Deutsche Soldatenfriedhöfe wiedergefunden

  • Hallo zusammen,


    anbei die die Daten vom Volksbund:


    Nachname: Müller

    Vorname: Heinrich

    Dienstgrad: Obergefreiter

    Geburtsdatum: 24.09.1923

    Geburtsort: Langholzhausen

    Todes-/Vermisstendatum:22.10.1944

    Todes-/Vermisstenort: Sworbe

    Grüße

    Dirk

  • sehr ermutigende Nachrichten. Dieser Fund belegt, wie wichtig es ist, weiterzumachen! (Und schneller zu sein als die black digger)

    Hallo Stefan, hallo Justus!


    Ein großes Dankeschön auch von mir - und sicher auch von unserem Mitglied Jonny, den ich hier seit einiger Zeit ein wenig bei der Suche nach seinem vermissten Großonkel unterstütze.


    Wie wir von Dieter ( mfpb330) wissen, war der gesuchte Josef Ebnet möglicherweise mit den Pionieren der 12. Luftwaffen-Felddivision in Sworbe. Er gilt seit Anfang 1945 bei Libau als vermisst.


    Ich weiß, dass sich Jonny über jeden noch so kleinen Hinweis auf Orte freut, die in der Kriegsgeschichte seines Verwandten eine Rolle gespielt haben (könnten).


    Wie so viele andere hat er die Hoffnung nicht aufgegeben, seinen Großonkel zu finden. Wir alle wissen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, das zu schaffen. Doch Geschichten wie diese, Stefan, machen zumindest ein wenig Mut auf die kleinen und großen Wunder.


    Ich werde Jonny auf Deinen Beitrag hinweisen.


    Viele Grüße, schönen Sonntag zusammen!


    Frank/Evergreen

  • guten Morgen zusammen,

    Ich möchte der EM über der 4 , Beitrag #68, Bild 1 ein Gesicht geben.

    Rene, heißt das, dass für dich eine Suche abgeschlossen werden konnte? Ist das ein Verwandter von dir?


    lg, Waltraud

  • guten Morgen zusammen,

    Rene, heißt das, dass für dich eine Suche abgeschlossen werden konnte? Ist das ein Verwandter von dir?


    lg, Waltraud

    Hallo Waltraud

    Nein es ist kein Verwandter und gesucht habe ich auch nicht. Es hat sich einfach so ergeben.

    Gruss Rene

  • hallo,

    danke Rene für die Antwort. Trotzdem schön, dass du das Bild eingestellt hast. Man weiß nie, für was es mal gut ist.

    Schönen Sonntag und lg,

    Waltraud

  • Guten Tag,


    hier zum von Rene / werne eingestellten Photo (Post #82)

    noch der direkte Link zur Ausgrabung (Post 68):

    Deutsche Soldatenfriedhöfe wiedergefunden.


    Sehr tröstlich zu erfahren, wie hilfreich die Menschen sind,

    in deren Gegenden heute noch Soldaten gefunden werden.


    Und vielen Dank Euch, die Ihr die Funde hier einstellt.


    Grüße, Kordula

  • Hallo zusammen,

    hier eine weitere Entdeckung eines Massengrabes auf einem Danziger Friedhof.

    Unten ein Auszug des Volksbunde vom 28.05.2021


    Einen einzigen Hinweis gab es und der war falsch.

    Dass der Volksbund jetzt dennoch ein Massengrab mit rund 300 Kriegstoten auf einem Friedhof in Danzig gefunden hat,

    ist dem persönlichen Einsatz der polnischen Partner und ihrer Recherche zu verdanken.

    Der Hinweis stammte von einer Augenzeugin aus den 1960er Jahren, hatte aber zur falschen Stelle auf dem riesigen Gelände des Friedhofs geführt. Sogar Georadar hatte der Volksbund 2020 im Stadtteil Wrzeszcz Srebrzysko (früher Silberhammer) eingesetzt auf der Suche nach der Grablage aus der unmittelbaren Nachkriegszeit. „Unsere Partner haben weiter gefragt und gesucht, nachdem wir nichts gefunden haben“, berichtet Thomas Schock, Leiter des Umbettungsdienstes beim Volksbund. Und sie hatten schließlich Erfolg.

    Die Umbetter im Volksbund-Auftrag arbeiten unter erschwerten Bedingungen: Auf dem Massengrab wurden an vielen Stellen in späteren Jahren weitere Tote bestattet. Diese Gräber, die bis heute bestehen, müssen bei den Arbeiten ausgespart werden. Bleiben die Wege und Freiflächen auf diesem Teil des Friedhofs, den Tag für Tag viele besuchen, wo es laufend Bestattungen gibt.


    Hier der Link des Volksbund zu Thema: Volksbund-Massengrab Danzig


    Lg Andre

    Erst wer den Dreck des Lebens gegessen hat, weiß wie schön dieses ist !!!

  • Hallo Zusammen


    Hier ein weiterer interessanter Beitrag des Volksbundes auf Facebook.


    In Smolensk hat das Umbettungsteam des Volksbundes mit einer Ausbettung eines kleinen Lazarettefriedhofes im Dorf Nikolskoe,

    etwa 200 Km von Moskau entfernt, begonnen. Laut Archiv wurden dort 40 Tote begraben. Der Friedhof wurde nur durch Zufall entdeckt:

    Die Umbetter haben im Dorf nachgefragt, ob jemand etwas über die deutsche Grablage aus dem Zweiten Weltkrieg wüsste,

    doch niemand meldete sich. Nur ein Mann hat erzählt, dass es vor vielen Jahren auf einem Grundstück bei Bauarbeiten Gebeine gefunden wurden.

    Das war der Ausgangspunkt, um die Sondierung auf diesem privaten Grundstück durchzuführen. Glücklicherweise hat der Besitzer der Sondierung zugestimmt.

    Die Umbetter sind bei der Sondierung sofort auf weitere Gebeine gestoßen, in den ersten Gräbern wurden die Erkennungsmarken gefunden,

    die die Archivdaten bestätigt haben - der erste Tote wurde schon im Archiv gefunden.

    Die Exhumierung wird noch einige Zeit dauern.


    Fotos: Volksbund


    Gruß Stefan

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  • Hallo Stefan,


    herzlichen Dank für die Information die sicher einigen Angehörigen, in Zukunft, einen realen Ort des Gedenkens gibt.

    Viele Hinterbliebe wünschen sich das Grab Ihres Angehörigen zu besuchen um abschließen zu können und Ruhe zu finden.

    Durch diese aktuelle Umbettung aus dem Dorf Nikolskoje wird dieser Wunsch in Erfüllung gehen können.


    Grüsse,

    Friederike

  • Hallo Zusammen


    Hier noch ein update zur Suche in Nikolskoe


    Update zur Ausbettung im Gebiet Smolensk: Bisher wurden 44 Kriegstote auf dem ehemaligen Lazarettfriedhof geborgen,

    unsere Umbetter vermuten nach weiteren Untersuchungen bis zu 90 Gefallene.

    Die Arbeiten werden noch ca. eine Woche andauern, der Boden ist sehr trocken.
    Umbettungsleiter Thomas Schock hat der Eigentümerin des Grundstücks ein Dankeschön überreicht.

    Ihr wollt unsere Arbeit unterstützen? Wir freuen uns über eine Spende unter: www.volksbund.de/spenden
    Aktuell können wir leider keine ehrenamtliche Mitarbeit bei Ausgrabungen anbieten.


    Fotos: Volksbund


    Gruß Stefan

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  • Hallo Zusammen


    Hier ein weiterer interessanter Beitrag des Volksbundes auf Facebook.


    In einer 14 Meter tiefen Karsthöhle nahe der kroatischen Küstenstadt Rijeka haben Experten des Volksbundes die sterblichen Überreste von sieben deutschen Soldaten gefunden.
    Offenbar wurden sie beim Rückzug der Wehrmacht auf dem Balkan von Partisanen erschossen und ihre Leichen in die Tiefe geworfen.

    Die Gebeine werden in Kürze auf der deutschen Kriegsgräberstätte in Zagreb beigesetzt.


    hier die Vollständige Meldung auf der Webseite vom Volksbund


    Quelle Fotos. Volksbund


    Gruß Stefan

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  • Hi Stefan,


    vielen Dank, daß Du uns auf dem laufenden hältst.

    Sehr informativer und einfühlsam geschriebener Bericht.

    Bringt einem nahe, was diese Männer leisten und auch,

    wie geübt sie inzwischen sind, Gräber zu erkennen.


    Zwei Beispiele:

    „Du siehst einen Birkenwald. Dazwischen wachsen junge Kiefern. Sie sind Rohbodenkeimer, sie gedeihen nur dort, wo gegraben wurde.“


    "...eine Wiese mit gelben Sumpfdotterblumen, dazwischen weißes Wiesenschaumkraut. Es markiert die Gräber der Toten, die nach damaliger Dienstvorschrift mit dem Kopf nach Norden bestattet werden mussten – bergan in 1,20 Meter Tiefe und stets in einem Meter Abstand zum Nachbarn."


    Grüße, Kordula

  • Hallo Zusammen


    Hier ein weiterer interessanter Beitrag des Volksbundes auf Facebook.


    Ausbettung im Gebiet Rostow. Nach 17 Jahren hat der Volksbund die Genehmigung erhalten, in den Schrebergärten (russ. Datscha)

    neben einer Kirche bis zu 240 Kriegstote zu exhumieren. Sie liegen mitten in den Weinreben, teilweise auch unter dem Schweinestall.

    Die Toten wurden auf diesem ehemaligen Friedhof sehr dicht nebeneinander begraben, manche sogar übereinander.

    Die Gefallenen werden in Rosschoka eingebettet. Die Arbeiten laufen noch weiter, wir werden mit weiteren Fotos berichten.


    Quelle Fotos. Volksbund


    Gruß Stefan

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  • Hallo zusammen.


    Ich finde dieses Thema hier auch sehr interessant und möchte jetzt auch kein Spam hier rein bringen. Aber...


    Meine Frage bzw. Was mich interessieren würde ist sind die gefallenen meistens noch zu identifizieren also ist die EM noch erhalten oder ist das eher immer "Glücksache"?

    Wenn ja werden die Daten dann beim Volksbund aktualisiert und wenn man benachrichtigung dort hat wird man benachrichtigt?


    Kann da jemand was dazu sagen?

    Grüßle Petzi

  • Hallo Petzi.

    Vor einigen Jahren hatte ich eine Anfrage beim VDK die damit endete, das man mich informieren würde

    wenn das Grab gefunden würde. Liegt südlich vom Ladoga See. Und wurde offensichtlich noch nicht gefunden.

    Gruß, Wilfried

    Suche z. Zt. alles zur Aufklärungs Ersatzabteilung 5

  • Servus Petzi,

    Zu der Identifizierung kann ich nix sagen, aber zum Volksbund. Natürlich werden deren Daten nach einem Fund aktualisiert und der nächste dem Volksbund bekannten Angehörigen benachrichtigt. Aber hier gibt es Probleme: Der vermisste Gefallene ist wohl jetzt bekannt, aber es gibt häufig keine Ansprechpartner mehr!!! So habe ich mich im Rahmen meiner Recherchen zu den Vermisstenschicksalen ohne bekannte Nachkommen in meiner Ortschaft als Ansprechpartner beim Volksbund vormerken lassen.


    Gruß

    Hans

  • Hallo Zusammen


    So weit mir bekannt ist läuft es folgender Massen ab. Bevor ein Umbettung begonnen wird

    werden erstmal die Verfügbaren Daten usw zusammen getragen. Meist ist dem Volksbund bekannt

    wer da begraben ist und ganz genau wo. Problem dabei ist wenn keine Erkennungsmarke gefunden wird

    oder nicht mehr lesbar ist zählt die Umbettung dann als unbekannt.

    Wird eine Erkennungsmarke gefunden geht erstmals ein Anfrage an Bundesarchiv (früher WAST)

    Ist die Ekm dort verzeichnet geht die Meldung zurück zum Volksbund und die Daten können da aktualisiert werden

    und wenn Angehörige Vorhanden sind werden diese Benachrichtigt

    Aber diese Prozedur habe ich festgestellt kann Jahre dauern.


    Gruß Stefan

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  • Moin,


    grundsätzlich beschreibt Stefan den Ablauf korrekt. Aber es gibt auch immer wieder Ausnahmen: sind Umbettungen zeitlich zwingend (weil z.B. eine Überbauung ansteht), erfolgen diese sehr zügig. Insgesamt werden die Umbettungen immer schwieriger. Zuverlässiges Personal fehlt und den aufnehmenden Friedhöfen fehlen bei der Vielzahl der Toten die Flächen. Aber das letztere ist ein anderes Thema. Der Volksbunds jedenfalls tut alles, um seinem Auftrag gerecht zu werden.


    Beste Grüße


    Horst

  • Hallo Zusammen


    Hier ein weiterer interessanter Beitrag des Volksbundes auf Facebook.


    Ausbettung in Polen: In der Nähe des Jeziorsko Sees an der Warthe, hat eine polnische Suchgruppe um Matti Milak, Leiter der „Suchgruppe Metodis“,

    sieben deutsche Wehrmachtssoldaten gefunden - mit drei Erkennungsmarken.

    Ein Luftbild und der Hinweis eines Augenzeugen führten die Umbetter zu dieser außergewöhnlichen Grablage.

    Über die Fundgegenstände im Grab sowie Aufzeichnungen des polnischen Archivs in Posen/Poznan konnten auch die vier Soldaten ohne Erkennungsmarke (vorläufig) identifiziert werden.

    Die Soldaten werden auf der #Kriegsgräberstätte Poznan-Milostowo eingebettet.


    Und hier der Komplette Bericht auf der Webseite des Volksbundes.


    Quelle Bilder: Volksbund


    Gruß Stefan

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