Diskussionsthread zu den Lazarettzügen

  • Hallo,


    ich habe wie angekündigt einen Thread zu den Lazarettzüge / gemischte Lazarettzüge / Behelfsmäßige Lazarettzüge / Leichtkrankenzüge und sonstige Lazarettzüge erstellt.

    Lazarettzüge / gemischte Lazarettzüge / Behelfsmäßige Lazarettzüge / Leichtkrankenzüge / sonstige Lazarettzüge

    Es wurden keine Informationen aus dem Internet übernommen (außer ein Bild), hier ist das Copyright und die Quellenangabe nicht eindeutig.


    Ich denke aber trotzdem das ich ein Starterpaket geschaffen habe auf dem aufgebaut werden kann.


    Nach und nach soll dieser Thread ergänzt und gefüllt werden und zwar durch Zuarbeit der User aus dem Forum mit Quellenangaben.

    Hilfreich bei Informationen sind z.B. WASt Auskünfte in denen Lazarettzüge in Verbindung mit Verwundungen/Verletzungen genannt werden.


    Aufgefallen ist mir das Munitionstransporte, Verpflegungstransporte usw. mehr und besser in meinen Quellen dokumentiert sind als Verwundetentransporte.

    Oft wurde auch nur folgende Meldung abgegeben:

    Abfahrt von 2 Lazarettzügen

    Damit können wir, weil keine Nummer vorhanden, leider nichts anfangen.


    Viel Freude beim stöbern.



    Bitte immer diesen Thread für Ergänzungen Hinweise etc. benutzen.

  • Hallo Tac,


    die Züge hatten einen Zugführer von der Reichsbahn.

    Weibliches Personal hierzu ist mir nicht bekannt.


    Es könnte aber sein das die weibliche Person bei der RVD Dnjepropetrowsk tätig war und mit ins rückwertige Gebiet gefahren ist (Vermutung)


    Gibt es zu den Bildern ein Datum?

    Grüße Matthias

  • Hallo,


    anbei zu folgenden Lazarettzügen und gemischten Lazarettzügen die Unterstellung und Quelle ergänzt:


    Stand 01.06.1944 Sanitäts-Lehr-Abteilung, Arbeitsstab für Lazarett und Leichtkrankenzüge


    504 - Unterstellung

    508 - Unterstellung

    533 - Unterstellung

    620 - Unterstellung

    626 - Unterstellung

    628 - Unterstellung

    637 - Unterstellung

    643 - Unterstellung

    644 - Unterstellung

    651 - Unterstellung

    659 - Unterstellung

    673 - Unterstellung

    701 - Unterstellung

    720 - Unterstellung

    740 - Unterstellung

    741 - Unterstellung

    1534 - Unterstellung

    1713 - Unterstellung

    751 - Unterstellung

    752 - Unterstellung

    753 - Unterstellung

    754 - Unterstellung

    755 - Unterstellung

    756 - Unterstellung

    757 - Unterstellung

    Grüße Matthias

  • Hallo Matthias,

    eine tolle Arbeit, die Du da machst.

    Frage: Wäre es nicht vielleicht für die Leser noch besser, wenn zum Beispiel im obigen Post bei der Quelle nicht nur "Findbuch 1243" angegeben ist, sondern auch der Ort an dem sich das Findbuch finden läßt?

    Schöne Grüße,

    JR

  • Hallo IR,


    Jeep,

    Da ich mich zu den wenigen zähle die Quellen angeben, gebe ich dir natürlich recht.

    Danke, werde den Findort ergänzen.

    Grüße Matthias

  • Hallo Matthias,

    das ist toll, dann können interessierte Leser an Deine Arbeit anknüpfen. Danke und Gruß,

    JR

  • Moin Matthias,


    Top Arbeit! :thumbup: Konnte allerdings aus Zeitgründen nur mal ein paar Seiten rasch überfliegen ...


    Ja, nicht nur Verwundetentransporte wurden dokumentarisch völlig vernachlässigt, das San-Wesen insgesamt!

    Und Züge ohne Nummern habe auch ich jede Menge.

    Leider beinhalten auch WASt-Auskünfte sehr häufig nur den Hinweis "Zugang von Lazarettzug" oder "Abgang mit Laz.Zug" (so oder ähnlich). Informationen wie z. B. Zug-Nr. oder Fahrtstrecke sind damals in den Meldungen offensichtlich einfach nicht erfaßt worden.

  • Hallo


    mal einige allgemeine Frage: was wurde auf dem "Rücktransport" ins Operationsgebiet in den Lazarettzügen transportiert?

    War der Transport von Soldaten an die Front üblich bzw. sogar vorgesehen?

    War dieser Transport rein rechtlich erlaubt?


    Uwe


    T78 R520 - 01.jpgT78 R520 - 02.jpgT78 R520 - 03.jpgT78 R520 - 04.jpg

  • Moin,

    ist es möglich, daß bei der Auswertung der Akten durch die WASt ursprünglich aus Rationalisierungsgründen Zug-Nr. oder Fahrtstrecke einfach weggelassen wurden, weil diese Infos nicht als wesentlich erachtet wurden?

    JR

    Edited once, last by IR75 ().

  • Hallo,


    ich bin zwar der Threadersteller aber nicht umbedingt der Fachmann;)

    Aber durch die Erstellung konnte ich mir ein kleines Fachwissen aneignen.


    Moin,

    ist es möglich, daß bei der Auswertung der Akten durch die WASt ursprünglich aus Rationalisierungsgründen Zug-Nr. oder Fahrtstrecke einfach weggelassen wurden, weil diese Infos nicht als wesentlich erarchtet wurden?

    JR


    Nein nicht zwingend da es auch ander Meldungen gibt wo die Zugnummer genannt werden. Gemeldet wurde nie der Fahrweg, da die zu meldende Einheit diesen nicht kannte und was für ein Lazarett auch keine Rolle spielte.

    Durch die Lazarette wurden nur Zugang und Abgang mit Lazarettzug an die WASt gemeldet.

    Hier lag es immer an der Einheit die die Meldung weiter gab.

    In vielen KTBs Transportmeldungen etc. steht immer nur Lazarettzug, da gibt es keine Unterscheidungen der Gattungen, geschweige Angeben mit Nummern.

    Daher auch dieser Thread um gegebenfalls Schnipsel zu sammeln.


    mal einige allgemeine Frage: was wurde auf dem "Rücktransport" ins Operationsgebiet in den Lazarettzügen transportiert?

    War der Transport von Soldaten an die Front üblich bzw. sogar vorgesehen?

    War dieser Transport rein rechtlich erlaubt?

    Bekannt ist das Sanitätsmaterial, Sanitätsausrüstungen und Marketenderwaren, Kuriedienste sowie Ausrüstungen und Verpflegung für die Transporteinheiten und Diensstellen.

    Ob der Transport von Soldaten an die Front üblich war kann ich derzeit nicht belegen, um den Transportraum auszunutzen ist dies auf jedem Fall denkbar.

    Und wenn dies veranlasst wurde war der Transport dann auf jedem Fall erlaubt, hier lässt sich ebenfalls (noch) nichts genaueres finden.


    Aber wir stehen ja noch am Anfang.

    Grüße Matthias

  • Moin,


    ist dieser Bericht bekannt ?Lazarettzug 606


    Von den Tagesbuchaufzeichnungen einer Diakonie Schwester weiß ich das ihr Zug auf dem " Rückweg" wieder verletzte Soldaten mitnahm um sie von den behandelnden Lazaretten auf andre Therapielazarette zu verlegen. Erst bei verlassen des Reichsgebiet wurde der Zug bis unter der Decke mit Sanitätsmaterial aufgefüllt . Auch hatte ein Lazarett-Zug keinen Vorrang vor Rüstungszüge. Also immer schön warten.


    Gruß

    Jörg

  • Hallo Jörg,


    Danke für die Information zum Lazarettzug 606.

    Ich kannte den Bericht schon.

    Ich habe im Vorfeld bei der Erstellung des Thread bewusst auf das Internet verzichtet.

    Ich denke aber das ich hier diesen Link beim Lz 606 editieren werde.

    Grüße Matthias

  • Moin Matthias,


    es ist zwar nicht alles aus dem Internet das gelbe vom Ei aber die Quellen werden dank Datenschutz und wegsterbenden Webseitenbetreibern immer weniger. Wenn man dann Fragmente zu Lazarettzüge findet lohnt auf jeden Fall das ab speicher.


    Gruß

    Jörg

  • Hallo zusammen!

    Ich weiß nicht, ob die Infos aus dem Anhang für euch interessant sein könnten.

    Es handelt sich dabei um einen Ausschnitt aus dem Krankenblatt meines Großvaters.

    Darin ist die Rückverlegung vom HVP Bornitt in Ostpreußen ins Reservelazarett Lüneburg II mehr oder weniger geschildert.


    Gruß

    Christian

  • Halo Christian,


    die Information ist Spitze.

    Leider kann ich diese keinem Lazarettzug zuordnen, da eine Nummer fehlt.

    Ist aber nicht schlimm, vielleicht ergibt es sich ja noch das wir den Lazarettzug herausbekommen.

    Grüße Matthias

  • Hallo Matthias!

    Das Reservelazarett Lüneburg II soll aus mehreren Lazarettzügen entstanden sein, die im Februar 1945 aus Polen Richtung Heimat geschickt wurden.

    Sie sollen in Hamburg aufgelaufen sein und wegen Überfüllung der Stadt nach Lüneburg weitergeleitet worden sein.

    Das habe ich einer Leseprobe eines Buches entnommen.

    Den genauen Titel muss ich noch heraussuchen.

    Ein Arzt der einen der Züge betreut haben soll, ist Dr. Aurelius Jortzig.

    Er war auch nach dem Krieg in Lüneburg als Arzt tätig.


    Gruß

    Christian