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  • Wow, viel.

    Also von oben , das Bild ist tatsächlich mein Opa und ist von der RK Suche, nur das B war nicht bewusst.

    Was wir aber wissen und im Vermisstenschreiben steht das er am 25 Jan. Nach Terny zu einer Art Einheit versetzt wurde und sich im um seine Pferde gekümmert hat. Auf der Verleihungsurkunde EK steht als Einheit 5/IR 769. Auf dem Vermisstenschreiben ist die FP von dem KOM Nachschub...weiter oben aufgelistet

  • Hallo Saskia,

    hier noch die Lagekarten vom 25. bis 27. Januar aus gleicher Quelle.

    Gruß

    Jörg

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  • Hallo Saskia,


    im Anhang habe ich einige Kartenausschnitte angehängt. Hier habe ich einige ortschaften aus dem 15-seitiger "Gefechtsbericht Generalkommando XIII.A.K., Ia" von Jörg herausgesucht un markiert. Diese betreffen vor allem den Zeitraum 27. Januar 1943.


    Auf der Karte Kastornoje ist rechts die Bahnlinie nach Woronesch eingezeichnet. Auf der zweiten Karte ist die Bahnlinie links zu sehen. Hätte ich das nötige Know-how würde ich dir die beiden Karten zusammenfügen.


    Gruß

    Lothar