Obergefreiter Karl Kamen, Panzerfahrer, EK2, KVK, Panzerkampfabzeichen und Winterschlachtorden der 21. Panzerdivision? Informationen gesucht

  • Hallo miteinander,


    ich bin auf der Suche nach Informationen zu meinem Vater auf dieses Forum hier gestossen. Leider hat er mir nie erzählen können was er erlebt hat. Nur ein paar Bruchstücke sind mir bekannt.

    Mehr als ein Foto aus seiner Dienstzeit ist mir nicht erhalten geblieben aus seiner Soldatenzeit.


    Ich würde mich sehr freuen, wenn ich hier etwas erfahren würde, über seine Stationen, sein Leben, seine Gefangenschaft oder vielleicht auch seinen Kameraden die ihn kannten.


    Die von mir angefragte Dienststelle WAST hast sich bis heute nicht bei mir gemeldet.


    Bekannt ist mein Vater, Karl Kamen, war Panzerfahrer. Er berichtete mir selbst leider fast nichts, außer er war bei Moskau (ich erinnere mich er sagte ausdrücklich sogar hinter Moskau). Weitere Stationen sind mir nicht bekannt. Zeiträume leider auch nicht.

    Ich weis er kam in Gefangenschaft. Wann und wo und wie weis ich nicht, auch nicht wann er wo freikam.


    Ich denke mich zu erinnern, er erzählte der 21. Panzerdivision angehört zu haben.


    Auf dem Foto meine ich auch Orden zu erkennen (Hatte Hilfe beim deuten des Fotos): EK2, KVK, Winterschlacht OST (er sagte berichtete mir nur von einem Orden den er bekam: den Frostfleischorden. Das wird wohl der letztgenannte gewesen sein?)


    Gibt es vielleicht noch andere Stellen die Auskünfte, welcher Art auch immer, erteilen können? Es müssten z.B. zu den Auszeichnungen ja Urkunden erstellt worden sein, es wurde doch erfasst wann und wo was erworben wurde..

    Ich denke Hoffnungen braucht man sich nicht mehr machen, noch Zeitzeugen zu Finden, die seiner Einheit angehörten oder ihn gar kannten..


    Für Informationen und Hinweise jeder Art wäre ich sehr dankbar..


    schönen Abend Allen


    Roka333

    bild.jpg

  • Grüß Gott Roka,


    herzlich willkommen hier im Forum der Wehrmacht !


    Dein Vater trägt außer dem oben erwähnten Orden, das Panzer-Kampfabzeichen,

    http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Orden/pka.html


    Über seine Zeit in russischer Gefangenschaft, kannst Du beim Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes , seine Gefangenenakte anfordern,

    https://www.drk-suchdienst.de/…ormular-zweiter-weltkrieg

    Schreib ins Textfeld des Online Formulars,,Benötige die Gefangenenakte zu meinem Vater Karl Kamen"

    Die Akte kommt als Kopie in russisch, wird also nicht übersetzt, aber es wird sich jemand finden der das kann, auch hier im Forum...

    Dort ist auch seine letzte Einheit und Ort der Gefangennahme vermerkt.


    Diese Auskunft ist für Familienangehörige kostenlos und dauert ca 3-6 Monate


    Servus Eumex

    Vivat Bavaria

    P.S. Die 21.PzDiv war nie in Russland, wurde 1941 in Afrika aufgestellt

    http://www.lexikon-der-wehrmac…nzerdivisionen/21PD-R.htm

  • Hallo Eumex,


    da die 21. Panzerdivision ab Mitte Februar 1945 an der "Ostfront" ( auch wenn diese schon an der Oder verlief...) war eine Gefangenahme durch die Rote Armee durchaus möglich....

    Beste Grüsse

    Ingo

  • Grüß Gott Ingo,


    möglich schon, aber die Division war nie in Moskau, wie oben erwähnt, höchstens als ein Teilnehmer bei den Gefangenenmärschen durch Moskau.


    Servus Eumex

    Vivat Bavaria

  • Moin,


    wann wurde denn der Antrag bei der WASt gestellt? Ich denke ohne weitere Informationen wird man auf die Auskunft warten müssen.

    Die 21. PzDiv war eine Einheit des Deutschen Afrika Korps. Somit entfällt eine Verwendung in dieser Division bei gleichzeitiger Teilnahmen an Kämpfen vor Moskau.

    Das heißt aber natürlich nicht, dass beide Angaben nicht stimmen könnten, aber dafür bedarf es dann weiterer Informationen.

    Er könnte schließlich 1941 in einer anderen PzDiv verwendet wurden sein und erst später zur 21. PzDiv versetzt worden sein.


    Gruß

    Christian

    Suche alles zu Esten in Polizei, Wehrmacht & Waffen-SS

  • Hallo an Alle,


    Eumex

    Danke für den Tip, ich wusste ja vom DRK Suchdienst, dachte aber nicht daran dort anzufragen, da er ja Heimkehrer war und somit nicht mehr vermisst. Denkfehler eben. Anfrage ist eben raus.


    Ultima

    Bei WAST habe ich Mitte Februar diesen Jahres angefragt, von da her kann es noch Monate dauern..

    Die Infos zur 21. PzDiv hab ich bereits gelesen. Ich denke schon mich richtig zu erinnern, dass es die 21. war.


    Mein Vater war Jahrgang 1923. Es gibt da die waage Kindheitserinnerung, dass er erzählt hat er habe sich freiwillig gemeldet und wurde nicht eingezogen. Wie alt er da war weis ich nicht. Von da her kann ich nicht darauf rückschließen, ob er bereits in Afrika dabei sein konnte oder nicht.


    Es gibt da nur noch zwei Geschichten die mir einfallen:

    -Seine Einheit oder Kompanie sollte einmal antreten zum Impfen. Eine kleine Handvoll Kameraden und er haben sich dem entzogen und lieber Schnaps getrunken. Die Quittung war, dass sie die Einzigen waren denen es gut ging! Alle die geimpft wurden, bekamen Fieber und waren nicht mehr Diensttauglich.


    Hatten die damals Schnaps in Afrika zur Verfügung? Er erzählte auf als Fälle, dass die Kameraden Kartoffel Schnaps selbst hergestellt haben. Manchmal kam dieser Schnaps sogar in den Panzer rein, wenn Treibstoff knapp war. Von da her denke ich da eher an die Ost-Front als an Afrika.


    -Mein Dad hat mir diese und ein zwei drei weitere Geschichten nur einmal erzählt. Er konnte das nur unter Tränen und nicht mehr ganz nüchtern:

    Sein Panzer musste an die Kampflinie vor, dorthin mussten sie schlechte Wege fahren. Diese Wege waren übersät von gefallenen und verletzten Kameraden. Vereinzelte Zivilisten waren auch immer wieder unterwegs in Richtung Westen. Er war als Fahrer derjenige, der da drüber fahren musste. Er hat es nie verarbeitet, das er das tun musste. Mein Vater sagte immer wieder er musste einfach drüber fahren, sonst kämen sie nicht an den Feind ran. Wenn sie nicht an den Feind kommen, sterben noch mehr. Die Panzer retteten wohl auch Leben, da sie den Feind gebunden haben. Aber was das mit den Besatzungen gemacht hat, kann sich heute niemand mehr vorstellen.

    Ich hatte auch so das Gefühl, dass es kurz danach für ihn aus war und er in Gefangenschaft geriet. Das kann aber auch falsch interpretiert sein.

    Jedenfalls würde so ein Szenario auf die Verteidungungs- und Rückzugskäpfe passen, die ab 1945 an der Oder wohl passierten.


    Somit gibt es derzeit folgende denkbaren Varianten:


    1. Angehöriger der 21. PzDiv zu Zeiten des Afrika Korps und danach weitere Verwendung an der Ost-Front bei noch unbekannter Truppe.

    2. Einsatz an der Ost-Front bei unbekannter Truppe. Diese wurde dann irgendwann 1945 der "neuen" 21.PzDiv eingegliedert.

    3. Ich habe mich komplett geirrt und er hat der besagten 21. nie angehört. Das kann ich mir aber eher nicht vorstellen.


    Vielen Dank für die Mühe bisher her.

    Gruß Ronny