Diskussionsthread zu den Lazarettzügen

  • Hallo Kirtsen,


    deine PN dazu habe ich gelesen, leider komme ich bei den zahlreichen PN nicht hinterher alle zu beantworten.

    Schön das du es hier eingestellt hasst.


    Der Behelsmäßiger Lazarettzug 749 / Behelfsmäßiger Lazarettzug 039 - kommt für deinen Vater nicht in Frage.

    Das Datum verlockt zwar, hat in diesen Fall aber nichts mit dem Transport deines Vaters zu tun.


    Warum:

    Behelsmäßiger Lazarettzug 749 / Behelfsmäßiger Lazarettzug 039 - war bei der Heeresgruppe Süd eingesetzt - siehe hierzu auch die Bezeichnng Krim und das Gebiet um Dnjepropetrowsk.

    Dein Vater wurde bei einer Einheit bei der Heeresgruppe Mitte im Raum Smolensk verwundet.


    Was weisst du über das Fallschirm-Artillerie-Regiment 1?

    Grüße und bleib(t) Gesund - Matthias

  • Hallo Matthias,

    sorry, ich wollte nicht drängeln und dachte nur, dass die PN vielleicht nicht gelesen werden konnte. Aber ganz lieben Dank, dass es hier klappt. Ich hoffe auch, dass ich hier in diesem Thread mit meinen Fragen nicht falsch bin.


    Ja, das dachte ich mir auch, dass dieser Zug nicht passt.

    Über das Regiment habe ich das hier:

    Im Oktober 1942 wurde das Regiment im Eisenbahn-Transport über Minsk nach Rudnja verlegt. Dem VI. Armeekorps unterstellt, übernahm die 7. Flieger-Division Ende Oktober einen etwa 90 km breiten Gefechtsstreifen in der Linie Demidow - Duchowschtschina - Jarcewo. Im Verlaufe der im Dezember begonnene russische Winteroffensive wehrte die Division im Januar 1943 sämtliche russische Vorstöße auf Witebsk und Smolensk ab. In der Zeit vom 11. bis 20. Januar 1943 wurde das III. Bataillon im Verband der 205. Infanterie-Division bei Welikije-Luki zum Entsatz der dort eingeschlossenen Heeresverbände eingesetzt. In schweren Kämpfen ermöglichte das Bataillon den eingeschlossenen Heeresverbänden den Ausbruch aus der Stadt. In der zweiten Februarhälfte 1943 gelang den aus dem Raum um Kursk nach Norden angreifenden russischen Streitkräften ein tiefer Einbruch in die Stellungen der 2. Panzerarmee südlich von Orel. Gegen diesen sich anbahnenden Durchbruch wurde das Fallschirmjäger-Regiment angesetzt. Das Regiment wurde am 27. Februar 1943 aus seinen Stellungen nördlich von Smolensk heraus gelöst und in den bedrohten Frontabschnitt bei Dmitrowsk verlegt.

    Quelle: http://www.lexikon-der-wehrmac…mjagerregimenter/FJR1.htm

    Ribshevo, wo mein Vater verwundet wurde, liegt ca. 80 km nördlich von Smolensk.


    Vom Lazarettzug meines Vaters weiß ich nur, dass er über Warschau ging und vorher ein Zwischenstopp von einigen Tagen in einem KZ gemacht wurde. Das KZ lag in Hörweite der Gleise, war aber durch ein Waldstück verdeckt und von dort aus in zwei Tagen Warschau mit dem Zug zu erreichen war. Vielleicht kann auch jemand sagen, welches KZ das gewesen sein könnte.


    Mit lieben Grüßen

    Kirsten

  • Hallo Kirsten,


    hast Du schon einen Antrag bei der WAST gestellt ?

    Wenn Dein Vater mit einem Lazarettzug gefahren wurde, ist dies in den Unterlagen der WAST vermerkt.

    Allerdings dauert die Bearbeitung inzwischen fast zwei Jahre.

    Gruß
    Gerd (der aus Bielefeld)

  • Hallo Gerd,


    ja einen Antrag habe ich gestellt, aber erst kürzlich.

    ... zwei Jahre? Na toll. Eigentlich dürfte es doch inzwischen weniger Nachfragen geben. Aber vielleicht hat man das Personal dort auch verringert.


    Mit lieben Grüßen

    Kirsten

  • Hallo Kirsten,


    in der WAST Auskunft zu meinem Vater, standen die Lazarettzüge mit Abgangs - und Zielbahnhof und deren Nummern.

    Vielleicht hast Du ja auch das Glück.

    Gruß
    Gerd (der aus Bielefeld)

  • Hallo Kirsten!


    Als Anlage zur Auskunft über meinen Opa gab es die letzte Krankenakte aus dem Reservelazarett Lüneburg II.

    Dort war relativ detailliert der Rücktransport von Ostpreußen nach Lüneburg beschrieben.


    Viel Erfolg!


    Christian

    Suche Informationen über die 170. Infanteriedivision

  • Hallo zusammen,


    und vielen Dank.

    Gibt es vielleicht eine Karte (Übersicht) welche Streckenverläufe (also Bahnlinien) die Lazarettzüge genommen haben, die aus der fraglichen Region gekommen sein könnten? Dann könnte ich eventuell so herausfinden, um welches KZ es sich gehandelt haben könnte.


    Mit lieben Grüßen

    Kirsten Junge

  • Hallo Bernhard,


    vielen Dank für die Karten. Die Übersichten sind eine gute Hilfe für meine Suche.

    Kann man pauschal sagen, wieviel kmh so ein Lazarettzug gefahren ist?


    Mit lieben Grüßen

    Kirsten

  • Hallo Matthias


    Hab hier ein paar Bilder von


    Behelfsmäßiger Lazarettzug 736 / Behelfsmäßiger Lazarettzug 037

    Lemberg


    Quelle: www


    Gruß Stefan

    Files

    • Lemberg.jpg

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    • Lemberg1.jpg

      (281.08 kB, downloaded 32 times, last: )
    • Lemberg2.jpg

      (234.72 kB, downloaded 28 times, last: )
    • Lemberg3.jpg

      (224.21 kB, downloaded 27 times, last: )

    Suche alles zu Gerätepark 661 und Sturm-Bataillon AOK 8.

  • Hallo Matthias,


    Können sie mir bitte helfen einen Lazarettzug zu finden der um den 6 März 1945 von dem Sanitäts- -Krankenhaus der 711 Infanterie Division in Bajot nach Deutschland gefahren ist. Mein Vater wurde in das Luftwaffenlazarett nach Buchholz/Nordheide überwiesen. Ich hänge das Dokument an.


    Alles Gute, Karin

  • Hallo Karin,


    so einfach ist es leider nicht, da keine Unterlagen hierzu vorhanden sind.


    Der betreffende Lazarettzug wurde vermutlich in Tata oder in Almásfüzitő mit den Kranken und Verletzten belegt.


    Vermutlich fuhr der Lazarettzug über Wien, Linz, Münschen Würzburg, Kassel, Hannover nach Buchholz/Nordheide.

    Hierzu muß man auch noch wissen das der Chefarzt erst während des Transportes erfuhr welches Lazarett angefahren wird.

    Auch eine Umladung von einem Lazarettzug zu einen anderen Lazarettzug, oder Kurswagen die an einen schnellen Frontzug (SFZ) angekoppelt wurden, kommen in Frage.

    Auch gab es ungarische Lazarettzüge mit den Nummern 151 bis 156.

    Wenn der Lazarettzug von Anfangsbahnhof bis Zielbahnhof durchgefahren sein sollte war er mindestens 24 Stunden unterwegs, eher mehr.


    Gibt es für den Zugang zum Lazarett ein Datum, eventuell mit Uhrzeit?

    Grüße und bleib(t) Gesund - Matthias

  • Hallo Matthias,


    die Information war sehr interessant und hilft meine Geschichte zu erweitern. Leider habe ich keine Information über die genaue Ankunft im Lazarett in Buchholz. Schade, ich weiß nur, dass wir meinen Vater im März wiedergesehen und nicht erkannt haben. Ich war 5 Jahre alt. Wir kamen in Jan. mit dem letzten Zug aus Posnan in Unterkunft in die Lueneburger Heide. Im April kamen die Engländer.

    Es ist eine gute Zeit um Schreiben. Seattle ist verhältnismäßig unter Kontrolle, nach einem katastrophalen Anfang.

    Vielen Dank und alles Gute ,Karin

  • Hallo Miteinander,


    dieses Schilderpaar dürft zu Thema Lazarettzüge passen.

    Wo und wie es zu Einsatz kam, ist mir leider nicht bekannt.


    Grüße Marc

  • Hallo Marc,


    danke für das Einstellen.:thumbup:

    Diese Schilder gab es noch weit bis nach dem Krieg.

    Das Schild Dienstabteil hatte ich noch in den 90igern des letzten Jahrhundert genutzt.


    Die von dir eingestellten Schilder waren Reservierungsschilder in den "öffentlichen" Zügen.

    Was aber grundzätzlich nicht ausschließt das diese Schilder auch für andere Züge genutzt wurden.

    Grüße und bleib(t) Gesund - Matthias

  • Hallo Matthias,



    gern geschehe und danke für die Hintergrund Informationen.

    Bei dem Konvolut waren noch diese Zugschlusssignaltafeln dabei. Kann man die Zeitlich einordnen?



    Grüße Marc

  • Hallo Marc,


    bei den "Zugschlußsignaltafeln" wäre auch die Rückseite interessant - falls dort irgendwelche Aufschriften / Prägungen vorhanden wären..


    Bisher läßt sich bestimmen:
    - Rot / Weiß gerautetes Feld - wie in Deutschland seit langem als "Tagessignal" vorgeschrieben;

    - Ausführung lackiert, nicht rückstrahlend - somit spätestens in den 1980er Jahren hergestellt:

    - Ausführung annähernd quadratisch - Hinweis auf eine ältere Ausführung, jedoch nicht die ganz alte aus der Länderbahnzeit, denn die war rechteckig (liegendes Rechteck) und die Fläche größer;

    - der unten vorhandene "Einsteck-Schuh" ist nicht zur Aussteifung geprägt - möglicherweiße ein Hinweis auf eine frühe Entstehungszeit und eine manuelle Herstellung, in einer Schilderwerkstatt der Bahn.

    - Es ist keine Eigentums-Kennung vorhanden, zumindest nicht auf der Vorderseite der Tafeln. in früheren Zeiten war dies allgemein so üblich. Vielleicht ein Hinweis auf eine Herkunft von einer kleinen Privatbahn oder von einer Werksbahn?


    Mehr gibt die "Glaskugel" im Moment nicht her.


    Herzliche Grüße

    Uwe

    An Informationen zur Heeres-Neben-Muna Kupfer, Muna Siegelsbach, Muna Urlau, Muna Ulm und zur Aggregat 4 - speziell Logistik für den Verschuß und den Eisenbahntransport- interessiert.

  • Hallo Uwe,


    vorab herzlichen dank für den blick in deine Glaskugel.


    Auf keiner der beiden Tafeln ist eine Eigentums-Kennung oder ähnliches vorhanden.

    Vielleicht helfen ja die Maße weiter, die Tafeln sind ca. 24,5cm breit und ca. 23,0cm (32,0cm) hoch.

    Was mich etwas verwundert ist, das die Tafeln aus Aluminium gefertigt sind. Ich hätte bei dem vermutetem Alter ehr eine Ausführung aus Stahlblech erwartet.

    Da die anderen Gegenstände aus diesem Konvolut (Dachbodenfund) alle aus der Zeit zwischen 1928 und 1943 zu datieren sind, würde es mich schon sehr verwundern wenn ausgerechnet die Zugschlußsignaltafeln deutlich jünger sind.


    In dem Konvolut waren unteranderem folgende Gegenstände, die der Reichsbahn zugeordnet werden können:


    Amtlicher Taschenfahrplan 1941 (Bahnhof Oranienburg), Der Eisenbahnfachmann Heft 7-9 1943, Dienstbuch 05404a 1941, Kleiderkassen Merk und Abrechnungsbuch ca.1928, Meldekarte 1938, Zugdienstzettel 1943, Laterne Deutsche Reichsbahn 1939


    Wie schon geschrieben, es würde mich schon sehr verwundern, wenn die Zugschlußsignaltafeln zeitlich nicht dazu passen sollten. Da ich aber leider weder das Fachwissen auf diesem Gebiet noch eine Glaskugel habe, kann ich leider nur Vermutungen anstellen.


    Sollte jemand von euch noch Detailbilder von den Anderen Fundsachen haben wollen, gebt mir einfach Bescheid. Ich stelle sie da zeitnah hier ein.



    Grüße Marc

  • Guten Morgen Marc,


    Danke für die Rückmeldung und die Bilder der Karbid-Handlampe.

    Interessante Mischung, der Dachbodenfund.


    Die Zeitschrift "Der Eisenbahnfachmann" Ausgaben von 1943, würden mich generell interessieren. Kann man davon gelegentlich einen Scan des Inhaltsverzeichnisses bekommen ? Danke im Voraus.


    Daß die Zugschlußscheiben aus Aluminium sind "wundert" mich auch, das ist ungewöhnlich. Wenn die anderen Gegenstände jedoch überwiegend aus der zweiten Hälfte des Krieges stammen und man unterstellt, daß das Konvolut auf dem Dachboden zur gleichen Zeit "zueinander gefunden hat", dann könnte man annehmen, daß die Tafeln in dieser "Notzeit" ( gegen Kriegsende bzw. Nachkriegszeit) gefertigt wurden und man eben verwendete, was man greifen konnte... ( Bestandsreste oder -der Klassiker- eben Blech aus einem Flugzeugwrack oder oder.... )


    Was man aber sagen kann: die Tafeln wurden nicht nach der gültigen Musterzeichnung der Deutschen Reichsbahn ( D.R.B. bzw DR ) in einem Betrieb in der üblichen Serienfertigung hergestellt ( es fehlen u.a. die Prägungen im Fuß, um diesem mehr Steifigkeit zu verleihen ).


    Herzlichen Dank für die interessante Frage zu einem kleinen Gegenstand, der damals in zigtausendfacher Anzahl im Alltagsgebrauch stand...


    Mit Eisenbahner-Grüßen aus der Schreibstube

    Uwe

    An Informationen zur Heeres-Neben-Muna Kupfer, Muna Siegelsbach, Muna Urlau, Muna Ulm und zur Aggregat 4 - speziell Logistik für den Verschuß und den Eisenbahntransport- interessiert.

  • Hallo Matthias,

    gibt es etwas Information über die ungarische Lazarettzüge mit den Nummern 151 bis 156.

    Viele Gruesse, Karin