Deutsche Soldatenfriedhöfe wiedergefunden

  • Hallo zusammen


    Update zur Ausbettung in Orscha (siehe hier)


    Bei der Ausgrabung in Weißrussland (wir berichteten am 18. August) wurde eine seltene Erkennungsmarke mit einem roten Kreuz gefunden.

    Die Identität der Krankenschwester konnte nun festgestellt werden.

    Wie sich herausstellte, wurde sie im Wehrkreis VII/ München dienstverpflichtet.


    Quelle: Volksbund auf Facebook.


    Gruß Stefan

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  • ... wurde eine seltene Erkennungsmarke mit einem roten Kreuz gefunden ...


    Hallo Stefan,


    ehrlich gesagt wird es mir immer rätselhafter, welches Ziel der Volksbund mit dieser fragwürdigen Social-Media-Berichterstattung verfolgt? Der Volksbund hat sich in der Vergangenheit oftmals über Grabräuber und geplünderte Grablagen beklagt und jetzt werden von dort neuerdings immer wieder großzügig Bilder von offiziellen Grabungen inklusive der dabei gemachten Grabungsbeifunde wie verrottete Stahlhelme, Schulterklappen, Abzeichen, Gasmaskenbüchsen usw. veröffentlicht?


    Auch der Hinweis auf diese gefundene "seltene Erkennungsmarke mit einem Roten Kreuz" inklusive Detailaufnahmen der Markenbeschriftung ist wieder eine Steilvorlage für jeden EKM-Händler und mögliche EKM-Fälscher: Dank dieser Volksbund-Meldung kann sich nun wirklich jeder kostenlos informieren, wie sowas aussehen muss und sogar ein Bild einer solchen Erkennungsmarke als "Werkvorlage" herunterladen. Bleibt abzuwarten, wie viele Fälschungen dieser "seltenen Marke" demnächst bei eBay & Co. auftauchen und zu welchem Preis dort gehandelt werden.


    Es wundert mich nicht, dass es immer mehr professionelle Sondler und Fälscher inkl. weltweiter, einschlägiger Internet-/Forenvernetzung gibt, die sich auf die Suche bzw. an die Arbeit machen. Der Volksbund gibt ja in seinen Pressemitteilungen immer wieder großzügig Auskunft, was man beim Graben alles noch so finden kann... Alleine der Hinweis auf gefundene Eheringe gefallener Soldaten weckt Begehrlichkeiten und lässt mit Blick auf die aktuellen Edelmetallpreise mit Sicherheit jedes Sondlerherz höher schlagen - auch in Osteuropa!


    Gruß, J.H.

    Nett kann ich auch - bringt nur nix!

  • Hallo zusammen


    Hier ein weiterer interessanter Beitrag des Volksbundes auf Facebook.


    In Wannagen, dem heutigen Vanagai im einstigen Memelland (Litauen), hat der Volksbund die sterblichen Überreste zweier Soldaten geborgen, die bei den Kämpfen 1945 ums Leben kamen.

    Die Toten lagen in einem Wäldchen, in unmittelbarer Nähe zur Wannagger Kirche, in der sich Gedenktafeln für die Toten des Ersten Weltkrieges befinden. Die Anwohner und Mitglieder der ev. Kirchengemeinde Vanagai machten den Volksbund auf das Grab aufmerksam.

    Im Jahre 1945 wurden die beiden Soldaten im Keller eines Wohnhauses getötet. Ein Einwohner des Ortes schuf den beiden gefallenen Soldaten eine (vor)letzte Ruhestätte. Umzäunt und von einem Kreuz überragt, fanden unsere Mitarbeiter das Grab.

    Zukünftig werden die beiden Toten, gemeinsam mit ihren Kameraden auf der deutschen Kriegsgräberstätte Memel, im litauischen Klaipeda ruhen.


    Quelle: Volksbund auf Facebook


    Gruß Stefan

  • Hallo zusammen


    Hier ein weiterer interessanter Beitrag des Volksbundes auf Facebook.


    Parallel zur feierlichen Einbettung in Wolgograd (früher: Stalingrad) fand auch die Ausbettung eines kleinen Soldatenfriedhofes im ehemaligen Dorf Borodkin,

    ca 40 Km von Wolgograd entfernt, statt.
    Gesucht hat der Volksbund diesen Friedhof schon seit vielen Jahren und nun endlich gefunden.

    Der Friedhof wurde Anfang September 1942 im Dorf Borodkin beim Wehrmachtvormarsch nach Stalingrad angelegt.

    Das Dorf wurde nach dem Krieg nicht wieder aufgebaut und somit verschwand auch der Friedhof.

    An der Stelle befindet sich jetzt ein Acker. Insgesamt wurden zwei Reihen mit je zehn Gräbern exhumiert.

    Es wurden mehrere Erkennungsmarken gefunden.

    Fotos: Volksbund/ Deryabkin


    Gruß Stefan

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    Edited once, last by Heinz1982 ().

  • Hallo Zusammen


    Hier ein weiterer interessanter Beitrag des Volksbundes auf Facebook.


    In Russland arbeiten viele Suchtruppen auf den ehemaligen Schlachtfeldern.

    Eine davon ist die Suchtruppe "Кубанский плацдарм" sinngemäß übersetzt: "Der Brückenkopf auf Kuban".
    Die Sucharbeiten werden im Gebiet Krasnodar bei der Stadt Krimsk durchgeführt. Im Mai 1943 wurde beim Dorf "Krasnaja pobeda" gekämpft.

    Die Toten blieben teilweise in den kilometerlangen Schützengräben liegen. Jetzt werden sie Schritt für Schritt ausgegraben.
    Die Gebeine deutscher Soldaten und die Erkennungsmarken werden an unseren Mitarbeiter in #Kaukasus übergeben.
    Die Suchtruppe befasst sich auch mit der Bergung der abgestürzten Flugzeuge.

    In Juni 2019 wurden auch die Gebeine eines deutschen Piloten an den Volksbund übergeben.

    Foto: Suchtruppe "Кубанский плацдарм"


    Gruß Stefan

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  • Hallo zusammen


    Hier ein weiterer interessanter Beitrag des Volksbundes auf Facebook.


    Ausbettung neben Lenin-Statue


    Der Volksbund hat eine Genehmigung bekommen, um im Stadtpark von Werchnebakanskaja in Krasnodar zu exhumieren.

    Die Verhandlungen mit der Stadtadministration dauerten drei Jahre. Das Besondere: Die Exhumierungsstelle befindet sich am Hauptplatz der Stadt direkt unter dem Lenin-Monument.

    Der Platz wird nach den Arbeiten neu asphaltiert.

    Aktuell wurden 80 Kriegstote exhumiert, voraussichtlich werden ca. 400 Soldaten geborgen.

    Fotos: Volksbund


    Gruß Stefan

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  • Moin,


    ich habe mich schon seit längerem gefragt, warum die Überreste der deutschen Soldaten nur innerhalb der jetzigen Republiken und nicht z.B. nach Deutschland umgebettet werden. Klar gibt es Verträge und Vereinbarungen, aber welchen Unterschied macht es aus, das bisschen, was von den Menschen übrig geblieben ist, 400 km und nicht 1400 zu transportieren? Für die Angehörige wäre es ohnehin bequemer.

    Was ich mir vorstellen kann, sind die Grundsatzfrage - entweder alle, oder niemand und man will keinen "Zentralfriedhof" und damit keinen Mekka für Militärtraditionalisten schaffen...

    Gruß Viktor

  • Guten Tag, ich habe auch diese Frage gestellt ... Der Preis für den Transport über die Grenze einer Leiche beträgt ca. 8000 € + die Kosten für die Beerdigung. In der Ukraine haben wir mit Deutschland ein Abkommen über die Verpachtung von Grundstücken für 50 Jahre für einen Friedhof und theoretisch eine Verlängerung unterzeichnet. Zum Beispiel sind es in Potelichi (Lemberg) bereits ungefähr 15000, jetzt multiplizieren Sie es mit 8000, und Sie werden verstehen, dass Verwandte nicht immer bereit sind, ihren Großvater / Vater / Onkel abzuholen. Ich weiß, dass es nicht viele Fälle gibt, die sie weggenommen haben. Komme aber oft zu den Gräbern.